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Die Energiewende ist schon gescheitert

29. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik
http://www.youtube.com/watch?v=nZSfPlSZL2g”

Man stelle sich vor, daß einem TV-Sender ein Drehbuch über ein politisches Thema angeboten wird, dessen Inhalt sich in Kurzform etwa wie folgt liest:

„In Japan ereignet sich ein furchtbares Erdbeben mit einer gewaltigen Tsunamiwelle, die eine riesige Zahl an Toten zur Folge hat. Auch ein großes Atomkraftwerk an der Küste wird schwer beschädigt. Im fernen Deutschland bricht Panik aus, obwohl in diesem Land die sichersten Reaktoren stehen und weder schwere Erdbeben noch Tsunamis drohen. Die deutsche Regierungschefin – nennen wir sie Frau M. – hat aber eine Idee: Sie will ihren Gegnern endlich das Atomangst-Argument aus der Hand schlagen, mit dem man sie ständig ärgert. Sie will jetzt die Atomenergie einfach abschaffen und verkündet, daß sie nun plötzlich begriffen hätte, daß Atomreaktoren unsicher sind. Das habe sie vorher nicht gewußt. Frau M. ist übrigens Physikerin. Sofort werden sieben Kernkraftwerke abgeschaltet, die übrigen dann später. Weil die Reaktorsicherheits-Experten leider erklären, daß die Atomkraftwerke doch sicher sind, beruft Frau M. einen Ethikrat, der gar nicht erst über den Ausstieg diskutieren soll, sondern dem sie gleich die gewünschte Antwort als Frage vorlegt: „Wie kann ich den Ausstieg mit Augenmaß vollziehen…?“ Diesem Ethikrat gehört kein Energieexperte an, jedoch 2 Bischöfe.

Dieser Rat gibt



Die Wohlfühltemperatur der Erde

28. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

Im Angesicht der Klimadebatte und der auserkorenen Klimaschutzziele stellt sich eine grundlegende Frage? Welches ist eigentlich die Wohfühltemperatur unserer Erde, die es zu schützen/ bewahren gilt? Mit Wohlfühltemperatur ist die mittlere Oberflächentemperatur der Erde gemeint, die Dank des natürlichen Treibhauseffektes bei +15°C liegen sollte. Diese +15°C gelten als naturgegeben und schützenswert, zumindest in den Augen vieler Klimaschützer und Klimaforscher. Angestrebt wird, die Globaltemperatur um nicht mehr als zwei Grad seit Beginn des Industriezeitalters ansteigen zu lassen. Die magische Schwelle, um das Erdklima im Zaum zu halten, liegt demnach bei einer Globaltemperatur von +17°C. In wieweit diese Zahlen realistisch sind, möchte ich im Folgenden darlegen.…



Energieeffizienz, Rebound und Backfire

26. Dezember 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Nachhaltigkeit

Eine der wichtigsten Säulen der Energiewende ist die Verbesserung der Energieeffizienz. Ob Haushaltsgeräte, die entsprechend gekennzeichnet werden, oder die Styroporverpackungen von Häusern, überall wird auf die Energieeffizienz hingewiesen. Dabei wird man nicht müde zu erklären, dass das zu keinem Wohlstandverlust führt, sondern eher noch die Lebensqualität erhöht und unter dem Strich sogar Geld gespart werden kann.

Wenn man die Einzelmaßnahmen betrachtet, mag das mitunter tatsächlich zutreffen. Energie wird gespart und der Geldbeutel geschont. Im Prinzip entspricht dies einer Sichtweise wie ‘weniger Input, gleich bleibender Output’. Dies wird dann als Erfolg gefeiert. Kühlschränke brauchen weniger Strom, Autos weniger Sprit und zum Heizen wird weniger Öl benötigt. Diese weitestgehend ökonomisch sinnvollen Einsparungen werden aber gleich durch direkte Rebounds wieder ausgeglichen. Dazu gehört die intensivere Nutzung.

Wie hoch der Gesamtrebound tatsächlich ist, lässt sich allerdings nicht mit dem begrenzten Blick auf Einzelmaßnahmen erkennen, sondern dazu muss man neben den direkten auch die indirekten Rebounds betrachten. Mitunter geht es so weit, dass ein sogenanntes Backfire entsteht, in dem die Reboundeffekte höher als die Effizienzsteigerung sind. Als Beispiel wird hier immer gern eine Studie aus Indien angeführt, wonach nach der Installation von PV-Paneelen der Kerosinverbrauch für Beleuchtung und Kochen einen direkten Rebound von 50 – …



Wunschzettel an den FDP-Weihnachtsmann

24. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Politik

Heute ist Weihnachten, man bekommt geschenkt, schenkt weiter, und wenn man Glück hat, kommt man etwas zur Ruhe. Kümmert sich um die Lieben. Wünsche zu äußern, gehört nicht zu Weihnachten, außer man ist Kind. Nun, in diesem Sinne möchte ich kindlich sein und habe einen Weihnachtswunsch. Vielleicht gleich noch verbunden mit dem, was ich mir fürs neue Jahr wünsche.

Ich wünsche mir, die FDP nimmt sich der Worte von Manfred Güllner an, der im Cicero erklärt, “Wie die FDP zu retten wäre

Vertrauen könnte die FDP bei ihrer mittelständischen Wählerklientel zudem auch dadurch wieder zurückgewinnen, dass sie sich als Gegenpol zum ideologiefixierten energiepolitischen Dilettantismus eines Norbert Röttgen positioniert und um eine sichere und bezahlbare Versorgung der Menschen und Unternehmen mit Energie kümmert. Gut stünde der FDP auch an, wenn sie den vielen in der Energiewirtschaft Tätigen, die heute von großen Teilen der Politik und Medien quasi wie Aussätzige behandelt werden, wieder mit der gebührlichen Achtung für das begegnet, was die für die alltägliche Versorgung der Menschen mit Strom, Gas oder Wasser tun.

Schließlich könnte die FDP auch dadurch wieder Vertrauen zurückgewinnen, indem sie den „grünen“ Ungeist in der Republik bekämpft. Statt wie die SPD oder die Röttgen-CDU einem …



Rahmstorfs neue Temperaturstudie nach Strich und Faden auseinandergenommen

19. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Wissenschaft


Am 6.Dezember wurde in den Environmental Research Letters ein Papier vom G.Foster und S.Rahmstorf (F&R) veröffentlicht, Global temperature evolution 1979–2010, in welchem sie fünf bekannte Datenreihen der globalen Temperatur (Land + Meer) seit 1979 analysierten. F&R filterten dabei den Effekt dreier natürlicher kurzfristiger Schwankungsfaktoren heraus – El Niño, Sonnenaktivität und Vulkanausbrüche – und kamen zu dem Ergebnis, daß alle fünf Temperaturreihen den gleichen signifikanten Erwärmungstrend zeigen.

Dabei scheinen die Herren die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben. An der fachlichen Kompetenz klimaskeptischer Blogger beissen sich die Alarmisten nämlich zunehmend die Zähne aus. F&R widersprechen nur scheinbar wohlbegründet der seit 13 Jahren andauernden Stagnierung des Erwärmungstrends, wie sie z.B. die Hadcrut-Daten zeigen (vgl. auch wood4trees):…



Ein X-Prize für X-Mas

16. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

Ich bekomme immer sehr viele Einladungen zu Kongressen und Konferenzen aller Art. Die meisten sind seit einigen Jahren Hochämter des Pessimismus – eigentümlich viele ältere Herren (und auch ein paar Damen) schwingen sich zu Mahnern und Warnern auf und vermitteln dem Publikum düstere, von Angst und Gefahren geprägte Blicke auf die Zukunft. Man bestätigt sich gegenseitig in klimatisierten und oft geradezu luxuriösen Tagungszentren bei mehr oder weniger leckeren Häppchen oder manchmal auch opulenten Buffets, wie schlimm doch die Aussichten seien und wie wichtig, nun aufzustehen und die Menschen zur Umkehr aufzufordern. Wer nicht der Klimakatastrophe huldigt, wer nicht atomare Schreckgespenster malt, wer nicht Nachhaltigkeitssprech pflegt und nicht scheinheilig genug für eine Distanzierung von Konsumwünschen ist, der wird erstens kaum als Redner in Betracht gezogen und zweitens bei den Gesprächen in den Pausen und den Rahmenveranstaltungen als Exot betrachtet, als rückständig.

Da war es für mich ein besonderer Moment, als jüngst mal wieder eine solche Einladung in meinem Postfach landete, die ich resignierend öffnete um dann doch dieses zu lesen:

„Das Schwerpunkt-Thema nimmt die Überzeugung auf, dass große Visionen jahrzehntelang für Dynamik und Innovation in der Wirtschaft gesorgt haben; von der Mondlandung bis zum “Europa ohne Grenzen”. Doch offenbar sind uns die



Nachhaltigkeit und Kernkraft

15. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Medien, Nachhaltigkeit

SPON berichtet über eine Umweltstudie unter der Überschrift: “So öko tickt Europas Jugend.” Weiter im Text heißt es:

“Eine aktuelle Umfrage unter Hochschülern aus Nachhaltigkeitsstudiengängen in acht europäischen Großstädten zeigt, wie die Nachwuchselite die Welt besser machen will. Tief gespalten sind die Akademiker beim Thema Atomkraft.”

Zur Kernkraft kommen wir später, lassen wir uns erst einmal feststellen, dass es keineswegs gerechtfertigt ist, hier von Europas Jugend zu sprechen, wie SPON meint, sondern es wurden nur Studenten aus Nachhaltigkeitsstudiengängen befragt. Mir war dieser Ausdruck bislang nicht geläufig, und so richtig etwas darunter vorstellen kann ich mir auch nicht. Etwas aufschlussreicher ist die Bemerkung: “Ihre Studiengänge heißen unter anderem ressourcenschonende Architektur und Stadtplanung, Umweltwissenschaften und Bauingenieurswesen.” Somit wäre etwas eingegrenzt um welche Jugend es sich handelt. Die Freie Universität Berlin präsentiert auf ihrer Website einen Leitfaden über entsprechende Studienangebote und beschreiben dies so:

“… bietet die Datenbank Informationen zu über 300 Studiengängen und anderen Studienangeboten mit Nachhaltigkeitsbezug. Unter diesen Studienangeboten sind gut 260 Studiengänge, die die nachhaltige Entwicklung ausdrücklich und umfassend zum Gegenstand machen oder einen entsprechenden Studienschwerpunkt anbieten. Wir schätzen, dass der Leitfaden damit über 90% der nachhaltigkeitsbezogenen Studienangebote in Deutschland erfasst.”

Salopp könnte man sagen, wir haben …