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Lesetipp: Das wahre Klimaarchiv steckt im Erdboden

17. August 2015 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Bild_5-1024x700Der Wissenschaftsjournalist Fred F. Müller hat in einem Artikel der bei Ruhrkultur. de erschienen ist einen interessanten Ansatz vorgeschlagen, wie man langfristige Temperaturtrends aussagekräftiger messen könnte, als bislang. Und zwar nicht über das allgemein üblich Messen der Lufttemperatur, sondern über Messung der Temperatur im Boden:

Bei festen Körpern ausreichender Größe lassen die Temperaturänderungen im Inneren dagegen eine ziemlich exakte Bilanzierung der Zu- und Abflüsse an thermischer Energie zu. Wenn es um klimatische Langfristtrends geht, sind Messungen der Temperatur im Boden daher aussagekräftiger als solche in der Luft.

Ein Ansatz, der durchaus diskussionswürdig erscheint. Ebenfalls interessant ist die im Artikel dargestellte Abbildungen 4 und 5 (siehe auch das Titelbild oben), auf welcher die Entwicklung der Sonnenscheindauer in Deutschland seit 1898 aufgetragen ist. Der Autor dazu:

Der Anstieg der Temperaturen sowohl im Boden als auch in der Luft ist eindeutig mit einer Zunahme der Sonnenscheindauer von ca. 4,5 h/ d auf inzwischen 4,9 h/d verknüpft. Das entspricht einer Zunahme um fast 9 % innerhalb des Beobachtungszeitraums von 116 Jahren. Dass zusätzlich eingestrahlte Sonnenenergie auch eine Temperaturerhöhung zur Folge hat, bedarf eigentlich keiner weiteren Erläuterung. Dass viele Klimawissenschaftler, statt diesen einfach nachzuweisenden und völlig plausiblen Zusammenhang näher zu erforschen, sich auf das Thema



Deutschland und die Gentechnik: „Keine Vernunft. Nirgends.“

12. August 2015 | Von | Kategorie: Blog, Gentechnik, Ökologismus, Politik

800px-Golden_RiceWas würde ein gentechnikfreies Deutschland in Wirklichkeit bedeuten? Wäre das wünschenswert? Ist das überhaupt möglich? Diesen und anderen Fragen geht Ralph Bock, Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie in Golm bei Potsdam, in einem Beitrag für das Laborjournal nach.

Ohne zu viel zu verraten, ein gentechnikfreies Deutschland ist, wie der Autor deutlich herausstellt, nichts weiter als eine Illusion, der Politik und Umweltverbände hinterherlaufen, die aber in Konsequenz kaum wünschenswert, wenn nicht unerreichbar ist:

Ich verstehe das Dilemma. Vollständige Kennzeichnung hieße schon heute Gentechnik-Aufdrucke überall im Regal: auf sehr vielen Lebensmitteln (vom Käse bis zur Wurst), auf nahezu allen Medikamenten – und auch unsere schönen, bunten Euro-Geldscheine würden einen Aufdruck tragen, der darauf hinweist, dass sie aus gentechnisch veränderter Baumwolle hergestellt wurden (hier ist die Wahlfreiheit zugegebenermaßen etwas schwieriger umzusetzen, aber Münzgeld wird meines Wissens momentan noch gentechnikfrei hergestellt und Kartenzahlung ist ja schließlich auch vielerorts möglich…). Willkommen in der Realität!

Um mehr Ehrlichkeit (und auch Realitätssinn) in die Debatte um genetisch veränderte Pflanzen zu bekommen fordert Bock eine konsequente Kennzeichnungspflicht gentechnisch hergestellter Produkte. Nur das gibt wirkliche Wahlfreiheit, und wird vielen Verbrauchern erst klarmachen, dass Gentechnik in fast allen Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen Dingen des täglichen Bedarfs bereits ganz



Plauderecke – Das Druckexperiment

4. August 2015 | Von | Kategorie: Blog

pressure-690161_640Es wurde in den Kommentarspalten dieses Beitrages vorgeschlagen, dass der Druck die Temperatur in einem offenen oder geschlossenen System bestimmt. Im folgenden möchte ich Simulationsergebnisse zu einem Gedankenexperiment mit dem Programm SystemModeler von Wolfram vorstellen die das widerlegen.

Stellen wir uns einen Zylinder vor mit dem Radius 1/Wurzel(Pi) Meter und einer Höhe von einem Meter. Wir wählen eine dünne Grundplatte aus Metall mit einer Wärmekapazität von etwa 1200 J/K . Die Zylinderwand sei aus einem sehr dünnen Metall mit vernachlässigbarer Wärmekapazität, aber einem Emissionskoeffizienten von 1und mit einem perfekten Isolator umhüllt. Auf der anderen Seite befindet sich ein Kolben aus einem perfekten Isolator dessen Boden mit dem schwarzen Metall dünn überzogen ist. Auch diese Wärmekapazität sei vernachlässigbar. Wir befüllen den Zylinder mit trockener Luft, so dass bei 294 K ein Druck von 1 bar in dem Zylinder herrscht und der Kolben sich in 1 m Entfernung von der Grundplatte befindet. Die Luft in dem Zylinder hat ebenfalls eine Wärmekapazität von etwa 1200 J/K. Der Zylinder ist horizontal aufgehängt in einer sehr großen Vakuumkammer  deren Temperatur 4 K beträgt.

An dem Kolben können wir einen beliebigen Druck einstellen. Die Bodenplatte kann elektrisch geheizt und bei Bedarf isoliert werden.

Zunächst heizen wir



Das Trichterrad: Oder erzeugen Sie kostenlos und klimafreundlich ihre eigene Elektrizität!

23. Juli 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Klimawandel, Kurioses

Ein wahres Wunderding für Klimaschützer und Sparfüchse ist es, dass Trichterrad. Die Baupläne sind so geheim und spektakulär, dass sie nur noch beim Patentamt erhältlich sind (Patent DE202006018134U1). Diese Technologie wurde jahrelang von den Energiekonzernen unterdrückt. Deshalb habe ich mich entschlossen hier die Baupläne kostenlos anzubieten.



Treibhauseffekt für „Super-Dummies“

13. Juli 2015 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Wissenschaft

Mit dem Begriff Treibhauseffekt können viele Leute nichts anfangen, da dieser einfach zu kompliziert und oft falsch erklärt wird. Zudem liegt der Physikunterricht meist schon Jahre zurück. Daher habe ich mir Gedanken gemacht und möchte den sogenannten Treibhauseffekt einmal so erklären, dass ihn wirklich jeder verstehen kann.



Plauderecke – Die Renaissance der Kohle

12. Juli 2015 | Von | Kategorie: Blog

coal-471903_640Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit in Deutschland hat weltweit eine Renaissance der Kohle stattgefunden berichten Steckel et al. vom PIK. Die Autoren des Artikels:

„Drivers for the renaissance of coal schreiben:

„we’re in the midst of a global „renaissance of coal“ that’s not confined to just a few countries like China or India. Rather, coal is becoming the energy source of choice for a vast array of poorer and fast-growing countries around the world, particularly in Southeast Asia. „This renaissance of coal,“ the authors write, „has even accelerated in the last decade.“

Das liegt wohl daran, dass Kohle für Entwicklungsländer die billigste Energiequelle ist:

The authors of the PNAS study — Jan Christoph Steckel, Ottmar Edenhofer, and Michael Jakob — argue that coal is often the cheapest energy option in many parts of the world, relative to other sources like oil, gas, nuclear, or renewables.

Und das, obwohl die Sonne keine Rechnung schickt.

Darüber hinaus sind gerade 2100 Kohlekraftwerke in Planung weltweit, etwa ein Drittel davon werden wohl realisiert:

„The CoalSwarm/Sierra Club report calculates that since 2010, for every coal proposal that actually gets built, two are getting canceled. Which means we’re on track to build roughly one-third of



Einblicke in die Klimamodelliereung am AWI-Potsdam: Ein Praktikumsbericht

12. Juli 2015 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

205_156257Für all diejenigen, die schon immer wissen wollten, wie die Klimamodellierung in der Klimawissenschaft funktioniert, habe ich diesen Praktikumsbericht vom AWI-Potsdam herausgesucht: