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Die Technik als Feind?

11. Oktober 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Klimawandel, Kommentare, Medien

Es sind schon beeindruckende Maschinen in dieser von außen recht unscheinbaren Produktionshalle. Vibrationstische, die ein Werkstück einem Vielfachen der Erdbeschleunigung aussetzen können, Öfen, die es auf mehrere 100 Grad erhitzen, Kammern, in denen es enormen Drücken ausgesetzt werden kann. Kurz und gut: Die beste Simulationsumgebung, die man für Geld kaufen kann.  Um die Zustände im Erdinneren abzubilden, viele tausend Meter tief unter der Oberfläche. Und die Produkte, die dort einer rigiden Qualitätssicherung unterworfen werden, sind ebenso hochgezüchtete Hightech-Produkte. Es sind nicht nur einfache Bohrer. Sondern vielmehr Roboter. Autonome Maschinen, die getrieben vom Gewicht eines kilometerlangen Stahlgestänges tief in der Erdkruste in großem Umfang selbstständig agieren können. Die sich ihren Weg bahnen, in welche Richtung auch immer man vorstoßen möchte. Die ihre Umgebung erkennen und analysieren. Um Öl und Gas zu finden.

Denn da liegen die Gewinnaussichten, die den Einsatz dieser Bohrer rechtfertigen können. Und da liegt das Geschäftsfeld des Unternehmens mit der aufwendigen Qualitätssicherung. Ansässig in Deutschland, aber auch Teil des weltweiten Imperiums, das der genial/verrückte Erfinder und Luftfahrtpionier Howard Hughes einst errichtete. BakerHughes ist heute als Ausrüster der Öl- und Gasindustrie mit Bohrtechnik die Nummer 2 in der Welt.  Die Qualitätssicherung ist entscheidend für den Erfolg. Denn man kann



Das CO2 und der soziale Kahlschlag

5. Oktober 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Politik

Leider haben diejenigen Recht, die der Bundesregierung einen „sozialen Kahlschlag“ vorwerfen.  Der Grund dafür ist aber nicht so sehr, dass Hartz IV-Empfänger jetzt 5 Euro mehr erhalten als vorher.

Neben der Gesundheitsreform mit der die FDP jetzt im krassen Gegensatz zu ihrem Hauptwahlversprechen vor allem bei den mittleren Einkommen für „weniger netto“ sorgt, ist es vor allem die CO2-Sparpolitik die viele Menschen hart treffen wird.



Energiekonzept: Deutschland ohne Strom?

2. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik
Die Produktion von Roheisen ist ein Vorgang, bei dem sehr viel Kohle verbraucht wird. Das Prinzip ist, das im Eisenerz vorhandene Eisenoxid durch eine Verbrennung zu reduzieren. Der Kohlenstoff aus der Kohle geht dabei eine Verbindung mit dem Sauerstoff aus dem Eisenoxid ein, es entstehen reines Eisen und Kohlendioxid. In der aktuellen Ausgabe der Technology Review wird nun eine interessante Idee vorgestellt, diesen Prozeß durch eine effizientere Alternative zu ersetzen. Man kann die eisenoxidhaltigen Mineralien bei hohen Temperaturen auch in einer Salzschmelze auflösen und dann elektrolytisch die Eisen-Ionen abscheiden. Kohle wird nicht mehr benötigt. Und wenn die erforderliche Prozeßwärme durch Kernreaktoren der 4. Generation bereitgestellt würde, entstünden auch keine Kohlendioxid-Emissionen mehr.

Noch ist dies eine Invention im Konzeptstadium. Die praktische Realisierung wird weitere Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen erfordern. Aber dieses kleine Beispiel zeigt den Weg, wie die industrielle Produktion effizienter werden kann. Man ersetze fossile Energieträger durch Elektrizität:

  • Bei der Erzeugung von mechanischer Energie für Maschinen aller Art ist der Elektromotor aufgrund seines höheren Wirkungsgrades gegenüber Verbrennungskraftmaschinen klar im Vorteil. Jedenfalls bei stationären Anwendungen, bei denen der Energieträger nicht mitgeführt werden muß.
  • Bei der Erzeugung von Prozeßwärme sind elektrische Systeme (Laser, Mikrowellen) gegenüber chemischen (Verbrennung) wann immer möglich zu bevorzugen. Die


Darf man beim Beten rauchen?

30. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses, Politik

Ein Mönch beobachtete einen Mitbruder, der rauchend sein Brevier betete. Entrüstet stellte er ihn zur Rede: “Ich habe unseren Abt gefragt, ob ich während des Betens rauchen darf – und er hat es mir ausdrücklich verboten. Das Verbot muss auch für dich gelten!” – “Ich habe auch den Vater Abt gefragt.” entgegnete der andere gelassen. “Ich habe gefragt, ob ich beim Rauchen beten darf – er hatte überhaupt nichts dagegen!”

Diese Geschichte kam mir spontan in den Sinn, als ich im Internet die Seite HEATBALL besuchte. Dort ist ein neuartiges Produkt zu kaufen, welches in handelsüblichen Lampen eingesetzt werden kann. Der Sinn dieser überschwänglich gelobten Innovation will sich einem auf den ersten Blick jedoch noch nicht so recht erschließen.

Aber durch den ersten Eindruck neugierig geworden, lese ich weiter in der Produktbeschreibung des Herstellers:

Die beste Erfindung seit der Glühbirne! Heatballs sind technisch der klassischen Glühbirne sehr ähnlich, nur dass sie nicht zur Beleuchtung gedacht sind, sondern zum Heizen.

Ein Heatball passt in jede herkömmliche E27- beziehungsweise E14-Fassung. Der Wirkungsgrad eines Heatball ist extrem hoch.

Weiter im Text erfährt man, dass es sich beim Heatball im eigentlichen Sinne um ein Kunstobjekt handelt, welches zur elektrischen Heizung von z.B. Passivhäusern geeignet



In eigener Sache: Off-Topic-Arena eröffnet

30. September 2010 | Von | Kategorie: Blog, Off-Topic-Arena

Ein bekanntes Phänomen aus Blogs, Diskussionsforen und ähnlichen Seiten im Internet ist häufig, dass Debatten eine gewisse Eigendynamit entwickeln und sich dann immer mehr vom eigentlichen Diskussionsthema entfernen.

Das kann für die Diskutanten und die Diskussion durchaus anregend und fruchtbar sein, und auch der stumme Mitleser kann davon bisweilen sehr profitieren, werden einem doch Themen nahe gebracht, die man bei diesem Artikel zunächst gar nicht vermutet hätte.

Auf der anderen Seite können Off-Topic-Diskussionen  allerdings auch ein großes Ärgernis darstellen. Eine Diskussion zum eigentlichen Thema des Beitrages wird hierdurch häufig erschwert und in Extremfällen gänzlich unmöglich gemacht. Aus diesem Grund ist das Ablenken vom eigentlichen Thema und das Eröffnen von Nebenkriegsschauplätzen auch ein beliebtes Mittel sogenannter Forentrolle, die Diskussion von ihnen unliebsamen Themen zu stören oder gar zu unterbinden.

Wir haben hier bei Science-Skeptical bislang versucht durch Moderation die Diskussion halbwegs beim Thema zu halten. Allerdings häufig mit, wie wir eingestehen müssen, eher mäßigem Erfolg. Und so haben wir uns auf Anregung einiger Diskussionsteilnehmer jetzt dazu entschlossen, einen eigenen Bereich für Diskussionen abseits der Blogbeiträge zu schaffen – die Off-Topic-Arena (mit Dank an Quentin Quencher für den Titelvorschlag).

Damit wollen wir den Autoren ermöglichen eine Diskussion zu ihren Artikeln, die sich



Unter Linken – Ein Erfahrungsbericht von Jan Fleischhauer

28. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses, Politik

Links zu sein kann deutlich mehr bedeuten, als bloß einer politischen Partei oder einer politischen Richtung anzugehören. Links sein ist ein Lebensgefühl. Es bedeutet die Gewissheit, für die richtige Sache zu kämpfen, sich auf die Seite der Geknechteten, der Unterdrückten und der Minderheiten zu begeben.

In dieser Gewissheit ist auch der 1962 geborene Jan Fleischhauer zusammen mit vielen seiner Generation groß geworden. Bis ihm irgendwann bewusst wurde, dass die linke Lebenswelt eben doch nicht die seine ist. Wobei er sich, wie er in seinem Buch “Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde“, zunächst mit dieser Erkenntnis schwertat.

“Am Anfang versuchte ich, meine konservativen Neigungen zu unterdrücken. Ich redete mir ein, sie würden vorbeigehen wie jugendliche Hitzewallungen. (…) Das Schwierigste für jeden späteren Konservativen ist immer das Coming-out.”

Fleischhauers Buch ist dementsprechend eine pointiert geschriebene Abrechnung in welcher er schonungslos die Gedankenwelt und die Widersprüche in der linken Kultur offenlegt. Absolute Leseempfehlung!

Und ähnlich empfehlenswert ist auch der Spiegel-TV Beitrag von Jan Fleischhauer, der am letzten Sonntag bei RTL gesendet wurde. Wer wissen möchte wie Christian Ströbele begründet (oder eben nicht), dass er eine Deutsche Pommes besser findet, als eine die von einer amerikanischen Kette stammt, oder



Klimazwiebel: Umfrage für Skeptiker

27. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien

Der von Hans von Storch und Eduardo Zorita ins Leben gerufene Blog “Die Klimazwiebel” (zu den Hauptautoren gehören auch Werner Krauss und Rainer Grundmann) ist einer der wenigen Orte im Web, an denen Klimaskeptiker und Klimaalarmisten sich treffen und dank einer strikten Moderation gesittet miteinander diskutieren können.

Es hat sich dabei gezeigt: Viele Vorurteile, die beide Seiten gegeneinander hegen, sind nicht allgemeingültig. So sind Skeptiker nicht automatisch wissenschaftsferne Spinner mit einem ultrakonservativen Weltbild und auch nicht automatisch Menschen, denen die Umwelt und die nachfolgenden Generationen egal sind. Auf der anderen Seite sind bei weitem nicht alle, die an die menschgemachte Klimaerwärmung glauben, von deren Katastrophenpotential überzeugt. Geschweige denn von der Richtigkeit einer Politik, die die Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen als höchsten Wert über alle anderen Ziele stellt.

Vor diesem Hintergrund ist ein neues Umfrageprojekt entstanden, das sich ausschließlich an Skeptiker richtet. Die Befragung ist hier zu erreichen und noch bis zum 11. Oktober freigeschaltet.

Wenn schon einer der bekanntesten deutschen Klimaforscher, also Hans von Storch, und seine Mitautoren bei der Klimazwiebel wissen wollen, wie wir Skeptiker wirklich ticken, dann sollten wir diese Chance auch wahrnehmen. Ich bitte daher um rege Beteiligung.