Erdgas



Rösler zeigt Kante

6. Januar 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Innovationspolitik, Kohle, Politik, Wirtschaftsförderung

Ich habe die Rede zwar nicht live anschauen können, aber in dem veröffentlichten Text finde ich mich an vielen Stellen wieder. Natürlich ist Science Skeptical politisch unabhängig. An einigen Stellen haben wir aber schon über eine mögliche Rückkehr der Vernunft in die deutsche Politik diskutiert. Viele Leser identifizierten dabei die FDP als eine der wenigen verbliebenen Chancen, eine Stimme gegen die schleichend realisierte Ökodiktatur in diesem Land  in den Parlamenten und Regierungen zu verankern. Daher möchte ich mit einigen Zitaten Philipp Röslers Rede zum Dreikönigstreffen hier zur Diskussion stellen.

Es geht um die Frage, ob Wachstum auch zukünftig noch den Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten und Zukunftschancen für unsere Kinder ermöglichen wird.

Genau. Es geht exakt darum.

In dieser Auseinandersetzung gibt es die Fortschrittsverweigerer, die Pessimisten und Gutmenschen. Die, die reflexartig den warnenden und belehrenden Zeigefinger erheben, wenn man von der Notwendigkeit des Wachstums spricht, von Zukunftschancen und den Möglichkeiten der Globalisierung. Gefahren über Gefahren, die angeblich überall lauern.

Endlich wurden die Gegner klar benannt.

Wir Liberale bekennen uns zu Fortschrittsoptimismus und Zukunftschancen. Zu Weltoffenheit und Freiheit durch Verantwortung.

Es wurde Zeit, diesen Gemeinplatz wieder einmal deutlich herauszustellen.

Das ist nicht neu: Sie alle kennen das Buch des Club of Rome “Die



Energiezukunft 2050……..der wirklich ergebnisoffene Bürgerdialog

16. September 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Kohle, Wasserkraft, Windkraft

Gestern Abend bei einem leckeren Bier mit Freunden, kam die Diskussion zwangsläufig auch auf den Bürgerdialog “Energietechnologien für die Zukunft”des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu sprechen. Kritisiert wurden die engen Grenzen dieses Dialogs und auch die teilweise unverständliche Zensur bei so manch einen Kommentar, der durchaus objektiv Mängel aufzeigte oder neue Ideen brachte.
Plötzlich fragte mich ein guter Freund, ja warum macht Ihr denn keinen eigenen, ergebnisoffenen Bürgerdialog auf?

Nun gut, ich weiß natürlich nicht wie unsere Leser darauf reagieren werden, sind doch fast alle Themen und Technologien zur Sprache gekommen, von absoluter Ablehnung bis zur völligen Zustimmung, alles schon mal da gewesen.

Ich wage dieses kleine Experiment einfach trotzdem, da es hier um nichts anderes geht als um die wichtigste Infrastruktur unserer Nation. In Anbetracht des Atomausstieges und der extremen Förderung der erneuerbaren Energie steht Deutschland kurz vor der Katastrophe eines Zusammenbruchs des Energienetzes. Die bisher gemachten Vorschläge und Expertenbeiträge beim Bürgerdialog des BMBF sind weder realistisch noch in absehbarer Zeit aufzubauen.

Liebe Leser und Leserinnen, liebe Freunde und Gegner der Erneuerbaren, liebe Freunde und Gegner der Kernkraft, hiermit fordere ich alle auf, ihre Gedanken und Ideen bezüglich der Energiezukunft Deutschlands zu äussern.
Da Deutschland im europäisch Verbundnetz …



Bürgerdialog: Bürgerwerkstatt ohne Bürger

27. August 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Innovationspolitik, Kernenergie, Kohle, Politik, Wasserkraft, Windkraft, Wirtschaftsförderung

Nein, so viele Leute wie auf dem Bild unten zu sehen, waren dann doch nicht da. Ich habe siebzehn Gäste gezählt, die nicht der Gruppe der Veranstalter und geladenen Experten zugeordnet werden konnten. Man hatte sich allerdings redlich Mühe gegeben. Ein schöner Veranstaltungsort, kostenlose Getränke in großer Vielfalt und sogar ein Snack waren vorbereitet. Die Moderatorin (vom IFOK) war sehr bemüht und hat ihre Sache nicht schlecht gemacht – wenngleich das im Gesicht scheinbar festgefrorene Grinsen auf Dauer ermüdete. Gute Laune sollte verbreitet werden, man wollte die Leute offensichtlich nicht nur für die Energiewende, sondern auch für den Bürgerdialog an sich begeistern und gleichzeitig einen Impuls für eigenes Engagement setzen. “Was kann jeder persönlich in seinem Umfeld für den Erfolg der Energiewende tun?” war daher auch die Leitfrage für den letzten Teil der Veranstaltung. Aber der Reihe nach…

 

Es begann mit der Begrüßung durch den Gastgeber (Braunschweig Energy, das örtliche Stadtwerk), dessen Vorstandsvorsitzender Francis Kleitz das folgende bedenkenswerte Zitat des französischen Literaten Denis Diderot zum besten gab:

“Wer den falschen Weg nimmt, verirrt sich um so mehr, je schneller er geht.”

Natürlich wurde dieser Satz in den dann folgenden 90 Minuten nicht mehr bedacht, man konnte …



Relativ gedacht ist absolut daneben…

28. Mai 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Kohle, Politik

Die Siemens-Postille “Pictures of the Future” schaue ich immer wieder gerne durch. Weil der krampfhafte Versuch, über das nicht zu berichten, mit dem man wirklich Geld verdient, mittlerweile absurd-komische Züge annimmt. Auf der Hannover-Messe ist man wenigstens ehrlich und zeigt die Anlagen- und Kraftwerkstechnik für den konventionellen Bereich, sprich vor allem für die Gewinnung und Nutzung fossiler und sonstiger mineralischer Ressourcen aller Art. In “Pictures of the Future” dagegen ist alles nur noch Öko. In den kommenden 30 Jahren, so die Botschaft, schafft sich Siemens einfach ab. Die PR-Abteilung würde natürlich sagen “Wir erfinden uns immer neu!”. Tja, wenn PR-Leute etwas erfinden, ist es eben meistens unbelastet von jeglichem Bezug zur Realität.

An der aktuellen Ausgabe hat mich zumindest eines positiv überrascht: Die Ausrufung des “Stromzeitalters”. Klar ist das im Sinne des Konzerns, denn viele Komponenten für die Regelung und Verteilung von Elektrizität sind unabhängig von der Art der Stromerzeugung. Aber angesichts der gegenwärtigen Debatten um die “Energiewende” verwundert es dann doch, wenn endlich einmal aus der Wirtschaft offen und deutlich die Aussage getroffen wird, daß wir in Zukunft einen höheren Elektrizitätsbedarf haben könnten, und nicht etwa sicher von einem sinkenden auszugehen ist. Siemens benennt drei wesentliche Argumente:

  • Effizienzsteigerungen im


Inseln der Stabilität

8. April 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Kohle

Beim Anblick der fraktal anmutenden Strukturen eines großen Chemiewerkes stellt sich mir unweigerlich die Frage, ob man denn immer ganz genau weiß, in welchem Rohr welches Produkt fließt oder fließen sollte. Im Verlauf der Jahrzehnte gehen schließlich Dokumente und Pläne verloren, Betriebszustände werden umgestellt, das Personal ändert sich. Bei der Rundfahrt durch die Anlage, die mit mehr als 500 Hektar viel zu groß für einen Rundgang ist, konnte der Vertreter des Unternehmens angesichts dieser Anmerkung sein Schmunzeln nicht verbergen. Ja, so räumte er ein, Informationsverluste dieser Art geschähen durchaus – und nicht einmal selten. Wenn niemand mehr da sei, von den alten Hasen, in deren Köpfen die erforderlichen Kenntnisse noch steckten, dann bliebe oft nur eine Möglichkeit: Man müsse die Leitungen abgehen, um zu sehen, woher sie kommen und wohin sie führen.

Die verwirrende Komplexität einer modernen chemischen Großproduktion scheint mir eine nützliche Metapher für das vielbeschworene “Smart Grid” zu sein. Für das “intelligente Stromnetz”, das sowohl als notwendige wie auch als hinreichende Vorbedingung des von vielen herbeigesehnten “Zeitalters der NIEs” gilt. Denn seine Komplexität hinsichtlich der statischen Infrastrukturen wie auch hinsichtlich der dynamischen Zustandsänderungen spottet jeder Beschreibung. Und wer sich gelegentlich Problemen wie den einleitend geschilderten gegenübersieht, …



Störfall in AKW; welche Perspektive danach

14. März 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Erdgas, Kernenergie, Politik

Zugegeben, der Titel ist provokativ, doch hilft es nicht vor der derzeitigen Entwicklung die Augen zu verschließen. Egal wie die Störfälle in Japan noch ausgehen werden, alle hoffen das es glimpflich sein wird, es wird in nächster Zeit die ohnehin andauernde Diskussion über den Atomausstieg bestimmen. Ich stehe nach wie vor positiv zur Kernkraft, vor allem was die nächsten Generationen von Reaktoren betrifft. Auch würde ich mich der Forderung nach Stilllegung der ältesten Meiler in Deutschland anschließen, wenn diese durch neue Kernkraftwerke ersetzt werden würden. Doch ob das politisch hierzulande durchsetzbar sein wird, dürfte mehr als fraglich sein.

Die Bundesregierung argumentiert in Bezug auf die Laufzeitverlängerung immer auch, dass die abgeschöpften Gewinne zum weiteren Ausbau der NIE verwendet werden. Sollte diese Laufzeitverlängerung kippen, wären auch diese Abschöpfungen hinfällig, die NIE müssten auf andere Weise gefördert werden. Doch den Stromkunden noch mehr Umlagen aufzubürden, dürfte jeder Regierung schwer fallen. Mit was also wollen wir die Kernkraft also ersetzen? NIEs sind nicht dazu imstande, kurzfristig schon gar nicht. Geeignete Speichertechnologien sind auch nicht vorhanden. Bleibt also nur Kohle, Öl, Gas.

Öl können wir auch gleich wieder vergessen, das spielt bei der Stromerzeugung keine Rolle. Für Kohle und Gas sind die Technologien vorhanden, …



Ich tanke Super Plus…

4. März 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

…obwohl mein Auto E10 problemlos vertragen würde. Denn Superbenzin mit 10% beigemischtem Bioethanol ist ein minderwertiges Produkt. Es enthält je Liter etwa 2% weniger Energie als das bisherige E5. Umgerechnet auf einen Preis von 1,50 Euro entspräche das einem Wertunterschied von 3 Cent. Hinzu tritt die oft unterschätze Komplexität einer analogen Verbrennungskraftmaschine. Wieviel man letztendlich von einem zwar teureren, aber klopffesteren Kraftstoff verbraucht, hängt neben dem Energieinhalt auch von der Einstellung des Motors und dem individuellem Fahrprofil ab. Es lassen sich kaum allgemeingültige Regeln aufstellen, aber mein Selbstversuch der vergangenen Woche, bei dem ich mehrere hundert Kilometer auf allen Straßenkategorien zurückgelegt habe, zeigte es eindeutig: Für mich lohnt sich Super Plus auch bei einer Preisdifferenz von 6 Cent pro Liter, wie sie an meiner Stammtankstelle besteht.

Die zwangsweise Einführung von E10 verdeutlicht einmal mehr, wie sehr sich Ziele wie Klimaschutz auf der einen und Effizienzsteigerung auf der anderen Seite widersprechen. Mit den NIEs jubelt uns die Politik genau das unter, was die Abkürzung besagt: Neue ineffiziente Energieträger, die nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt mehr belasten, als die konventionellen und hochentwickelten Technologien. Beim Bioethanol sind die Energiedichte (die nur etwa die Hälfte der herkömmlichen Benzins ausmacht) und …