Energieerzeugung



Solar Impulse – Wegweiser in die Zukunft?

31. März 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Photovoltaik

Ein Beitrag von Irene und Simon Aegerter (kaltduschenmitdoris.ch)

Darf man sich für eine Technologie begeistern, obwohl sie durch das deutsche EEG mit Milliardenbeträgen aus den Taschen der Verbraucher subventioniert wird? Man darf, meine ich. Denn Technophobie in Politik und Gesellschaft kann nur konstruktiv kritisieren, wer sich selbst einer solchen enthält. Gemeint ist hier konkret die Photovoltaik. Die technische Lösung, durch die mittels geschickt kombinierter halbleitender Materialien aus Licht direkt Strom erzeugt wird, ist zwar einfach zu verstehen, aber nicht trivial zu entwickeln. Die Verknüpfung von Möglichkeiten der Festkörper-, Atom- und Strahlenphysik in einer Solarzelle weist eine Eleganz auf, die beispielhaft für den Weg von der naturwissenschaftlichen Beschreibung von Phänomenen zur Innovation steht. Die sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten der Photovoltaik sind vielfältig. Aber ihr Fähigkeiten anzudichten, über die sie einfach nicht verfügt, prinzipiell nicht verfügen kann, ist auch nur eine perfide Form der Technikfeindlichkeit. Wer die Grenzen einer Technologie nicht erkennt oder nicht erkennen will, der handelt fahrlässig und im Ergebnis kontraproduktiv.  Dies gilt für die Energieversorgung eines hochindustrialisierten Landes ebenso, wie für den Flugzeugbau.

Solar Impulse ist ohne jede Frage ein herausragendes Stück Ingenieurskunst. Deswegen schmückt das im Bild gezeigte Modell auch mein Büro. Aber wenn Bertrand Piccard und sein Team den



Neu auf der Achse: Tim Tressel zu Gabriels Klimaabgabe

25. März 2015 | Von | Kategorie: Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Energiewende, Kohle, Politik

achselogoAuf der Achse des Guten beschäftigt sich Tim Tressel mit dem Vorhaben unseres Bundeswirtschaftsministers, künftig eine “Klimaabgabe” von Kohlekraftwerken zu erheben. Dieser Plan kann wie folgt charakterisiert werden:

Bekanntermaßen funktioniert der Emissionshandel innerhalb der Europäischen Union kaum, und aus Sicht des Wirtschaftsministers liegt dies unter anderem an den zu geringen Preisen für die Zertifikate. Dieses Problem möchte Sigmar Gabriel jetzt beheben, indem das neue Gesetz Kraftwerken, die älter als 20 Jahre sind, eine feste Menge von CO2-Ausstoß gestattet und darüber hinaus Strafzahlungen von 18 bis 20 Euro für jede Tonne, die den festgelegten Betrag übersteigt, vorsieht. Mit diesem Geld möchte der SPD-Vorsitzende CO2-Zertifikate am Markt einkaufen und somit die Preise erhöhen.

Neben der Frage der bedrohten Arbeitsplätze – geschätzt 30.000 in der Braunkohleindustrie und weiteren 70.000 bei Zulieferern (hinzu eine unbekannte Zahl durch Folgeeffekte, etwa das Abwandern der energieintensiven Produktion) – fällt doch der Mangel an Logik in diesem Konzept sofort auf:

Das Allerschlimmste an diesem Vorhaben ist, dass es reine Kosmetik ist, um die deutschen Klimaschutzziele im Alleingang zu erreichen. Denn, wenn die Kraftwerke abgeschaltet werden, dann zahlen sie auch keine Strafen und der Minister nimmt kein zusätzliches Geld ein, um neue CO2-Zertifikate einzukaufen. Dann stehen sowohl die Zertifikate



Kein Klimaschutz ist der bessere Klimaschutz

23. März 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Emissionshandel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Politik

ego150Für den gemeinen Klimaschützer ist das Leben auf verwirrende Weise durcheinander. Sitzt er auf der heimischen Couch, vermitteln ihm die durch die Medien ungeprüft verbreiteten Behauptungen der Politik und einiger Wissenschaftler den Eindruck, die Vermeidung der bevorstehenden Apokalypse wäre die einzig relevante Aufgabe unserer Zeit. Tritt er dann durch die Tür, landet er in einer Realität, die sich wie seit Jahrhunderttausenden nur um Sex, Drugs & Rock’n Roll dreht. Klimaschutz? Finden wahrscheinlich die meisten irgendwie wichtig. Aber im Alltag kümmert es keinen. An dieser Diskrepanz können labile Geister schon verzweifeln. Man erkennt dies an einem zunehmend aggressiven und ideologisierten Alarmismus, wie ihn Naomi Klein pflegt. Die weniger labilen dagegen werden zu Skeptikern.

Für den klugen Politiker sind die Alarmisten die bei weitem wichtigere Zielgruppe. Denn diese haben ja ihre Ansprechbarkeit für Angstkampagnen bereits belegt. Nun gilt es einerseits, dem politischen Gegner nicht das Feld kampflos für die Mobilisierung zu überlassen. Andererseits soll natürlich auch die eigene Klientel beruhigt werden, damit sie nicht wegen eines konstruierten Problems zum Gegner überläuft. Skeptiker hingegen sind viel zu skeptisch, um auf verbalen Aktivismus hereinzufallen.

Denn mehr hat ein Politiker in der heutigen komplexen, dynamischen und vernetzten Welt nicht zu bieten. “Wir wollen”, “wir müssen”,



Fukushima: Die Menschen leben weiter und die Wahrheit stirbt

15. März 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Kernenergie, Politik

ego150Zugegeben, die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization WHO) mag ich nicht besonders. Da laufen schlicht zu viele missionarische Eiferer herum, die in meine persönliche Lebensgestaltung eingreifen möchten. Die Etablierung restriktiver Vorschriften in nationalen Gesundheitsgesetzgebungen gelingt der WHO gut. In der Energiepolitik hingegen meldet man sich nicht zu Wort. Obwohl man auch dazu einiges zu sagen hätte. Man denke nur an die Gesundheitsgefährdung durch offene Feuer in Wohnräumen, die viele Menschen in den Entwicklungsländern noch immer in Kauf nehmen müssen. Weil ihnen keine sauberen Energieträger wie Erdgas und auch nicht ausreichend Elektrizität zum Kochen und Heizen zur Verfügung stehen.

Kernkraftwerke könnten für solche Gesellschaften viel Gutes bewirken. Wenn sie denn nicht, wird manch ein Zeitgenosse nun einwenden, wenn sie denn nicht explodieren und zehntausende in den Tod reißen. Wie in Fukushima.

Wie in Fukushima? Die WHO sagt etwas anderes. Sie hat im Jahr 2013 einen Bericht veröffentlicht, der sich mit den gesundheitlichen Folgen des Störfalls im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi auseinandersetzt. Bis heute ist dies die wichtigste und umfassendste wissenschaftliche Referenz zu diesem Thema. Auf die Frage nach der Anzahl der Todesopfer gibt die Untersuchung eine eindeutige Antwort: Null.

No acute effects of radiation exposure such as acute radiation syndrome or skin injuries



ARD-Nachtmagazin: Durch den Atomgau von Fukushima kamen mehr als 18.000 Menschen ums Leben

14. März 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen

NachtmagazinDas ARD-Nachtmagazin berichtet anlässlich der Tsunami-Katastrophe von vor vier Jahren am 12.03.2015 über den Atomgau von Fukushima. Demnach kamen durch den Atomgau und die Kernschmelze mehr als 18.000 Menschen ums Leben.



Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok, im Gedenken an die 20.000 Opfer der Atom-Katastrophe in Fukushima

12. März 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen

SchostokGemeinsam mit Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel wurde mit den Bürgern der Stadt Hannover am 11.03.2015 an die 20.000 Opfer der “Atom-Katastrophe” in Fukushima von vor vier Jahren gedacht.



Irgendwo weht immer Wind, oder?

12. März 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Windkraft

“Irgendwo weht immer Wind” ist die lapidare Antwort, die gerne gebraucht wird, wenn man auf den unsteten Charakter der Windkraft hinweist. Gemeint ist damit dann meist, dass man die Schwankungen der Stromproduktion durch Wind irgendwie ausgleichen könnte, wenn man zum Beispiel Windkraftanlagen über ganz Europa verteilen würde. Denn , irgendwo weht ja immer Wind, oder?

Dass diese Aussage so pauschal nicht nur nicht richtig ist, sondern sogar grundfalsch, zeigt die folgende Momentaufnahme aus dem Januar 2015 von Rolf Schuster.

 

Einspeisung Wind De, Se, Dk, Fr

Wenn Politiker, wie etwa die Grüne Bärbel Höhn, sich derart äußert, dann lässt man das noch so durchgehen. Sie dient damit ja nur Ihrer Partei und der grünen Agenda. Und schließlich weiß sie das ja auch nicht besser. ja, glaubt vermutlich sogar ihren Worten.

Anders sieht es aus, wenn solche Worte von jemandem kommen, der es besser wissen muss, schon allein weil er sich jeden Tag professionell mit dem Thema beschäftigt. So jemand ist Professor Jürgen Schmidt, seines Zeichens Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energie-Systemtechnik (IWES) in Kassel. Seine Antwort auf die Frage, ob bei einem weiteren Ausbau der “Erneuerbaren” überhaupt eine sichere Stromversorgung garantiert werden könne:

Viel einfacher ist es, wenn man die Stromversorgung europaweit aufzieht –