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Täuschungen durch Grafik-Suggestionen

1. Mai 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Daten
http://www.youtube.com/watch?v=lMDdPWq2jNA”

In einer Energie- und Umweltstatistik für das Land NRW für das Jahr 2008 ist dem Autor auf Seite 9 folgende Grafik aufgefallen:

Auf den “1. Blick” macht diese Grafik den Eindruck, als ob die “erneuerbaren Energieträger” bereits einen erheblichen Beitrag zum “Primärenergieverbrauch” in NRW leisten würden, denn die Grafiklinie für “Erneuerbare Energieträger” übersteigt ja im Jahr 2007 und 2008 sogar die Linie des “Primärenergieverbrauchs”. Erst auf den “2. Blick” ist zu erkennen, daß die Kurve der “erneuerbaren Energieträger” einem anderen Maßstab ausgesetzt ist, der an der “rechten Achse” dargestellt und erklärt wird.

Der Autor hat diese Suggestion “auf die Spitze getrieben” und die obige Grafik “manipuliert”, um die politisch-gewollte Suggestion deutlich zu machen:

Es ist zu erkennen: Wenn die Legende über die Grafikkurve der “erneuerbare Energieträger” entfernt wird (rote Linien), erhalten die “erneuerbare Energieträger” plötzlich eine “überwältigende Bedeutung”.

PrimaerenergieverbrauchNRW_1996_2008_manipul1

Im korrekten, einheitlichen und normalisierten Maßstab müßte die Grafikkurve der “erneuerbaren Energieträger” (besser: Öko-Energieträger) nämlich wie folgt aussehen und dargestellt werden (rote Grafik-Linie):

PrimaerenergieverbrauchNRW_1996_2008_manipul3

Denn möglicher Weise sind solche Grafiken mit “zwei Maßstäben” von der Politik für die Presse und Medien bewusst aufgestellte “Fallen”, die dann in anderen Veröffentlichungen manipuliert verwendet werden, aber die Manipulation dann als Manipulation bewusst nicht …



Es gibt ein Muster beim Platzen von Wunschdenken, sei es die Windkraft oder der Euro.

1. Mai 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Politik, Windkraft

Christopher Booker

Auf den ersten Blick scheint es merkwürdig zu sein, die globale Erwärmung und die Sinnlosigkeit von Windfarmen mit dem stattfindenden Zusammenbruch des Euro in Verbindung zu bringen. Aber momentan können wir in vielerlei Hinsicht sehen, wie sich eines der versteckten Muster in menschlichen Angelegenheiten entfaltet, den ich vor Jahren den „Phantasiezyklus“ genannt habe. Es ist ein Muster, das immer wiederkehrt, im persönlichen Leben, in der Politik, in der Geschichte – und im Erzählen von Geschichten.
Wenn wir uns einer Aktion anschließen, die unbewusst von Wunschdenken getrieben wird, scheint alles für eine Weile gut zu gehen. Wir können dies das „Traumstadium“ nennen. Aber da dieses Wunschdenken niemals mit der Realität in Übereinstimmung gebracht werden kann, geht dieses Stadium früher oder später in ein „Frustrationsstadium“ über, wenn die Lage sich ungünstig entwickelt. Dies führt prompt dazu, dass die Anstrengungen, den Traum am Leben zu halten, erheblich verstärkt werden. Wenn sich dann aber die Realität immer stärker in den Vordergrund schiebt, entwickelt sich das „Alptraumstadium“, wenn alles nur noch schief geht; bis die Phantasie schließlich in einer „Explosion der Realität“ auseinander fällt.

Es gibt zwei große Beispiele in jüngster Zeit, wie dieser Zyklus gegenwärtig in seine finalen Stadien übergeht. Ein Beispiel …



Nachhaltige Selbstzerstörung

28. April 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus

Die Geschichte ist reich an Berichten über Selbstzerstörungen. Der wohl eindringlichste Bericht stammt aus Afrika. Ein südafrikanischer Viehzüchterstamm löschte sich beinahe selbst aus. Wie konnte das passieren? Die Xhosa lebten teilweise unter britischer Herrschaft, teilweise wurden sie von den Buren bedrängt. Insgesamt eine recht ungute Situation.

Im Jahr 1856 begannen sich Bewegungung zu verbreiten, deren Anhänger glaubten, in der Auseinandersetzung mit den Weißen würden sie nun Verstärkung von ihren Toten bekommen. Propheten traten auf, die behaupteten mit den Toten in Verbindung zu stehen. Bevor die Toten aber in den Kampf mit ihren Feinden eintreten, müssten erst noch einige Vorbedingungen erbracht werden. Dazu gehörte, dass alles Vieh geschachtet und alle Vorräte vernichtet werden müssen. Nun muss man bedenken, dass das Vieh der größte Reichtum dieses Volkes war. Die Propheten verlangten praktisch, dass sich das Volk der Xhosa um seine eigenen existenziellen Grundlagen bringt. Nicht alle haben da sofort mitgemacht, es gab auch bedächtige Stimmen, doch diese gerieten immer mehr in die Minderheit. Und schließlich gaben auch diese nach, dem Befehl der Propheten wurde gefolgt, und als das letzte Vieh geschlachtet wurde, das letzte Korn vernichtet, erwarteten die Xhosa die Ankunft des Geisterheeres welches sie in den den siegreichen Kampf begleiten sollte.…



Kretschmann ungeschminkt

26. April 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Innovationspolitik, Ökologismus, Politik, Wirtschaftsförderung

Eines muß man Winfried Kretschmann lassen: Er hat noch nicht die Sprache der Politik angenommen, in der man immer das, was man wirklich denkt, mit vielen Worten nicht ausdrückt. Stattdessen sagt er noch die ungeschminkte Wahrheit.  Der designierte Ministerpräsident des Autolandes Baden-Württembergs mag Autos nicht besonders. Schon gar nicht, wenn sie leistungsstark sind und einfach Spaß machen.

Baden-Württemberg soll weniger Autos bauen, so führt er im Interview mit der Bild am Sonntag aus. Wörtlich: „Weniger Autos sind natürlich besser als mehr.“ Denn noch mehr Autos wären, so einige Sätze später, „ruinös für den Planeten“. Oha! Die etwas mehr als 200.000 Menschen, die in Baden-Württemberg für die Automobilindustrie arbeiten, sind also in Wahrheit mit der Zerstörung der Erde befaßt. Und der Wohlstand, der auf diese Weise entsteht, der Familien ernährt, Kindern eine Zukunft ermöglicht, über den letztendlich unser Gemeinwesen mit all seinen Infrastrukturen, von Straßen bis hin zu Theatern, Schulen, Universitäten und den Gehältern auch grüner Ministerpräsidenten finanziert wird, der ist letztendlich nichts wert. Sagt Kretschmann. Weil er tatsächlich so denkt.

Tja, liebe Wähler in Baden-Württemberg: Das habt ihr gewählt. Es war euch vielleicht nicht klar, denn wer macht sich heutzutage noch die Mühe, Parteiprogramme wirklich intensiv zu lesen. Natürlich, …



Das Ökostrommärchenwunderland

21. April 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Ökologismus, Wasserkraft

Am 19.04.2011 bin ich bei Spiegel Online über folgenden Artikel gestolpert:

Greenpeace wirft Stromriesen Blockade vor

Nachdem ich mir das in Ruhe durchgelesen hatte, bin ich natürlich auch noch ins Forum gelatscht um zu sehen wie andere Kommentatoren den Artikel bewerten.

Es kamen die üblichen Kommentare wie, Energiewende, sauberen Strom und vor allem das man ja die bösen Stromkonzerne in die Knie zwingen kann, nur allein damit das man den Stromanbieter wechselt.

Auf den eigentlichen Artikel möchte ich hier nicht weiter eingehen, er war nur der Auslöser für gewisse Eigenrecherchen. Mich hat interessiert wo denn Greenpeace seinen sauberen Strom bezieht und habe nebenbei auch gleich bei Lichtblick vorbeigeschaut. Greenpeace-Energy bezieht den Hauptanteil seinen Stromes aus österreichischen Laufwasserkraftwerken, Lichtblick zumindest aus einen Wasserkraftwerk in Österreich.

So weit, so gut das ist legal und viele andere Ökostromanbieter handhaben das ähnlich, der Hauptbatzen ist nun mal Wasserkraftstrom aus zumeist ausländischen Quellen.

Die menschliche Logik sagt uns ja, wer viel Strom exportieren kann muss sicherlich genügend Überkapazitäten an Kraftwerksleistung im Land stehen haben, um auch seinen europäischen Nachbarn etwas von den wertvollen “Saft” abgeben zu können. Was liegt also näher als die Import/Export-Situation Österreichs zu überprüfen, gesagt getan.

Österreichs Stromsaldo 2007 -2010

  • 2007 –


Gefahr aus der Nordsee ?

19. April 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

Tsunami (jap. 津波, Hafenwelle; aus 津, tsu, Hafen, und 波, nami, Welle) bezeichnet eine mit einer außergewöhnlich hohen Wellenfront aufs Land schwappende Wassermasse des Typs Tiefenwelle, die überwiegend durch Erdbeben unter dem Meeresboden (Seebeben) ausgelöst wird. Auch ein Felssturz, das Kalben eines Eisbergs oder ein Gletschersturz können Tsunamis auslösen, ebenso ein unterseeischer Hangrutsch.

Wobei letzteres die einzig wahrscheinliche Gefahr aus einer Naturkatastrophe für die Kernkraftwerke Norddeutschlands darstellen könnte.

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Deutschland ist traumatisiert,
durch die Reaktorkatastrophe direkt 9000 km vor seiner Haustür, verursacht durch eine Flutwelle, die durch ein unterseeisches Erdbeben vor der Küste Japans mit unvorstellbarer Gewalt auf die Küste traf und dabei mehr Menschenleben forderte als das eigentliche Beben mit der Magnitude 9 auf der nach oben offenen Richterskala.

Das Erdbeben überstand das KKW Fukushima Daiishi fast unbeschadet, die Sicherheitseinrichtungen sprachen wie vorgesehen an und die Reaktoren 1-3 wurden entsprechend heruntergefahren. Dumm nur das der Tsunami mit einer Höhe von ca. 14m auf die Kraftwerksanlage traf und damit ungefähr die doppelte Höhe der Sicherheitsmarge erreichte, das daraus folgende ist hinlänglich bekannt und die Folgen können täglich 2 mal „upgedatet“ verfolgt werden.

Seit diesem unglücklichen Ereigniss für die Einwohner …



Der Mythos der Kraft-Wärme-Kopplung

10. April 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Politik

Immer wieder wird in den Medien behauptet, dass „dampfende Kühltürme“ Energieverschwendung sind, Abwärme, welche zum Beispiel bei der Kraft-Wärme-Kopplung vollständig genutzt werden könnte.
Dieser “Mythos” (aus: „Energiestudie“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG),2010) der KWK ist weit verbreitet; mit der Betrachtung der physikalischen Zusammenhänge wird jedoch schnell klar, dass die nutzbare Energiemenge eines Wärmekraftwerks durch physikalische Naturgesetze bestimmt wird, welche bewirken, dass die KWK eine (wenn überhaupt) nur minimal bessere Ausnutzung des Brennstoffes ermöglichen als getrennte Anlagen zur Erzeugung von Wärme und elektrischer Energie.
Siehe auch: FAZ vom 26.01.2011, “Kraft-Wärme-Kopplung : Schlechter als ihr Ruf”

Physikalischer Hintergrund

Zum Verständnis sei erwähnt, dass sich der nutzbare Energieanteil mathematisch aus der Differenz aus Anfangs- und Endtemperatur (TA, TE) des thermo-dynamischen Prozesses ergibt:


(alle Temperaturen in Kelvin)

Um die Energie zu gewinnen, muss also gleichzeitig erhitzt und gekühlt werden (dies ist auch bei anderen Umwandlungen von Wärme in mechanische oder elektrische Energie so, zum Beispiel bei allen Verbrennungskraftmaschinen, Thermoelementen, aber auch prinzipiell der Umkehrung dieses Prozesses in Kälteanlagen).
Beim Wärmekraftwerk (egal ob mit Kohle, Gas oder Kernenergie befeuert) liegt die Ausgangstemperatur (Frischdampf) heute bei 320 bis ca. 600°C, welcher die Turbine antreibt. Dabei entspannt sich der Dampf und gibt stufenweise seine Energie an die …