Erdgas



Klimawandel ist kein Aprilscherz: Anti-Kohlekraftkette in Garzweiler bei Köln

7. April 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Emissionshandel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Erdöl, Gentechnik, Karbonsteuer, Kernenergie, Klimawandel, Kohle, Kurioses, Medien, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Photovoltaik, Politik, Profiteure, Unkonventionelles Gas und Öl, Wasserkraft, Windkraft

Menschenkette„Kohle stoppen, Klima schützen!”, so lautet das Motto von campact, einem Netzwerk für all diejenigen, denen Klimaschutz, Gentechnikverbot, Frackingverbot, Tierschutz, etc. am Herzen liegt. Mit Aktionen und Kampagnen versucht campact die Welt zu verbessern und das rein “spendenfinanziert” bzw. mit Hilfe solventer Förderer. Die Spenden sind natürlich von der Steuer absetzbar. Eine aktuelle Aktion von campact lautet: „Kohle stoppen, Klima schützen!”



Besteht ein Risiko für die inländische Erdgasversorgung? Ein Gedankenspiel.

9. März 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas

 

ITAG23Am 12. Februar 2015 erschien bei der Wirtschaftswoche (WiWo) ein interessanter und gelungener Artikel von Benjamin Reuter, der sich ausführlich mit der Erdgasversorgung Europas in näherer Zukunft auseinandersetzte. Dabei arbeitete Reuter heraus, dass diese unter keinem guten Stern stünde. Der Artikel Versiegende Vorkommen Europa geht das Erdgas aus” gab Anlass für eine Betrachtung für Deutschland, die hier gedanklich durchgespielt werden soll.

 

1. Einleitung

Erdgasförderbohrung "Püggen 113" in der Altmark ©chef79

Deutschland deckt gegenwärtig seinen Primärenergieverbrauch zu ca. 20 Prozent aus Erdgas, und das bereits seit mehreren Jahren auf stabilem Niveau. Im Jahr 2013 betrug der Anteil z.B. 22,9 Prozent, während die Energieträger Wind und Sonne inklusive Solarthermie lediglich ziemlich exakt 1/10 diese Betrages beisteuern konnten. Die vielgepriesenen “Erneuerbaren” brachten es mit insgesamt 10,4 Prozent auf knapp die Hälfte (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie). Das unterstreicht die Bedeutung von Erdgas.

Doch Erdgas ist nicht nur Energieträger sondern auch Rohstoff für die chemische Industrie und ein interessantes Substitutionsgut für Erdöl in der petrochemischen Industrie zur Herstellung von Kunststoffen sowie anderen klassischen Erdölprodukten. An dieser Stelle soll auf den Vortrag Hydraulic Fracturing in Deutschland – Die Risiken aus geowissenschaftlicher Sicht von Dr. Volker Wrede vom Geologischen Landesdienst Nordrhein-Westfalen (NRW) hingewiesen werden, der in seinen Ausführungen



Der Fall ENERVIE – Wie die Energiewende ein Inselnetz ruiniert

5. März 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Kohle, Politik

Ein Gastbeitrag unseres Lesers Bert Robel

Allgemeines

Die nachfolgende Fallstudie beschreibt ausführlich den rasanten wirtschaftlichen Niedergang eines regionalen Energieerzeugers und -verteilers in Nordrhein-Westfalen durch die Veränderungen in der Elektrizitätswirtschaft in den letzten Jahren. Durch seine Lage in einem der in Deutschland nur noch sehr selten anzutreffenden Inselnetze zeigen sich in diesem Mikrokosmos überaus klar die exorbitant negativen Folgen der Energiewende.

Die Enervie – Südwestfalen Energie und Wasser AG (Holding) ist eine regionale Public-Private-Partnership in Nordrhein-Westfalen (NRW), die im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge tätig ist. Aktionäre sind die Städte Hagen (42,66 Prozent) und Lüdenscheid (24,12 Prozent), die REMONDIS Wasser & Energie GmbH (19,06 Prozent) sowie weitere kleinere Kommunen (14,16 %). Das regionale Versorgungsgebiet (s. Karte) umfasst die kreisfreie Stadt Hagen, den südlichen Teil des Märkischen Kreises mit den Städten/Gemeinden Altena, Neuenrade, Werdohl, Breckerfeld, Schalksmühle, Halver, Lüdenscheid, Herscheid, Plettenberg, Kierspe, Meinerzhagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis die Stadt Herdecke. Die Geschäftsfelder der Enervie sind Energieerzeugung und -verteilung, Trinkwassergewinnung und -verteilung, Gasversorgung und Bäderbetrieb. Enervie lieferte 2013 nach eigenen Angaben an rund 380.000 Kunden und Energiehandelspartner rund 9,8 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom, 5,3 Mrd. kWh Gas, 419 Mio. kWh Wärme und 17,1 Mio. m³ Trinkwasser. Damit gehört die Enervie-Gruppe zu den größten, unabhängigen Energiedienstleistern mit



Harald Lesch: Wie hat der 1. Weltkrieg den Ökologismus geprägt?

22. Februar 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Photovoltaik

LeschProf. Harald Lesch zieht in Leschs Kosmos vom 05.08.2014 “Mit Fortschritt in den Weltkrieg” ein Fazit zu den erneuerbaren Energien.

Wenn Sie schon immer wissen wollten, warum heute die erneuerbaren Energien immer noch rückständig sind und keinen nennenswerten Beitrag in unserer Industriegesellschaft leisten, dann sollten Sie sich diese Antwort von Prof. Harald Lesch ansehen:



Wie eine Greenpeace Studie den Strompreis schlecht rechnet

2. Februar 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Kernenergie, Kohle, Wirtschaftsförderung

800px-Anti-EPR_demonstration_in_Toulouse_0179_2007-03-17Seitdem in den letzten Jahren immer deutlicher geworden ist, dass die Energiewende nicht, wie einst von Jürgen Trittin fabuliert, zum Preis von einer Kugel Eis im Monat zu haben ist, nimmt die Kritik an der Umstellung unserer Stromproduktion auf “Erneuerbare Energien” auch in solchen Medien zu, die bis vor kurzem noch vornehmlich pro regenerativer Energien eingestellt waren. Zu offensichtlich ist der Effekt, den immer mehr Wind- und Solarstrom auf den Energiepreis der privaten Haushalte und großer Teile der Industrie hat.

Wer allerdings angesichts dieser erdrückenden Faktenlage mit dem Eingeständnis der Wind- und Photovoltaik-Lobby gerechnet hätte, dass die Sonne eventuell doch eine Rechnung schickt, der ist bislang noch immer enttäuscht worden. Ganz im Gegenteil, die Branche wird nicht müde zu betonen, dass Ihr Strom nicht nur umweltfreundlich sei (was angesichts der riesigen Windparks, die mittlerweile auch in Waldgebieten errichtet werden schon per se ein Witz ist), sondern, ganz im Gegensatzl zum Offensichtlichen, sogar günstiger wäre als der Strom aus konventionellen Quellen.

Ein Institut, das sich die wissenschaftliche Stützung dieser steilen These ganz besonders auf die Fahnen geschrieben hat, ist das Forum Ökologisch Soziala Marktwirtschaftz (FÖS). Dort wird seit einigen Jahren regelmäßig im Auftrag des Ökostrom-Produzenten Greenpeace Energy erforscht, wie man



LNG: Der Sprit, der aus der Kälte kam

31. Januar 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Energieerzeugung, Erdgas, Innovationspolitik, Politik, Technium, Unkonventionelles Gas und Öl, Wirtschaftsförderung

ego150Die junge Dame starrte mich an, als wäre ich ein Alien. Ziel Ihres Auftrittes war, die Besucher von den Vorteilen der Elektromobilität zu überzeugen. Und weil interaktive Elemente irgendwie angesagt sind, wurde gleich zu Beginn das Publikum mit einer Frage einbezogen: Was sollte ein Elektroauto können, damit man es sich kauft? Meine Antwort rief nicht nur besagten Blick der Vortragenden, sondern auch sofortiges Schweigen im Publikum hervor: „Es sollte das bieten, was ein konventionelles Fahrzeug auch bietet, dabei aber preiswerter sein.“

Das war eine aus Sicht der Dame offensichtlich unerhörte und unerwartete Äußerung. Auch der Rest des Publikums schien geradezu betroffen ob meiner egoistischen Ignoranz höherer Ziele. Aber nach wenigen Sekunden der Überraschung erhoben sich erste Stimmen, die mir beipflichteten. Und andere, die wütend protestierten. „Batterien bringen es nicht!“ gegen „So darf man das doch nicht sehen!“. Auf „Wir müssen doch mal darüber nachdenken, wo wir in zwanzig Jahren sein wollen!“ mußte man auch nicht lange warten.  Die Veranstaltung war gelaufen. Wenig später verließ ich den Saal.

Es ist schwierig geworden mit Innovationen in Deutschland. Weil die jahrzehntelange Ökopropaganda in uns den Reflex verankert hat, das Neue auf andere Weise zu bewerten. Etwas unter den subjektiven Kriterien der



Obama, Xi Jinping und die Energiewende

15. November 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Klimawandel, Kohle, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl

Obama kündigte mehr Klimaschutz an, China macht ebenfalls Versprechungen. Beides braucht man nicht ernst nehmen. Der amerikanische Präsident hat gegenüber der republikanischen Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat keinen Handlungsspielraum mehr. Er kann versprechen was er will, oder auch unterzeichnen was er will, die Wahrscheinlichkeit dass er es durchs Repräsentantenhaus oder den Senat bekommt, ist klein. China kündigt Klimaschutz ab 2030 an, bis dahin steigen die CO₂ Emissionen. Damit ist ein weltweiter Klimaschutz nicht möglich und sämtliche Bemühungen der Europäer, insbesondere Deutschlands, dienen nur der Beruhigung des schlechten Gewissen und sind darauf zurückzuführen, dass man sich nicht traut einzugestehen, dass das ganze Konzept des Klimaschutzes gescheitert ist.

Was in China passiert, taugt als Beispiel für eine ganze Reihe, der Mehrzahl, von aufstrebenden Nationen, die keine Alternative zur Industrialisierung sehen, um ihren Bevölkerungen einen höheren Lebensstandart zu ermöglichen, der natürlich auch von den Bevölkerungen gefordert wird.

Wichtig an der Ankündigung Chinas ist erstens der unverbindliche Charakter der Erklärung, die Chinesen verpflichten sich zu gar nichts, äußern nur eine Absicht, und zweitens, die Definition von »nicht-fossilen Brennstoffen«. In der hiesigen Presse wird das gleich mal als »regenerative Energie« beschrieben, dabei aber meist verschwiegen, dass man in China, und anderswo auch, die Kernkraft