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Was wird Großes in Kopenhagen passieren? Nichts.

16. November 2009 | Von | Kategorie: Blog, Kopenhagen

bali_klimakonferenz_dpa_400Es wird genau das gleiche Prozedere ablaufen, was sich seit alters her bei derartigen Treffen abspielt. Da kommen die erhabenen Häuptlinge zum großen Tam-Tam zusammen.

In ihrem Gefolge finden sich die patronierten Schamanen, Druiden und Gaukler, die die Zeit zwischen den einzelnen Festgelagen füllen. Man macht ein „wichtiges Gesicht“, schwingt wohltönende Reden, lässt ab und an mal die Hofnarren ihre Späßchen machen, lässt sich mit den apokalyptischen Beschwörungen und Tänzen der Schamanen und Druiden die Zeit verkürzen und freut sich gemeinsam über die Späße der Gaukler.

Da wird auch diskutiert über die neuesten und wirksamsten Gags und Tricks, wie man dem störrischen Volk die Penunzen aus der Tasche ziehen kann. Einer will den Anderen an Ideen übertreffen und alle sind sich einig, dass „etwas geschehen muss“. Nur keiner weiß, was. So beschließt man dann einstimmig, sich alsbald wieder zu treffen. Es wird vereinbart, dass das nächste Tam-Tam aber diesmal von ausgewählten Hofschranzen und den Schamanen und Druiden vorbereitet wird.
Alle sind zufrieden und feiern ihren Erfolg. Alle? Nein, da ist ja noch die Schar der „kleinen Häuptlinge“, die nur am Katzentisch sitzen durften. Die ballen ihr „Mausefäustchen“ in der Tasche und sinnen auf Revanche.

So ungefähr könnte es laufen.

Aber



Temperaturmessungen mit langen Zeitreihen

15. November 2009 | Von | Kategorie: Blog

Die üblicherweise zitierten Zeitreihen für Temperaturmessungen gehen leider nur bis 1880 (NASA-GISS) bzw. 1850 (CRU) zurück. Es gibt allerdings auch Thermometer-Messungen, die weiter in die Vergangenheit zurückreichen. Mit dem Projekt „The Little Ice Age Thermometers“ wurde jetzt eine Initiative gestartet, die Daten solcher Messstationen einfach verfügbar zu machen.

lia-thermometers

Bei WattsUpWithThat.com, wo ich auf diese Seite aufmerksam gemacht wurde, gibt es außerdem einen Beitrag in dem die Verlässlichkeit solcher historischer Temperaturmessungen diskutiert wird.

Eine weitere Seite, die historische Temperaturmessungen übersichtlich zur Verfügung stellt, ist der Dienst Rimfrost. Was diese Seite noch interessant macht, sind Daten über Eisbedeckung oder Schneehöhen die teilweise bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Die Temperatur-Zeitreihen lassen sich bequem als Grafik oder Text darstellen. Über die Möglichkeit, die Daten zu sortieren erfährt man dort zum Beispiel, dass die älteste Zeitreihe in dem Datensatz mit 305 Jahren aus Berlin-Tempelhof stammt. Man hat sehr einfachen Zugriff auch auf Daten, die man beim DWD nur noch gegen Bezahlung bekommt.

Beide hier vorgestellten Datensammlungen sind ab sofort auch über die Menüleiste unter „Klimadaten/Temperaturdaten“ verfügbar.

Tempelhof Rimfrost

Frankfurt

Hohenpeissenberg



450 „peer-reviewed“ Studien unterstützen skeptische Ansicht zum AGW

14. November 2009 | Von | Kategorie: Blog

13journal.1841Kaum ein Mythos hält sich so hartnäckig wie der vom überwältigenden Konsens der Klimawissenschaft zum menschlichen Anteil an der globalen Erwärmung. Widerspruch käme nur vereinzelt und nur von wissenschaftlichen Außenseitern. Vom Gegenteil dessen kann man sich schnell überzeugen, wenn man einen Blick in die verfügbare wissenschaftliche Literatur wirft.

Hier eine Liste mit aktuell 450 wissenschaftlichen Arbeiten, die skeptische Ansichten zur menschengemachten globalen Erwärmung (Anthropogenic Global Warming, AGW) unterstützen. Diese Liste erhebt absolut keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollte jemand noch weitere Studien kennen, die hier nicht aufgeführt sind, bitte einfach über die Kommentarfunktion melden. So weit verfügbar wurden Links zu den vollständigen Dokumenten beigefügt. Auch hier gilt: Wenn jemand weiter Quellen kennt bitte im Kommentar melden.

Diese Liste wurde von den Autoren der Seite Popular Technology.net erstellt. Vielen Dank dafür!

A 2000-year global temperature reconstruction based on non-treering proxies (PDF)
(Energy & Environment, Volume 18, Numbers 7-8, pp. 1049-1058, December 2007)
– Craig Loehle

Reply To: Comments on Loehle, „correction To: A 2000-Year Global Temperature Reconstruction Based on Non-Tree Ring Proxies“
(Energy & Environment, Volume 19, Number 5, pp. 775-776, September 2008)
– Craig Loehle

A Climate of Doubt about Global Warming
(Environmental Geosciences, Volume 7 Issue 4, pp. 213,



Finnische TV-Doku deckt Fehler in der Klimawissenschaft auf

12. November 2009 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Medien

img.82371_tWenn man der Berichterstattung deutscher Medien folgt, dann sucht man eine kritische Berichterstattung über den Klimawandel meist vergebens. Und auch in anderen Europäischen Ländern wird über Rundfunk, Zeitungen und Zeitschriften häufig nur ein Bild verbreitet, das von der kaum noch abzuwendenden globalen Katastrophe durch den menschengemachten Klimawandel.

Eine rühmliche Ausnahme hat am Montag der finnische Sender YLE präsentiert. Dort lief zur besten Sendezeit um 20:00 Uhr eine halbstündige Dokumentation mit dem Titel „Ilmastokatastrofi peruutettu“ (Klimakatastrophe abgesagt). Ob ein direkter Zusammenhang mit dem sehr guten Abschneiden der Finnen in der PISA-Studie besteht konnte nicht ermittelt werden.

Die Sendung behandelte unter anderem den legendären Hockeystick von Michael Mann, die Affäre um den britischen Klimaforscher Keith Briffa und seine Baumringdaten (wir berichteten hier) und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse des Klimaforschers und bekennenden Skeptikers Richard Lindzen.

Besonders Highlight war sicher der Auftritt des kanadischen Statistikers Steve McIntyre, der fast im Alleingang zunächst den Hockeyschläger von Michael Mann und später dessen Nachfolger als wissenschaftlich äußerst fragwürdig entlarvt hat.

Sehen Sie hier das Video der Sendung mit deutschen Untertiteln:

Graphen aus dem Video:

kaavio1Michael Manns Hockeystick (1:25)

kaavio2Keith Briffas Baumringstudie ohne (oben) und mit den neueren Daten (unten) (6:44)

kaavio3Die Briffa-Esper Daten(oben) und die Briffa-Yamal



Indische Studie: IPCC übertreibt bei Gletscherschmelze im Himalaya

10. November 2009 | Von | Kategorie: Blog, Schnee und Eis, Wissenschaft

IMG_0572Die Diskussion, ob das Abschmelzen der Gletscher weltweit direkt mit dem Klimawandel zusammenhängt bekommt neuen Zündstoff. Zum ersten mal hat jetzt die indische Regierung westliche Wissenschaftler mit eigenen Forschungsarbeiten konfrontiert, in welchen der Rückzug der Gletscher im Himalaya untersucht wurde.

Bei der Präsentation der Studie am Montag sagte der indische Umweltminister Jairam Ramesh, dass durch diese Arbeit die gängige Meinung über das Abschmelzen der Gletscher in Frage gestellt würde. Ein direkter Zusammenhang zwischen der Gletscherschmelze im Himalaya und dem globalen Klimawandel könne, so Ramesh, nicht hergestellt werden. Auch wenn sich einige Gletscher im Himalaya nach wie vor auf dem Rückzug befänden, würde dies mit einer Geschwindigkeit erfolgen, die historisch betrachtet nicht besorgniserregend sei.

Aussagen der indischen Geologen stehen im Widerspruch zum IPCC

Mit dieser Auffassung steht der Minister im direkten Widerspruch zum Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), dass in seinem Report 2007 noch vor einem totalen Verschwinden der meisten Himalaya-Gletscher bis 2035 gewarnt hatte. Und so führte Ramesh auch an dass er bereit sei, sich mit den Untergangsszenarien von Al Gore und dem IPCC anzulegen.

„Mich beunruhigt“, so Ramesh weiter „dass alle bisherigen Studien von westlichen Wissenschaftlern kommen. Es ist dringend an der Zeit, dass Indien selbst



Werden in Kopenhagen zwei unterschiedliche Abkommen beschlossen?

9. November 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Kopenhagen, Politik

Kopenhagen_meerjungfrauJe näher die Entscheidung über eine neues weltweites Klimaabkommen in Kopenhagen rückt, umso unwahrscheinlicher wird es dass die Nationen sich auf einen verbindlichen Vertrag einigen werden. Schließlich endete auch die letzte Vorbereitungskonferenz in Barcelona ergebnislos.

Für die Staatschefs der westlichen Länder indes wäre das sich ankündigende Scheitern der Verhandlungen vor allem ein Problem für deren Glaubwürdigkeit, hatten viele von ihnen doch in den vergangenen Monaten verstärkt darauf hingewiesen, wie wichtig ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll für das globale Klima ist. Höhepunkt war die Einigung der G8 Staaten auf das „2 Grad Ziel von l’Aquila“ im Juli dieses Jahres. Spötter haben schon damals angemerkt dass Regierungen die nicht einmal die Kosten für die Gesundheit im eigenen Land in den Griff bekommen können sich nun anmaßen das Wetter beeinflussen zu wollen.

Durch ihre Ankündigung jedenfalls haben sich die Staatschefs selbst dermaßen unter Druck gesetzt, dass in Kopenhagen irgendein Beschluss gefasst werden muss. Wenn schon keine neuen verbindlichen Ziele dann zumindest ein Kompromiss der dann publikumswirksam als Erfolg verkauft werden kann.

Kompromiss in Kopenhagen?

Wie ein solcher Kompromiss aussehen könnte beschreibt der Telegraph in seiner heutigen Ausgabe. Nach Angaben der Zeitung liegen zwei Optionen auf dem Verhandlungstisch. Falls die Länder



Warum Kopenhagen nutzlos ist

8. November 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Kopenhagen, Politik

„Ein Bild sagt mehr als tausen Worte“

Von Willis Eschenbach (Original bei WUWT)

Der kommende Kopenhagen Klimagipfel, hochoffiziell und schwergewichtig auch “COP15 United Nations Climate Change Conference Copenhagen 2009″ genannt, hat zum Ziel die Emissonen in der entwickelten Welt zu reduzieren. Hauptakteure sind natürlich Europa und die USA. Es gibt weitläufig die Wahrnehmung dass, wenn nur die USA und Europa  ihre Emissionen unter Kontrolle brächten, das Problem [Klimawandel] gelöst würde. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Um die große Lücke in der Argumentation zu sehen muss man nur einen Blick auf die historische Entwicklung der CO2-Emissionen werfen. Hier sind sie:

carbon_emissions_trends

Während die CO2 Emissionen von Westeuropa und den USA 1970 zusammen etwa die Hälfte aller CO2-Emissionen ausmachten, sieht das Bild heute ganz anders aus. In den letzten 35 Jahren ist der CO2 Ausstoß dieser Länder nur leicht angestiegen, wohingegen die Emissionen weltweit steil angestiegen sind und ein Ende nicht in Sicht ist.

Daher spielt es keine Rolle ob Europa einem „neuen Kyoto“ zustimmt. Es spielt keine Rolle, ob die USA dem Emissionshandel zustimmt. Beide zusammen werden keinen signifikanten Unterschied ausmachen. Selbst wenn beide Regionen ihre CO2 Emissionen auf den Wert von 1970 zurückfahren könnten würde das