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Der DWD veröffentlicht ein Fehlersuchbild

23. August 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Daten, Klimawandel, Wissenschaft

Fehlersuchbilder sind für viele Menschen – vor allem für Kinder – ein großer Spaß. Weniger lustig wird es dagegen, wenn Fehler und Ungenauigkeiten absichtlich in Diagramme eingefügt werden. Denn dies geschieht gerade in politischen Debatten, um zu verschleiern, wie schlecht begründet doch so manche Botschaft in Wahrheit ist. Wie man mit Diagrammen täuschen kann, ist allgemein bekannt. Es gibt Bücher darüber, Artikel in Zeitungen und Zeitschriften – online wie offline. Trotzdem wird es immer wieder versucht und ist immer wieder erfolgreich. Ein besonders perfides Beispiel lieferte vor kurzem der Deutsche Wetterdienst DWD ab. Auf die Grafik hat mich ein aktueller Beitrag bei EIKE aufmerksam gemacht.

Die erste Abbildung zeigt das Diagramm mit Markierungen für die drei Aspekte, die den Charakter eines Fehlers, einer absichtlichen Täuschung und einer Ungereimtheit aufweisen.

Abbildung 1: Das Fehlersuchbild

 

Der Fehler (Markierung 1)

Da wird also durch den Temperaturverlauf Deutschlands (Jahresmittelwerte 1881-2010) ein Polynom fünfter Ordnung (gelbe Linie) zur Verdeutlichung des Trends gelegt. Das kann man machen, keine Frage.  Mein Versuch, das Bild zu reproduzieren (zweite Abbildung), zeigt aber einen etwas anderen Verlauf der Trendlinie. Sie ist zum Ende hin flach – und keinesfalls weiter ansteigend, wie es der DWD berechnet hat. Das Abflachen hat



Bürgerdialog…..Expertenblog…..Smart Grid

18. August 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Nachhaltigkeit

Um den neuesten Expertenblog unabhängig von der Moderation des Bildungsministeriums ausdiskutieren zu können, stelle ich hier mal Zitatweise den Artikel des Herrn Dr. Jens Kube ein.

Ich werde mich bemühen die Genehmigung zu erlangen den kompletten Text kopieren zu dürfen, aber bis dahin sollten unsere werten Leser sich erstmal das Original auf der Seite des Bildungsministeriums zu begutachten.

 

Wo liegen das Potenzial und eventuelle Herausforderungen im Bereich Intelligente Stromnetze?

Dr. Jens Kube

Mit dem Begriff „intelligente Stromnetze“ (Smart Grids) wird ein komplexes Zusammenspiel im Bereich der Verteilung und Nutzung elektrischer Energie bezeichnet. Grundsätzlich sind die intelligenten Netze ein moderner Ansatz, Verbrauch und Produktion elektrischer Energie in Einklang zu bringen.

Wieso müssen Produktion und Verbrauch überhaupt in Einklang gebracht, ja sogar synchronisiert werden? Der Grund liegt darin, dass elektrische Energie zwar eine sehr hochwertige Energieform ist, was ihren Einsatz betrifft. Man kann mit Strom heizen, Dinge bewegen oder Suchanfragen im Internet durchführen. Leider kauft man sich diese vielen Vorteile jedoch mit dem Nachteil ein, dass elektrische Energie nur sehr schwer speicherbar ist. Batterien enthalten sehr kleine Mengen chemische Energie, die in elektrische Energie umgewandelt werden kann: 1500 mAh eines modernen AA-Akkus entsprechen in etwa 0,002 kWh, in einer Auto-Starterbatterie sind



Falsch bleibt Falsch – Studie zur Energieautarkie wieder aufgewärmt

17. August 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Medien, Politik

Klimaschutz fängt im Kleinen an. Dieses Mantra wird gerne wiederholt, wenn davon berichtet wird, wie einzelne Gemeinden oder Regionen ihre Energieversorgung unabhängig gestalten könnten. Dass es bislang noch keiner kleinen oder größeren Region in Deutschland gelungen ist, im wirklichen Sinne Energie-Autark zu werden, findet hingegen so gut wie keine Beachtung. Selbständige Stromversorgung etwa bedeutet schließlich nicht, über das gesamte Jahr gemittelt so viel Strom erzeugen zu können, wie im gleichen Zeitraum verbraucht wird. Elektrische Energie muss genau immer dann zur Verfügung stehen, wenn sie gerade gebraucht wird.

Dieser Umstand wird in den meisten Studien zur energetischen Vollversorgung leider kaum beachtet. Und nur unter Auslassung dieser elementaren Grundlage kann man zu Ergebnissen kommen, wie Sie momentan in einer Artikelserie des Bonner General-Anzeigers präsentiert werden. „Der Rhein-Sieg-Kreis ist autark – wenn es um Energieversorgung geht.“ wird dort vollmundig behauptet.

Grundlage dieser Behauptung ist eine Studie aus dem Jahr 2008, welche damals im Auftrag der Kreissparkasse Köln erstellt wurde. Nun könnte man den zuständigen Redakteuren des General-Anzeigers zugute halten, dass es sich bei ihnen nicht um ausgewiesene Energieexperten handelt und dass ihnen daher gar nichts anderes übrig bleibt, als der von Ihnen als Kronzeugen hinzugezogenen Studie zu vertrauen. Nur war gerade diese



Ökolobbyismus im IPCC

11. August 2011 | Von | Kategorie: Blog

Ökolobbyismus im IPCC

Wir leben in einer Welt der Experten, z.B. wenn es um die WM im Frauenfußball geht, werden wir von Franziska van Almsick „bestens“ informiert (daß sie Schwimmerin war ist nebensächlich), und wie sich „echtes“Expertentum anhört wissen wir spätestens, seit Mehmet Scholl zu Länderspielen seinen eher unqualifizierten Senf dazu gibt, zumindest, wenn er die Fragen gelegentlich versteht. Nicht unbedingt besser sieht es in Sachen Klimaforschung aus. Es sind schon illustre Leute, die beim IPCC als Autoren geführt werden und sich auch sonst fachlich ums Klima kümmern. Das IPCC wird ja immer wieder gern und immer genauso falsch als das fachlich Beste geführt, was die Erforschung des Klimas zu bieten hat. Das dort tatsächlich „nur“ Fachartikel selektiert werden sollen, die den „human impact“ auf das Klima belegen wissen die Wenigsten.
Allerdings greift man beim IPCC gern mal daneben, wie die diversen „IPCC-Gates“ hinlänglich belegen. Das tatsächliche Ziel des IPCC ist aber nicht so ganz offensichtlich, zu sehr haftet ihm die „Erforschung des Klimas“ an, zumindest in der Öffentlichkeit, denn in den nicht mehr informierenden, sondern eher „nur noch“ meinungsbildenden Medien wird nichts dazu getan, investigativ diese Vorstellung zu beseitigen, eher ist das Gegenteil der Fall.

Wer macht denn nun


Lesetipp: Was ist los mit Deutschland?

11. August 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ökologismus, Politik

Gefunden auf  „Zettels Raum“:

(…)Es gibt, soweit ich sehe, weltweit keinen anderen demokratischen Staat, dessen politisches Spektrum nur von linksaußen bis zur Mitte reicht; mit einem gähnenden Vakuum auf der Rechten.

Es gibt keinen anderen Staat, in dem die Ökologisten mehr sind als eine kleine Partei von Eiferern. In der Bundesrepublik sind sie eine der drei Volksparteien.

Es gibt kaum einen Staat, in dem der Liberalismus – sei es in Gestalt einer Partei, sei es als Flügel einer großen Partei- nicht eine bedeutende politische Kraft wäre. In Deutschland sind die Liberalen heute eine quantité négligeable.

In dieser Bundesrepublik ist bereits ein konservativer Sozialdemokrat wie Thilo Sarrazin ein Rechtsaußen, dem man abspricht, überhaupt noch zum demokratischen Spektrum zu gehören.

Was ist los mit dieser Aussteigernation? Ich weiß es nicht. Ich habe schlicht keine Erklärung. Ein langfristiger Trend scheidet aus; sonst hätte Schwarzgelb nicht vor weniger als zwei Jahren eine Mehrheit bekommen.

Es kommt mir so vor, als sei diese Nation von einem Taumel erfaßt. So, als hätte man uns eine starke Dosis eines Rauschmittels verabreicht (…)

Hier gibt es den gesamten Text.



Klimabarometer 2/11

10. August 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel

Meinungsumfragen haben Hochkonjunktur, manchmal könne man denken, durch diese Umfragen wird erst eine Meinung geschaffen. Und manchmal, werden solche Umfragen auch unternommen weil man eine eigene Agenda verfolgt und somit dem eigenen Anliegen mehr Bedeutung beimessen möchte. Wer, wen, was, warum gefragt hat, tritt dann gerne in den Hintergrund, schließlich ist die Botschaft wichtiger als ein kleinliches Hickhack, ob denn nun die Fragen suggestiv gestellt worden, oder ob die Befragten repräsentativ ausgewählt sind. Dennoch kann es manchmal lohnenswert sein, sich auch das Ergebnis derer Umfragen etwas genauer anzuschauen, denen man eigentlich eher weniger Objektivität zutraut. Vor allem im Hinblick darauf, welche Schlüsse gezogen worden sind und welche Botschaft mit den ermittelten Daten verknüpft wurde.

Hier soll nun das sogenannte Klimabarometer betrachtet werden deren Herausgeber sich, nach eigenem bekunden, für die Senkung des „klimaschädlichen Kohlendioxid“ einsetzen. Quartalsweise wird die Einstellung der Bevölkerung gegenüber aktuellen Fragen zum Klimaschutz, Klimawandel und zur Energiesituation sowie das öffentliche Interesse an diesen Themen ermittelt. Dabei werden zwei Bereiche dargestellt: 1. der Index, welcher das öffentliche Interesse der Bevölkerung zum Thema Klimaschutz, Klimawandel und zur Energiesituation darstellen soll. Sowie 2. einen Monatstrend, in dem das Ergebnis von aktuell durchgeführten Umfragen ausgewertet wird.

Zu beiden Punkten sind Anmerkungen



Lesetipp: Grüne Schmuggler und Baptisten – Von Björn Lomborg

6. August 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Profiteure

Hier ein Auszug aus einem Artikel von Björn Lomborg, der im Debattenmagazin Project Syndicate erschienen ist:

Der neue Bericht des UNO-Klimarates IPCC über erneuerbare Energien schlug im Mai hohe Wellen in den Medien. Wie auch in der Vergangenheit veröffentlichte der IPCC zunächst eine kurze Zusammenfassung und erst später die gesamten Daten. Damit blieb es den  Spindoktoren des IPCC überlassen,  für die Journalisten eine medienwirksame Botschaft zu formulieren.

Im ersten Satz der Presseerklärung des IPCC hieß es: „Unterstützt durch die richtigen politischen Fördermaßnahmen könnten bis Mitte dieses Jahrhunderts beinahe 80 Prozent des weltweiten Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.“ Diese Story wurde dann durch die Medien weltweit verbreitet.

Im letzten Monat veröffentlichte der IPCC den ganzen Bericht, einschließlich der Daten, auf denen diese erstaunlich optimistische Behauptung gründet. Erst zu diesem Zeitpunkt kam heraus, dass der Bericht ausschließlich auf dem positivsten von 164 wissenschaftlich untersuchten Modellszenarien basiert. Und dieses eine Szenario stammt aus einer einzigen Studie, die auf einen Bericht der Umweltorganisation Greenpeace zurückgeht. Der Autor dieses Berichts – ein Greenpeace-Mitarbeiter – war einer der Hauptautoren des IPCC.

Die erwähnte Behauptung beruht auf der Annahme einer starken Reduktion der globalen Energienutzung. Angesichts der Zahl der Menschen, die in China und Indien gerade