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Über den Tellerrand: Zur Energiediskussion in anderen Blogs

17. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog

Vor einiger Zeit erschien auf Readers Edition ein Beitrag des auch bei uns aktiven Autors Michael Krüger. Unter dem Titel „Viel Wind für nichts: Stromkunden zahlen für Stromdrosselung“ wurde über den Umstand berichtet, dass Betreiber von Windkraftanlagen ihren Strom auch dann vergütet bekommen, wenn sie ihn gar nicht produzieren können, etwa weil gerade bei viel Wind so viel Strom im Netz ist, dass mehr produziert würde als verbraucht werden kann.

Wer die Diskussionen bei Readers Edition, vor allem zum Thema Klimawandel, verfolgt, der weiß dass dort zuweilen extrem gegensätzliche Standpunkte aufeinander treffen. Dort wird manchmal hässlich und oft auch unterhalb der Gürtellinie diskutiert. Manchmal aber ergeben sich dabei auch äußerst unterhaltsame Wortwechsel, bei denen der Leser in wirklich guten Momenten auch einiges dazu lernen kann. So eine glückliche Konstellation hat sich jetzt in der Diskussion über das Bezahlen für Strom, der gar nicht produziert wird, ergeben.

Die Protagonisten sind beide so etwas wie Readers Edition Urgesteine. Der eine ist bekannt für seine fundierten Kenntnisse in Energietechnik und Statistik, der andere für seinen Unwillen Fakten zur Kenntnis zu nehmen und seinen tiefen Glauben an die Segnungen der „Erneuerbaren Zukunft“. Ich bin gespannt, ob Sie von allein darauf kommen, wer



Prof. Richard Dronskowski zum Klimawandel

12. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Prof. Richard Dronskowski ist ein deutscher Chemiker und Physiker. Er hat den Lehrstuhl für Festkörper- und Quantenchemie an der RWTH Aachen inne und ist u.a. Preisträger der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft. Er ist Mitglied im Fachkollegiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der American Chemical Society. Seine Ansichten zum Klimawandel stellt er in diesem eindrucksvollen Vortrag dar.



Ein Dezembermorgen in einem kleinen Dorf in der Eifel

12. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Kurioses

Ein (bislang) fiktives Wintermärchen von unserem Leser  Martin Frank.

Ein Russlandhoch beschert ganz Deutschland seit einer Woche trübes, kaltes und windfreies Winterwetter. Die Winter sind schon seit Jahren kalt und schneereich, und so ist es auch dieser, im Jahr 2025.

Die Müllers leben in einem für diese Zeiten modernen Haus. Moderne, energiesparende Elektrogeräte. Eine Kühltruhe, die geschlossen auch eine Woche ohne Strom auskommen kann. In den Wintermonaten dient die kleine Gartenhütte als Kühlschrank. Nachdem die Steuern auf Autos mit Verbrennungsmotoren drastisch angehoben wurden, haben sie sich sogar ein Elektrofahrzeug angeschafft.

Herr Müller sitzt wie jeden morgen um 7:00 Uhr am Esstisch
und hört gebannt dem Radiosprecher zu. Ja, der Luxus muss sein! Fünf Minuten Radio am Tag, selbst wenn der ‚Smart-Meter’ einen extrem hohen Strompreis anzeigt, sind Pflicht. Die deutschen Wind- und Sonnenscheinprognosen haben das gemütliche Frühstück abgelöst.

Der Radiosprecher, sachlich wie immer, meldet für heute einen windreichen und sonnigen Tag. Endlich! Frau Müller füllt augenblicklich die vier Waschmaschinen. Mit einer Maschine käme sie nicht hin, da die Billigstromphasen in der Regel sehr kurz sind und die energiesparenden Maschinen extrem lange laufen.

Herr Müller, der schon immer große Ideen umsetzten wollte, hat sich im Keller neben dem ‚Smart-Meter’ einen Schalter



Erinnerungen an Circus Renz

8. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Tierrechte, Tierschutz

Wenn der Musikclown in die Manege stolpert, in der das spotbeleuchtete Xylophon schon wartet, und die ersten Töne der zeitlosen Musik von Gustav Peter erklingen, beginnt die Reise durch eine Welt voller Wunder fernab des Alltags. Die Klänge, die Lichter, die Farben, der Geruch nach Sägemehl und Tieren, die Spannung im Publikum und das Versprechen des Außergewöhnlichen verbinden sich in Zeitlosigkeit – man ist wieder Kind und doch auch Vater. Der Zirkus ist in der Stadt.

Natürlich bin ich nicht alt genug, um den historischen Circus Renz zu kennen. Meine Erinnerungen sind verknüpft mit Williams-Althoff, Busch-Roland und natürlich Circus Barum, in dem Gerd Simoneit seine Löwen präsentierte. Es sind die schärfsten und klarsten Eindrücke, die mir aus der frühen Kindheit noch verblieben sind, der Salto Mortale unter der Kuppel, die mächtigen Elefanten hautnah und die gefährlichen Raubtiere in einer spektakulären Choreographie. Clownerie, Artistik und Tierdressuren – aus dem klassischen Dreiklang der großen Zirkuskunst sind es vor allem die Tiere, die sich in mein Gehirn eingebrannt haben.

Ich sehe sie wie heute vor mir, das Spiel der kräftigen Muskeln unter dem goldenen Fell, die weiß glänzenden Zähne, wenn sie ihre Wut dem Dompteur entgegenbrüllen, der Wunsch, zu springen und zu töten,



WELT-Untergang in Bangkok – Ein paar Fakten

8. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Meeresspiegel

Bereits in der Schule habe ich eine wichtige Grundregel für das Verfassen journalistischer Texte gelernt. Man vermittelt bereits in den ersten Absätzen die wichtigsten Informationen. Alles was für den Leser oder die eigene Aussage weniger relevant ist, schreibt man weiter unten im Text. Das hat zwei Vorteile. Zum einen können solche Leser, die nicht die Mühe auf sich nehmen möchten den kompletten Text durchzulesen, die wichtigsten Information bereits in den ersten Absätzen finden. Zum anderen geht die Grundaussage auch dann nicht verloren, wenn der Redakteur aus Platzgründen beschließt, den Text gegen Ende abzukürzen.

An diese Grundregel fühlte ich mich erinnert, als ich heute auf WELT-Online den Beitrag „Experten prophezeien Bangkoks Untergang im Meer“ gelesen habe. Der Artikel war unter „Klima und Umwelt“ gelistet, daher war jedem Leser schnell klar, dass es sich hier wohl um ein Problem handeln musste, welches durch den Klimawandel verursacht ist. Und auch die ersten beiden Absätze, offenbar extra verfasst für die Lesefaulen unter uns, bestätigen diesen Eindruck:

Die thailändische Hauptstadt Bangkok hat zusätzlich zu den verheerenden Überschwemmungen ein weiteres Problem. Experten wiesen darauf hin, dass sich die niedrig gelegene Metropole nur 30 Kilometer nördlich des thailändischen Golfs befindet, dessen Wasserstand bis



„Heute retten wir das Klima, und morgen die ganze Welt“ – Unterhaltung zum Wochenende

6. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses

Diesen Beitrag wollte ich schon seit einiger Zeit bringen, bin aber irgendwie nicht dazu gekommen. Ich kannte Andreas Rebers von verschiedenen Auftritten in der ZDF „Anstalt“ und habe ihn da irgendwie immer als Altlinken wahrgenommen. Ich hätte falscher nicht liegen können.

Ich war bislang auch immer der Auffassung, dass das Kabarett in Deutschland irgendwie per Definition links sein muss und dass Vince Ebert die einzige rühmliche Ausnahme dazu bildet. Bis vor wenigen Monaten habe ich damit, zumindest was Kabarett im deutschen Staatsfunk angeht, wohl auch einigermaßen richtig gelegen. Meine Meinung darüber änderte sich, als ich in einem eher dem  linken Spektrum zuzuordnenden Internetmagazin einen Verriss der von Dieter Nuhr moderierten Sendung „Satiregipfel“ gelesen habe.

Der Autor der Kritik war extrem erbost. Die Sendung wäre „zum Hetzinstrument verkommen“ und „ein Lehrstück schäbigster Propaganda„. Und was meine Aufmerksamkeit am meisten erregt hatte war die Anklage „Da wurden die Wähler der Grünen veralbert(…) Alles was einen grünen Anstrich hat, wurde blindwütig verhohnepiepelt. “ Das klang deutlich interessant. Und die Sendung hielt auch wirklich alles, was der zornige Schreiber versprochen hatte. Wer also den „Satiregipfel“ vom 26.05.2011 noch nicht gesehen hat, der sollte das schleunigst nachholen.

Und



Kein Geld für Klimaschutz

6. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Nachhaltigkeit, Politik, Profiteure, Wirtschaftsförderung

Das Klimabarometer 3/11 ist erschienen. Es ist alles so geblieben wie im letzten Quartal, das Interesse in den Medien und der Bevölkerung am Thema Klimawandel ist nach wie vor sehr niedrig.

Diesmal wurde als Monatstrend die Gebäudesanierung gewählt, hier speziell wie „Mieter und Vermieter mit den Kosten umgehen sollen.“ Besser gesagt, welche Kosten die Mieter bereit sind zu bezahlen. Momentan kann der Vermieter die Kosten für die energetische Sanierung auf die Miete umlegen. Hier hält sich die Begeisterung der Mieter in Grenzen.:

Die Hälfte der Befragten möchte die bestehende Regelung ändern. Sie präferieren eine Regelung, nach der die Umlagekosten nicht höher sein dürfen, als die eingesparten Heizkosten. Dies würde für die Mieter bedeuten, dass die insgesamt zu entrichtende Warmmiete (Mietzins und Nebenkostenvorauszahlung) nicht steigen dürfte. Die Mieter sollen also nach Meinung der Umfrage-Teilnehmer keinen finanziellen Nachteil haben, wenn eine energetische Modernisierung stattfindet. 14 Prozent sind sogar der Meinung, die Modernisierungskosten sollten in keinem Fall auf die Mieter umgelegt werden können.

Also nochmal: Fast 2/3 der Mieter sind nicht bereit für energetische Sanierungen Geld auszugeben. Wie ich immer sage, am Geld zeigt sich, wie wichtig der Bevölkerung der Klimaschutz tatsächlich ist. Von Mieterverbänden wird nun eine Warmmietenneutralität gefordert, oder