Relativ gedacht ist absolut daneben…
28. Mai 2011 | Von Peter Heller | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Kohle, Politik
Die Siemens-Postille “Pictures of the Future” schaue ich immer wieder gerne durch. Weil der krampfhafte Versuch, über das nicht zu berichten, mit dem man wirklich Geld verdient, mittlerweile absurd-komische Züge annimmt. Auf der Hannover-Messe ist man wenigstens ehrlich und zeigt die Anlagen- und Kraftwerkstechnik für den konventionellen Bereich, sprich vor allem für die Gewinnung und Nutzung fossiler und sonstiger mineralischer Ressourcen aller Art. In “Pictures of the Future” dagegen ist alles nur noch Öko. In den kommenden 30 Jahren, so die Botschaft, schafft sich Siemens einfach ab. Die PR-Abteilung würde natürlich sagen “Wir erfinden uns immer neu!”. Tja, wenn PR-Leute etwas erfinden, ist es eben meistens unbelastet von jeglichem Bezug zur Realität.
An der aktuellen Ausgabe hat mich zumindest eines positiv überrascht: Die Ausrufung des “Stromzeitalters”. Klar ist das im Sinne des Konzerns, denn viele Komponenten für die Regelung und Verteilung von Elektrizität sind unabhängig von der Art der Stromerzeugung. Aber angesichts der gegenwärtigen Debatten um die “Energiewende” verwundert es dann doch, wenn endlich einmal aus der Wirtschaft offen und deutlich die Aussage getroffen wird, daß wir in Zukunft einen höheren Elektrizitätsbedarf haben könnten, und nicht etwa sicher von einem sinkenden auszugehen ist. Siemens benennt drei wesentliche Argumente:
- Effizienzsteigerungen im
…
…obwohl mein Auto E10 problemlos vertragen würde. Denn Superbenzin mit 10% beigemischtem Bioethanol ist ein minderwertiges Produkt. Es enthält je Liter etwa 2% weniger Energie als das bisherige E5. Umgerechnet auf einen Preis von 1,50 Euro entspräche das einem Wertunterschied von 3 Cent. Hinzu tritt die oft unterschätze Komplexität einer analogen Verbrennungskraftmaschine. Wieviel man letztendlich von einem zwar teureren, aber klopffesteren Kraftstoff verbraucht, hängt neben dem Energieinhalt auch von der Einstellung des Motors und dem individuellem Fahrprofil ab. Es lassen sich kaum allgemeingültige Regeln aufstellen, aber mein Selbstversuch der vergangenen Woche, bei dem ich mehrere hundert Kilometer auf allen Straßenkategorien zurückgelegt habe, zeigte es eindeutig: Für mich lohnt sich Super Plus auch bei einer Preisdifferenz von 6 Cent pro Liter, wie sie an meiner Stammtankstelle besteht.
In der Klimadebatte stehen sich seit Anbeginn zwei Positionen diametral gegenüber. Die eine, die skeptische Haltung, besagt, der menschgemachte Klimawandel wäre aus verschiedenen Gründen ein Nichtproblem, dem sich Politik nicht widmen sollte. Die andere, die alarmistische Haltung, sieht im menschgemachten Klimawandel ein Risiko für eine umfassende Katastrophe, das um jeden Preis zu vermeiden bzw. zu verringern wäre. Während die Alarmisten einen monolithischen Meinungsblock denkwürdiger Uniformität bilden, stellen die Skeptiker einen ziemlich bunten Haufen dar. Ihre Argumente gegen die Etablierung einer “Klimaschutzpolitik” umfassen ein breites Spektrum. Es reicht von der Infragestellung der Existenz eines menschgemachten Klimawandels bis hin zu Zweifeln an den mit ihm verbundenen Risiken. Ein sehr starkes Argument gegen die etablierte Politik, das gemeinhin zu wenig Beachtung findet, ist dabei der Hinweis auf deren Erfolglosigkeit.
Auf die Frage, was denn seine Definition von Demokratie wäre, hat Oskar Lafontaine vor Jahren in einer Fernsehdebatte mit Friedrich Merz einmal gesagt: “Demokratie ist, wenn die Mehrheit ihre Interessen durchsetzt.”
Es sind schon beeindruckende Maschinen in dieser von außen recht unscheinbaren Produktionshalle. Vibrationstische, die ein Werkstück einem Vielfachen der Erdbeschleunigung aussetzen können, Öfen, die es auf mehrere 100 Grad erhitzen, Kammern, in denen es enormen Drücken ausgesetzt werden kann. Kurz und gut: Die beste Simulationsumgebung, die man für Geld kaufen kann. Um die Zustände im Erdinneren abzubilden, viele tausend Meter tief unter der Oberfläche. Und die Produkte, die dort einer rigiden Qualitätssicherung unterworfen werden, sind ebenso hochgezüchtete Hightech-Produkte. Es sind nicht nur einfache Bohrer. Sondern vielmehr Roboter. Autonome Maschinen, die getrieben vom Gewicht eines kilometerlangen Stahlgestänges tief in der Erdkruste in großem Umfang selbstständig agieren können. Die sich ihren Weg bahnen, in welche Richtung auch immer man vorstoßen möchte. Die ihre Umgebung erkennen und analysieren. Um Öl und Gas zu finden.
Die ersten Eckpunkte zum neuen Energiekonzept der Bundesregierung liegen vor.
Die Sorge um den Fortbestand der britischen Wälder hätte eine Umweltbewegung im Jahr 1700 thematisieren können. Zu Recht. Und die Schuld hierfür trug nicht etwa der Klimawandel. Sondern tatsächlich der Mensch selbst. Der exzessive Schiffbau auf der einen und die Bedarfe der erwachenden Stahlindustrie andererseits führten zu großflächigem Holzeinschlag. Bar jeder forstwirtschaftlichen Vernunft wurde in Holzkohle verwandelt, was nur möglich war. Holzkohle, mit der in den damaligen Hochöfen Eisen und Stahl produziert werden konnten.


