Kernenergie



Die Endlagersuche: Das grüne Dilemma

28. September 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium, Wirtschaftsförderung

ego150Der Umgang der deutschen Politik mit der Kernenergie war zu keinem Zeitpunkt von sachbezogenen Erwägungen geprägt. Das galt in den 1950er und 1960er Jahren, als der Einstieg mit übertriebenen Heilsversprechen gegen die zögernden Energieversorger erzwungen wurde. Das galt im Jahr 2000, als die rotgrüne Bundesregierung den Ausstieg bis zum Jahr 2020 gesetzlich festlegte. Das galt für die sogenannte “Laufzeitverlängerung”, mit der schwarzgelb Ende 2010 den Ausstieg auf das Jahr 2040 verschob. Und das galt in besonderer Weise für die Kehrtwende im Frühjahr 2011, als man angesichts der Ereignisse im fernen Japan die Laufzeitverlängerung wieder zurücknahm.

Nüchtern betrachtet ist der Störfall in Fukushima-Daiichi ein Beleg für die Beherrschbarkeit der mit der friedlichen Nutzung der Kernenergie einhergehenden Risiken. Das Kraftwerk wurde von einer Naturkatastrophe zerstört, auf die es konstruktiv nicht ausgelegt war. Es befand sich in den Tagen nach Erdbeben und Tsunami in einer Wüste, da die Infrastrukturen in seiner Umgebung (Transportwege, Energie- und Kommunikationsnetze) nicht mehr funktionierten. Weder die Kernschmelze, noch die Freisetzung radioaktiver Stoffe konnten verhindert werden. Trotz allem sind keine Todesopfer durch Verstrahlung zu verzeichnen und es gibt keine Anzeichen für eine Zunahme von Erkrankungen in der Bevölkerung. Betroffen war auch nur eine kleine Region in unmittelbarer Nähe zum



Kernkraft und Energiewende……Pro und Contra

11. August 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Kernenergie

SonnenaufgangIch habe dienstbedingt nicht viel Zeit, weswegen ich schnell mal diesen Thread eröffne, damit Andere nicht drunter leiden müssen, weil einige mit den Hufen scharren um sich endlich diesbezüglich austoben zu dürfen.

Hart aber Fair…….wenn es irgendwie geht, möchte ich mehr Fakten und möglichst keine persönlichen Beleidigungen sehen.

Na dann, haut rein.

Heinz Eng



Schneller Reaktor BN-800 in Russland erstmals mit selbst erhaltender Kettenreaktion

30. Juni 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie

BN-800_Laengsschnitt_ReaktorbehaelterAm vergangenen Freitag ist der BN-800 Reaktor im russischen Kernkraftwerk Beloyarsk erstmals kritisch geworden, hat also eine sich selbst erhaltene Kettenreaktion erreicht. Dies sollte für Kernkraft-Befürworter, wie auch für Gegner, eine gute Nachricht sein. Als Befürworter freut man sich über das Erreichen eines Meilensteins bei der Entwicklung der nuklearen Bruttechnologie. Als Kernkraft-Gegner sollte einen der Umstand freuen, dass mit diesem neuen Reaktor langlebige Produkte aus herkömmlichen Kernkraftwerken (sogenannter Atommüll) weitestgehend unschädlich gemacht werden können.

Wobei die Freude bei den deutschen Kernkraft-Gegnern wohl eher verhalten ausfallen dürfte. Zum einen, weil aus deren Sicht jedwede Nutzung der Kernkraft des Teufels ist, selbst wenn damit die Endlager-Problematik obsolet würde (siehe hierzu die Posse um den Greentech-Award für den Dual-Fluid-Reaktor), und zum anderen, weil die allermeisten davon ohnehin nichts erfahren. Kernkraft ist in den deutschen Medien nur dann Thema, wenn sich damit Ängste und eine politische Agenda verbreiten lassen. Dazu schreibt Rainer Klute auf Nuklearia.de:

Vielleicht schreiben deutsche Medien ja doch noch etwas zum BN-800. Obwohl: Können sie ihren Lesern wirklich die Tatsache zumuten, daß man Atommüll nicht für Jahrhunderttausende endlagern muß, sondern ihn in Schnellen Reaktoren zur Energieerzeugung nutzen kann? Daß man aus langlebigem Atommüll kurzlebigen machen kann? So etwas



Deutschland verfehlt trotz Ausbau der erneuerbaren Energien die Klimaziele

6. Mai 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Daten, Energieerzeugung, Kernenergie, Klimawandel, Kohle, Medien

Deutschland wird Trotz des Ausbaus der erneuerbarer Energien sein Klimaziel verfehlen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Berliner Energieberatungsinstituts Enervis, aus welcher der „Focus” zitiert.



Die Neutronik – der Weg zur nuklearen Batterie?

2. März 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium

Das Prinzip eines Pumpspeichers ist leicht zu veranschaulichen. Man hebe einfach ein Glas Wasser hoch – und lasse es fallen. Der erste Schritt entspricht dem Pumpen von Wasser in ein höher gelegenes Becken. Das erfordert Arbeit, wie man leicht merkt, wenn man es mit einem vollen Maßkrug probiert. Denn die Erdanziehungskraft gilt es zu überwinden, wenn auch nur für ein paar Zentimeter. Ein Teil der aufgewendeten Energie ist nun im Wasserglas gespeichert – ein Teil aber auch unwiederbringlich verloren (beispielsweise durch Reibung in den Muskeln oder durch die Verdrängung der Luft). Beim Pumpspeicher geschieht gleiches. Verluste entstehen unter anderem in den Pumpen und durch die Reibung des Wassers in den Leitungen. Läßt man das Wasser aus dem oberen Reservoir wieder abfließen und zur Stromerzeugung durch Turbinen strömen, wird die gespeicherte Energie wieder freigesetzt. Genau wie beim fallenden Wasserglas.

Jeder Energiespeicher funktioniert nach diesem Prinzip. Gespeicherte Energie ist das Potential eines Systems, Arbeit zu leisten. Verliehen wird ihm diese Fähigkeit durch ein Kraftfeld, in dem es sich befindet. Je näher sich das System an der Quelle dieses Feldes befindet, desto geringer ist sein Potential. Denn desto weniger Energie kann es bei einem “Absturz” noch freisetzen. Neben der Gravitation, die auf alle



Preisgekröntes Video zum Dual-Fluid-Reaktor jetzt auf deutsch

17. Februar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Nachhaltigkeit, Technium, Wissenschaft

9096645828_79af9c8dd3_cÜber den Dual-Fluid-Reaktor, einem neuartigen Konzept eines Flüssigsalz Kernreaktors, haben wir auf unserer Seite schon des öfteren Berichtet. Es handelt sich dabei um ein elegantes Reaktor-Design, das eine hohe Energieausbeute und einen inhärent sicheren Betrieb mit der Möglichkeit verbindet, die oft und falsch als Atommüll bezeichneten Reststoffe der konventionellen Kernkraftwerke nicht nur unschädlich zu machen, sondern in wertvolle seltene Metalle umzuwandeln.

Eine gewisse Berühmtheit erlangte der Dual-Fluid-Reaktor dadurch, dass er im letzten Jahr als Sieger beim Online-Voting zum Greentech-Award hervorging. Woraufhin den Machern des Greentech-Awards auffiel, dass es sich bei der vorgeschlagenen Technologie um Kernkraft handelte – und die galt es aus deren Sicht doch eigentlich zu verteufeln. Obwohl das Reaktorkonzept, wie in etwa diesem Artikel ausführlich dargelegt, die Kriterien einer “grünen” und “nachhaltigen” Entwicklung ganz sicher deutlich besser verkörperte als sämtliche anderen Preisanwärter, änderten die Verantwortlichen kurzerhand nachträglich das Regelwerk und entfernten den Dual-Fluid-Reaktor aus dem Wettbewerb.

Damit hatten sie sich allerdings keinen Gefallen getan. Ein Gericht machte die Entscheidung in Nachhinein unwirksam, und was noch besser war, das Hickhack um die ansonsten ziemlich unbedeutende und medial wenig beachtete Auszeichnung brachte dem DFR eine Publicity, die auch durch das Einschalten der besten PR-Agenturen wohl kaum zu



Greentec Awards: Rauswurf des Dual Fluid Reaktors war rechtswidrig

4. Februar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Ökologismus

Kernenergie2aLanglebige Reststoffe aus herkömmlichen Kernkraftwerken kann der Dual Fluid Reaktor (DFR) zur Energiegewinnung nutzen und dadurch vernichten. Er erspart damit uns – und unseren Nachfahren – die Einrichtung und den Betrieb eines entsprechenden Endlagers. Als Flüssigsalzsystem weist er darüber hinaus besondere Sicherheitsvorteile auf. Er produziert Wärme bei sehr hohen Temperaturen, die nicht nur eine besonders effiziente Stromerzeugung, sondern auch Energie für industrielle Prozesse liefert. Elektrizität und Treibstoffe können auf diese Weise sehr preiswert und emissionsfrei bereitgestellt werden. Wer auch immer es also mit Nachhaltigkeit, mit Umwelt- und Klimaschutz ernst meint, der sollte dieses Konzept unterstützen. Folgerichtig wurde die Idee bei den letztjährigen Greentec-Awards durch eine Online-Abstimmung für die finale Entscheidung der Jury nominiert. Was den Veranstaltern nicht gefiel. Worauf diese nachträglich die Regeln des Wettbewerbs änderten, um eine Präsentation des DFR bei der Gala in Berlin verhindern zu können.

Das kann man alles bei Science Skeptical nachlesen und ich hätte nicht gedacht, das Thema noch einmal aufgreifen zu müssen – oder besser: zu dürfen. Denn nun ist nach vielen Monaten der Rechtsstreit zwischen den DFR-Entwicklern, dem Institut für Festkörperkernphysik (IFK), und den Machern des Greentec-Awards beendet. Mit einem eindeutigen Ergebnis: Das Ignorieren des Online-Votings war rechtswidrig. Auf seiner Facebook-Seite