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Das Leben ist ein Wunschkonzert – Das Energiekonzept der Grünen

26. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik

“Ja, ist denn heut schon Weihnachten?” Dieser Spruch von Kaiser Franz war es, der sich spontan in meinem Geist festsetzte, als ich das Energiekonzept der Grünen durchgelesen habe. Man könnte dieses Positionspapier durchaus als Ausdruck fehlender Kompetenz  der Grünen Partei beim Thema Energieversorgung verstehen, aber wahrscheinlich handelt es sich hierbei gar nicht um ein konkretes Konzept, sondern um den Ausdruck dessen, was sich die grüne Seele tief in ihrem innersten sehnlichst wünscht.

In diesem Dokument ist vielfach die Rede davon, was die Grünen wollen. Es ist also eine Art Wunschliste, und genauso liest es sich auch in weiten Teilen. Es wird im Detail beschrieben, was alles erreicht werden soll. Wie man diese Wünsche auch konkret in die Tat umsetzen kann erfährt der Leser meist nicht. Und auch dass sich manche dieser Wünsche zum Teil diametral widersprechen, scheint nicht weiter zu stören.

Widersprüchliche Forderungen? Egal.

Ein Beispiel: Wie auch das Energiekonzept der Bundesregierung, sieht auch das Konzept der Grünen vor, massiv elektrische Energie einzusparen. Der Stromverbrauch soll etwa im Zeitraum von 2010 bis 2020 um 12 Prozent gesenkt werden.Im gleichen Zeitraum soll aber die Zahl der Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen auf 2 Millionen ansteigen. Aber Elektroautos sind ja auch “gute” Stromverbraucher.



Die Partei der Verweigerer

24. November 2010 | Von | Kategorie: Blog, Politik

Was zu viel ist, ist zu viel. Viel zu lange, so meine ich, hat sich Schwarz-gelb und mit ihr die Kanzlerin sich von den Grünen in ihrer Arbeit torpedieren lassen. Das es auch anders geht, beweist der Auftritt von Frau Merkel in der Haushaltsdebatte am Morgen des 24.November.
Hier weiter lesen.

Mit bei ihr lange ungekannter Verve stürzt sich die Kanzlerin geradezu auf die Ökos: Die seien für erneuerbare Energien, aber gegen die dafür notwendigen neuen Leitungen. Für die Bahn, aber gegen neue Bahnhöfe. (…) „Sie sind für Sport, wahrscheinlich auch für Sport im Grundgesetz, aber wenn es um olympische Spiele in Deutschland geht, sind sie dagegen.“

Voll ins Grüne getroffen, Frau Merkel!
Wir erinnern uns, “Klimaschutz ins Grundgesetz”, eine Petition von Greenpeace…



Zuviel Vorsorge tut nicht gut

24. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ernährung, Politik, Wissenschaft

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass sowohl das Standortregister für Gentechnikfelder als auch die weitreichende Haftungsregelung mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Nach dieser Haftungsregelung müssen Gentechnik-Landwirte Bußgelder bezahlen, wenn veränderte Pollen ein Nachbarfeld verunreinigen – unabhängig davon, ob sich der konkrete Verursacher tatsächlich nachweisen lässt.

Begründet hat das Gericht dieses Urteil damit, dass der Erkenntnisstand der Wissenschaft bei der Beurteilung der langfristigen Folgen eines Einsatzes von Gentechnik noch nicht endgültig geklärt sei. Der Gesetzgeber habe daher eine besondere Sorgfaltspflicht. Wie der “Focus” berichtet, stellte das Gericht weiterhin fest, Regierungen dürften es nicht bei einer einfachen Kosten-Nutzen-Rechnung belassen. Sie seien auch „in der Verantwortung, für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen“. Die Gentechnik greife in die elementaren Strukturen des Lebens ein, weshalb beim Aussäen und Vermarkten gentechnisch veränderter Produkte „größtmögliche Vorsorge“ getroffen werden müsse.  Sie (die Regierungen) seien auch „in der Verantwortung, für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen“.



Nie mehr Nordostwind?

22. November 2010 | Von | Kategorie: Blog

Ganz aktuell kommt es ja nun in weiten Teilen Europas zu einem markanten Wintereinbruch. Da erinnert man sich doch „gerne“ wieder an die Äußerung von Mojib Latif und Anderen (ich glaube, so um das Jahr 2000):

 „So richtig kalte Winter mit Schnee und Frost wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben!“

Diese Äußerung fand ich schon damals komisch, und nach dem überwältigenden Zuspruch auf meinen letzten Beitrag (bzw. meinem ersten überhaupt in einem solchen Blog) fühle ich mich jetzt ermutigt, der wissenschaftlichen Kompetenz eine Laienfrage zu stellen, die mich schon lange bewegt.

Zunächst ein paar Fakten, für die man wohl wirklich kein Klimafritze sein muss: Im Westen von uns liegt ein warmer Ozean. Im Osten von uns liegt ein riesiger Kontinent. Schon in der Schule lernen wir, dass im maritimen Klima die Winter mild und im kontinentalen Klima kalt ausfallen.

Haben wir also im Winter Südwestwind, dürfte es bei uns sehr mild werden mit Regen und frostfreiem Wetter im Flachland. Haben wir dagegen Ost- oder Nordostwind, müsste es bei uns frostig kalt mit mehr oder weniger Schnee sein. Oder?

War es bei Südwestwind nicht auch in den eisigsten Eiszeiten mild? Und war es bei



Zoll verhindert die Einfuhr von 40.000 Heatballs

20. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses

Es freut uns Autoren hier auf Science Skeptical immer, wenn Vorschläge von uns aufgegriffen und umgesetzt werden. Daher haben wir auch die Meldung in der FAZ vom 17.11.2010 mit besonderem Interesse verfolgt, dass der Zoll am Flughafen Köln/Bonn die Lieferung von 40.000 sogenannten Heatballs gestoppt hat, angeblich um deren Produktsicherheit zu überprüfen.

Bei den “Heatballs” handelt es sich nach Angaben der beiden Ingenieure Siegfried Rotthäuser und Rudolf Hannot aus Essen um Kunstobjekte, die als Kleinheizgeräte verwendet werden können und dabei einen Wirkungsgrad von über 95% haben.

Kritiker der Kunstaktion hatten vermutet, die beiden wollten damit auf besonders geschickte Weise das EU-Weite Verbot von Glühlampen umgehen. Einen ähnlichen Verdacht hatte auch wohl das NRW Landesumweltministeriums. Auf deren „massiven Druck“ hin ist jetzt der Zoll aktiv geworden. Und damit hat die Behörde eine Idee aufgegriffen, die wir hier im Blog bereits vor über einem Jahr präsentiert haben (4 Millionen neue Jobs bis 2020 – So könnte es klappen):

Glühbirnenschnüffler

Am 1. September ist es endlich so weit. Ab diesem Tag tritt die erste Stufe des von der Europäischen Union beschlossenen Glühbirnenverbotes in Kraft. Als ein Hindernis für die Konsequente Durchsetzung könnte sich allerdings die Renitenz der EU-Bürger herausstellen. Manch einer



Edenhofer und die Demokratie

20. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Klimawandel, Kohle, Politik

Auf die Frage, was denn seine Definition von Demokratie wäre, hat Oskar Lafontaine vor Jahren in einer Fernsehdebatte mit Friedrich Merz einmal gesagt: “Demokratie ist, wenn die Mehrheit ihre Interessen durchsetzt.”

Ich habe mir diesen Satz gemerkt, denn er wurde weder durch die Moderatorin (Maybrit Illner  – wer sonst?), noch durch Friedrich Merz kommentiert, diskutiert oder gar korrigiert. Ich habe mir diesen Satz sehr gut gemerkt, denn das ist genau das, was Demokratie nicht ist.

Ein Staatswesen, in dem die Mehrheit ihre Interessen einfach so durchsetzen kann, ist eine Diktatur.

Demokratie ist vielmehr, wenn die Mehrheit ihre Interessen durchsetzt und gleichzeitig die Interessen der Minderheit geschützt werden. Oder, etwas genauer gesagt: Grundlegend für eine Demokratie ist der Kompromiß zwischen konkurrierenden Ansprüchen, der durch einen Interessensausgleich zwischen Mehrheiten und Minderheiten gefunden wird.

Auf allen Ebenen unseres Gemeinwesens haben wir die Instrumente etabliert, um diesen Ausgleich der Interessen zu finden und zu ermöglichen. Und sie werden auch reichlich genutzt. Von den Verfahren der Planfeststellung bei Infrastrukturprojekten bis hin zum Vermittlungsausschuß zwischen Bundestag und Bundesrat ist die Suche nach dem Kompromiß das Wesen unserer Gesetzgebung. Es ist manchmal zäh und mühsam, keine Frage, es kostet Zeit und letztendlich auch Geld, und es sorgt



Ängste eines Schriftstellers

18. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel

“Es wird immer wärmer – wir sterben den Hitzetod, das gibt eine Katastrophe.”

“Das ist alles Quatsch, das Lügengebäude wird irgendwann zusammenbrechen, es wird kälter, nicht wärmer – das gibt eine Katastrophe.”

Die erste Aussage kann man wohl getrost in das Reich der Fabel verweisen (euphemistisch ausgedrückt). Die Katastrophe besteht allenfalls darin, dass so viele Menschen daran glauben (oder so tun, als ob)! Was aber ist mit der zweiten Aussage?
Der erste Teil dieser zweiten Aussage scheint mir sehr wahrscheinlich: das Lügengebäude, der ganze Hype um die angebliche Erwärmung wird wirklich irgendwann zusammenbrechen. Aber führt das nicht dann wirklich in eine Katastrophe? Muss man nicht ein gesellschaftliches, politisches und wirtschaftliches Desaster ohnegleichen befürchten, und zwar weltweit (zumindest solange es sich um Industrienationen handelt)?

Ich habe Angst!
Angst vor dem nächsten Jahrzehnt (ab 2011). Innerhalb davon wird der Hype zusammenbrechen (Wahrscheinlichkeit: über 90%, oder?). Den Leuten wird klar oder klar gemacht, wie lange, wie umfassend und wie gründlich sie belogen wurden. Keiner wird mehr irgendeinem noch etwas glauben! Schlimmer noch, es werden sich extrem laute Forderungen nach Rückzahlung der Gelder erheben, die man „zur Vermeidung der Klimakatastrophe“ hatte zahlen müssen. Das wäre das gesellschaftliche Desaster – es kommen die Autoritäten abhanden!