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Strom aus der Wüste? Auf Sand gebaute Zukunftsutopien

25. Juni 2009 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog

jtugjdhsJetzt ist es also amtlich. Die Neuverschuldung wird im nächsten Jahr nach Angaben aus Regierungskreisen satte 86,1 Milliarden Euro betragen. Es könnten aber auch locker 100 Milliarden werden. Damit hat der mit dem Ziel eines ausgeglichen Haushalts gestartete Bundesfinanzminister Steinbrück den alten Rekord aus 1996 mal eben mehr als verdoppelt.

Wie der inzwischen angehäufte Schuldenberg der Bundesrepublik von mehr als 1600 Milliarden Euro jemals wieder abgetragen werden kann, ist dabei völlig unklar. Vor allem angesichts der Aussicht von insgesamt 310 Milliarden Euro neuer Schulden bis 2013. Für die Verschuldung von Bund, Ländern und Kommunen bezahlt jeder Bürger schon jetzt im Jahr 700 Euro – oder eine vierköpfige Familie knapp 3000 Euro. Wohlgemerkt nur für die Zinsen. An eine Tilgung wird dabei überhaupt noch nicht gedacht.

Da fragt sich der besorgte Bundesbürger zu Recht, wie dieses Geld jemals wieder zurückgezahlt werden soll, wenn unsere Regierenden auch in wirtschaftlich guten Jahren nicht in der Lage sind die Neuverschuldung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Man erinnere sich an das Jahr 2007. Damals erhöhte die Bundesregierung die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent und eine unerwartet stark wachsende Wirtschaft sorgte für Steuereinnahmen in Rekordhöhe. Und selbst in den für die Staatskasse so rosigen



Klimawandel Profiteure – Die Münchner Rückversicherung

15. Juni 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Profiteure

dghsgfIn der öffentlichen Wahrnehmung gibt es einen unausgesprochenen Konsens. Auf der einen Seite gibt es die Guten. Das sind jene Institutionen oder Personen, die sich die Rettung unseres Planeten auf die Fahnen geschrieben haben. Diese handeln aus Motiven der Menschlichkeit, des Schutzes der Umwelt oder für mehr soziale Gerechtigkeit. Auf der anderen Seite stehen die internationalen Großkonzerne, deren alleiniges Anliegen ist es, skrupellos Menschen und natürliche Ressourcen zum Ziele der Gewinnmaximierung auszubeuten.

Als Konsequenz ergibt sich, dass jede Firma, die sich für die Ziele der Umweltschutzbewegung einsetzt dies nicht aus Gewinnsucht macht, sondern sich aus altruistischen Gründen aktiv für den Erhalt unseres Planeten einsetzt. Und jedem, der kritisch die Ziele oder Methoden von Umweltschutzgruppen hinterfragt, wird vorgeworfen er werde von der Großindustrie bezahlt. Was hierbei gerne übersehen wird ist, dass auch die Umweltschutzindustrie von handfesten finanziellen Interessen angetrieben wird. Schließlich erwartet die Branche gerade in diesem Bereich in der Zukunft Milliardengewinne.

Finanzielle Möglichkeiten wurden früh erkannt

Die Möglichkeit Profit aus einer zunehmenden Umweltangst zu ziehen haben die Versicherungsgesellschaften bereits sehr früh erkannt. Die Motivation dahinter wird deutlich wenn man sich vor Augen hält, dass sich Versicherungsprämien aus der zu versichernden Schadenssumme und aus dem Risiko eines Schadens errechnen. Also kann



Wer profitiert vom Emissionshandel? Der Fall Enron

2. Juni 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Profiteure

268398_R_K_B_by_Gerd-Altmann-geralt-_pixelio.de_modifiedVom 7. bis zum 18. Dezember findet in Kopenhagen die 15. Internationale Konferenz zum Klimawandel (Conference of Parties, COP-15) statt. Ziel dieser Veranstaltung ist es, ein Nachfolgeabkommen zum 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll zu finden. Dass es dabei zu einer Einigung auf verbindliche Emissionsziele kommt, ist allerdings aus momentaner Sicht äußerst unwahrscheinlich (auch hier). Und auch die Ausweitung des Handels mit CO2 Zertifikaten wird wohl nicht wie geplant voranschreiten. Länder wie Kanada oder Australien haben die Einführung bereits verschoben, die USA lockern ihre bisherigen Einsparziele und auch in Deutschland wird es immer deutlicher, wie sehr die Kosten der Klimaschutzmaßnahmen unsere Wirtschaft belasten (hier, hier und hier). Selbst Bundesumweltminister Gabriel ist inzwischen skeptisch, ob die EU überhaupt die aktuellen Ziele zur Reduktion von CO2 erreichen kann.

Klimawandel-Politik als Goldesel

Denn das Erreichen der Einsparziele kostet Geld. Sehr viel Geld. Und so sehr energieintensive Betriebe unter immer weiter steigenden Energiepreisen leiden, so sehr profitieren andere Branchen von diesem Handel mit heißer Luft. Wer diese Profiteure sind und welche Mechanismen sie nutzen beschreibt Lawrence Solomon jetzt in einer Serie in der Financial Post. Die möglichen Verluste, die Exxon oder Shell machen könnten, wären „Kleingeld im Vergleich zu den



Wird ein “Klimaskeptiker” Frankreichs neuer Superminister?

28. Mai 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Politik

tesvfdsfIn jedem Witz steckt ein wahrer Kern“, so sagt der Volksmund. Dass solche populären Weisheiten manchmal die Wirklichkeit äußerst treffend beschreiben, kann sich in den nächsten Tagen wieder einmal bestätigen.

Der Hintergrund: Am 1. April veröffentlichte ein deutscher Klimawissenschaftler in seinem Blog „PrimaKlima“ die sensationelle Meldung, Frankreichs Präsident Sarkozy plane den ehemaligen Sozialisten und heute bekennenden Klimaskeptiker Claude Allegre als Umweltminister in seine Regierung zu berufen. Einige Kommentatoren, die diese Ankündigung in dem Wissenschaftsblog für bare Münze nahmen, wurden dann wenig später ob ihrer vermeintlichen Naivität mit reichlich Häme überschüttet. Selbst von Wahnvorstellungen der Leichtgläubigen war die Rede. Eine Berufung Allegres zum Minister wäre völlig undenkbar. O-Ton: „Niemand der nicht von politischen Harakiri befallen ist, wird Allegre nochmal in eine Regierung nehmen.

Eine Meldung in einem deutschsprachigen Wissenschaftsblog erregt Aufsehen in den USA

Und nicht nur im deutschsprachigen Web fand die Ankündigung regen Anklang. Auch die AGW (Anthropogenic Global Warming/ von Menschen verursachte Erderwärmung)-skeptische Internetseite von Marc Morano, einem Mitarbeiter des US-amerikanischen Senators James Imhofe, nahm die Meldung auf “PrimaKlima” zum Anlass, über eine mögliche Berufung Allegres zu berichten. Diese Meldung wiederum veranlasste den Blogbetreiber, eine ätzende Polemik gegen Moranos ClimateDepot und den ebenfalls



Klimawandel – Neues aus dem Kuriositätenkabinett

19. Mai 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses

353983_R_K_B_by_Gerd-Altmann-geralt-_pixelio.deNachrichten, welche einen bevorstehenden Kollaps ankündigen, sind heutzutage allgegenwärtig. Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass beinahe täglich neue Meldungen auftauchen, welche uns unser schädliches Tun vor Augen halten wollen und uns androhen, dass wir bei einem Beibehalten des eingeschlagenen Weges unweigerlich in eine Katastrophe laufen. Weil aber die meisten dieser vorhergesagten Katastrophen bislang ausgeblieben sind, macht sich so langsam eine gewisse Müdigkeit breit. Diesem Trend versuchen die geneigten Interessenvertreter zu begegnen, indem immer neue Bedrohungen und Lösungsstrategien präsentiert werden. Hier einige besonders kreativen Beispiele:

Der Zoll soll künftig die illegale Einfuhr von Glühbirnen verhindern

Ende letzten Jahres wurde von der Europäischen Union beschlossen, dass herkömmliche Glühbirnen in einem mehrstufigen Prozess beginnend ab September 2009 verboten werden sollen. Ein Programm, welches wohl eher der Befriedigung von Lobbyinteressen, als der Einsparung von Energie oder dem Schutz des Klimas geschuldet ist (mehr dazu hier).

Jetzt hat ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums der Wirtschaftswoche verraten, wie die Bundesregierung künftig dafür sorgen will, dass nach dem Verbot auch wirklich nur noch die klimapolitisch korrekten Leuchtmittel die Wohnungen der Bundesbürger erhellen. Damit in Zukunft auch ja keine unbelehrbaren „Warmlichtjunkies“ ihren Stoff (sprich Glühbirnen) in Onlineshops aus dem Ausland beziehen können, sollen „verdächtige Pakete“ vermehrt



Schmelzen die Polkappen wirklich?

2. Mai 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Schnee und Eis

168212_R_K_B_by_Dreampainter_pixelio.deZur Zeit hat die Fraktion der „Global-Warming-Aktivisten ein Problem. Es wird einfach nicht wärmer. Und das seit acht Jahren nicht. Eine recht dumme Situation, wenn man doch permanent ein beschleunigtes „Immerschlimmerwerden“ von allem predigt. Wurde uns doch Jahre lang eingeimpft, durch unsere Verschwendungssucht müssten wir den Planeten unweigerlich zum Überhitzen bringen. Aber auch in solchen Fällen weiß die Klimawissenschaft Abhilfe. Nicht mehr die globale Erwärmung ist das Problem, sondern das beschleunigte Abschmelzen der Polkappen. Durch kleine Veränderungen im Gleichgewicht des Klimasystems sorgen wir dafür, dass die Eiskappen an Nord- und Südpol unweigerlich und „ungebremst“ verschwinden werden.

Zur Unterstützung dieser These wir gern angeführt, die Nord-West-Passage wäre erstmals seit Menschengedenken schiffbar geworden. Eine Aussage, die nachweislich nicht stimmt. Bereits Roald Amundsen konnte diese Passage 1903 mit einem 70 Fuß langen Fischerboot auf der gesamten Länge befahren. Eine weitere belegte Passage wurde im Jahr 1938 von der Hudson Bay Company durchgeführt. Zur gleichen Zeit unterhielt die Sowjetunion eine Nordmeerflotte, die jeden Sommer 160 Frachterpassagen über die Nordost-Route zum Pazifik durchführte. Auch waren die Temperaturen in der Arktis in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts im Schnitt höher als in den letzten 30 Jahren. Man kann also aus gutem



Sind dicke Menschen Klimaschädlinge?

23. April 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ernährung, Gesundheit, Kurioses

434803_59168381Vor Kurzem ist von englischen Forschern eine Studie veröffentlicht worden, nach der dicke Menschen eine größeren Einfluss auf das Klima hätten, als dünne Menschen. Die Thesen der Forscher sind simpel. Weil dicke Menschen mehr essen und mehr wiegen verursachen sie aufgrund von Nahrungsproduktion, Nahrungskonsum und erhöhtem Energieaufwand beim Reisen höhere CO2-Emissionen als Schlanke. Presse und Medien nahmen die Studie dankbar auf, zeigt sie doch was viele schon immer zu wissen glaubten. Dicke schaden nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt.

Damit bewegen sich die Wissenschaftler genau im Zeitgeist. Angetrieben von einer umsatzstarken Fitness- und Gesundheitsindustrie wird vermeintliches Übergewicht als Hauptursache für viele Übel in unserer Welt angesehen. Dicke gelten in unserer Gesellschaft gemeinhin als faul, verfressen und zügellos. Die zusätzlichen Pfunde seien das Resultat aus einem zu viel an kalorienreicher und fetthaltiger Nahrung und zu wenig gesundem Sport. Auf den Punkt brachte es Welt-Online in ihrem Bericht über die englische Studie. Unter einem Bild von schlanken, sportlichen und jungen Menschen titelte sie: “So ist es recht: Schlanke Menschen leben nicht nur gesünder, sondern sind auch besser für das Klima.”

Dicke essen weniger

Nur stimmt eben diese Ansicht nicht mit dem überein, was wissenschaftlich bisher zum Thema Nahrungsaufnahme und Übergewicht