“Erneuerbare Energien”



Irgendwo weht immer Wind, oder?

12. März 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Windkraft

“Irgendwo weht immer Wind” ist die lapidare Antwort, die gerne gebraucht wird, wenn man auf den unsteten Charakter der Windkraft hinweist. Gemeint ist damit dann meist, dass man die Schwankungen der Stromproduktion durch Wind irgendwie ausgleichen könnte, wenn man zum Beispiel Windkraftanlagen über ganz Europa verteilen würde. Denn , irgendwo weht ja immer Wind, oder?

Dass diese Aussage so pauschal nicht nur nicht richtig ist, sondern sogar grundfalsch, zeigt die folgende Momentaufnahme aus dem Januar 2015 von Rolf Schuster.

 

Einspeisung Wind De, Se, Dk, Fr

Wenn Politiker, wie etwa die Grüne Bärbel Höhn, sich derart äußert, dann lässt man das noch so durchgehen. Sie dient damit ja nur Ihrer Partei und der grünen Agenda. Und schließlich weiß sie das ja auch nicht besser. ja, glaubt vermutlich sogar ihren Worten.

Anders sieht es aus, wenn solche Worte von jemandem kommen, der es besser wissen muss, schon allein weil er sich jeden Tag professionell mit dem Thema beschäftigt. So jemand ist Professor Jürgen Schmidt, seines Zeichens Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energie-Systemtechnik (IWES) in Kassel. Seine Antwort auf die Frage, ob bei einem weiteren Ausbau der “Erneuerbaren” überhaupt eine sichere Stromversorgung garantiert werden könne:

Viel einfacher ist es, wenn man die Stromversorgung europaweit aufzieht –



Der Fall ENERVIE – Wie die Energiewende ein Inselnetz ruiniert

5. März 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Kohle, Politik

Ein Gastbeitrag unseres Lesers Bert Robel

Allgemeines

Die nachfolgende Fallstudie beschreibt ausführlich den rasanten wirtschaftlichen Niedergang eines regionalen Energieerzeugers und -verteilers in Nordrhein-Westfalen durch die Veränderungen in der Elektrizitätswirtschaft in den letzten Jahren. Durch seine Lage in einem der in Deutschland nur noch sehr selten anzutreffenden Inselnetze zeigen sich in diesem Mikrokosmos überaus klar die exorbitant negativen Folgen der Energiewende.

Die Enervie – Südwestfalen Energie und Wasser AG (Holding) ist eine regionale Public-Private-Partnership in Nordrhein-Westfalen (NRW), die im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge tätig ist. Aktionäre sind die Städte Hagen (42,66 Prozent) und Lüdenscheid (24,12 Prozent), die REMONDIS Wasser & Energie GmbH (19,06 Prozent) sowie weitere kleinere Kommunen (14,16 %). Das regionale Versorgungsgebiet (s. Karte) umfasst die kreisfreie Stadt Hagen, den südlichen Teil des Märkischen Kreises mit den Städten/Gemeinden Altena, Neuenrade, Werdohl, Breckerfeld, Schalksmühle, Halver, Lüdenscheid, Herscheid, Plettenberg, Kierspe, Meinerzhagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis die Stadt Herdecke. Die Geschäftsfelder der Enervie sind Energieerzeugung und -verteilung, Trinkwassergewinnung und -verteilung, Gasversorgung und Bäderbetrieb. Enervie lieferte 2013 nach eigenen Angaben an rund 380.000 Kunden und Energiehandelspartner rund 9,8 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom, 5,3 Mrd. kWh Gas, 419 Mio. kWh Wärme und 17,1 Mio. m³ Trinkwasser. Damit gehört die Enervie-Gruppe zu den größten, unabhängigen Energiedienstleistern mit



FDP: Gegenwind für die Windkraft

25. Februar 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Politik, Windkraft

WindNein, dies ist keine Werbung für eine bestimmte Partei. Aber die folgende Entwicklung scheint mir wichtig genug, um sie hier zur Diskussion zu stellen:

Hannover. Die Zahl der Bürgerinitiativen in Niedersachsen, die sich gegen den von der rot-grünen Landesregierung beabsichtigten massiven Ausbau der Windenergie engagieren, wächst. Der Generalsekretär der FDP Niedersachsen, Gero Hocker, hat zu einer Reihe von Vernetzungstreffen für die Bürgerinitiativen eingeladen. Erklärtes Ziel der vertretenen Bürgerinitiativen ist die Gründung eines niedersächsischen Dachverbands, der die Interessen der Bürgerinitiativen bündeln und den gemeinsamen Absichten größeres Gehör verschaffen soll. „Bislang findet die Diskussion über den Ausbau ohne jede Beteiligung der Betroffenen statt, die sich Sorgen um ihre Gesundheit, ihr Eigentum und die Verschandelung ihrer Heimat machen“, sagt Hocker.

An den bisherigen Treffen haben jeweils zwanzig bis dreißig Vertreter von Initiativen aus ganz Niedersachsen teilgenommen. Ziel dieser Treffen ist es gewesen, dass sich die Vertreter der einzelnen Initiativen über die Problemlagen bei sich vor Ort austauschen können, Sorgen an die Politik herantragen können und zu verfahrenstechnischen Fragen eine juristische Fachmeinung einholen können.

„Die Interessen der Bürger stehen beim Ausbau der Windenergie nicht im Fokus der Landesregierung. Eine echte Bürgerbeteiligung gibt es nicht. Wir Freien Demokraten wollen dabei helfen, den Betroffenen Gehör zu



Harald Lesch: Wie hat der 1. Weltkrieg den Ökologismus geprägt?

22. Februar 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Photovoltaik

LeschProf. Harald Lesch zieht in Leschs Kosmos vom 05.08.2014 “Mit Fortschritt in den Weltkrieg” ein Fazit zu den erneuerbaren Energien.

Wenn Sie schon immer wissen wollten, warum heute die erneuerbaren Energien immer noch rückständig sind und keinen nennenswerten Beitrag in unserer Industriegesellschaft leisten, dann sollten Sie sich diese Antwort von Prof. Harald Lesch ansehen:



Gute und böse Physik im Gedankenkäfig

6. Februar 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Politik

avatar-quentinDer Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) meint in einer Presse-Mitteilung, dass:

„Wenn Physik und Ökonomie auseinanderlaufen, wird sich die Ökonomie der Physik anpassen müssen, unabhängig von politischen Willensbekundungen.“

Als ich dies las, blieb mir erst mal die Spucke weg und ich suchte nach Meldungen, in denen von der Selbstauflösung des BEE berichtet wird. Denn wenn diese Erkenntnis wie eine Erleuchtung auf die Produzenten von meist unnützen Strom, was anderes sind die sogenannten Erneuerbaren nicht, gekommen ist, dann müssten die sich eigentlich abwickeln.

Physik und Ökonomie laufen bei der Energiewende so offensichtlich auseinander, dass nur die Politik mit mehr als Willensbekundungen, mit Gesetzen die jeder ökonomischen Vernunft Hohn sprechen, verhindern konnte, dass sich die Ökonomie der Physik anpasst. Auf Dauer werden sich die Naturgesetze, hier die Physik, durchsetzen. Wer verhindert dass dies passiert, wie beispielsweise mit diesem ökonomischen Trauerspiel EEG, wird der Ökonomie, sprich der Volkswirtschaft, auf die Dauer so schaden, dass dies die politische Willensbildung beeinflusst.

weiterlesen bei AchGut oder Glitzerwasser



Haben “Erneuerbare Energien” uns vor einem Strompreis-Schock bewahrt?

6. Februar 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Wissenschaft

staatslast-strompreis-entwicklung-bdewIn den letzten Tagen war wieder mal ein deutliches Rauschen im deutschen Blätterwald zu vernehmen. Erneuerbare Energien sparten deutschen Stromverbrauchern im Jahr 2013 ganze 11,2 Milliarden Euro hieß es da vielfach. Zu diesem Ergebnis sei eine Studie der Uni Erlangen gekommen.

Zentraler Punkt des Diskussionspapiers (die Macher sprechen anders als die meisten Presseartikel nicht von einer Studie) ist der preissenkende Effekt, den die “Erneuerbaren” auf den „Day-Ahead“-Handel, also auf den kurzfristigen Spotmarkt, ausüben. Dadurch, dass Strom aus Wind und Sonne zum Preis von 0 Cent pro kWh auf den Spotmarkt strömen, wann immer sie anfallen, drückt das dort die Preise nach unten. Der Preis von 0 Cent ergibt sich daraus, dass der Strom bereits vorher durch die EEG-Zwangsabgabe gezahlt wurde.

Hypothetische Preiseffekte

Beziffert wird diese Preissenkung mit 5,29 Cent pro KWh. Woher die Zahl kommt wird nicht klar, man kann sie für recht hoch halten. Die Preise beim Day-Ahead-Handel haben in den letzten 12 Jahren stark geschwankt, aber der Unterschied zwischen dem höchsten und niedrigsten Preis betrug in diesem Zeitraum maximal 4 Cent/kWh. Begründet wird der starke angenommene Anstieg damit, dass mit dem Abschalten der Kernkraftwerke in Deutschland das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage stark gestört worden wäre, was sich



Wie eine Greenpeace Studie den Strompreis schlecht rechnet

2. Februar 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Kernenergie, Kohle, Wirtschaftsförderung

800px-Anti-EPR_demonstration_in_Toulouse_0179_2007-03-17Seitdem in den letzten Jahren immer deutlicher geworden ist, dass die Energiewende nicht, wie einst von Jürgen Trittin fabuliert, zum Preis von einer Kugel Eis im Monat zu haben ist, nimmt die Kritik an der Umstellung unserer Stromproduktion auf “Erneuerbare Energien” auch in solchen Medien zu, die bis vor kurzem noch vornehmlich pro regenerativer Energien eingestellt waren. Zu offensichtlich ist der Effekt, den immer mehr Wind- und Solarstrom auf den Energiepreis der privaten Haushalte und großer Teile der Industrie hat.

Wer allerdings angesichts dieser erdrückenden Faktenlage mit dem Eingeständnis der Wind- und Photovoltaik-Lobby gerechnet hätte, dass die Sonne eventuell doch eine Rechnung schickt, der ist bislang noch immer enttäuscht worden. Ganz im Gegenteil, die Branche wird nicht müde zu betonen, dass Ihr Strom nicht nur umweltfreundlich sei (was angesichts der riesigen Windparks, die mittlerweile auch in Waldgebieten errichtet werden schon per se ein Witz ist), sondern, ganz im Gegensatzl zum Offensichtlichen, sogar günstiger wäre als der Strom aus konventionellen Quellen.

Ein Institut, das sich die wissenschaftliche Stützung dieser steilen These ganz besonders auf die Fahnen geschrieben hat, ist das Forum Ökologisch Soziala Marktwirtschaftz (FÖS). Dort wird seit einigen Jahren regelmäßig im Auftrag des Ökostrom-Produzenten Greenpeace Energy erforscht, wie man