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Kein Geld für Klimaschutz

6. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Nachhaltigkeit, Politik, Profiteure, Wirtschaftsförderung

Das Klimabarometer 3/11 ist erschienen. Es ist alles so geblieben wie im letzten Quartal, das Interesse in den Medien und der Bevölkerung am Thema Klimawandel ist nach wie vor sehr niedrig.

Diesmal wurde als Monatstrend die Gebäudesanierung gewählt, hier speziell wie „Mieter und Vermieter mit den Kosten umgehen sollen.“ Besser gesagt, welche Kosten die Mieter bereit sind zu bezahlen. Momentan kann der Vermieter die Kosten für die energetische Sanierung auf die Miete umlegen. Hier hält sich die Begeisterung der Mieter in Grenzen.:

Die Hälfte der Befragten möchte die bestehende Regelung ändern. Sie präferieren eine Regelung, nach der die Umlagekosten nicht höher sein dürfen, als die eingesparten Heizkosten. Dies würde für die Mieter bedeuten, dass die insgesamt zu entrichtende Warmmiete (Mietzins und Nebenkostenvorauszahlung) nicht steigen dürfte. Die Mieter sollen also nach Meinung der Umfrage-Teilnehmer keinen finanziellen Nachteil haben, wenn eine energetische Modernisierung stattfindet. 14 Prozent sind sogar der Meinung, die Modernisierungskosten sollten in keinem Fall auf die Mieter umgelegt werden können.

Also nochmal: Fast 2/3 der Mieter sind nicht bereit für energetische Sanierungen Geld auszugeben. Wie ich immer sage, am Geld zeigt sich, wie wichtig der Bevölkerung der Klimaschutz tatsächlich ist. Von Mieterverbänden wird nun eine Warmmietenneutralität gefordert, oder



Matt Ridley über Wissenschafts-Ketzerei

3. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel

„Sollte es einen Vortrag über die Klimadebatte geben, welcher es wert ist innerhalb Ihres Lebens gelesen zu werden, hier ist er.“ – Anthony Watts

Angus Millar Vortrag bei der Royal Society of the Arts
Edinburgh, 31. Oktober 2011

Es stellt für mich eine große Ehre dar, den Angus Millar Vortrag halten zu dürfen. Ich weiß nicht, ob sich Angus Millar jemals selbst als Ketzer gesehen hat, ich aber habe eine natürliche Schwäche für Häresie. Einer meiner Vorfahren, Nicholas Ridley, der Märtyrer aus Oxford, wurde wegen Ketzerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Mein Thema heute ist Wissenschafts-Ketzerei. Wann haben Wissenschafts-Ketzer Recht und wann sind sie verrückt? Wie erkennt man den Unterschied zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft?.

Sehen wir uns ein paar Aspekte näher an und beginnen mit einfachen Beispielen:

  • Astronomie ist Wissenschaft – Astrologie ist eine Pseudowissenschaft
  • Evolution ist Wissenschaft – Kreationismus ist eine Pseudowissenschaft
  • Molekularbiologie ist Wissenschaft – Homöopathie ist eine Pseudowissenschaft
  • Impfungen sind Wissenschaft – die Angst vor MMR-Impfungen ist Pseudowissenschaft
  • Sauerstoff ist Wissenschaft – Phlogiston war Pseudowissenschaft
  • Chemie ist Wissenschaft – Alchemie war Pseudowissenschaft

Können Sie mir so weit folgen? Noch ein paar Beispiele. Dass der Earl of Oxford Shakespeare geschrieben haben soll ist Pseudowissenschaft. Genauso der Glaube daran,



Aus grünen Fesseln befreien!

2. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Politik

Die Ideologie von der Klimaerwärmung durch CO2 kommt uns volkswirtschaftlich teuer zu stehen. Liberale haben freiheitliche Grundsätze preisgegeben, als sie sich diesem Dogma gebeugt haben.

Gastbeitrag von Holger Krahmer

Der Klimawandel in Form globaler Erwärmung sei Realität und der Mensch schuld daran. Der Ausweg führe über “Nachhaltigkeit” hin zu „grünen Wachstum“ mit erneuerbarer Energie, mit der die kohlenstoffarme Volkswirtschaft der Zukunft zu versorgen sei. So die gängigen Thesen, die von Politikern bis hin zu Pädagogen in voller Überzeugung wiederholt werden.

Die Feinsteuerung des Weltklimas auf maximal zwei Grad Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter ist unwidersprochenes Ziel politischen Handelns. Diesem Ziel wird eine komplette politische Agenda untergeordnet. Von der Gestaltung der Energieversorgung bis zur Frage, welche Produkte noch produziert werden dürfen. Mitunter wird dafür sogar weitgehend unwidersprochen hinterfragt, ob die schwerfälligen Entscheidungsprozesse demokratischer Gesellschaften noch der richtige Rahmen zur Erreichung dieser Ziele sind. Dem International Panel on Climate Change (IPCC), das angeblich die weltweite Forschung zum Klimawandel vertritt, ist es gelungen ein Dogma zu errichten. Das Dogma abgeschlossener wissenschaftlicher Erkenntnis über die es „keine Zweifel“ mehr geben soll und die belegen, dass menschliche Aktivitäten die alleinige Ursache globaler Klimaerwärmung sind.

Doch schon die tatsächliche Temperaturentwicklung der letzten Dekade widerlegt die



Unwahrscheinliche Temperaturrekorde?

1. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, ein heißer Sommer noch kein Warmklima – aber im Zuge einer wissenschaftlichen Zeitreihenanalyse hat ein Temperaturrekord doch sicherlich etwas zu bedeuten?

Und in der Tat lesen wir folgende PIKante Pressemitteilung:

Mehr Hitzewellen: Extreme sind Folge des Klimawandels

24.10.2011 – Die Moskauer Hitzewelle des vergangenen Jahres war mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Folge des Klimawandels – anders als bislang teils angenommen. Statt auf natürliche kurzfristige Klimaschwankungen ist der Temperaturrekord in der Region um die russische Hauptstadt auf den langfristigen Trend der Klimaerwärmung zurückzuführen, und zwar mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent, wie Analysen von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) ergaben. Sie entwickelten eine Formel zur Berechnung der Häufigkeit von Klimaextremen. Ihre Ergebnisse werden diese Woche in der renommierten Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.“

Was bedeutet die 80% Wahrscheinlichkeit? Heißt das, daß der Temperaturrekord des Juli 2010 mit 80% Sicherheit gezeigt hat, daß die Temperatur in Moskau im Mittel gestiegen ist?

Keineswegs, wie sich herausstellt, wenn man den Artikel in PNAS („Increase of extreme events in a warming world“, S. Rahmstorf and D. Coumou, Volltext auf der Homepage des PIK), von dem hier die Rede ist, durchliest.

Zunächst einmal hat



Dengue-Fieber schützenswert?

31. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Gesundheit, Ökologismus

SPON meldet: Kritiker verurteilen Tests mit Selbstmord-Moskito

Eine Biotech-Firma setzt eine umstrittene Waffe im Kampf gegen das Dengue-Fieber ein: Genetisch veränderte und sterile Moskitomännchen sollen ihre Art selbst ausrotten und so die Übertragung des tödlichen Virus stoppen. Ein erster Feldversuch klappte – Kritiker reagieren empört.

Dengue-Fieber ist zwar nicht so weit verbreitet wie Malaria, doch sehr im Vormarsch. Und vor allem für Kinder sehr gefährlich, da es das „Dengue Hämorrhagisches Fieber“ auslöst. So etwas kennen wir ja seit Ehec auch in Deutschland, können uns also ein Bild machen, welches Leid diese Erkrankung auslöst. Übertragen wird der Erreger von Tigermoskitos, die sind auch noch tagaktiv, so das Moskitonetze auch nichts nützen.

 
Nun hat man einen einen Weg gefunden diese Mücken an der Vermehrung zu hindern. Mückenmännchen sind gentechnisch so verändert worden, dass sie keinen lebensfähigen Nachwuchs mehr erzeugen können. Doch da es gentechnisch veränderte Mücken sind, laufen die üblichen Verdächtigen zum Protest auf:

Gegen die Mücken mit dem Selbstauslöschungsprogramm gibt es seitens der Kritiker viele Vorbehalte und Befürchtungen. Das Hauptargument: Abläufe in einem Ökosystem sind komplex, niemand kann sie genau vorhersagen. Löscht man ein Glied der Nahrungskette, könnte das unabsehbare Folgen haben.

Merke: Ein Ökosystem ist unter allen Umständen zu schützen,



Wettstreit der Angst: Kernenergie versus Klimawandel

29. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Klimawandel, Medien, Nachhaltigkeit, Politik, Profiteure

Warum es wenig mit dem Gefahrenpotential von Kernkraftwerken zu tun hat, dass wir uns so vor ihnen fürchten.

von Frank Furedi

Deutschlands Ankündigung, bis 2022 alle Kernkraftwerke abschalten zu wollen, zeigt, wie sehr das öffentliche Leben heutzutage von einer „Kultur der Angst“ dominiert wird. Eine grundlegende Risikoscheu und das Vorsorgeprinzip durchdringen alle Lebensbereiche, die Politisierung von Ängsten ist zur Normalität geworden. Auf der politischen Arena sind verschiedene Gruppierungen in einen regelrechten Wettstreit darüber eingetreten, wovor wir uns im 21. Jahrhundert am meisten zu fürchten haben.

Als die deutsche Regierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im letzten Herbst die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchsetzte, wurde dies auch mit der wichtigen Rolle dieser „sauberen“ Energie im Kampf gegen den Klimawandel begründet. Nicht wenige Kernkraftgegner schlossen sich damals dieser Argumentation an. Ihre Befürchtungen hinsichtlich des Klimawandels überwogen sogar ihre Ablehnung der Kernenergie. Doch der Sieg der Klimapanik war nur von kurzer Dauer. Die Aussicht auf eine atomare „Verstrahlung“ im Hier und Jetzt erwies sich als das wirksamere Angstszenario im Gegensatz zu den wenig greifbaren Schäden, die der Klimawandel für „zukünftigen Generationen“ bereit halten könnte.

So konnte letztlich die Angst vor einer angeblichen Bedrohung durch die zerstörten Reaktoren in Fukushima über die alarmistischen



Dystopie: Die Energiewende

24. Oktober 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus

„Seit Fukushima reden wir nicht mehr über Eintrittswahrscheinlichkeiten“

2025: Die internationalen Eingreiftruppen aus Frankreich, Großbritannien, Kanada, den USA und Russland übergeben die Sicherheitsverantwortung an die deutsche Übergangsregierung. Diese kündigt eine zügige Aufarbeitung an und führt intensive Gespräche mit der venezolanischen Regierung über die Auslieferung der ins Exil geflohenen Kanzler_innen-Doppelspitze Roth und Ernst.

Wie es dazu kommen konnte

Alles begann im Jahr 2013, als nach der Bundestagswahl die erste grün-linke Regierungskoalition mit gemeinsamer Zweidrittelmehrheit im Parlament geschlossen wurde. Als erste Amtshandlung beruft die neu geschaffene Kanzler_innen-Doppelspitze einen Rat zur unverzüglichen Energiewende ein. Der beschließt die sofortige Abschaltung der verbliebenen Kernkraftwerke und aller Kohlekraftwerke sowie den massiven Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und Geothermie. Pumpspeicherkraftwerke sollen Schwankungen ausgleichen. Die Umsetzung wird an die Bundesländer delegiert, die entsprechend ihrer Fläche und Einwohnerzahl eine bestimmte Menge an Energie bereitstellen müssen. Das Importverbot für ausländischen Atom- und Kohlestrom wird im Grundgesetz verankert.

In die anfängliche Begeisterung der Bevölkerung mischt sich schnell Skepsis. Die befürchteten Engpässe bei der Stromversorgung und der Widerstand von Anwohnern gegen die „Verspargelung der Landschaft“ durch Windkraftanlagen führen vielerorts zur Gründung von Bürgerinitiativen.

In den nördlichen Ländern bauen die roten und grünen Landesregierungen überwiegend Geothermie- und Windkraftanlagen, während die Ministerpräsidenten im Süden in