Erdgas



Verbalberserker: Ralph Sina

2. August 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Erdgas, Medien, Unkonventionelles Gas und Öl

avatar-quentinDas Wort »Rage« wurde, lt. wiktionary.org, aus dem Französischen übernommen und hat dort unter anderem die Bedeutungen Berserkerwut, Tollwut oder Raserei. Im Deutschen wird es gerne in der Redewendung »in Rage reden« gebraucht, oder jemanden »in Rage versetzen«. Wer sich in Rage redet, begeht sozusagen einen verbalen Amoklauf, alles was irgend im Weg steht wir ohne Prüfung vernichtet, herab gewürdigt mit Argumenten, die ihrerseits nicht geprüft oder bewertet wurden, sondern gerade eben zur Hand waren. Der in Rage geratene schlägt zu, so scheint es, mit dem was er auf die Schnelle zu greifen bekommt. Berserkerwut kann sich also auch verbal zeigen.

Verbalberserker wirken auf Zuhörer zweierlei, mitreißend auf diejenigen die die Wut teilen, und abstoßend auf die anderen, manchmal auch einschüchternd, weil man glaubt gegen die gewaltigen Wortwaffen keine adäquate Antwort zu haben, oder weil man einen Kampf scheut der nur, auch in verbaler Form, Niederlage oder Sieg kennt. Und genau diese beiden Reaktionen sind auch gewünscht und werden vom Verbalberserker genau einkalkuliert. Die Mitstreiter anfeuern und die Gegner einschüchtern. Wie auf dem Sportplatz, oder mit einer Militärparade, oder rituellen Drohgebärden im Tierreich. Der Gegner soll den Schwanz einkneifen und sich trollen,



Niedersachsen erschwert Genehmigung von Erdgasgewinnungsprojekten Teil I

22. März 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas, Unkonventionelles Gas und Öl

08_Buchhorst_T12_bearb2Seit fast drei Jahren stockt die Genehmigung von hydraulischen Fracmaßnahmen in niedersächsischen Erdgaslagerstätten. Das ist bedingt durch die Unterstellung, dass dieses Standardverfahren angeblich zu massiven Umweltbeeinträchtigungen in den USA im Zusammenhang mit der Schiefergasförderung geführt haben soll. Unter Betrachtung der gesamtwissenschaftlichen Erkenntnisse hat diese Unterstellung jedoch wenig Bestand. Weiterhin verantwortlich für die Diskussion um die niedersächsische Erdgasgewinnung sind räumlich eng begrenzte Kontaminationen an Lagerstättenwasserleitungen aus Polyethylen. Dieser erste Teil einer kritischen Betrachtung zur nunmehr bekanntgewordenen Erschwerung der Genehmigung von Erdgasgewinnungsprojekten in Niedersachsen soll zunächst die Hintergründe der Debatte beleuchten. Aufgrund der Komplexizität ist das nur übersichtsartig möglich. In einem zweiten folgenden Teil wird die Pressemitteilung der verantwortlichen Minister dazu kommentiert.

1. Einleitende Anmerkungen

Bötersen Z11, März 2012 chef79

Bötersen Z11, März 2012 chef79

In niedersächsischen Erdgaslagerstätten wurden seit 1961 Fracarbeiten durchgeführt. Insgesamt kamen bis zum Stopp 2011 über 300 Einzelmaßnahmen in mehr als 100 Bohrungen zusammen[1]. Die Umweltschäden beliefen sich dabei auf sage und schreibe NULL[2]. Das trifft selbstverständlich auch auf Grundwasserkontaminationen zu, die seitens der Gegnerschaft quasi als zwangsläufige Folge der Anwendung von Hydraulic Fracturing angesehen werden, obwohl es bei über 2 Millionen durchgeführten Fracmaßahmen nach Recherchen der Shale Gas Information Platform lediglich zu einem einzigen Grundwasserschaden gekommen sein soll



Zwei Umfragen zum Fracking in Deutschland

11. März 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Unkonventionelles Gas und Öl

header_47Das Helmholtz Zentrum führt im Rahmen eines Forschungsprojektes zwei Umfragen zur Akzeptanz der Förderung von unkonventionellem Erdgas in Deutschland durch (mehr zur Technologie und zum Potenzial in Deutschland hier).

Die erste Umfrage beschäftigt sich lediglich mit zwei Fragen, nämlich ob man glaubt Fracking wäre in Deutschland “Socially Acceptable” ist (Wobei es mir ein Rätsel ist warum diese klar für Deutschland gemachte Umfrage nur in englisch durchgeführt wird) und ob man persönlich die Förderung von unkonventionellem Gas in der Nähe seines Hauses oder Arbeitsplatzes akzeptieren würde. Zur Umfrage geht es hier, die bisherigen Ergebnisse lassen sich hier einsehen.

Die Zweite Umfrage ist etwas umfangreicher. Die Beantwortung der Fragen nimmt etwa 10 Minuten in Anspruch. Man kann dabei seine persönlichen Daten angeben und erhält dadurch weitere Informationen über die Umfrage (das habe ich gemacht), oder man kann anonym teilnehmen. Ich werde hier, so Informationen verfügbar sind, über den weiteren Verlauf der Umfrage berichten. Wer sich also anonym teilnehmen möchte, verpasst dadurch nichts. Hier der Link zur Umfrage.

Ich würde unterstellen dass die Leser dieser Seite, was das Thema unkonventionelles Gas und Hydraulic Fracturing angeht, eher überdurchschnittlich gut informiert sind. Von daher können die Macher der Umfrage von einer



“5 vor Frack”/ Bötersen: Demo gegen Fracking/ Krebs durch Fracking?

23. Februar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Gesundheit, Kurioses, Ökologismus

FrackingDie Frackingangst treibt so mach seltsame Blüte. NDR Hallo Niedersachsen berichtete gestern um 19:30 über eine Anti-Fracking-Demo in Bötersen bei Rotenburg. Die Angst geht dort und in nahe gelegenen Söhlingen um, dass Fracking und die dabei zum Einsatz kommenden Frackfluide, oder undichte Leitungen zum Transport von Lagerstättenwasser und verunreinigtes Lagerstättenwasser, welches in den Boden gepresst wurde, Krebs auslösen könnten.



Das Energiepolitische Manifest

30. Januar 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Erdöl, Innovationspolitik, Kernenergie, Kohle, Photovoltaik, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl, Wasserkraft, Windkraft, Wirtschaftsförderung

Hinweis: Das “Energiepolitische Manifest” der drei Autoren Günter Keil, Michael Limburg und Burkard Reimer wird seit heute in mehreren Teilen bei EIKE veröffentlicht. Ich stelle hier das Papier in voller Länge zur Verfügung. Zur Generierung einer druckfähigen und vielleicht besser lesbaren pdf-Datei findet sich eine Funktion am Ende des Textes.

Manifest

Energiepolitisches Manifest

Argumente für die Beendigung der Energiewende

von Günter Keil, Michael Limburg und Burkard Reimer

Hinweis zur Einordnung dieses Papiers

Die Autoren wirken in einer Gruppe von Fachleuten mit, die Bewertungen und Vorschläge zur Energiepolitik für die Partei „Alternative für Deutschland “ (AfD) erarbeitet. Es handelt sich dabei um den Bundesfachausschuss Energiepolitik (BFAE) der AfD.

Der Inhalt des vorliegenden Papiers ist zum Teil in die Programm-Arbeit der AfD eingeflossen, es gibt jedoch ausschließlich die Meinung der Autoren wieder und ist kein Programm-Papier der AfD. Politische Grundsätze und Ziele dieser Partei werden auf einem in Vorbereitung befindlicher Programmparteitag nach eingehender Beteiligung ihrer Landesverbände beschlossen – dieser Prozess und seine Ergebnisse bezüglich der künftigen Energiepolitik der AfD sind abzuwarten.

Gliederung

Vorwort

1. Klimaschutz – das Hauptziel der Energiewende wurde bereits aufgegeben

2. Faktencheck: Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG, Energie-Einsparverordnung EnEV, Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz  EEWärmeG und Energiewende

   2.0    Physik und Technik des elektrischen Stromes versus Ideologie



“Fracking” Thema im Koalitionsvertrag – Kritische Anmerkungen dazu

1. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas

Vor ungefähr drei Jahren erfuhr die breite Öffentlichkeit, dass in Deutschland nach Erdgasvorkommen in Schiefergesteinen, die reich an organischer Substanz sind und somit potenziell gasführend sowie in Kohleflözen gesucht wird. Um Erdgas aus diesen Lagerstättentypen wirtschaftlich fördern zu können, ist grundsätzlich (Schiefergas) bzw. häufig (Kohleflözgas) das seit über 6 Jahrzehnten angewendete Hydraulic Fracturing-Verfahren notwendig.

1. Vorbemerkungen

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Ungefähr zeitgleich mit dem Bekanntwerden erschien der inzwischen in vielerlei Hinsicht widerlegte Film “Gasland”[1], der das bewährte Standardverfahren in Miskredit brachte. Leider wurde dieser Film nicht nur in Deutschland wohlwollend aufgenommen und führte zu einer emotional und von Seiten der Gegnerschaft häufig unsachlich geführten Debatte um das Fracverfahren. Das führte u.a. dazu, dass selbst die Erschließung von Lagerstättentypen, in denen Hydraulic Fracturing-Maßnahmen seit 50 Jahren durchgeführt wurden, ins Stocken geriet. Ursache hierbei ist nach Ansicht des Verfassers die mangelnde Differenzierung zwischen den Lagerstättentypen seitens der Gegnerschaft und der sekundierenden Medien wie z.B. der NDR oder Lokal- /Regionalblätter wie die “Kreiszeitung” oder die “Westfälischen Nachrichten”. Aber auch in überregionalen Formaten wie der “Tagesschau” wird ohne wissenschaftliche Evidenz die international millionenfach angewendete Stimulationsmethode durch nach Ansicht des Verfassers “grünideologisch” geprägte Journalisten (z.B. Jürgen Döschner, WDR/ARD) ins schlechte Licht gerückt. Ohne es zu belegen, behauptete



Die verschiedenen Formen des Hydraulic Fracturing

11. November 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Unkonventionelles Gas und Öl

012_ML14_1Über Hydraulic Fracturing zur Gewinnung von Erdgas wird seit fast 3 Jahren in Deutschland intensiv diskutiert. Hintergrund ist dabei, dass kurz nachdem mit der Exploration unkonventioneller Lagerstätten begonnen wurde, der inzwischen längst in nahezu sämtlichen Belangen als unwahr enttarnte Film “Gasland” herauskam (siehe dazu auch den gelungenen Artikel von Tritium “Fracking in den USA – ‘Gasland’ und die Fakten” hier bei Science Skeptical). Dieser war mit seinen Falschdarstellungen nicht nur bezüglich des Hydraulic “Fracking” Fracturings sondern auch wegen der angeblichen Folgen dieses seit sechs Jahrzehnten angewendeten Verfahrens ein gefundenes Fressen für Umweltbesorgte und unsere sensationsgierigen Medien. Darauf soll hier nicht weiter eingegangen werden, es finden sich auf dem Blog “Erdöl und Erdgas in Deutschland” einige Artikel zum Thema. Vielmehr möchte ich in diesem Beitrag die unterschiedlichen Formen des Frac-Verfahrens vorstellen und kurz erläutern.

Ursprüngliches Hydraulic Fracturing

Im Jahr 1947 wurde die erste hydraulische Fracmaßnahme durchgeführt, und zwar im Hugoton-Feld im Süden von Kansas. Dabei kamen ca. 4000 Liter angedicktes (geliertes) Benzin, auch aus Kriegseinsätzen bekannt als Napalm (naphthenic-acid-and-palm-oil) sowie im Anschluss ein Gelbrecher zum Einsatz. Dabei wurde eine ca. 800 Meter tief liegende Erdgaslagerstätte in einer Kalksteinformation gefract, allerdings zunächst ohne den erhofften Erfolg, die Produktionsrate der Bohrung bedeutend zu