Das IPCC aus der Sicht eines Zukunftsforschers
24. April 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Kommentare, Politik, Wissenschaft
Einer der Leser des Interviews in der Freien Welt hat sinngemäß ausgeführt, es wäre doch widersprüchlich, wenn ein Zukunftsforscher die Unmöglichkeit einer Zukunftsvorhersage betone. Dieser Kommentar ist Folge einer allgemeinen Unkenntnis darüber, was denn nun ein Futurist genau treibt. Und beruht auf einer Fehleinschätzung darüber, wie Prognosen, Szenarien und Projektionen eingeordnet werden müssen, was sie unterscheidet und was man mit ihnen anfangen kann. Ein Irrtum, der den politischen Umgang mit den Projektionen des IPCC zur künftigen Entwicklung unseres Klimas prägt. Wie man es besser anstellen könnte, möchte ich hier erläutern. Vorsicht, es wird diesmal ein wenig abstrakt…
Das Wesen der Prognose
Eine Prognose ist nicht mehr als die bloße Fortschreibung einer bisherigen Entwicklung in die Zukunft. Man betrachtet dabei einen bestimmten Parameter, der im Rahmen der jeweiligen Fragestellung von Interesse ist, und verlängert dessen Verhalten in die Zukunft. Als Beispiel mag die berühmt-berüchtigte „mittlere globale Temperaturanomalie“ dienen. Ich möchte an dieser Stelle nicht über Relevanz und Validität dieses Parameters streiten. Entscheidend ist hier nur die Möglichkeit, diesem einen statistischen Trend mit hoher Signifikanz zuweisen zu können. Einen linearen Trend. Die Signifikanz weist darauf hin, daß die zeitliche Entwicklung dieses Wertes nicht vollkommen zufällig ist, sondern mit einer…










