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Veranstaltung: Die Klimadebatte und ihre Folgen

10. Februar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel

helmholtz_logo_mainAm 17. März 2014 veranstaltet die Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin eine Podiumsdiskussion unter der Überschrift: “Was können wir glauben? Die Klimadebatte und ihre Folgen”. Hier der Einladungstext:

Die nächste Folge unserer Diskussionsreihe „Fokus@Helmholtz“ soll unter dem Titel: „Was können wir glauben? Die Klimadebatte und ihre Folgen“ laufen. Ende März wird der zweite Teil des IPCC-Berichtes in Yokohama, Japan veröffentlicht. Er wird erneut Fragen um den Klimawandel, seine Folgen und Auswirkungen auf Mensch und Umwelt aufwerfen. Internationalen Wissenschaftler diskutieren schon jetzt zum Teil kontrovers und ringen um gemeinsame Antworten in der Klimafrage. Wenn Wissenschaftler sich schwer tun, wie können da die Bürgerinnen und Bürger verstehen, was mit unserem Klima passiert und verantwortungsvoll handeln. Warum verläuft der Streit zwischen den Forschern so heftig? Was treibt die Klimaskeptiker an? Und: Welche Fragen können Klimamodelle überhaupt beantworten? Viele Menschen fragen sich, woran sie eigentlich glauben sollen: Ist der Klimawandel doch nicht so schlimm, wie gedacht? Welchen Einfluss hat der Mensch auf ihn und in welchem Maße? Welche Rolle spielen politische Interessen, wenn es um Vorhersagen geht?

Wir laden Sie herzlich zur vierten Veranstaltung der Reihe Fokus@Helmholtz am Montag, 17. März 2014, um 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr) ins DKB-Atrium (Taubenstraße 7, 10117 Berlin)



Greentec Awards: Rauswurf des Dual Fluid Reaktors war rechtswidrig

4. Februar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Ökologismus

Kernenergie2aLanglebige Reststoffe aus herkömmlichen Kernkraftwerken kann der Dual Fluid Reaktor (DFR) zur Energiegewinnung nutzen und dadurch vernichten. Er erspart damit uns – und unseren Nachfahren – die Einrichtung und den Betrieb eines entsprechenden Endlagers. Als Flüssigsalzsystem weist er darüber hinaus besondere Sicherheitsvorteile auf. Er produziert Wärme bei sehr hohen Temperaturen, die nicht nur eine besonders effiziente Stromerzeugung, sondern auch Energie für industrielle Prozesse liefert. Elektrizität und Treibstoffe können auf diese Weise sehr preiswert und emissionsfrei bereitgestellt werden. Wer auch immer es also mit Nachhaltigkeit, mit Umwelt- und Klimaschutz ernst meint, der sollte dieses Konzept unterstützen. Folgerichtig wurde die Idee bei den letztjährigen Greentec-Awards durch eine Online-Abstimmung für die finale Entscheidung der Jury nominiert. Was den Veranstaltern nicht gefiel. Worauf diese nachträglich die Regeln des Wettbewerbs änderten, um eine Präsentation des DFR bei der Gala in Berlin verhindern zu können.

Das kann man alles bei Science Skeptical nachlesen und ich hätte nicht gedacht, das Thema noch einmal aufgreifen zu müssen – oder besser: zu dürfen. Denn nun ist nach vielen Monaten der Rechtsstreit zwischen den DFR-Entwicklern, dem Institut für Festkörperkernphysik (IFK), und den Machern des Greentec-Awards beendet. Mit einem eindeutigen Ergebnis: Das Ignorieren des Online-Votings war rechtswidrig. Auf seiner Facebook-Seite



Nuklearia gründet Regionalgruppe Franken

3. Februar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie

Mitglieder und Freunde des kernkraftfreundlichen Vereins Nuklearia wollen in Erlangen die Regionalgruppe Franken gründen.

Dazu sind alle Interessierten eingeladen für Montag, 10. Februar 2014, 19 Uhr, in die Brasserie, Nürnberger Straße 3, 91052 Erlangen. Dieses erste Treffen soll zunächst dem gegenseitigen Kennenlernen dienen. Die Teilnehmer entscheiden, ob sie sofort die Regionalgruppe gründen oder dies zu einem späteren Zeitpunkt tun.

In einer Zeit von Energiewende und Atomausstieg ist die Bevölkerung nur unzureichend über Kernenergie informiert. Anstellen von Wissen finden sich häufig nur Mythen, Halb- und Fehlinformationen. Kernenergie erscheint vielen als Bedrohung.

Der 2013 gegründete Verein Nuklearia e.V. will Menschen informieren und Sachinformationen zu Kernkraft, Strahlung, Atommüll usw. vermitteln. Der Verein ist gemeinnützig und ganz bewusst partei- und konzernunabhängig.

NukleariaFranken


Über die Nuklearia

Der Nuklearia e.V. ist ein gemeinnütziger und parteiunabhängiger Verein zur Förderung der Kernenergie. Wir sehen in der Kernenergie eine wesentliche Säule der Energieversorgung. Fortschrittliche Reaktoren arbeiten sicher, sauber und nachhaltig. Atommüll lässt sich in Schnellen Reaktoren als Brennstoff nutzen.

Anders als erneuerbare Energien steht Kernenergie jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung und verbraucht keine großen Landflächen. Im Unterschied zu Kohle oder Gas ist Kernenergie CO2-arm und vermeidet Luftverschmutzung.

Kenntnisse über Kernenergie sind in Deutschland rar geworden.



Veranstaltung: Technophobie und Fortschrittsfeindlichkeit

16. Januar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Innovationspolitik, Ökologismus, Politik, Wirtschaftsförderung

Fortschrittsoffensive2014Die FDP-Fraktion im sächsischen Landtag setzt ihre Fortschrittsoffensive auch im Jahr 2014 mit weiteren, hochkarätig besetzten Veranstaltungen fort. Die letzte alternative Ökokonferenz im Mai 2013 hat ja eine ganze Reihe an Autoren und Lesern von Science Skeptical auch mal im realen Leben zusammengeführt. Ich würde mich freuen, den ein oder anderen auch im kommenden März wieder in Dresden zu treffen. Das Podium ist jedenfalls mit einer Menge guter Bekannter gefüllt. Hier die Vorankündigung der Veranstalter:

Alternative Technologiekonferenz

Technophobie und Fortschrittsfeindlichkeit

Wohlstandsdepression oder linksgrüner Zeitgeist?

Seit Jahrzehnten erfinden Untergangspropheten immer neue Horrorszenarien, um ihr fortschritts- und wachstumsfeindliches Weltbild zu etablieren. Vom Land der Tüftler und Denker ist Deutschland zum Land der   Bedenkenträger geworden. Hinter jedem Baum lauert die Katastrophe. Längst hat   sich der Begriff der „German Angst“ im englischsprachigen Raum etabliert. Der Atomausstieg nach Fukushima ist nur der vorläufige Höhepunkt eines wohlstandsgenährten, grünen Zeitgeistes. Was 1987 mit Forderungen der Grünen nach einem Verbot von Computern, digitaler Telefonie, Glasfaserkabeln, Kabel- und Satellitenfernsehen begann, findet in der pauschalen Ablehnung von Bio- und Nanotechnologie, Genforschung, Kerntechnik und der Raumfahrt die konsequente Fortsetzung.

Und so kann es nicht verwundern, dass die 2013 frisch gewählte rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen als eine der ersten Maßnahmen das Schulprojekt HannoverGEN verboten hat. Im Bundeswettbewerb „Land der Ideen“ ausgezeichnet,



Grüne gegen Wirtschaft als Unterrichtsfach

11. Januar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Politik

3221877992Nicht nur Gentechnik darf in einer grünen Welt nicht an Schulen unterrichtet werden. Auch das vermitteln wirschaftlicher Zusammenhänge scheint nicht so recht in das Konzept einer Bildung zu passen, wie es sich die Grünen vorstellen. So titelt die FAZ heute:

Bildungspolitik
Schüler wollen Wirtschaft als Fach – Grüne nicht

 ·  Eigentlich waren sich alle einig, dass Wirtschaft ein eigenes Schulfach werden sollte. Auch die Resonanz bei Modellversuchen war äußerst positiv. Warum Gewerkschaften und Grüne sich aus der breiten Allianz verabschiedet haben.

Warum gerade die Gewerkschaften sich als Gegner eines Schulfachs Wirtschaft darstellen wird im Artikel auch gesagt. Die Schüler könnten damit aus deren Sicht auf die “schiefe Bahn” geraten.

Die Gewerkschaften hätten sich von der Forderung nach einem eigenen Fach leider verabschiedet. „Sie befürchten, dass damit der Neoliberalismus in die Schulen kommt.“

Weil Bildung Ländersache ist, lässt die aktuelle Rot-Grüne Dominanz in den Landesregierungen für die Zukunft nichts Gutes erahnen. Beispiel NRW:

Die rot-grüne Landesregierung habe den zunächst einjährigen Modellversuch, der von einer CDU-Ministerin beschlossen wurde, zwar um ein Jahr verlängert, stehe aber nicht so dafür, sagt Balbach. Wahrscheinlicher sei ein Fach Verbraucherbildung. „Es soll um Konsum, Ernährung, Gesundheit, Verantwortung für sich und andere gehen.“

Statt den Kindern



Vierter Platz

6. Januar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Internes

wiblog_logoLeider hat es für uns in diesem Jahr nicht für einen Platz auf dem Podest bei der Wahl zum “Wissenschaftsblog des Jahres” gereicht. Gewonnen hat der Blog Astrodictium Simplex von Florian Freistetter. Zweiter wurde “Kritische Wissenschaft – critical science“. Eine Seite, die sich vor allem mit den Thesen Karl Poppers auseinandersetzt und einem libertären Ansatz folgt. Jedenfalls war das mein Eindruck nach zugegeben kurzer Prüfung. Denn ich kannte die Seite ebensowenig wie Astrodictium Simplex. Auf dem dritten Platz landete die Klimalounge, die wesentlich von Stefan Rahmstorf geprägt wurde und wird. Meine Glückwünsche gelten allen drei Gewinnern. Respekt für die offensichtlich gute Arbeit im vergangenen Jahr. Science Skeptical schließlich ging als vierter durchs Ziel. Nach der Beschreibung von Rainer Korbmann war es ein enges Rennen um den dritten Platz.

Den wir nachträglich vielleicht doch noch zugesprochen bekommen. Nein, das meine ich natürlich nicht ernst. Aber Florian Freistetter hat nun öffentlich erklärt, die Wahl nicht annehmen zu wollen. Er hat dafür eine interessante Begründung geliefert. Es hat eine Weile gedauert, diese aus ihm herauszulocken. Wer mag, kann meine kurze Diskussion mit ihm zu diesem Thema hier nachlesen: Scienceblogs – Wissenschaftsblog des Jahres.

Kurz zusammengefaßt: Er mag



Wie man eine Umweltschutz-Erfolgsgeschichte als sicheres Zeichen für den Untergang verkauft

6. Januar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kurioses, Medien, Wissenschaft
800px-Mangroves_in_Puerto_RicoBullshit-Alarm auf Spiegel-Online. Dort wurde heute über eine in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienene Studie berichtet, wonach nur der Klimawandel die Erklärung für ein ansonsten unerklärliches Phänomen sein kann.

Laut der an der Arbeit beteiligten Forscher kann als Ursache für ein (nur im Norden Floridas zu beobachtendes) ungewöhnliches Mangroven-Wachstum nur der Klimawandel in Frage kommen. Allerdings nicht in Form einer schnöden Erwärmung, sondern durch “minimal weniger Tage mit strengem Frost”. Dadurch zeige die Studie “wie sensibel manche Ökosysteme auf Klimaschwankungen reagieren”. Schließlich reichten bereits 1,4 Tage weniger mit Temperaturen unter -4°C im Zeitraum von 1984 bis 2011 aus, um die Mangroven besser wachsen zu lassen. Oder wie es die Autoren in der Überschrift ausdrücken, das Wachstumsgebiet der Mangroven weiter in Richtung der Pole auszudehnen.

Interessant ist dabei schon die Tatsache dass der beobachtete Effekt nur dann zu finden ist, wenn man die Anzahl der Tage unter der magischen Grenze von besagten -4°C heranzieht. Allein das sieht schon sehr verdächtig nach Data-Minig aus.

So richtig interessant wird es aber erst wenn man in Betracht zieht, was in dem untersuchten Gebiet in den letzten Jahren noch so alles passiert ist. Genau in der Region, in welcher