Kernenergie



Die Neutronik – der Weg zur nuklearen Batterie?

2. März 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium

Das Prinzip eines Pumpspeichers ist leicht zu veranschaulichen. Man hebe einfach ein Glas Wasser hoch – und lasse es fallen. Der erste Schritt entspricht dem Pumpen von Wasser in ein höher gelegenes Becken. Das erfordert Arbeit, wie man leicht merkt, wenn man es mit einem vollen Maßkrug probiert. Denn die Erdanziehungskraft gilt es zu überwinden, wenn auch nur für ein paar Zentimeter. Ein Teil der aufgewendeten Energie ist nun im Wasserglas gespeichert – ein Teil aber auch unwiederbringlich verloren (beispielsweise durch Reibung in den Muskeln oder durch die Verdrängung der Luft). Beim Pumpspeicher geschieht gleiches. Verluste entstehen unter anderem in den Pumpen und durch die Reibung des Wassers in den Leitungen. Läßt man das Wasser aus dem oberen Reservoir wieder abfließen und zur Stromerzeugung durch Turbinen strömen, wird die gespeicherte Energie wieder freigesetzt. Genau wie beim fallenden Wasserglas.

Jeder Energiespeicher funktioniert nach diesem Prinzip. Gespeicherte Energie ist das Potential eines Systems, Arbeit zu leisten. Verliehen wird ihm diese Fähigkeit durch ein Kraftfeld, in dem es sich befindet. Je näher sich das System an der Quelle dieses Feldes befindet, desto geringer ist sein Potential. Denn desto weniger Energie kann es bei einem “Absturz” noch freisetzen. Neben der Gravitation, die auf alle



Preisgekröntes Video zum Dual-Fluid-Reaktor jetzt auf deutsch

17. Februar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Nachhaltigkeit, Technium, Wissenschaft

9096645828_79af9c8dd3_cÜber den Dual-Fluid-Reaktor, einem neuartigen Konzept eines Flüssigsalz Kernreaktors, haben wir auf unserer Seite schon des öfteren Berichtet. Es handelt sich dabei um ein elegantes Reaktor-Design, das eine hohe Energieausbeute und einen inhärent sicheren Betrieb mit der Möglichkeit verbindet, die oft und falsch als Atommüll bezeichneten Reststoffe der konventionellen Kernkraftwerke nicht nur unschädlich zu machen, sondern in wertvolle seltene Metalle umzuwandeln.

Eine gewisse Berühmtheit erlangte der Dual-Fluid-Reaktor dadurch, dass er im letzten Jahr als Sieger beim Online-Voting zum Greentech-Award hervorging. Woraufhin den Machern des Greentech-Awards auffiel, dass es sich bei der vorgeschlagenen Technologie um Kernkraft handelte – und die galt es aus deren Sicht doch eigentlich zu verteufeln. Obwohl das Reaktorkonzept, wie in etwa diesem Artikel ausführlich dargelegt, die Kriterien einer “grünen” und “nachhaltigen” Entwicklung ganz sicher deutlich besser verkörperte als sämtliche anderen Preisanwärter, änderten die Verantwortlichen kurzerhand nachträglich das Regelwerk und entfernten den Dual-Fluid-Reaktor aus dem Wettbewerb.

Damit hatten sie sich allerdings keinen Gefallen getan. Ein Gericht machte die Entscheidung in Nachhinein unwirksam, und was noch besser war, das Hickhack um die ansonsten ziemlich unbedeutende und medial wenig beachtete Auszeichnung brachte dem DFR eine Publicity, die auch durch das Einschalten der besten PR-Agenturen wohl kaum zu



Greentec Awards: Rauswurf des Dual Fluid Reaktors war rechtswidrig

4. Februar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Ökologismus

Kernenergie2aLanglebige Reststoffe aus herkömmlichen Kernkraftwerken kann der Dual Fluid Reaktor (DFR) zur Energiegewinnung nutzen und dadurch vernichten. Er erspart damit uns – und unseren Nachfahren – die Einrichtung und den Betrieb eines entsprechenden Endlagers. Als Flüssigsalzsystem weist er darüber hinaus besondere Sicherheitsvorteile auf. Er produziert Wärme bei sehr hohen Temperaturen, die nicht nur eine besonders effiziente Stromerzeugung, sondern auch Energie für industrielle Prozesse liefert. Elektrizität und Treibstoffe können auf diese Weise sehr preiswert und emissionsfrei bereitgestellt werden. Wer auch immer es also mit Nachhaltigkeit, mit Umwelt- und Klimaschutz ernst meint, der sollte dieses Konzept unterstützen. Folgerichtig wurde die Idee bei den letztjährigen Greentec-Awards durch eine Online-Abstimmung für die finale Entscheidung der Jury nominiert. Was den Veranstaltern nicht gefiel. Worauf diese nachträglich die Regeln des Wettbewerbs änderten, um eine Präsentation des DFR bei der Gala in Berlin verhindern zu können.

Das kann man alles bei Science Skeptical nachlesen und ich hätte nicht gedacht, das Thema noch einmal aufgreifen zu müssen – oder besser: zu dürfen. Denn nun ist nach vielen Monaten der Rechtsstreit zwischen den DFR-Entwicklern, dem Institut für Festkörperkernphysik (IFK), und den Machern des Greentec-Awards beendet. Mit einem eindeutigen Ergebnis: Das Ignorieren des Online-Votings war rechtswidrig. Auf seiner Facebook-Seite



Nuklearia gründet Regionalgruppe Franken

3. Februar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie

Mitglieder und Freunde des kernkraftfreundlichen Vereins Nuklearia wollen in Erlangen die Regionalgruppe Franken gründen.

Dazu sind alle Interessierten eingeladen für Montag, 10. Februar 2014, 19 Uhr, in die Brasserie, Nürnberger Straße 3, 91052 Erlangen. Dieses erste Treffen soll zunächst dem gegenseitigen Kennenlernen dienen. Die Teilnehmer entscheiden, ob sie sofort die Regionalgruppe gründen oder dies zu einem späteren Zeitpunkt tun.

In einer Zeit von Energiewende und Atomausstieg ist die Bevölkerung nur unzureichend über Kernenergie informiert. Anstellen von Wissen finden sich häufig nur Mythen, Halb- und Fehlinformationen. Kernenergie erscheint vielen als Bedrohung.

Der 2013 gegründete Verein Nuklearia e.V. will Menschen informieren und Sachinformationen zu Kernkraft, Strahlung, Atommüll usw. vermitteln. Der Verein ist gemeinnützig und ganz bewusst partei- und konzernunabhängig.

NukleariaFranken


Über die Nuklearia

Der Nuklearia e.V. ist ein gemeinnütziger und parteiunabhängiger Verein zur Förderung der Kernenergie. Wir sehen in der Kernenergie eine wesentliche Säule der Energieversorgung. Fortschrittliche Reaktoren arbeiten sicher, sauber und nachhaltig. Atommüll lässt sich in Schnellen Reaktoren als Brennstoff nutzen.

Anders als erneuerbare Energien steht Kernenergie jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung und verbraucht keine großen Landflächen. Im Unterschied zu Kohle oder Gas ist Kernenergie CO2-arm und vermeidet Luftverschmutzung.

Kenntnisse über Kernenergie sind in Deutschland rar geworden.



Das Energiepolitische Manifest

30. Januar 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Erdöl, Innovationspolitik, Kernenergie, Kohle, Photovoltaik, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl, Wasserkraft, Windkraft, Wirtschaftsförderung
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Hinweis: Das “Energiepolitische Manifest” der drei Autoren Günter Keil, Michael Limburg und Burkard Reimer wird seit heute in mehreren Teilen bei EIKE veröffentlicht. Ich stelle hier das Papier in voller Länge zur Verfügung. Zur Generierung einer druckfähigen und vielleicht besser lesbaren pdf-Datei findet sich eine Funktion am Ende des Textes.

Manifest

Energiepolitisches Manifest

Argumente für die Beendigung der Energiewende

von Günter Keil, Michael Limburg und Burkard Reimer

Hinweis zur Einordnung dieses Papiers

Die Autoren wirken in einer Gruppe von Fachleuten mit, die Bewertungen und Vorschläge zur Energiepolitik für die Partei „Alternative für Deutschland “ (AfD) erarbeitet. Es handelt sich dabei um den Bundesfachausschuss Energiepolitik (BFAE) der AfD.

Der Inhalt des vorliegenden Papiers ist zum Teil in die Programm-Arbeit der AfD eingeflossen, es gibt jedoch ausschließlich die Meinung der Autoren wieder und ist kein Programm-Papier der AfD. Politische Grundsätze und Ziele dieser Partei werden auf einem in Vorbereitung befindlicher Programmparteitag nach eingehender Beteiligung ihrer Landesverbände beschlossen – dieser Prozess und seine Ergebnisse bezüglich der künftigen Energiepolitik der AfD sind abzuwarten.

Gliederung

Vorwort

1. Klimaschutz – das Hauptziel der Energiewende wurde bereits aufgegeben

2. Faktencheck: Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG, Energie-Einsparverordnung EnEV, Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz  EEWärmeG und Energiewende

   2.0    Physik und Technik des elektrischen Stromes versus Ideologie



Vietnam und die deutschen Windmühlen

14. November 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Kernenergie, Wirtschaftsförderung

quentin_200Wenn sich Reisende zufällig auf Flughäfen treffen, wenn sie etwa auf einen Anschlussflug warten, so ergeben sich immer wieder nette Gespräche über die jeweiligen besuchten Länder. Schnell erkennt man, wer als gewöhnlicher Tourist unterwegs ist, oder wer entweder in der Fremde arbeitet, oder Globetrotter ist, der zwar viel Zeit aber in der Regel wenig Geld hat, und sich schon deshalb abseits der Touristendestinationen aufhält. Oft auch, gerade wenn es Asien betrifft, sind auch Familien zu sehen, die ihre Wurzeln sowohl in dem asiatischen Land haben, als auch im Westen. Alle diese Leute sind immer die interessantesten, können Geschichten und Eindrücke wieder geben, die sich in den Nachrichten oder den Reiseführern nicht finden. Vergleiche werden angestellt, Mentalitäten und Bräuche beschrieben, wo sind welche Entwicklungen im Gange, wo ändert sich nichts.

Kommt die Rede auf Vietnam, ist demjenigen der davon erzählen kann, sofort eine erhöhte Aufmerksamkeit gewiss. Vor rund zehn Jahren noch mehr als heute. Die wirtschaftliche Dynamik dieses Landes, der Willen der Vietnamesen die Zukunft anzupacken, nötigte immer einigen Respekt ab. Nun hat es sich bis in den letzten Winkel herumgesprochen, Vietnam ist auf dem Vormarsch, das Wirtschaftswachstum beständig und hoch. Dazu braucht man Energie und Rohstoffe, eine Binsenweisheit. Rohstoffe, zum



Kernenergie im aktuellen Focus-Magazin

3. November 2013 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Medien, Technium

In seiner neuen Ausgabe (Nummer 45/2013 vom 4.11.) berichtet der Focus auf zwei Seiten unter dem Titel “Neustart für die Atomkraft” über fortgeschrittene Reaktorkonzepte. Der Dual Fluid Reaktor des IFK nimmt breiten Raum ein, aber auch auf den “Waste Annihilating Molten Salt Reactor” WAMSR der amerikanischen Firma Transatomic Power wird verwiesen. Die wesentlichen Merkmale dieser beiden Flüssigsalzreaktoren werden wie folgt beschrieben:

Mit einem Flüssigsalz-Reaktor in der Nachbarschaft muss sich auch niemand ängstigen: Solche Meiler sind GAU-sicher. Eine Kernschmelze, wie sie bei der Reaktorkatastrophe von Fukushima eintrat, ist ausgeschlossen, da es gar keinen festen Kern gibt, sondern der Brennstoff im flüssigen Salz gelöst zirkuliert. Bei Stromausfall fließt die Schmelze in ein Auffangbecken, die Kettenreaktion erlischt, das Salz kühlt ab und erstarrt. Und da der Reaktorkern nicht unter Druck steht, ist auch kein Druckbehälter vonnöten.

Auch der durch Bill Gates unterstützte Laufwellenreaktor wird angesprochen. Nicht ohne auf die Unterschiede zwischen den USA und Deutschland in der Betrachtung solcher Innovationen hinzuweisen:

Die Amerikaner bewegen sich aber immerhin im technikfreundlichen Umfeld des MIT. Unlängst gewannen sie bei einem Innovationswettbewerb des US-Energieministeriums gegen 200 Mitbewerber vorwiegend aus dem Segment der erneuerbaren Energien den ersten Preis. Ihre Berliner Kollegen machten eine andere Erfahrung. Sie hatten sich