Erdgas



Obama, Xi Jinping und die Energiewende

15. November 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Klimawandel, Kohle, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl

Obama kündigte mehr Klimaschutz an, China macht ebenfalls Versprechungen. Beides braucht man nicht ernst nehmen. Der amerikanische Präsident hat gegenüber der republikanischen Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat keinen Handlungsspielraum mehr. Er kann versprechen was er will, oder auch unterzeichnen was er will, die Wahrscheinlichkeit dass er es durchs Repräsentantenhaus oder den Senat bekommt, ist klein. China kündigt Klimaschutz ab 2030 an, bis dahin steigen die CO₂ Emissionen. Damit ist ein weltweiter Klimaschutz nicht möglich und sämtliche Bemühungen der Europäer, insbesondere Deutschlands, dienen nur der Beruhigung des schlechten Gewissen und sind darauf zurückzuführen, dass man sich nicht traut einzugestehen, dass das ganze Konzept des Klimaschutzes gescheitert ist.

Was in China passiert, taugt als Beispiel für eine ganze Reihe, der Mehrzahl, von aufstrebenden Nationen, die keine Alternative zur Industrialisierung sehen, um ihren Bevölkerungen einen höheren Lebensstandart zu ermöglichen, der natürlich auch von den Bevölkerungen gefordert wird.

Wichtig an der Ankündigung Chinas ist erstens der unverbindliche Charakter der Erklärung, die Chinesen verpflichten sich zu gar nichts, äußern nur eine Absicht, und zweitens, die Definition von »nicht-fossilen Brennstoffen«. In der hiesigen Presse wird das gleich mal als »regenerative Energie« beschrieben, dabei aber meist verschwiegen, dass man in China, und anderswo auch, die Kernkraft



Die gefährliche Utopie der Klimakrieger

12. Oktober 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Erdöl, Kohle, Ökologismus, Politik

ego150“Wie viele weitere Warnungen von Klimaforschern müssen eintreffen, bevor sie ernst genommen werden?” fragt Stefan Rahmstorf angesichts von Computersimulationen, die den Zerfall des westantarktischen Eisschildes prognostizieren. Hypothetische Ereignisse einer fernen Zukunft als “eingetroffene Warnung” zu bezeichnen, entlarvt den Forscher als Aktivisten. Der auch noch verdrängt, daß bis dato keine einzige der vielen Warnungen alarmistischer Klimaforscher eingetroffen ist. Trotzdem kann man eine Antwort geben: Keine. Die jahrzehntelange Propaganda selbsternannter Klimaschützer war überaus erfolgreich. Die Idee von der Notwendigkeit zur Dekarbonisierung ist bereits in einem nicht mehr steigerungsfähigen Ausmaß in der Politik verankert. Das Wort von der Erderwärmung als größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte wird tagtäglich durch die Medien verbreitet. Umwelt- und sonstige Interessenverbänden, Kirchen, Gewerkschaften und ein großer Teil der Wirtschaft agieren in dieser Angelegenheit wie gleichgeschaltet. Selbst die Bevölkerung stimmt dem Raubzug namens Energiewende mehrheitlich zu. Ganz zu schweigen von vielen weiteren Geldverbrennungsaktionen (Elektromobilität) und einer Unmenge an Vorschriften und Gängelungen, die Freiheiten in vielerlei Hinsicht einschränken.

Stefan Rahmstorf und seine Mitkämpfer haben erreicht, was zu erreichen war. Skepsis ist an den Rand gedrängt und lebt nur noch in wenigen Online-Biotopen. Die Präsenz der Apokalypse in unser aller Phantasie kann nicht noch weiter gesteigert werden. Jedes neue Menetekel verpufft daher



Exxon macht mobil: Fracking giftfrei!

29. September 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas, Unkonventionelles Gas und Öl

ego150Der aktuelle Spiegel enthält eigentlich nur drei spannende Seiten. Zwei davon belegt Alexander Neubacher mit einem entlarvenden Artikel darüber, wie Verbraucherschutz den Konsumenten entmündigt. Aber nicht nur Politiker aller Farben halten uns Bürger für verblödet und wollen uns unbedingt vor Erdnüssen warnen, die “Spuren von Nüssen” enthalten können. Auch die Industrie ist leider nicht frei von derartiger Attitüde. Dies zeigt eine Anzeige des Konzerns ExxonMobil auf Seite 77. “Lassen Sie uns über Fracking reden“, regt dort der Vorstandsvorsitzende Gernot Kalkoffen an, und schreibt uns allen einen Brief mit durchaus bemerkenswertem Inhalt.

Dummerweise – oder besser hoffentlich – hat er es nicht selbst geschrieben. Es wird wohl seine von selbsternannten Kommunikationsexperten durchsetzte Marketing-Abteilung gewesen sein. In eigentlich allen großen Unternehmen, wie auch in vielen Forschungseinrichtungen, sind dies Menschen, die vom eigentlichen Geschäft ihrer Firma wenig bis gar nichts verstehen. Die aber der felsenfesten Überzeugung sind, alle Bürger seien heutzutage erstens Ökos und zweitens gerade durch die Ansprache dieser Eigenschaft positiv zu stimmen. “Greenwashing” heißt auf neudeutsch, was in den ersten Sätzen überdeutlich eingesetzt wird:

Deutschland hat sich für die Energiewende entschieden.

Also ich nicht. Und ich denke, die Leser dieses Blogs wohl auch nicht. “Die Politik hat sich für



Fracking und die Lügenmärchen der Ökologisten

10. September 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Unkonventionelles Gas und Öl

Fracking2Panorama und Panorama3 und Panorama – Die Reporter haben kürzlich zum Thema Fracking im NDR und der ARD Reportagen gezeigt, welche eindrucksvoll die Hintergründe der Ökopropaganda, welche hinter der Frackinglüge steckt beleuchten. Herausgestellt hat sich dabei, dass Fracking keine Hochgefahrentechnologie ist, die Ökologisten aber alles daran setzen Fracking zu verteufeln und die Gasgewinnung mit Hilfe von Fracking zu verhindern. Wie sich bei den Recherchen von Panoram herausgestellt sind das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium an dieser Entwicklung mit beteiligt.



Fracking – Warum der Boom der Öl- und Gasförderung weitergeht

4. September 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Nachhaltigkeit, Unkonventionelles Gas und Öl

Rig_wind_riverDie USA verursachen seit einigen Jahren eine Revolution auf dem Gas- und auf dem Ölmarkt. Grund dafür sind neue Fördertechniken, dazu gehört vor allem die Möglichkeit tief unter der Erde horizontal zu bohren und das stimulieren von Gas- und Ölvorkommen in eigentlich zu dichtem Gestein durch das Erzeugen von Rissen mit Hilfe von Wasser, Sand und hohem Druck. Vor allem letztere Methode, das Fracking, ist in den USA und auch ganz besonders auch in Deutschland Gegenstand häufig heftiger Kritik (Hier ein Überblick über die Technologie und Potentiale in Deutschland).

Sorge bereitet den Kritikern dabei am meisten, daß dem Frack-Fluid geringe Mengen Chemikalien beigemischt werden. Da hilft es auch nicht, daß es in den USA trotz vieler Tausend durchgeführter Bohrungen bislang zu keinem ernstzunehmenden Zwischenfall gekommen ist. Und auch  nicht daß von Sachkundiger Seite Entwarnung gegeben wird, wie etwa von der University of Texas oder in Deutschland von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die dem Fracking bei sachgemäßer Durchführung ein äußerst geringes Gefährdungspotential zuschreibt:

“Die Risiken von Fracking-Maßnahmen im geologischen Untergrund stellen sich im Vergleich zu möglichen Unfällen bei obertägigen Aktivitäten als gering dar. durch standortbezogene Voruntersuchungen können Fracking-Maßnahmen so geplant werden, dass ein unkontrolliertes Entweichen der Fracking-Fluide



Verbalberserker: Ralph Sina

2. August 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Erdgas, Medien, Unkonventionelles Gas und Öl

avatar-quentinDas Wort »Rage« wurde, lt. wiktionary.org, aus dem Französischen übernommen und hat dort unter anderem die Bedeutungen Berserkerwut, Tollwut oder Raserei. Im Deutschen wird es gerne in der Redewendung »in Rage reden« gebraucht, oder jemanden »in Rage versetzen«. Wer sich in Rage redet, begeht sozusagen einen verbalen Amoklauf, alles was irgend im Weg steht wir ohne Prüfung vernichtet, herab gewürdigt mit Argumenten, die ihrerseits nicht geprüft oder bewertet wurden, sondern gerade eben zur Hand waren. Der in Rage geratene schlägt zu, so scheint es, mit dem was er auf die Schnelle zu greifen bekommt. Berserkerwut kann sich also auch verbal zeigen.

Verbalberserker wirken auf Zuhörer zweierlei, mitreißend auf diejenigen die die Wut teilen, und abstoßend auf die anderen, manchmal auch einschüchternd, weil man glaubt gegen die gewaltigen Wortwaffen keine adäquate Antwort zu haben, oder weil man einen Kampf scheut der nur, auch in verbaler Form, Niederlage oder Sieg kennt. Und genau diese beiden Reaktionen sind auch gewünscht und werden vom Verbalberserker genau einkalkuliert. Die Mitstreiter anfeuern und die Gegner einschüchtern. Wie auf dem Sportplatz, oder mit einer Militärparade, oder rituellen Drohgebärden im Tierreich. Der Gegner soll den Schwanz einkneifen und sich trollen,



Niedersachsen erschwert Genehmigung von Erdgasgewinnungsprojekten Teil I

22. März 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas, Unkonventionelles Gas und Öl

08_Buchhorst_T12_bearb2Seit fast drei Jahren stockt die Genehmigung von hydraulischen Fracmaßnahmen in niedersächsischen Erdgaslagerstätten. Das ist bedingt durch die Unterstellung, dass dieses Standardverfahren angeblich zu massiven Umweltbeeinträchtigungen in den USA im Zusammenhang mit der Schiefergasförderung geführt haben soll. Unter Betrachtung der gesamtwissenschaftlichen Erkenntnisse hat diese Unterstellung jedoch wenig Bestand. Weiterhin verantwortlich für die Diskussion um die niedersächsische Erdgasgewinnung sind räumlich eng begrenzte Kontaminationen an Lagerstättenwasserleitungen aus Polyethylen. Dieser erste Teil einer kritischen Betrachtung zur nunmehr bekanntgewordenen Erschwerung der Genehmigung von Erdgasgewinnungsprojekten in Niedersachsen soll zunächst die Hintergründe der Debatte beleuchten. Aufgrund der Komplexizität ist das nur übersichtsartig möglich. In einem zweiten folgenden Teil wird die Pressemitteilung der verantwortlichen Minister dazu kommentiert.

1. Einleitende Anmerkungen

Bötersen Z11, März 2012 chef79

Bötersen Z11, März 2012 chef79

In niedersächsischen Erdgaslagerstätten wurden seit 1961 Fracarbeiten durchgeführt. Insgesamt kamen bis zum Stopp 2011 über 300 Einzelmaßnahmen in mehr als 100 Bohrungen zusammen[1]. Die Umweltschäden beliefen sich dabei auf sage und schreibe NULL[2]. Das trifft selbstverständlich auch auf Grundwasserkontaminationen zu, die seitens der Gegnerschaft quasi als zwangsläufige Folge der Anwendung von Hydraulic Fracturing angesehen werden, obwohl es bei über 2 Millionen durchgeführten Fracmaßahmen nach Recherchen der Shale Gas Information Platform lediglich zu einem einzigen Grundwasserschaden gekommen sein soll