Ende des Bio-Irrwegs
7. Dezember 2011 | Von Quentin Quencher | Kategorie: Artikel, Biomasse, Blog
So kommentiert Daniel Lingenhöl in Spektrum.de eine neue Vorgabe der Europäischen Union, wonach auch indirekte Landnutzungsänderungen in den CO₂-Bilanzen berücksichtigt werden müssen und das Ende des Biodiesel bedeuten könnte:
“Durch diese Umwandlung – die nicht direkt auf die Agrarkraftstoffproduktion zurückgeht, aber von ihr ausgelöst wurde – werden jedoch enorme Mengen Treibhausgase wie Kohlendioxid freigesetzt. Müssen diese in die Klimabilanz von Biodiesel und Co einfließen, verschlechtert sich deren ökologischer Fußabdruck gewaltig: Statt grün und klimaneutral erscheinen sie nun ebenso schmutzig wie ihre fossilen Konkurrenten aus Erdöl. Viele Wissenschaftler wie der Nobelpreisträger für Chemie Paul Crutzen oder der Klimaforscher Stefan Rahmstorf raten deshalb von der Nutzung von Biomasse als Treibstoff vehement ab. Und für die meisten Ökologen und Naturschützer sind Agrarkraftstoffe ohnehin bereits ein rotes Tuch, weil sie die Zerstörung von artenreichen Wäldern in den Tropen antreiben oder hierzulande riesige, intensiv bewirtschaftete Monokulturen aus Mais oder Raps fördern.”
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Nein, so viele Leute wie auf dem Bild unten zu sehen, waren dann doch nicht da. Ich habe siebzehn Gäste gezählt, die nicht der Gruppe der Veranstalter und geladenen Experten zugeordnet werden konnten. Man hatte sich allerdings redlich Mühe gegeben. Ein schöner Veranstaltungsort, kostenlose Getränke in großer Vielfalt und sogar ein Snack waren vorbereitet. Die Moderatorin (vom 

…obwohl mein Auto E10 problemlos vertragen würde. Denn Superbenzin mit 10% beigemischtem Bioethanol ist ein minderwertiges Produkt. Es enthält je Liter etwa 2% weniger Energie als das bisherige E5. Umgerechnet auf einen Preis von 1,50 Euro entspräche das einem Wertunterschied von 3 Cent. Hinzu tritt die oft unterschätze Komplexität einer analogen Verbrennungskraftmaschine. Wieviel man letztendlich von einem zwar teureren, aber klopffesteren Kraftstoff verbraucht, hängt neben dem Energieinhalt auch von der Einstellung des Motors und dem individuellem Fahrprofil ab. Es lassen sich kaum allgemeingültige Regeln aufstellen, aber mein Selbstversuch der vergangenen Woche, bei dem ich mehrere hundert Kilometer auf allen Straßenkategorien zurückgelegt habe, zeigte es eindeutig: Für mich lohnt sich Super Plus auch bei einer Preisdifferenz von 6 Cent pro Liter, wie sie an meiner Stammtankstelle besteht.
Der Mythos, die Wälder der Welt würden dramatisch schrumpfen, begleitet uns seit Jahrzehnten. Wenn ich mich an die Warnungen meiner Schulzeit erinnere, an die dramatischen Bilder von Holzeinschlägen im Amazonasgebiet, von Bränden in Südostasien und Plantagen in Afrika und Mittelamerika, an die dringlichen Apelle, keine Tropenhölzer mehr zu nutzen und auch kein Papier, dann komme ich zu dem Schluß, der Wald müsse mittlerweile wohl gänzlich verschwunden sein. Der Blick aus dem Fenster belehrt mich ebenso eines besseren, wie das Studium von Satellitenbildern und Luftaufnahmen. Und spätestens seit Lomborgs “Apocalypse No!” könnte eigentlich jeder wissen: Die Wälder schrumpfen zwar, aber keineswegs in nennenswertem Umfang.


