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Grüne Gene machen blind

23. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Ökologismus, Politik

Gene sind scheinbar irgendwie riskant. Das schöne Wort „genfrei“ hat jedenfalls Hochkonjunktur. Ganze Regionen Deutschlands werden zu „genfreien“ Zonen deklariert und die „genfreie“ Nahrung wird durch die Kampagnen diverser Ökogruppen lautstark beworben (ist Mineralwasser gemeint?). „Genfrei“ haben auch Bücher zu sein, vor allem, wenn sie sich mit Integrationsthemen befassen und von Thilo Sarrazin stammen. Genetische Unterschiede zwischen räumlich getrennten Populationen der Art Homo Sapiens werden zum Tabuthema deklariert. Ganz unabhängig von der Frage, ob diese denn faktisch existieren oder, falls ja, auch nur für irgendetwas relevant sind.

Da freut man sich als liberaler Staatsbürger dann doch über gezielte Tabubrüche aufrechter Zeitgenossen, die sich der Diktatur des zeitgeistkonformen Gutmenschentums nicht unterwerfen wollen. Die sich zu ihren genetischen Wurzeln offen bekennen und klar die Unterschiede zu anderen Genotypen herausarbeiten. So sagte Cem Özdemir in einem Zeitungsinterview vor einigen Monaten:

Der Atomausstieg ist für uns unverhandelbar. Das ist quasi genetisch bedingt, so wie die SPD niemals auf ihre Bergarbeiter-Lieder verzichten könnte. Die Grünen sind an den Akw-Bauzäunen dieser Republik gezeugt worden, manche von uns sogar sprichwörtlich. Wir können und wollen unsere Herkunft nicht verleugnen. Bei diesem Punkt sagen wir: bis hierher und nicht weiter.

Und Renate Künast legte im aktuellen Spiegel in einem



Falsche Prioritäten: Das Energiekonzept der Bundesregierung

16. September 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Kohle, Politik, Wasserkraft, Windkraft

Die ersten Eckpunkte zum neuen Energiekonzept der Bundesregierung liegen vor. Das Papier beschreibt die Zielstellung und deutet die auf dieser basierenden Maßnahmen an. In einer wenig aussagekräftigen Art und Weise, denn die ökonomischen und sozialen Folgen bleiben ausgeklammert. Das Eckpunkte-Papier ist kaum mehr als ein Marketing-Pamphlet. Man kann aus diesem Text lernen, wie die Bundesregierung plant, ihre Vorstellungen in der breiten Öffentlichkeit darzustellen, zu kommunizieren. Man kann etwas über die angedachten Sprachregelungen erfahren und wenig bis nichts über die Zukunft.

Das Eckpunkte-Papier basiert auf einem Gutachten, in dem verschiedene Zielszenarien für die Zukunft unserer Energieversorgung durchgerechnet wurden. Dieses enthält also die eigentlich wichtigen Details. Den Gutachtern wurden dabei sehr enge Leitplanken von der Bundesregierung vorgegeben. Die geplante Reduzierung von Treibhausgasemissionen (-40% bis 2020, -85% bis 2050, jeweils gegenüber 1990) und der geplante Anteil der NIEs (1) am Primärenergieverbrauch von 50% in 2050 wurden festgeschrieben. Andere denkbare Zukünfte wurden nicht berechnet und berücksichtigt. Variiert wurde in den 5 betrachteten Szenarien lediglich die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken (0 (keine Änderung am bestehenden Ausstiegsgesetz im Referenzszenario), 4, 12, 20 und 28 Jahre).

Was kann man aus dem Energiegutachten lernen?

Szenarien sind keine Prognosen. Es werden keine Zukunftsbilder erstellt, denen man eine gewisse Eintrittswahrscheinlichkeit



Ökowatch: Wie die EU grünen Lobbyismus finanziert

11. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

Der Öko-Komplex, also die Verflechtungen grüner NGO’s mit Politik und Wirtschaft, ist das Leitthema der aktuellen Novo Argumente. Passend dazu weist unser Gastautor Fabian Heinzel in einem Beitrag, den wir von Ökowatch übernommen haben, auf eine aktuelle Studie über die Finanzierung grüner Lobbygruppen durch öffentliche Mittel aus dem EU-Haushalt hin.  

(Fabian Heinzel ist Diplom-Umweltwissenschaftler und freier Journalist (“Die Welt”, “Westfälische Rundschau”).  Er ist einer der Köpfe hinter den Portalen “Freie Welt” und “Ökowatch”.)

Sie nennen sich Nicht-Regierungsorganisationen oder kurz NGOs (Non-Governmental Organisations).  Diese Bezeichnung für Umweltorganisationen wie zum Beispiel den “World Wildlife Fund” (WWF), das “Climate Action Network Europe” oder “Friends of the Earth” soll ihre Unabhängigkeit suggerieren.

Der Frage, wie unabhängig diese Organisationen wirklich sind, sind Caroline Boin und Andrea Marchesetti nachgegangen.  In ihrer vom „International Policy Network“ veröffentlichen Studie „Friends of the EU“ haben sie sich detailliert mit der Finanzierung der sogenannten “Green 10″ auseinander gesetzt.  Die Green 10 sind eine Koalition der zehn größten und einflussreichsten Umweltorganisationen innerhalb der Europäischen Union, die mit der Europäischen Union zusammenarbeiten.  Im Einzelnen handelt es sich dabei um:

  • Birdlife International (deutscher Partner: Naturschutzbund Deutschland (NABU))
  • Climate Action Network Europe (CAN-E), selbst ein Dachverband anderer


Grönländischer und westantarktischer Eisschild schmelzen nur halb so schnell

7. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Meeresspiegel, Schnee und Eis

Der grönländische und der westantarktische Eisschild schmelzen nur halb so schnell, wie bisher angenommen wurde. Das zeigte jetzt ein Team aus dem Jet Propulsion Laboratory (USA), der Delft University of Technology (TU Delft, Niederlande) und dem SRON Netherlands Institute for Space Research im Fachmagazin Nature Geoscience.

Das Abschmelzen der beiden Eisschilde wurde seit 2002 mit Hilfe der beiden GRACE-Satelliten kartiert. Aus dem Weltraum erkennen sie kleine Änderungen im Gravitationsfeld der Erde. Hieraus lässt sich auf Massenveränderungen der Erde schließen, einschließlich der von Eis und Wasser. Wenn Eis schmilzt und ins Meer abfließt, so hat das einen Einfluss auf das Gravitationsfeld.

Basierend auf diesem Prinzip wurde für das grönländische Eisschild bisher ein Abschmelzen von 230 Giga-Tonnen pro Jahr (230.000 Mrd. kg) angenommen, was zu einem durchschnittlichen Anstieg im Meeresspiegel von rund 0,75 Millimeter pro Jahr führen würde. Für die Westantarktis gingen die Schätzungen bisher von 132 Giga-Tonnen pro Jahr aus.

Jetzt stellte sich heraus, dass die bisherigen Abschätzungen nicht korrekt um die isostatischen Ausgleichsbewegungen der Erdkruste korrigiert wurden. Infolge der schmelzenden Eisschilde kommt es zu Landhebungen und das seit der letzten Eiszeit, also seit rund 20.000 Jahren. Diese Bewegungen der Erdkruste müssen in die Berechnungen mit einbezogen werden, da vertikale Erdbewegungen



Church of Global Warming – Das Video jetzt mit deutschen Untertiteln

29. August 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Kurioses

Die moderne Umweltbewegung, und allen voran die Bewegung zur Bekämpfung des Klimawandels, hat in den letzten Jahren zunehmend religiöse Züge angenommen. Mit einem rapiden Rückgang der Gläubigen der etablierten Religionen scheint unser Verlangen nach Spiritualität eine neue Heimat in der neuen “Kirche der Globalen Erwärmung” gefunden zu haben. Diese Kirche verkündet uns, wir zerstören den Planeten durch unsere Gier nach Konsumgütern. Damit appelliert sie an den klassischen Schuldkomplex, wie schon so viele religiöse Bewegungen zuvor. “Ihr habt alle gesündigt. Nur eine sofortige Abkehr und die Bekenntnis zum Guten kann Euch retten”.

Die offensichtlichen Parallelen der modernen Umwelt- und Klimaschutzbewegung zu klassischen Religionen hat im letzten Jahr sogar ein britisches Gericht bestätigt, indem es den Glauben an den Klimawandel mit dem Glauben an Religion juristisch gleichgesetzt hatte (wir berichteten hier).

Unter dem Titel “Church of Global Warming” hat James Follett, ein Naturwissenschaftler der in der Energieindustrie mit erneuerbaren Energien beschäftigt ist, eine hervorragende Dokumentation über den Klimawandel als neue Religion geschaffen. Hier die Youtube-Version mit deutschen Untertiteln in 6 Teilen.

Auf der Homepage von James Follett kann das gesamte Video auch mit Untertiteln in hoher Auflösung heruntergeladen werden. Außerdem gibt es noch eine Powerpoint Präsentation zu dem Video.

ClimateReview.net



Ich habe soeben zugestimmt…

21. August 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Kohle, Politik

…und zwar dem “Energiepolitischen Appell“, der derzeit in den Medien hohe Wellen schlägt (Berichterstattung im Spiegel als Beispiel hier). Natürlich ist der Aufruf in vielerlei Hinsicht zu kritisieren. Die “erneuerbaren” Energien nicht nur als zukunftsfähig, sondern gleich als notwendig zu deklarieren, ist diskutabel. Und sicherlich eine Auffassung, die von vielen Lesern und von allen Autoren dieses Blogs im wesentlichen nicht geteilt wird.

Aber: Wenn man viele Menschen für eine Zustimmung zu einer solchen Resolution gewinnen will, ist ein Kompromiß niemals zu vermeiden. Ich gehe immer davon aus, daß niemand meine Meinung in vollem Umfang teilt – außer mir selbst. Ein Appell, dem ich mich in vollen Umfang anschließen könnte, hätte daher nur einen Unterstützer – und wäre wenig wirksam.

Für mich ist entscheidend, daß die Initiative von der Wirtschaft ausgeht, und damit von denjenigen, denen wir in erster Linie unseren Wohlstand zu verdanken haben. Von denjenigen, die auch in Zukunft die finanzielle Basis unseres Gemeinwesens beibringen müssen. Und außerdem stehen ein paar wirklich gute Ansätze in diesem Text:

  •  Werte dürfen durch staatliches Handeln nicht im Übermaß abgeschöpft oder gar vernichtet werden. Dies gefährdet weitere Investitionen.
  • Ein Abbau bürokratischer Hemmnisse ermöglicht Innovationen. Worin ich zwischen den Zeilen ein klares Bekenntnis


In eigener Sache: Novo-Empfang und Online-Artikel

19. August 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Internes, Medien

Ein wenig dreiste Eigenwerbung sei mir (mal wieder) gestattet. Alle, die die letzte Novo-Ausgabe verpaßt haben (welch unverzeihlicher Frevel) können meinen Text zum Thema “Elektromobilität” nun online lesen und kommentieren: Dann nehmen Sie ein Taxi!

Ich bitte, eventuelle Kommentare entsprechend auf der Novo-Seite zu posten.

Desweiteren möchte ich schon einmal auf den diesjährigen Novo-Empfang im Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt hinweisen. Am 27.11. wird dort über das Thema Innovation diskutiert. Ich werde einer der Podiumsteilnehmer sein und würde mich sehr freuen, den ein oder anderen Leser dieses Blogs dort persönlich kennenlernen zu können.

Hinweis: Die Veranstaltung steht nur geladenen Gästen offen. Wer gerne dabei sein möchte, wende sich an die Novo-Redaktion. Details finden sich hier.

Als besonderes Schmankerl ist der Auftritt eines sehr bekannten deutschen Kabarettisten vorgesehen. Da Novo-Chefredakteur Thomas Deichmann um Vertraulichkeit gebeten hat, verrate ich auch noch nicht, um wen es sich handelt.

Ach ja, Novo 108/109 (9-12/2010) erscheint als Doppelheft Ende kommender Woche. Leitthema ist “der Ökokomplex”, also die Verflechtungen von Ökoverbänden und grünen NGO’s mit der Politik.