Climategate



Über das Dahinschmelzen der Klimakampagne

8. März 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Blog, Climategate, Klimawandel, Medien

In letzter Zeit ist es im deutschen Blätterwald beim Thema Klimaaktstrophe spürbar ruhiger geworden. Offenbar eignet sich die Grundstimmung, die sich durch ungewöhnlich langen und kalten Winter eingestellt hat nur wenig, die Furcht vor einer katastrophalen Erwärmung weiter zu schüren. Auch sind die Nachrichten, die zu verkünden wären, passen so gar nicht in das Bild, das so lange von den Medien hierzulande gezeichnet wurde. Nämlich eben jenes von den tausenden Wissenschaftlern weltweit, die sich alle darin einig sind, dass ein durch Menschen verursachter Klimawandel stattfindet, oder zumindest unmittelbar bevorsteht, welcher ausschließlich negative, wenn nicht gar katastrophale Konsequenzen nach sich zieht.

Das neue Bild, welches in den letzten Monaten von der Klimawissenschaft entstanden ist, müsste hingegen völlig anders aussehen. Hat sich doch herausgestellt, dass es tatsächlich nur einige wenige Klimawissenschaftler sind, die mit zum Teil fragwürdigen und zum Teil an den Grenzen der Legalität angesiedelten Methoden die Deutungshoheit in der Wissenschaft an sich gerissen haben und anders lautende Meinungen nach Kräften unterdrücken. Man könnte über Übertreibungen im IPCC-Report berichten, welche so zahlreich daherkommen und stets nur in Richtung einer Katastrophe zeigen, dass eine bewusste Auswahl zumindest wahrscheinlich erscheint. Oder von einem IPCC Vorsitzenden Rajendra Pachauri, einem gelernten Eisenbahningenieur, der nichtsdestotrotz immerfort…



Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?

6. März 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Vielleicht können Climategate und seinen Folgen („Africagate“, „Amazongate“, „Himalayagate“, „Hurricangate“ usw.) zu einer Versachlichung und Endemotionalisierung der Debatte beitragen.

Denn es stellen sich nicht nur Fragen nach der Verläßlichkeit von Wissenschaft und Wissenschaftlern (Peer-Review-Prozeß in der Klimaforschung, Qualitätssicherung innerhalb der Arbeit des IPCC, wirtschaftliche Motivationen hoher UNO-Repräsentanten und beteiligter Forscher). Es sind nun auch wichtige fachliche Aspekte öffentlich sichtbar, die Politik und Medien nicht mehr ignorieren können. Die folgenden Punkte lassen sich derzeit festhalten:

  • Baumringdaten und vergleichbare Proxies können nicht mehr als Goldstandard zur Ableitung von Temperaturen in der Vergangenheit dienen. Die Aussage, die gegenwärtig beobachtete Erwärmung wäre über einen längeren Zeitraum in der Menschheitsgeschichte (mindestens aber über die letzten 1.000 Jahre) in Ausmaß und Geschwindigkeit einzigartig, ist daher nicht mehr haltbar. Insbesondere die mittelalterliche Warmperiode mit Temperaturen mindestens auf dem heutigen Niveau ist für die Nordhalbkugel als gesichert anzusehen. Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, daß es sich hier um ein globales Phänomen, hervorgerufen durch natürliche Klimavariabilitäten, handelte. Damit ist klar: Die Beobachtungen der letzten hundert bis hundertfünfzig Jahre mögen mit der Annahme eines menschgemachten Klimawandels (durch Freisetzung von Treibhausgasen) vereinbar sein – oder auch nicht. Vereinbar mit natürlichen Variabilitäten sind sie allemal.
  • Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die im jüngsten



Die Medienopfer

23. Februar 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Wissenschaft

Seit Jahren schon starre ich sehnsüchtig mein Telefon an und warte ungeduldig auf den ersehnten Anruf. Nein, nicht Hollywood soll sich melden, sondern viel besser das Böse an sich, der Teufel in Gestalt von wahlweise der Tabakindustrie (ich rauche tatsächlich gern) oder der Ölindustrie (ich fahre ein benzinbetriebenes Auto ohne jedes schlechte Gewissen). Gerne würde ich auch die Unterstützung der chemischen oder der Montanindustrie, von Automobil- und Flugzeugherstellern oder der Atomindustrie entgegennehmen. Und ich wäre ein ziemlich idealer Partner, um hemmungslosen Fleischkonsum (gerne von Burgerbratern aus dem Fast-Food-Bereich) zu promoten. Doch nein, keiner ruft mich an. Das kann doch nicht sein.

Denn glaubt man den Alarmisten, ist die Menschheit nicht nur dabei, das Klima mit katastrophalen Folgen zu verändern. Sondern Menschen wie ich, die gegenteiliger Auffassung sind und auch noch öffentlich für ihre Haltung werben, leugnen diese „Tatsache“ wider besseres Wissen, weil sie dafür bezahlt werden. Das ist die Verteidigungslinie in Zeiten, in denen der Klimaforschung insgesamt und dem IPCC und seinen Berichten im besonderen der Wind ins Gesicht weht.

Skeptiker sind eigentlich Leugner, sagen sie, alles nur Lobbyisten, alles nur bezahlte Handlanger, die einen Krieg gegen die Wissenschaft führen, um die Menschen zu verunsichern.

Die Medienkampagne

Folgerichtig, so…



“ZDF Umwelt” zeigt Pannen im IPCC Bericht

21. Februar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Medien

“Gute wissenschaftliche Praxis; beim Weltklimarat scheinen einige damit wirklich ein Problem zu haben…”. Aussagen dieser Art konnte man in den letzten Jahren in vielen Internet-Blogs lesen. Und bis vor kurzem auch ausschließlich dort. Dass jetzt aber auch in einem Umweltmagazin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen derart offene Kritik am IPCC laut wird, hätte noch vor wenigen Wochen wohl kaum jemand für möglich gehalten.

Diese deutlichen Worte fielen nämlich im ZDF Magazin “Umwelt“. Waren bisherige Skandale, wie Klimagate oder die Rücktrittsforderungen an IPCC-Chef Pachauri noch kaum in den Mainstream Medien angekommen, haben die jüngsten Affären rund ums IPCC das Fass wohl definitiv zum Überlaufen gebracht. Erst die falschen Gletschermeldungen aus dem Himalaja, dann die fehlerhaften Amazonas-Daten und die Übertreibungen  bei Unwetterschäden oder bei den Prognosen zu Trockenheiten in Afrika. All das war dann wohl doch zu viel. In bislang ungekannter Deutlichkeit und Härte kritisieren die ZDF-Umwelt Redakteure jetzt die Machenschaften des IPCC und scheinen sogar mit Forderungen zu sympathisieren, das IPCC abzuschaffen.

Interessant in dem Bericht ist auch das Interview mit dem prominenten Kieler Klimaforscher Mojib Latif. Dieser, das wird immer deutlicher, scheint vielen seiner Kollegen an Weitblick um einiges voraus zu sein. War er doch einer der ersten im etablierten Klimazirkus,…



Aber die wissenschaftliche Basis im IPCC Report ist korrekt – oder etwa doch nicht?

19. Februar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Wissenschaft

In letzter Zeit verging keine Woche, in der nicht neue Meldungen auftauchten, dass wieder Fehler und Ungenauigkeiten im 4. Sachstandbericht des Weltklimarats (IPCC AR4) offen gelegt wurden. Hier noch einmal die inzwischen bekannten Fehler: Himalaja Gletscher, Landwirtschaft in Afrika, Regenwälder im Amazonas, Niederländische Geographie, Schäden durch Extremwetter, Studienarbeiten als wissenschaftliche Veröffentlichungen und  die angebliche Zunahme der Hurrikans. Fast täglich scheinen neue Skandale hinzu zu kommen. In allen Fällen wurden Tatsachen stark übertrieben oder sogar sachlich falsch dargestellt. Die meisten dieser Fehler resultieren aus unwissenschaftlichen Studien, die verwendet wurden.

Die Verteidiger (und hier) des IPCC führen ins Feld, dass die meisten dieser Fehler von geringer Bedeutung wären und auf den Bericht der 2. Arbeitsgruppe (WG II, impacts, adaptation and vulnerability) begrenzt wären, welcher von Vertretern verschiedener regionaler Interessen verfasst wurde, und dass er nicht so viel harte Fakten (hard science) enthielte, wie der Report der Arbeitsgruppe 1 (WG I, The Physical Science Basis). Weiter sagen die IPCC Verteidiger, dass keine (oder praktisch keine) Probleme solcher Art mit dem Report der Arbeitsgruppe 1, der wissenschaftlichen Basis des Klimawandels, aufgetaucht wären.

An dieser Stelle ist ein bescheidener Einspruch fällig

Tatsächlich basiert der Bericht der Arbeitsgruppe 1 auf einem Prozess der,



Rahmstorf in 3sat nano – Fehler ändern die Botschaft des IPCC-Berichts nicht

16. Februar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Medien

Heute lief im 3Sat nano ein Klima-Spezial mit Interviews mit den Professoren Stefan Rahmstorf und Hans von Storch. Nach Aussage Rahmstorfs ist sich die Forschung nach wie vor sicher. Daran änderten auch die “kleinen” Fehler im 2. Kapitel des IPCC-Reports nichts Damit meinte er die als Himalayagate bekannt gewordenen wissenschaftlichen Fehlleistungen)

“Nur weil ein falscher Bericht zu Gletschern, von einem asiatischen Sozialwissenschaftler, im Bericht auftaucht, dann heißt das nicht, dass alles andere Falsch ist…Die Forschung im 1. Kapitel ist nach wie vor richtig.”

Nicht angesprochen hat Rahmstorf die weiteren “kleinen Unstimmigkeiten”, wie etwa Greenpeacegate, WWF-Gate, Pachaurigate Amazonasgate, Hurricanegate, Studentgate, Africagate, Sea-Level-Gate…  Das alles wurde höflichst nicht erwähnt. Rahmstorf weiter:

“Als Wissenschaftler stellen wir uns auch gerne jeglicher sachlicher Kritik. Ich denke, die Grunderkenntnisse der Klimawissenschaft brauchen sich auch in keinster Weise zu verstecken.”

So so, Herr Rahmstorf, dann haben wir Climategate wohl alle nur geträumt. Tarnen, Täuschen und Unterdrücken anderer Meinungen, darum ging es bei der Affäre doch wohl, oder?

Im Interview mit Professor von Storch waren da schon etwas kritischere Töne zu hören, wenngleich auch er den IPCC-Bericht, zumindest das erste Kapitel, nach wie vor für solide wissenschaftliche Arbeit hält. Allerdings…



Durchhalteparolen im Angesicht der neuen Klimapolitik

9. Februar 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Kopenhagen, Medien, Politik, Wissenschaft

So, nun wissen wir es endlich ganz genau. Der nächste Weltwirtschaftsgipfel findet in Mexiko statt. Am „Partystrand“, wie Spiegel-Online so schön titelt. Ich habe selten eine Nachricht mit so wenig Neuigkeitenwert gelesen. Denn von Mexiko wußten wir schon vorher. Ebenso von der Zwischenkonferenz in Bonn. Daß man sich nun also in Cancun trifft, mag die politische Kaste entzücken, für uns Wahlbürger ist es ohne Belang. Es ist doch üblich, große UNO-Konferenzen an Orten mit hohem Freizeit- und Erholungswert zu veranstalten, an denen ausreichend viele luxuriöse und vollklimatisierte Suiten zur Verfügung stehen.

Was aber auffällt ist die Konsequenz, mit der der Spiegel seine Klimakatastrophen-Kampagne fortsetzt. Unter strikter Mißachtung der neuen Realitäten werden Nachrichten über Wirtschaftspolitik immer noch unter der Kategorie „Wissenschaft“ veröffentlicht. Klimaforschung und Politik sind eine untrennbare Einheit, so sollen wir denken. Und: „Die Karawane zieht weiter, unbeirrt und unbeeindruckt, für uns Weltenretter hat sich nichts geändert.“

Dabei hat sich entscheidendes getan, in den letzten Wochen.

Mit einem gewissen Zynismus muß ich konstatieren, daß wir Skeptiker von all dem schon immer berichtet haben. Was sich geändert hat, ist die allgemeine Wahrnehmung. Climategate, Pachaurigate, Glaciergate, Amazongate und Hurricangate – um nur einige völlig neue Wortschöpfungen zu nennen, sind nun im…