Bürgerdialog Zwischenbilanz: Speicher und Netze
28. Juli 2011 | Von Quentin Quencher | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog
Wenn man die Kommentare zu den vier Fragen des Bürgerdialoges durchliest, dann fällt der hohe Anteil an kritischen Äußerungen schnell auf. Leider wurde aber eine Frage nicht gestellt: “Halten Sie die Energiewende der Bundesregierung für notwendig und richtig, ja oder nein”? Stattdessen beschränkt man sich auf Zielkonflikte und geht davon aus, dass die Energiewende sozusagen alternativlos sei und ein breiter Konsens darüber in der Bevölkerung herrscht. Das dem nicht so ist, dafür genügt eine grobe Sichtung der Kommentare. Da wir das aber genau wissen wollen, ist eine Zählung und Einordnung der Stellungnahmen notwendig. Dabei muss man acht geben, dass man nicht vermengt, was nicht zusammen gehört. Es gibt durchaus Stimmen, denen die Energiewende nicht weit genug geht und diese deswegen ablehnen. Solche und vergleichbare Meinungen, sind nicht unter Rubrik ablehnend erfasst, sondern, je nach Aussage unter neutral oder zustimmend.
Leider ist, wie schon gesagt, die wichtigste Frage nicht gestellt worden, also müssen wir die Antworten aus dieser imaginär gestellten Frage, aus den Beiträgen herauslesen. Das ist zwar etwas mühselig, doch
nicht besonders schwer, denn, Unklarheiten über den Standpunkt der Kommentatoren bestehen eher selten. Vor allem die Gegner der Energiewende lassen sich leicht heraus filtern.
Betrachten wir unter diesen Gesichtspunkten …

Was mich in der Klimadebatte zu einer skeptischen Haltung führt, ist nicht zuletzt die Abwesenheit von Unsicherheit auf Seiten der Alarmisten und Klimaschützer. Man ist nicht nur überzeugt, die Erde würde sich bei einer weiteren Erhöhung der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre im gegenwärtigen Tempo um einen nicht mehr tolerierbaren Betrag erwärmen. Man glaubt auch fest daran, durch eine deutliche Reduzierung anthropogener Emissionen diese Erwärmung auf jeden Fall vermeiden zu können. Der so definierte Erfolg einer Verminderung von Kohlendioxid-Emissionen wird nicht in geringster Hinsicht in Zweifel gezogen.
Ob jemand ein Thema wirklich durchdrungen hat, zeigt sich nicht selten in seiner Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen. Die Bundesregierung, insbesondere das Bundesforschungsministerium, hat offensichtlich noch kein Verständnis für die Problematiken entwickelt, die sich aus Sicht der Bürger mit der „Energiewende“ verbinden. Denn die vier Leitfragen, die als Debatteneröffnung für die ersten Wochen des 





