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Gute und böse Physik im Gedankenkäfig

6. Februar 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Politik

avatar-quentinDer Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) meint in einer Presse-Mitteilung, dass:

„Wenn Physik und Ökonomie auseinanderlaufen, wird sich die Ökonomie der Physik anpassen müssen, unabhängig von politischen Willensbekundungen.“

Als ich dies las, blieb mir erst mal die Spucke weg und ich suchte nach Meldungen, in denen von der Selbstauflösung des BEE berichtet wird. Denn wenn diese Erkenntnis wie eine Erleuchtung auf die Produzenten von meist unnützen Strom, was anderes sind die sogenannten Erneuerbaren nicht, gekommen ist, dann müssten die sich eigentlich abwickeln.

Physik und Ökonomie laufen bei der Energiewende so offensichtlich auseinander, dass nur die Politik mit mehr als Willensbekundungen, mit Gesetzen die jeder ökonomischen Vernunft Hohn sprechen, verhindern konnte, dass sich die Ökonomie der Physik anpasst. Auf Dauer werden sich die Naturgesetze, hier die Physik, durchsetzen. Wer verhindert dass dies passiert, wie beispielsweise mit diesem ökonomischen Trauerspiel EEG, wird der Ökonomie, sprich der Volkswirtschaft, auf die Dauer so schaden, dass dies die politische Willensbildung beeinflusst.

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Nuklearia: Und ewig strahlen die Wälder?

2. Februar 2015 | Von | Kategorie: Blog, Gesundheit, Ökologismus, Ökologistische Mythen

800px-Sus_scrofa_1_-_Otter,_Owl,_and_Wildlife_ParkNeuer Artikel auf nuklearia.de über den Hype um strahlenbelastetes Wild in deutschen Wäldern:

Zweifellos, sie strahlen, die Wälder, vor allem die bayrischen. Zunächst enthält jeder Mineralboden radioaktives Kalium, Uran, Thorium, Radium und noch einige andere Isotope mit einer gesamten Aktivität um 800 Becquerel pro kg. Im Humus ist es weniger.

1986 geschah das Reaktorunglück von Tschernobyl, und seither ist in manchen Gegenden Bayerns die Radioaktivität der obersten 10 cm von Waldböden um die Hälfte höher (40.000 Bq/m2), allerdings nicht für ewig. Schuld ist Caesium 137 mit 30 Jahren Halbwertszeit. Im Gegensatz zu Feldern und Wiesen hält sich das Caesium im Waldboden hartnäckig in den obersten 10 cm.

Pflanzen nehmen das Caesium begierig auf, mehr als die natürlichen Radioisotope. Von Natur aus ist die Aktivität in Pflanzen geringer als im Boden, ebenso in den Pflanzen fressenden Tieren, um 100 Bq/kg. Anders bei der Aufnahme von Caesium 137. Noch 2004 konnte man bei Brombeeren bis 500 Bq/kg messen. (Weiterlesen)

Titelbild via Wikimedia commons

 



Peak Food?

24. Januar 2015 | Von | Kategorie: Biomasse, Blog, Ernährung, Gentechnik, Nachhaltigkeit, Ökologismus

avatar-quentinNach Peak Oel nun auch Peak Food? Wenn man Pressemeldungen glauben darf, dann gibt es sogar Studien, die zeigen, dass die Nahrungsmittelproduktion bereits auf dem absteigenden Ast ist. Die Peaks waren daher für Sojabohnen 2009, Milch 2004, Eier 1993, Fisch 1988.

Wissenschaftler der Michigan State University, des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der Yale University weisen darauf hin, so die Seite Energy-Daly, dass somit der Substitution von Öl durch Mais, oder Fleisch durch Soja Grenzen gesetzt sind.

Damit wären wir wieder bei der Diskussion Teller oder Tank, die mit dem Peak-Food neue Nahrung erhält.

Doch wie sinnvoll sind solche alarmistische Meldungen, die hier zwar auf ein Problem hinweisen, das aber mittels Gentechnik, oder technischer Weiterentwicklung (Kernkraft), möglicherweise bald keine Relevanz mehr haben könnte. Und was ist mit der Bevölkerungsentwicklung, sollte es tatsächlich einen Peak-Food geben?

Oder ist diese Meldung nur eine weitere aus dem Gedankenkäfig der Nachhaltigkeitsideologie?, deren Annahmen allerdings weitestgehend darauf beruhen, dass gegenwärtiges fortgeschrieben wird, etwas also, was der Blick in die Vergangenheit zeigt, lediglich eine Phantasielosigkeit ist.


Beitrag zuerst erschienen auf Glitzerwasser
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Juhuuuuuu … NASA-GISS mit neuen Rekord der Globaltemperatur

16. Januar 2015 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Politik, Profiteure, Wissenschaft

Die Temperaturen der NASA für das Jahr 2014 sind raus. Ein neuer nie da gewesener Rekord seit Anbeginn der Messungen im Jahre 1880 wird in Kürze von der Weltpresse und den Klimaschützern unter frenetischen Beifall verkündet werden. Im Jahr 2014 wurde eine Temperaturanomalie zum Referenzwert der Jahre 1951-1980 von sage und schreibe +0.68°C von der NASA ermittelt. Damit wurde der alte Rekord von +0,66°C aus dem Jahre 2010 um 2/100 °C überboten. Herzlichen Glückwunsch zu diesen neuen Rekord an die NASA. Jetzt, ja jetzt haben wir den Salat. Das Klima geht endgültig den Bach runter.



Nuklearia-Presseinformation: Strahlenangst mit Fakten bekämpfen

12. Januar 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie

Pressemitteilung des Nuklearia e.V. vom 11.01.2015:

Strahlenangst mit Fakten bekämpfen

Die gesellschaftliche Diskussion über Atommüll, Kernenergie oder Nuklearmedizin erfordert einen sachorientierten Umgang mit dem Thema Strahlung, meint der Nuklearia e.V. Den weitverbreiteten Ängsten vor Strahlung stellt der kernkraftfreundliche Verein in einem jetzt erschienenen Faltblatt Fakten entgegen. Sie zeigen: Niedrigstrahlung ist unbedenklich.

Der Flyer der Nuklearia skizziert die verschiedenen Arten radioaktiver Strahlung und erläutert, wie Strahlung im Körper wirkt. Kritisch geht die Nuklearia mit der vorherrschenden Meinung ins Gericht, selbst geringste Strahlung sei gefährlich. »Wenn man sieht, was die Strahlenbiologie in den letzten 20 Jahren herausgefunden hat, ist diese These schlicht nicht mehr haltbar«, erläutert Vereinsvorsitzender Rainer Klute. »Hohe Strahlung ist gefährlich, keine Frage. Das gilt aber nicht für geringe Strahlendosen und auch nicht für höhere Dosen, die sich über einen längeren Zeitraum strecken.« Diese Art Strahlung sei nicht nur unschädlich, sondern habe durchaus positive Effekte, ist im Flyer zu lesen.

Ein besonders eindrückliches Beispiel stammt aus Taiwan. Hier waren mehrere tausend Menschen über Jahre hinweg in ihren Wohnungen unbemerkt Strahlung aus radioaktivem Baustahl ausgesetzt. Nach der gängigen Theorie hätte es unter ihnen 30 Prozent mehr Krebsfälle als in der übrigen Bevölkerung geben müssen. Tatsächlich ging die Krebsrate jedoch dramatisch zurück.



Nach der Wahl ist vor der Wahl

10. Januar 2015 | Von | Kategorie: Blog, Internes

StreitDie Wahl zum Wissenschaftsblog des Jahres sorgt für Gesprächsstoff. Und das ist gut so. Denn die Idee der Initiative Reiner Korbmanns ist nicht primär die eines Wettbewerbes mit Gewinnern und Verlierern, die sich um irgendeine Art von „Preis“ streiten. Für ihn ist die Abstimmung ein Werkzeug des Marketings, ein Instrument, um Aufmerksamkeit für die Wissenschaftsbloggerei in Deutschland zu schaffen. Denn Aufmerksamkeit ist die Belohnung, für die wir Blogger schreiben. Wir wollen gelesen werden. Was auch immer Menschen dazu anregt, uns ihre Zeit zu schenken, ist daher zu begrüßen. Auch und gerade dann, wenn es zu Streitigkeiten führt. Kontroversen schaffen Klicks. Manchmal führen Konflikte auch zu konstruktiven Lösungen und besseren Ideen.

Im Jahr 2012 nahm ich den Wettbewerb erstmals zur Kenntnis. Science Skeptical wurde nominiert. Obwohl wir uns nicht darum beworben hatten. Reiner Korbmann legt seiner Vorschlagsliste (zusätzlich zu Leserempfehlungen) eine Rangliste einer auf Internet-Werbung spezialisierten Marketing-Agentur zugrunde, deren genaue Kriterien auch er nicht kennt. In dieser Tabelle werden 84 deutsche Wissenschaftsblogs nach „Einfluß“ sortiert (der sich gemäß der kurzen Beschreibungen aus Verlinkungen und Aktivitäten auf Twitter und Facebook ableiten lassen soll) und wir liegen dort eigentlich immer unter den Top 20. Damals schrieb ich Herrn Korbmann dazu:

[…] Sie werden



Über gute Vorsätze und den Nanny-Staat

4. Januar 2015 | Von | Kategorie: Blog

433600_web_R_K_B_by_Joujou_pixelio.deIch weiß nicht, wie es unsere Leser halten, wenn es darum geht, sich gute Vorsätze für das neue Jahr vorzunehmen. Der Autor dieser Zeilen war bei diesem Thema in den letzten Jahren eher zurückhaltend. Das ist in diesem Jahr etwas anders. Ich habe diesmal den Vorsatz gefaßt, öfters mal hier im Blog kurze Hinweise zu posten. Unter anderem zu anderen Seiten im Netz und zu lesenswerten Artikeln.

Ob das klappt, wird sich zeigen. Ich mache einfach heute mal den Anfang. Mit einem Hinweis auf Udo Pollmers aktuelle Kolumne auf dradio. Er erklärt dort, daß unser fürsorgender Staat die guten Vorsätze mittlerweile eigentlich überflüssig macht. Ersetzt werden diese durch immer neue Regeln und Vorschriften. Hier ein Auszug.

Mahlzeit

Stoppt die Bevormundung!

Wozu noch gute Vorsätze fürs neue Jahr? Der Staat hat die Planung eines bewußten Lebens längst übernommen. Wer einst das Rauchen aufgeben wollte, bekam es mittlerweile per Rauchverbot verordnet. Um dem Vorsatz Nachdruck zu verleihen, wurde der Anreiz zum Verzicht per Tabaksteuer erhöht.

Natürlich blieb die Politik nicht beim Tabak stehen. Wenn es die Politiker drängt, können sie sogar den Handel mit Glühbirnen unterbinden oder die Beimischung von Bioethanol zum Benzin erzwingen. Wenn die Autofahrer kein Ethanol tanken wollen,