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Bürgerdialog Zwischenbilanz: Speicher und Netze

28. Juli 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog

Wenn man die Kommentare zu den vier Fragen des Bürgerdialoges durchliest, dann fällt der hohe Anteil an kritischen Äußerungen schnell auf. Leider wurde aber eine Frage nicht gestellt: “Halten Sie die Energiewende der Bundesregierung für notwendig und richtig, ja oder nein”? Stattdessen beschränkt man sich auf Zielkonflikte und geht davon aus, dass die Energiewende sozusagen alternativlos sei und ein breiter Konsens darüber in der Bevölkerung herrscht. Das dem nicht so ist, dafür genügt eine grobe Sichtung der Kommentare. Da wir das aber genau wissen wollen, ist eine Zählung und Einordnung der Stellungnahmen notwendig. Dabei muss man acht geben, dass man nicht vermengt, was nicht zusammen gehört. Es gibt durchaus Stimmen, denen die Energiewende nicht weit genug geht und diese deswegen ablehnen. Solche und vergleichbare Meinungen, sind nicht unter Rubrik ablehnend erfasst, sondern, je nach Aussage unter neutral oder zustimmend.

Leider ist, wie schon gesagt, die wichtigste Frage nicht gestellt worden, also müssen wir die Antworten aus dieser imaginär gestellten Frage, aus den Beiträgen herauslesen. Das ist zwar etwas mühselig, doch nicht besonders schwer, denn, Unklarheiten über den Standpunkt der Kommentatoren bestehen eher selten. Vor allem die Gegner der Energiewende lassen sich leicht heraus filtern.

Betrachten wir unter diesen Gesichtspunkten …



UN-Sicherheitsrat: Weltfrieden bedroht durch klimatisches Charakteristikum?

28. Juli 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Politik

Wikipedia-Bild von 2005Der UN-Sicherheitsrat, auch gerne als Weltsicherheitsrat bezeichnet, ist das mächtigste Organ der Vereinten Nationen. Zur Zeit führt Deutschland dort den Vorsitz.

Der UN-Sicherheitsrat ist ein politisches Gremium. Demzufolge sind dessen Erklärungen politischer Natur. Eventuell vorhandene Ähnlichkeiten zu naturwissenschaftlich als real erkannten Vorgängen und Umständen hängen davon ab, ob diese politisch instrumentalisierbar sind.

Dieser UN-Sicherheitsrat hat jüngst also – eine Erklärung verabschiedet, in deren Presidential Statement folgendes gesagt wird:

Der Sicherheitsrat bringt seine Sorge zum Ausdruck, daß mögliche negative Folgen des Klimawandels langfristig bestehende Bedrohungen des internationalen Friedens und Sicherheit verschärfen könnten.

“The Security Council expresses its concern that possible adverse effects of climate change may, in the long run, aggravate certain existing threats to international peace and security.”

und weiter:

Der Sicherheitsrat bringt seine Sorge zum Ausdruck, daß durch den Meeresspiegelanstieg verursachte Gebietsverluste einiger Länder möglicherweise Auswirkungen auf die internationale Sicherheit haben könnten.

“The Security Council expresses its concern that possible security implications of loss of territory of some States caused by sea-level rise may arise, in particular in small low-lying island States.”

Klima ohne Wandel gibt es nicht! Tatsächlich ist der Wandel seit Urzeiten ein Charakteristikum des Klimas. Seit Jahrmillionen wandelt sich das globale Klima ohne Unterlass. Dieser unstrittige …



Maulkorb für kosmische Strahlen?

25. Juli 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Was mich in der Klimadebatte zu einer skeptischen Haltung führt, ist nicht zuletzt die Abwesenheit von Unsicherheit auf Seiten der Alarmisten und Klimaschützer. Man ist nicht nur überzeugt, die Erde würde sich bei einer weiteren Erhöhung der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre im gegenwärtigen Tempo um einen nicht mehr tolerierbaren Betrag erwärmen. Man glaubt auch fest daran, durch eine deutliche Reduzierung anthropogener Emissionen diese Erwärmung auf jeden Fall vermeiden zu können.  Der so definierte Erfolg einer Verminderung von Kohlendioxid-Emissionen wird nicht in geringster Hinsicht in Zweifel gezogen.

Der atmosphärische Treibhauseffekt (Atmosphäreneffekt) determiniert in dieser Weltsicht die Temperaturen der bodennahen Luftschichten auf Zeitskalen von einigen Jahrzehnten in einem Ausmaß, wie dies bekannte natürliche Prozesse des Wandels nicht leisten.

Seit nun 13 Jahren, ausgehend von der Veröffentlichung „Einfluß kosmischer Strahlen auf das Klima der Erde“ im Jahr 1998 in den Physical Review Letters propagiert der dänische Physiker Henrik Svensmark seine als Svensmark-Effekt bekannte Hypothese, nach der die gängige Vorstellung von den klimawirksamen Faktoren zumindest unvollständig ist und um einen weiteren wichtigen Prozeß erweitert werden muß.

Und der kann in aller Kürze wie folgt beschrieben werden:

Energiereiche kosmische Strahlung (ein Strom geladener Teilchen, die wahrscheinlich vor allem bei Supernova-Explosionen freiwerden) trifft auf die Erdatmosphäre …



Der Bürgerdialog: Ein Kommunikationsdesaster?

22. Juli 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

Ob jemand ein Thema wirklich durchdrungen hat, zeigt sich nicht selten in seiner Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen. Die Bundesregierung, insbesondere das Bundesforschungsministerium, hat offensichtlich noch kein Verständnis für die Problematiken entwickelt, die sich aus Sicht der Bürger mit der „Energiewende“ verbinden. Denn die vier Leitfragen, die als Debatteneröffnung für die ersten Wochen des Bürgerdialogs zur Energiepolitik dienen sollen, geben nicht wirklich wieder, was die Nutzer der Webseite bewegt. Und einige enthalten in ihrer Formulierung sachliche Fehler und Interpretationsspielräume, die eine Beantwortung schwer machen.

So heißt es in These 1 unter der Überschrift „Energieeffizienz“:

„Ich halte Maßnahmen zum Energiesparen für sinnvoll, auch wenn sie mich in meinem persönlichen Lebensstil einschränken.“

Energie effizienter zu nutzen bedeutet aber genau nicht, sich „einschränken“ zu müssen. Effizienzsteigerung heißt vielmehr, denselben Effekt oder Nutzen mit weniger Aufwand zu erreichen. Es verbleibt immer ein Gewinn, der für mehr Effekt oder Nutzen eingesetzt werden kann (Rebound-Effekt). Die Steigerung der Energieeffizienz ist ein Treiber des technischen Fortschrittes seit tausenden von Jahren und führt eigentlich immer zu einer Erhöhung des Energieumsatzes – und nicht zu einer Verminderung. Dieser Widerspruch zwischen Überschrift und eigentlicher Fragestellung ist vielen Kommentatoren auch aufgefallen. Die These selbst stößt weit überwiegend auf Ablehnung (Bild …



Windige Anleihen

18. Juli 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Profiteure

Gastbeitrag mit freundlicher Genehmigung von Meinrad Heck und Martin Storz (Fotos). Zuerst erschienen in der Kontext:Wochenzeitung

Der Kapitalmarkt hat die Umwelt entdeckt. Millionenschwere Unternehmensanleihen werden in Stuttgart mithilfe ehemaliger Politprominenz an kleine Privatanleger verkauft. Kritische Analysten warnen vor ziemlich hohen Risiken. Ist da wirklich alles grün, was glänzt?

Am Börsenplatz in Stuttgart werden neue Babys geboren. Keine mit großen Kulleraugen, sondern einfach nur Kapital-Nachwuchs, der vielen Menschen ziemlich viel Geld einbringen soll. Die Börse hat die Umwelt entdeckt und sammelt seit einem Jahr zum Beispiel für Solar- oder Windkraftunternehmen mehrere hundert Millionen Euro ein. Das neue Segment heißt “Bondm”. Es soll den Mittelstand mit Barem versorgen, weil die Banken mit ihren Krediten immer knausriger werden und Risiken scheuen. Deswegen leihen sich mittelständische Unternehmen ihr Geld statt bei der Bank gleich bei Otto Normalverbraucher. Der fragt nicht so genau nach, trägt aber jetzt das Risiko. Dafür darf er ein Vielfaches von dem kassieren, was er sonst kennt, und nicht diese angeblich so erbärmlichen Zinssätze vom Sparbuch.

Dabei kann ein gewisser Walter Döring helfen. Der Mann hat das sprichwörtliche Erbarmen mit den armen Geldanlegern. Auch Döring hat die Umwelt entdeckt. Willi Balz, ein schwäbischer Selfmade-Unternehmer und Chef einer gewissen Windreich AG aus …



Umfrage zum Thema „Windkraftenergie und Windkraftanlagen”

18. Juli 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Windkraft

Per E-Mail hat mich ein Aufruf der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf erreicht, in der zur Teilnahme an einer Umfrage zum Thema „Windkraftenergie und Windkraftanlagen” aufgerufen wird. Ich habe soeben an dieser Umfrage teilgenommen und war ehrlich überascht.

Erwartet hatte ich Fragen die darauf abzielen, dem Teilnehmer mehr oder
weniger unterschwellig eine Zustimmung zu diesem Thema abzuringen. Meine bisherigen Erfahrungen mit Umfragen dieser Art gingen bislang immer in diese Richtung. Im vorliegenden Fall habe ich allerdings den Eindruck, dass den Machern der Umfrage ehrlich daran gelegen ist, die Meinung der Menschen zum Thema Windkraft zu erfahren. Daher mein Aufruf an unsere Leser: Nehmen Sie sich 15-20 Minuten Zeit um den Fragebogen auszufüllen. Ich hoffe, dass ich hier in ein paar Wochen mehr zum Ergebnis der Befragung schreiben kann.

Hier der Link zur Umfrage.…



Der Ökologismus frisst seine Kinder

17. Juli 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kommentare, Ökologismus

Gastbeitrag von Michael Miersch

Die Energiewende soll uns als grüne Großtat verkauft werden. Sie ist das Gegenteil davon: massive Umweltzerstörung mit Biosiegel

Es begann mit dem Weißkopfseeadler. 1962 erschien Rachel Carsons inzwischen weltberühmtes Buch „Der stumme Frühling“. Die amerikanische Biologin warnte darin vor dem übermäßigen Gebrauch von Pestiziden. Tatsächlich gingen die Bauern damals viel zu sorglos mit Pflanzenschutzmitteln um. Vögel starben am Einsatz unzureichend getesteter Agrargifte. Besonders betroffen war der Weißkopfseeadler, der Wappenvogel der Vereinigten Staaten. Dies war der Zündfunke der globalen Umweltbewegung. Dass es heute wieder über 100 000 lebende Wappenvögel in Nordamerika gibt, ist eines der vielen positiven Ergebnisse des großen Umdenkens, das damals einsetzte.

Jetzt machen sich kalifornische Naturschützer erneut Sorgen um die Greifvögel. Sie finden Weißkopfseeadler immer häufiger zerhackt unter Windkraftanlagen. Auch Hunderttausende anderer Vögel und Fledermäuse werden durch Windparks getötet. „The Green Killer“ betitelte die britische „Daily Mail“ einen Bericht über den Vogeltod für Ökostrom.

Kernkraftgegner machen sich große Sorgen darüber, dass durch den GAU in Fukushima ein Radius von 30 Kilometern nuklear belastet ist und wahrscheinlich für lange Zeit unbewohnbar. Allerdings sind hierzulande weitaus größere Flächen unbewohnbar durch Windfarmen, Solarfelder, Pumpspeicherkraftwerke und die endlosen Maismonokulturen zur Gewinnung von Biogas und E10-Benzin. Riesige Urwaldgebiete werden in …