Gastbeitrag von Günter Keil
Das katastrophale Erdbeben in Japan hat vermutlich 20.000 Tote gefordert. Die deutschen Medien aber berichten vor allem über das Beschädigung der Atomreaktoren im Kraftwerk Fukushima – und die Regierung verfällt in hysterischen und unglaubwürdigen Aktionismus. Man könnte meinen, unter Deutschland hätte sich die Kontinentalplatte zerlegt.
Zerlegt hat sich aber nur der Eindruck, es gäbe eine besonnene und rational handelnde Regierung. Es ist jetzt zu befürchten, daß die ohnehin fragwürdige Energiepolitik nun vollends an den Illusionen einer Versorgung des Industrielandes Deutschland mit Wind- und Solarstrom ausgerichtet wird – mit fatalen Konsequenzen für Industrie und Arbeitsplätze.
Deutschland schafft sich als stabiles und wohlhabendes Industrieland ab, aber ganz anders und vermutlich viel schneller, als es Herr Sarrazin prophezeite.
So furchtbar das Erdbeben war; Fukushima war ein Geschenk für gewisse Politiker
So hat Renate Künast am 14. März in einem TV-Interview mit verächtlicher Miene bemerkt, daß nun gewiß das Argument kommt, in Deutschland könnte es ja nicht ein solches Erdbeben geben, wie in Japan. Sie machte den Eindruck, daß sie das für ein ziemlich lächerliches Argument hält. Ich möchte es aber trotzdem bringen:
Im Oberrheingraben, dem seismologisch aktivsten Gebiet in Deutschland, findet ein Versatz von Gesteinsschichten entlang von Verwerfungen, der eine …