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Climategate 2.0 – Das Drama erlebt eine Fortsetzung

23. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Wissenschaft

Der 20. November 2009 ist für diesen Blog ein ganz besonderes Datum. Science Skeptical war damals  ein paar Monate alt, die Zahl der Autoren konnte gerade von eins auf zwei verdoppelt werden und mit etwas Glück verirrten sich pro Tag ein paar Hundert Besucher auf diese Seite.

Das sollte sich nach diesem 20. November dramatisch ändern. Die Besucherzahlen erreichten in diesen Tagen bis dahin ungekannte Höhen. Der 23.11.2009 ist seitdem und immer noch mit insgesamt 5.704 Seitenaufrufen der bis heute ‘busiest day’ .

Ursache für diesen Besucheransturm war der Artikel “Hackerangriff auf die britischen Climate Research Unit (CRU)?“, in dem (in Deutschland als erstes) über die Veröffentlichung von Korrespondenz und Daten aus der Klimaforschung berichtet wurde, einer Affäre die bald unter dem Namen Climategate weltweit für großes Aufsehen sorgen sollte.

Und nun, fast auf den Tag genau 2 Jahre nach der Offenlegung etwa von der Unterdrückung und Manipulation von Daten, der Beeinflussung von Veröffentlichungen, dem Verstecken von Informationen und von dubiosen Finanzierungspraktiken (eine Auswahl hier), sieht es jetzt so aus, als würde die Geschichte sich wiederholen. Gestern Morgen hinterließ jemand, der sich “fioa” nannte, im Blog Tallbloke’s Talkshop einen kurzen Hinweis auf eine Datei, die im …



Alpengletscher als Klimaarchiv – Was erzählen uns die Alpengletscher?

21. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft



Hybridkraftwerke: Energievernichtung im Namen der „Energiewende“

20. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung

In Fernsehnachrichten und Zeitungsartikeln wurde Ende Oktober ein Wasserstoff-Hybridkraftwerk beschrieben, das im brandenburgischen Prenzlau in Gegenwart von Ministerpräsident Matthias Platzeck ans Netz ging. Überschüssiger Windstrom aus den zahlreichen Windparks der Uckermark wird darin zur Wasserstoff-Erzeugung benutzt. Danach wird mit dem gespeicherten Wasserstoff in einem Gasmotor wieder Strom erzeugt, der bei Bedarf ins Netz zurück gespeist wird. Aber was bedeutet hier „gespeichert“? Gespeichert heißt: Der Löwenanteil des von Windkraftanlagen gelieferten Stroms muss von der Speicheranlage wieder als Strom ins Netz zurückgegeben werden – andernfalls wäre der angebliche Speicher nur ein Vorratsbehälter mit ziemlich großen Löchern.

Bei der Umwandlung der hochwertigsten Energieform
„Elektrischer Strom“ in eine minderwertigere Form – zum Beispiel ein Brenngas – kommt es auf Grund physikalischer Gesetzmäßigkeiten zwangläufig zu Energieverlusten. Will man danach mit diesem Gas wieder Strom erzeugen, gibt es noch viel größere Verluste. Und an mehreren Stellen in dieser Anlage lauern weitere Verlustquellen. Eine Auto-Bleibatterie gibt ca. 70% des Ladestroms wieder zurück; auch ein großes Pumpspeicherkraftwerk hat den einen Speicher-Wirkungsgrad von 70%. Diese Zahl ist die wichtigste Effizienzangabe für einen Stromspeicher. Alles, was unter 60% liegt, bedeutet hohe Energieverluste und ist deshalb nur bedingt brauchbar.

Weder die Zeitungsartikel noch die begeisterten TV-Berichte enthielten irgendwelche Angaben zu dieser …



Machtfaktor Erde oder Stussfaktor Kleber?

19. November 2011 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Medien

Claus Kleber, ZDF-Moderator

Der Staatsfernsehsender ZDF präsentierte kürzlich ein neues Desinformationsprodukt über den Klimawandel: “Machtfaktor Erde” eine zweiteilige “Dokumentation”, in welcher der «heute-journal»-Moderator Claus Kleber der fiktionalen Vorstellung nachging, der Klimawandel bedrohe den Weltfrieden.

Diese “Dokumentation” ist ein beredtes Zeugnis für die perfide Indoktrination, mit der die staatstreuen “öffentlich-rechtlichen” Medien die Bevölkerung zu machtpolitisch relevanten Themen regelmäßig übergießen. In diesem Fall: Desinformation und bis zur Unkenntlichkeit entstellte Halbwahrheiten. Der Staatssender versucht dabei praktisch sämtliche Krisen dieser Welt dem Klimawandel zuzuordnen. Klimawandel nicht etwa als natürlicher Vorgang, sondern als menschenverursachte Einmaligkeit.

Kleber besuchte Konfliktherde und Krisenregionen, die er zu “Brennpunkten des Klimawandels” erklärte. Naturkatastrophen müssen dafür herhalten, den vermeintlich menschenverursachten Klimawandel zu “beweisen”. Zum Propagandabild gehört es, den Kampf um Resourcen zwischen Nationen oder Bevölkerungsgruppen (z.B. Wasser) ebenso zu begründen. Die eigentlichen Ursachen – Überbevölkerung, Armut, Raubbau an der Natur, nationale Interessen – werden nachrangig dargestellt. Kleber garniert das Ganze mit auf den Klimawandel gemünzten Glaubensbekenntnissen, wie etwa diesem: “der Planet auf dem wir leben ist unter Druck, wie noch nie, seit es menschliche Zivilisation gibt”.

Himalaja-Gletscher

Sie ist schon längst als haltlos entlarvt – die Behauptung der dramatisch abtauenden Himalaya-Gletscher. Der IPCC-Chef Pachauri war erst nach hartnäckiger Kritik bereit, einzugestehen, daß dies nicht …



Über den Tellerrand: Zur Energiediskussion in anderen Blogs

17. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog

Vor einiger Zeit erschien auf Readers Edition ein Beitrag des auch bei uns aktiven Autors Michael Krüger. Unter dem Titel “Viel Wind für nichts: Stromkunden zahlen für Stromdrosselung” wurde über den Umstand berichtet, dass Betreiber von Windkraftanlagen ihren Strom auch dann vergütet bekommen, wenn sie ihn gar nicht produzieren können, etwa weil gerade bei viel Wind so viel Strom im Netz ist, dass mehr produziert würde als verbraucht werden kann.

Wer die Diskussionen bei Readers Edition, vor allem zum Thema Klimawandel, verfolgt, der weiß dass dort zuweilen extrem gegensätzliche Standpunkte aufeinander treffen. Dort wird manchmal hässlich und oft auch unterhalb der Gürtellinie diskutiert. Manchmal aber ergeben sich dabei auch äußerst unterhaltsame Wortwechsel, bei denen der Leser in wirklich guten Momenten auch einiges dazu lernen kann. So eine glückliche Konstellation hat sich jetzt in der Diskussion über das Bezahlen für Strom, der gar nicht produziert wird, ergeben.

Die Protagonisten sind beide so etwas wie Readers Edition Urgesteine. Der eine ist bekannt für seine fundierten Kenntnisse in Energietechnik und Statistik, der andere für seinen Unwillen Fakten zur Kenntnis zu nehmen und seinen tiefen Glauben an die Segnungen der “Erneuerbaren Zukunft”. Ich bin gespannt, ob Sie von allein darauf kommen, wer …



Prof. Richard Dronskowski zum Klimawandel

12. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft
http://www.youtube.com/watch?v=hSb82MYn26Y”>Video

Prof. Richard Dronskowski ist ein deutscher Chemiker und Physiker. Er hat den Lehrstuhl für Festkörper- und Quantenchemie an der RWTH Aachen inne und ist u.a. Preisträger der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft. Er ist Mitglied im Fachkollegiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der American Chemical Society. Seine Ansichten zum Klimawandel stellt er in diesem eindrucksvollen Vortrag dar.…



Ein Dezembermorgen in einem kleinen Dorf in der Eifel

12. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Kurioses

Ein (bislang) fiktives Wintermärchen von unserem Leser  Martin Frank.

Ein Russlandhoch beschert ganz Deutschland seit einer Woche trübes, kaltes und windfreies Winterwetter. Die Winter sind schon seit Jahren kalt und schneereich, und so ist es auch dieser, im Jahr 2025.

Die Müllers leben in einem für diese Zeiten modernen Haus. Moderne, energiesparende Elektrogeräte. Eine Kühltruhe, die geschlossen auch eine Woche ohne Strom auskommen kann. In den Wintermonaten dient die kleine Gartenhütte als Kühlschrank. Nachdem die Steuern auf Autos mit Verbrennungsmotoren drastisch angehoben wurden, haben sie sich sogar ein Elektrofahrzeug angeschafft.

Herr Müller sitzt wie jeden morgen um 7:00 Uhr am Esstisch
und hört gebannt dem Radiosprecher zu. Ja, der Luxus muss sein! Fünf Minuten Radio am Tag, selbst wenn der ‚Smart-Meter’ einen extrem hohen Strompreis anzeigt, sind Pflicht. Die deutschen Wind- und Sonnenscheinprognosen haben das gemütliche Frühstück abgelöst.

Der Radiosprecher, sachlich wie immer, meldet für heute einen windreichen und sonnigen Tag. Endlich! Frau Müller füllt augenblicklich die vier Waschmaschinen. Mit einer Maschine käme sie nicht hin, da die Billigstromphasen in der Regel sehr kurz sind und die energiesparenden Maschinen extrem lange laufen.

Herr Müller, der schon immer große Ideen umsetzten wollte, hat sich im Keller neben dem ‚Smart-Meter’ einen Schalter …