Schnee und Eis



Wie stark schmilzt die Arktis in diesem Sommer? Die Klimaforscher raten – wir raten mit!

10. August 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses, Schnee und Eis

Alle Jahre wieder – ist man geneigt zu sagen. Im mittlerweile dritten Jahr in Folge geben auch dieses Jahr wieder gestandene Arktisforscher und solche, die sich dafür halten, ihre Schätzungen ab, wie stark das Eis in der Arktis in diesem Jahr zum September abschmelzen wird (hier). Zu dieser Zeit erreicht nämlich die Ausdehnung der Eisbedeckung immer ihren niedrigsten Stand im Jahr. Der beste Zeitpunkt also, mal wieder lautstark das Panikorchester anschwellen zu lassen.  Die Prognosen werden dabei jeweils von Juni bis August in jedem Monat erneuert. Durch Anpassen der verschiedenen Modelle an die jeweils aktuellen Daten soll so die Präzision der Vorhersage verbessert werden.

Das ganze Verfahren lieferte jedoch bisher im großen und ganzen Ergebnisse die irgendwo zwischen ziemlich schlecht und völlig unbrauchbar lagen (wir berichteten). Im Durchschnitt ermittelten die Klimaforscher so im letzten Jahr ein September-Minimum von 4,6 Millionen km². Der tatsächliche Wert wurde dann mit 5,36 Millionen km² angegeben. Sämtliche Arbeitsgruppen hatten die tatsächliche Ausdehnung deutlich zu niedrig eingeschätzt und waren demnach von einem stärkeren Abschmelzen ausgegangen. 

Wie schon so oft, hat also die Realität den Forschern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Mittlere Abweichung der Modelle von den tatsächlichen Werten betrug fast 800.000 km², oder anders ausgedrückt, entsprach der Fläche von Deutschland und Großbritannien …



Wächst das Eis in der Arktis auch in diesem Jahr weiter?

6. März 2010 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Schnee und Eis, Wissenschaft

Der wohl bekannteste Internetblog, der sich skeptisch mit dem Thema globale Erwärmung auseinandersetzt, ist die Seite wattsupwiththat.com des amerikanischen Meteorologen Antony Watts. Und selbstverständlich wird auch dort die Entwicklung der Eisbedeckung in der Arktis kritisch unter die Lupe genommen. In einer dort im Februar veröffentlichten Analyse von Steven Goddard kam dieser zu dem Schluss, dass die Erholung des Eises in der Arktis sich auch in diesem Jahr fortsetzen würde.  Diese Einschätzung bekam jetzt prominente Unterstützung von Seiten des amerikanischen National Snow and Ice Data Centers (NSIDC). Diese Institution, die sonst eher für Prognosen im Sinne eines katastrophalen Verschwindens der Eisdecke zuständig ist, schrieb in ihrer neuesten Analyse:

Die Arktische Oszillation (AO) hat einen großen Effekt auf die Bewegung des arktischen Meereises.  Das Windmuster, welches mit einer stark negativen  AO verknüpft ist, bewirkt dass weniger Eis die Arktis durch die Fram Straße verlässt. Dadurch wird mehr von dem älteren, dickeren Eis in der Arktis zurückgehalten. Bei dem wenigen alten Eis, dass noch vorhanden ist, kann das Zurückhalten von übrigen dabei helfen, dass die Eisausdehnung im September nicht so niedrig ausfällt, wie in den letzten Jahren.

The AO has a strong effect on Arctic sea ice motion. The



Wofür der Winter gut ist

25. Januar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Schnee und Eis

Wir frieren hier langsam ein – und das gefällt mir nicht. Seit Tagen klirrende Kälte mit wenigen Niederschlägen, der Schnee hat sich in eine feste Eisdecke verwandelt. Das Hoch über dem Osten Europas hat weite Teile Deutschlands im Griff. Und viele Mitbürger bestätigen meine Auffassung: Dieser Winter ist ungewöhnlich schneereich und ungewöhnlich kalt. Jedenfalls im Vergleich zu den vergangenen Jahren. In diesem Zusammenhang muten natürlich die Meldungen von globalen Temperaturrekorden (laut NASA war 2009 das Jahr mit der zweithöchsten mittleren globalen Temperaturanomalie seit Beginn ihrer Temperaturreihe im Jahr 1880) seltsam an. Seltsam der Realität entrückt, und das sind sie auch.

Es gibt berechtigte Zweifel daran, ob das Verfahren, nach dem man die „mittlere globale Temperaturanomalie“ bestimmt, valide ist. Ob also die Art, wie man die Daten erhebt und auswertet, überhaupt geeignet ist, die zu messende Größe zu repräsentieren. Es gibt sogar berechtigte Zweifel daran, ob die durch den Menschen definierte globale gemittelte Temperaturabweichung überhaupt einen Aspekt der Realität physikalisch aussagekräftig wiederspiegelt. Aber das lasse ich mal für den Moment dahingestellt.

Denn es spielt für die Bewertung dieses Winters keine Rolle. Die Kältewelle auf der Nordhalbkugel als Widerlegung der Hypothese von der menschgemachten Erderwärmung anzusehen, ist ein Trugschluß. Ein Beweis für …



Warum am global wärmsten Januartag seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen Menschen erfrieren

16. Januar 2010 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Schnee und Eis, Wissenschaft

Es ist Mittwoch, der 13. Januar 2010. Mein Thermometer meldet mir 12°C unter Null, und der Schnee liegt seit 2 Wochen in Mitteldeutschland wie seit langem nicht mehr.
Die Nachrichten sprechen von geschlossenen Flughäfen in England, von Kältestarre in Florida, von Kältetoten in Indien.
Die Schneebedeckung der gesamten Nordhalbkugel erreichte den zweithöchsten, je gemessenen Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1966.

UAH meldet höchste Januartemperatur seit 1978
Eine Meldung jedoch passt scheinbar irgendwie nicht dazu, und sollte zum Nachdenken anregen: Die UAH-Temperaturen der unteren Troposphäre zeigen die höchste, je gemessene Januartemperatur seit 1978: -16,36°C global. Das klingt nicht gerade viel, doch im Durchschnitt liegen die Temperaturen etwa 0,5° niedriger. Der bisherige Rekord lag 0,11° darunter.

uah-january-13-2010
Es ist also mal wieder Zeit, genauer hin zu schauen, wie dieser scheinbare Widerspruch zu erklären ist. Einige Alarmisten werden nun vielleicht triumphieren und den bevorstehenden Hitzetod nachdrücklich unterstreichen wollen. Aber ganz so einfach ist es nicht.
Die genannten Fakten zur Schneebedeckung lassen nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Regionen vergleichsweise mildes Wetter erleben. Und der andauernde El Niño leistet seinen Beitrag dazu.
Warme Regionen liegen zum Beispiel in Mittelamerika, am Balkan oder Teilen Alaskas, sowie weite Teile des Pazifik.
Wie passt das zusammen?

Ausgleichsströmungen geben Antwort



Indische Studie: IPCC übertreibt bei Gletscherschmelze im Himalaya

10. November 2009 | Von | Kategorie: Blog, Schnee und Eis, Wissenschaft

IMG_0572Die Diskussion, ob das Abschmelzen der Gletscher weltweit direkt mit dem Klimawandel zusammenhängt bekommt neuen Zündstoff. Zum ersten mal hat jetzt die indische Regierung westliche Wissenschaftler mit eigenen Forschungsarbeiten konfrontiert, in welchen der Rückzug der Gletscher im Himalaya untersucht wurde.

Bei der Präsentation der Studie am Montag sagte der indische Umweltminister Jairam Ramesh, dass durch diese Arbeit die gängige Meinung über das Abschmelzen der Gletscher in Frage gestellt würde. Ein direkter Zusammenhang zwischen der Gletscherschmelze im Himalaya und dem globalen Klimawandel könne, so Ramesh, nicht hergestellt werden. Auch wenn sich einige Gletscher im Himalaya nach wie vor auf dem Rückzug befänden, würde dies mit einer Geschwindigkeit erfolgen, die historisch betrachtet nicht besorgniserregend sei.

Aussagen der indischen Geologen stehen im Widerspruch zum IPCC

Mit dieser Auffassung steht der Minister im direkten Widerspruch zum Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), dass in seinem Report 2007 noch vor einem totalen Verschwinden der meisten Himalaya-Gletscher bis 2035 gewarnt hatte. Und so führte Ramesh auch an dass er bereit sei, sich mit den Untergangsszenarien von Al Gore und dem IPCC anzulegen.

“Mich beunruhigt”, so Ramesh weiter “dass alle bisherigen Studien von westlichen Wissenschaftlern kommen. Es ist dringend an der Zeit, dass Indien selbst …



Das Ende der Arktischen Schmelzsaison – Ein Resümee

16. September 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Schnee und Eis

759232_67331311Diese Tage genügt ein Blick aus dem Fenster um zu erkennen, dass der Sommer vorüber ist und der Herbst langsam Einzug hält. Und weil in diesem Jahr neben Weihnachten außerdem noch die Weltklimakonferenz in Kopenhagen vor der Tür steht, können wir sicher sein, dass ähnlich wie die Menge an Lebkuchen und Schokonikoläusen in den Geschäften auch die Zahl der Publikationen zum Thema Klimawandel und seine Folgen in der Presse in Richtung Dezember rasant ansteigen wird.

Und ebenso sicher können wir sein, dass sich ein nicht geringer Teil dieser Publikationen mit der Eisentwicklung an den Polen beschäftigen wird. Die Arktis und die Antarktis bergen mit ihren riesigen Massen an gespeichertem gefrorenen Wasser nun einmal die beste Grundlage für Horrorszenarien, welche das Wort Sintflut enthalten.

Der Verlockung, dieses Potenzial auch zu nutzen erliegen nicht nur Klimaforscher. Auch die Medien, welche sich ohnehin begeistert auf alles werfen, was sich irgendwie als Katastrophenmeldung verwerten lässt, finden an Arktis und Antarktis großen Gefallen. Süße Eisbären und Pinguine und die globale Katastrophe in einer Meldung unterbringen zu können, stellt nun mal einen unwiderstehlichen Reiz dar.

Arktiseis als Sommerloch-Füller

Daher haben auch in diesem Sommer wieder verschiedene Horrorszenarien über die Entwicklung des Eises in der Antarktis die …



Schmelzen die Polkappen wirklich?

2. Mai 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Schnee und Eis

168212_R_K_B_by_Dreampainter_pixelio.deZur Zeit hat die Fraktion der „Global-Warming-Aktivisten ein Problem. Es wird einfach nicht wärmer. Und das seit acht Jahren nicht. Eine recht dumme Situation, wenn man doch permanent ein beschleunigtes „Immerschlimmerwerden“ von allem predigt. Wurde uns doch Jahre lang eingeimpft, durch unsere Verschwendungssucht müssten wir den Planeten unweigerlich zum Überhitzen bringen. Aber auch in solchen Fällen weiß die Klimawissenschaft Abhilfe. Nicht mehr die globale Erwärmung ist das Problem, sondern das beschleunigte Abschmelzen der Polkappen. Durch kleine Veränderungen im Gleichgewicht des Klimasystems sorgen wir dafür, dass die Eiskappen an Nord- und Südpol unweigerlich und „ungebremst“ verschwinden werden.

Zur Unterstützung dieser These wir gern angeführt, die Nord-West-Passage wäre erstmals seit Menschengedenken schiffbar geworden. Eine Aussage, die nachweislich nicht stimmt. Bereits Roald Amundsen konnte diese Passage 1903 mit einem 70 Fuß langen Fischerboot auf der gesamten Länge befahren. Eine weitere belegte Passage wurde im Jahr 1938 von der Hudson Bay Company durchgeführt. Zur gleichen Zeit unterhielt die Sowjetunion eine Nordmeerflotte, die jeden Sommer 160 Frachterpassagen über die Nordost-Route zum Pazifik durchführte. Auch waren die Temperaturen in der Arktis in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts im Schnitt höher als in den letzten 30 Jahren. Man kann also aus gutem …