Energieerzeugung



Report der Arbeitsgruppe III des Weltklimarats veröffentlicht – Globale Energiewende zum Schnäppchenpreis?

14. April 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

Strompreis EEG Umlage 2014Das Spektakel ist jetzt also wieder einmal vorüber. Nachdem gestern der dritte und letzte Teil des 5. Sachstandberichts des Weltklimarats Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist, herrscht erst einmal wieder Ruhe an der Front der Berichterstattung um die globale Erwärmung. Bis zum nächsten Bericht des Weltklimarats in sieben Jahren dürfte diese Ruhe höchstens gelegentlich von Berichten über die jährlichen, in aller Regel ergebnislos stattfindenden, Klimakonferenzen unterbrochen werden.

Das Thema Klima ist tot. Selbst ein Klimapolitisches Großereignis wie die Veröffentlichungen eines neuen Sachstandberichts wird von der Öffentlichkeit, wie es ein Autor in der Zeit bedauernd schreibt, “eher geschäftsmäßig zur Kenntnis genommen”. Die Gründe dafür dürften vielfältig sein. Da ist zunächst einmal der aus der Verhaltenspsychologie bekannte Effekt der Gewöhnung. Die ständige Konfrontation mit der drohenden Katastrophe hat bei den Menschen schlicht zu einer Abstumpfung geführt. Hinzu kommt der Umstand, daß die vorhergesagten Katastrophen bislang größtenteils ausgeblieben sind. Das Eis in der Arktis ist seit dem letzten Weltklimarat-Bericht nicht mehr weniger geworden, die Ausdehnung des Eises in der Antarktis bricht sogar laufend Rekorde, die Winter bei uns waren in den letzten Jahren eher schneereicher und etwas kälter und auch von den oft beschworenen Klimaflüchtlingen



Urin, die ultimative erneuerbare Energiequelle

14. April 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Kurioses, Ökologismus

UrinDie Energiewende macht es möglich. Früher war Mist einfach Mist und kam zur Düngung auf die Felder. Heute ist Mist ein wertvoller, energetischer Rohstoff, aus dem Biogas gewonnen werden kann. Klimaneutral ist das aber keineswegs, da Rindviecher und Schweine viel Methan produzieren. Und Methan ist bekanntlich ein starkes Treibhausgas. Egal, allein der gute Wille zählt. Einfälle braucht das Land damit die Energiewende voranschreitet. Der neuste Einfall, simsen, surfen und telefonieren mit Urin.



„Energiepolitische Geisterfahrt – die deutsche Wendewirklichkeit“

6. April 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Klimawandel, Politik

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„You can fool all the people some of the time, and some of the people all of the time, but you cannot fool all the people all the time.“ Abraham Lincoln, 1856

Man kann alle Menschen einige Zeit hinters Licht führen und einige Menschen ewig,
aber man kann nicht alle Menschen ewig hinters Licht führen.

I. Ausgangssituation

Die Energiewende soll zwei (vermeintliche?) Probleme lösen: Erstens die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen beseitigen, die nach den „Prophezeiungen“ des Club of Rome über die Grenzen des Wachstums aus dem Jahre 1972 „sehr zeitnah“ nicht mehr verfügbar sein werden, sprich die Begrenztheit der Vorräte an Kohle, Öl und Gas wird ins Kalkül gezogen. Dadurch sollen sich auch die anthropogen verursachten Emissionen des Gases CO2 verringern, die vom wissenschaftlichen „Mainstream“ ganz wesentlich für den Klimawandel verantwortlich gemacht werden – Stichwort: Menschengemachter Klimawandel. Zweitens soll das deutsche Energiesystem sukzessive, d.h. in vier Schritten von fossilen auf erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Biomasse und Wasserkraft umgestellt werden. Bis 2020 sollen jeweils mindestens 35%, bis 2030 50%, bis 2040 65% und bis 2050 80% der Stromerzeugung regenerativ erfolgen, die gesamte Energieversorgung zur Jahrhundertmitte zu mindestens 50%.

Parallel zum Umstieg von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien erfolgt der Ausstieg



Mit “Segelenergie” in die Zukunft der Erneuerbaren

1. April 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Kurioses, Ökologismus, Windkraft

SegelenergieErneuerbar soll sie sein, die zukünftige Ernergieversorgung. Doch die Möglichkeiten sind begrenzt. Nun gibt es eine neue Idee. “Segelenergie” heißt das neue Zauberwort im Bereich der Erneuerbaren Energien. Ziel ist es, die am Meer verfügbare Windenergie mit Hilfe von Segelschiffen zu nutzen und diese in eine speicherbare und flexible Energieform zu bringen.



North Dakota: Exorbitante Einkommenssteigerungen durch Fracking

28. März 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energiewende, Unkonventionelles Gas und Öl

quentin_50„Wir freuen uns über das Wirtschaftwachstum in allen Regionen des Landes und der Einkommenszuwachs betrifft nahezu alle Branchen.” Das sagte der Gouverneur von North Dakota (ND), Jack Dalrymple. Woran das liegt, ist jedem im Lande klar. ND ist nun der zweitgrößte Ölproduzent in den USA, nach Texas, und beim Einkommen auf die dritte Stelle, nach Conneticut und Washington D.C., vorgerückt. In 10 Jahren hat sich das Einkommen fast verdoppelt. Und es sind nicht nur einige wenige Profiteure die am Ölboom verdienen, so wie hierzulande nur einige wenige am Wind- oder Solarernergieboom profitiert haben, nein, in ND betrifft es nahezu alle Branchen. Allein im im letzten Jahr stieg das Einkommen um 7,6 Prozent und war damit um 5% höher als der durchschnittliche Einkommenszuwachs in den USA.

Nun ist in den Nachrichten zu hören, dass Angela Merkel geäußert hat: „Es wird eine neue Betrachtung der gesamten Energiepolitik geben“. Grund ist aber nicht die durch das EEG und die sogenannten Erneuerbaren Energien ausgelöste Schwindsucht in deutschen Geldbeuteln, sondern die Erkenntnis, dass man sich von russischen Energielieferungen unabhängig machen möchte.

Statt nur nach neuen Lieferanten zu schauen, was an sich nicht verkehrt ist, ist es allerdings nun höchste Zeit auch die bislang weitestgehende



Sonnenstrom aus Mondlicht? Bullshit!

24. März 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Photovoltaik

631px-FullMoon2010Vor ein paar Wochen machte die Idee des deutschen Architekten André Brößel die Runde, Licht mit Hilfe einer Glaskugel auf eine Solarzelle zu fokussieren und so den Wirkungsgrad dramatisch zu erhöhen. Von der Presse wurde das Konzept begeistert aufgenommen. Und auch eine Crowdfunding-Aktion verlief äußerst erfolgreich. Was von der neuartigen Technologie zu halten ist, und vor allem wie sinnvoll der Vorschlag ist, der in den meisten Überschriften zu lesen war, nämlich dass man mit dem Gerät selbst aus Mondlicht Strom erzeugen könne, damit hat sich der Physiker Markus Pössel bei SciLogs näher auseinandergesetzt. Mit, na ja, ernüchternden Ergebnissen.

Von der Sonne empfangen wir rund 400.000 Mal mehr Strahlungsenergie als vom Vollmond. (Das findet man durch einfaches Googlen, oder kann es aus den scheinbaren Helligkeiten ausrechnen.) Und das ist, wie gesagt, bei Vollmond. Während der anderen Phasen ist das Mondlicht noch deutlich schwächer, und in jenen Zeiten, wo Mond und Sonne gleichzeitig am Himmel stehen, wird man die Fotozellen auch tunlichst so ausrichten, dass sie das Sonnenlicht einfangen.

Small data – gerade mal ein paar Zahlen. Aber mit denen muss man quantitativ umgehen (können).

Selbst bei einer um einen Faktor vier gesteigerten Effizienz der Solarzellen – es bleibt ein Missverhältnis Sonne



Niedersachsen erschwert Genehmigung von Erdgasgewinnungsprojekten Teil I

22. März 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas, Unkonventionelles Gas und Öl
http://www.youtube.com/watch?v=e9CfUm0QeOk”>Gasland

08_Buchhorst_T12_bearb2Seit fast drei Jahren stockt die Genehmigung von hydraulischen Fracmaßnahmen in niedersächsischen Erdgaslagerstätten. Das ist bedingt durch die Unterstellung, dass dieses Standardverfahren angeblich zu massiven Umweltbeeinträchtigungen in den USA im Zusammenhang mit der Schiefergasförderung geführt haben soll. Unter Betrachtung der gesamtwissenschaftlichen Erkenntnisse hat diese Unterstellung jedoch wenig Bestand. Weiterhin verantwortlich für die Diskussion um die niedersächsische Erdgasgewinnung sind räumlich eng begrenzte Kontaminationen an Lagerstättenwasserleitungen aus Polyethylen. Dieser erste Teil einer kritischen Betrachtung zur nunmehr bekanntgewordenen Erschwerung der Genehmigung von Erdgasgewinnungsprojekten in Niedersachsen soll zunächst die Hintergründe der Debatte beleuchten. Aufgrund der Komplexizität ist das nur übersichtsartig möglich. In einem zweiten folgenden Teil wird die Pressemitteilung der verantwortlichen Minister dazu kommentiert.

1. Einleitende Anmerkungen

In niedersächsischen Erdgaslagerstätten wurden seit 1961 Fracarbeiten durchgeführt. Insgesamt kamen bis zum Stopp 2011 über 300 Einzelmaßnahmen in mehr als 100 Bohrungen zusammen[1]. Die Umweltschäden beliefen sich dabei auf sage und schreibe NULL[2]. Das trifft selbstverständlich auch auf Grundwasserkontaminationen zu, die seitens der Gegnerschaft quasi als zwangsläufige Folge der Anwendung von Hydraulic Fracturing angesehen werden, obwohl es bei über 2 Millionen durchgeführten Fracmaßahmen nach Recherchen der Shale Gas Information Platform lediglich zu einem einzigen Grundwasserschaden gekommen sein soll[3]. Dabei wurde laut