Kernenergie



Fukushima: Die Menschen leben weiter und die Wahrheit stirbt

15. März 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Kernenergie, Politik

ego150Zugegeben, die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization WHO) mag ich nicht besonders. Da laufen schlicht zu viele missionarische Eiferer herum, die in meine persönliche Lebensgestaltung eingreifen möchten. Die Etablierung restriktiver Vorschriften in nationalen Gesundheitsgesetzgebungen gelingt der WHO gut. In der Energiepolitik hingegen meldet man sich nicht zu Wort. Obwohl man auch dazu einiges zu sagen hätte. Man denke nur an die Gesundheitsgefährdung durch offene Feuer in Wohnräumen, die viele Menschen in den Entwicklungsländern noch immer in Kauf nehmen müssen. Weil ihnen keine sauberen Energieträger wie Erdgas und auch nicht ausreichend Elektrizität zum Kochen und Heizen zur Verfügung stehen.

Kernkraftwerke könnten für solche Gesellschaften viel Gutes bewirken. Wenn sie denn nicht, wird manch ein Zeitgenosse nun einwenden, wenn sie denn nicht explodieren und zehntausende in den Tod reißen. Wie in Fukushima.

Wie in Fukushima? Die WHO sagt etwas anderes. Sie hat im Jahr 2013 einen Bericht veröffentlicht, der sich mit den gesundheitlichen Folgen des Störfalls im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi auseinandersetzt. Bis heute ist dies die wichtigste und umfassendste wissenschaftliche Referenz zu diesem Thema. Auf die Frage nach der Anzahl der Todesopfer gibt die Untersuchung eine eindeutige Antwort: Null.

No acute effects of radiation exposure such as acute radiation syndrome or skin injuries



ARD-Nachtmagazin: Durch den Atomgau von Fukushima kamen mehr als 18.000 Menschen ums Leben

14. März 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen

NachtmagazinDas ARD-Nachtmagazin berichtet anlässlich der Tsunami-Katastrophe von vor vier Jahren am 12.03.2015 über den Atomgau von Fukushima. Demnach kamen durch den Atomgau und die Kernschmelze mehr als 18.000 Menschen ums Leben.



Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok, im Gedenken an die 20.000 Opfer der Atom-Katastrophe in Fukushima

12. März 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen

SchostokGemeinsam mit Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel wurde mit den Bürgern der Stadt Hannover am 11.03.2015 an die 20.000 Opfer der “Atom-Katastrophe” in Fukushima von vor vier Jahren gedacht.



Neu auf der Achse: Dirk Maxeiner zur Fukushima-Berichterstattung

12. März 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Medien

achselogoWem ist ein “vierter Jahrestag” eigentlich eine intensive Berichterstattung wert? Natürlich vor allem unseren öffentlich-rechtlichen Medien und vor allem dann, wenn es gegen die böse Kernkraft geht respektive gehen kann. Jede Chance wird genutzt, durch unklare oder gar verfälschende Informationen die Öffentlichkeit glauben zu machen, der Störfall in Fukushima-Daiichi hätte mehr als 10.000 Todesopfer gefordert. Dabei ist die Zahl der Strahlentoten bis heute gleich Null. Gestorben sind die Menschen wegen des Erdbebens und des Tsunamis. Wenn man sich in den Lei”d”medien so umschaut, könnte man aber fast den Eindruck bekommen, die Kernkraft wäre auch an diesen beiden Naturkatastrophen schuld.

Mein Beitrag zu diesem “Jubiläum” sollte die Auseinandersetzung mit der Situation der Nuklearmedizin sein. In einer Art unabgesprochener Arbeitsteilung widmet sich Dirk Maxeiner dem medialen Versagen auf der Achse des Guten:

Wer gestern Abend das Nachtmagazin der Tagesschau verfolgte, dem servierte Moderatorin Gabi Bauer eine kalt lächelnde Lüge. In einem Bericht über den Jahrestag von Fukushima (2011) sagte sie zur Kernschmelze in dem japanischen Reaktor wörtlich: „Mehr als 18 000 Menschen kamen als Folge des Unglücks ums Leben“

Lesen Sie hier den vollständigen Text: Fukushima: Jahrestag der Fälscher

Wie soll man das alles nun nennen? Ist es Propaganda? Ist es



Die Technetium-Krise

11. März 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Gesundheit, Innovationspolitik, Kernenergie, Nuklearmedizin, Wirtschaftsförderung

ego150Was fällt Ihnen zum Thema Gesundheit ein? Der Verzehr von Obst und Gemüse? Bewegung und Sport? Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen?

Mir kommen solche Gedanken nicht. Mein Körper ist perfekt an meine Couch angepaßt. Gut, das mag jetzt auch an der Konstruktion der Couch liegen. Mein Hunger verlangt nach Steaks und Schnitzeln, nach Pommes und Bratkartoffeln. Arztbesuche vermeide ich nach Möglichkeit. Denn ich bin nicht krank. Ich muß nicht nach etwas streben, was ich schon erreicht habe.

Es ist schwer zu definieren, wann “Gesundheit” vorliegt, wenn man wirklich mehr darunter fassen möchte als die “Abwesenheit von Krankheit”. Der menschliche Körper ist ein hochkomplexes, von rückgekoppelten Prozessen geprägtes System. Da viele dieser Vorgänge noch immer nicht ausreichend verstanden sind, gibt es keine Möglichkeit, einen Idealzustand festzulegen. Allenfalls kann man herausfinden, wann und warum etwas nicht funktioniert, wann und warum Schäden auftreten. Viele medizinische Diagnosemethoden stoßen hier an prinzipielle Grenzen, da sie nur einen momentanen Zustand erfassen und nicht dynamische Änderungen in einer ausreichenden zeitlichen Auflösung. Häufig sind eben Filme erforderlich, um Abläufe zu begreifen. Einzelne Fotos reichen nicht. Das gilt nicht nur für Sportwettkämpfe, sondern auch für den menschlichen Blutkreislauf.

Die Nuklearmedizin gestattet solche Diagnoseverfahren. Ihr Ansatz ist, über Änderungen in der Verteilung bestimmter



Dual Fluid Reaktor fachlich begutachtet

3. März 2015 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Technium

Es hagelte Kritik, als das Konzept des Dual Fluid Reaktors (DFR) des Teams vom Institut für Festköperkernphysik (IFK) durch den Greentec-Skandal einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. Interessanterweise schlugen damals nicht nur die Ökologisten wild um sich. Es waren vor allem Befürworter der Kernenergie, die glaubten, der Idee eines Flüssigsalzreaktors fachlich entgegentreten zu müssen. Ich habe das aus zwei Gründen nicht verstanden. Erstens ist ein Streit darüber, welches Reaktorkonzept für die Zukunft nun das bessere ist, angesichts der momentanen Situation in Deutschland wenig sinnvoll. Alle, die noch immer für Kernenergie eintreten, sollten ihre Kräfte doch bündeln, statt sich in unnützen Scharmützeln aufzureiben. Zweitens waren die fachlichen Einwände aus meiner Sicht unbegründet.

Was auch die Fachgutachter des Journals “Annals of Nuclear Energy” nun bestätigen. Denn bei dieser Zeitschrift hat das IFK einen umfassenden Artikel über den DFR zur Veröffentlichung eingereicht, der ein intensives Peer Review durchlaufen hat (von der Einreichung am 23.07.2014 bis zur endgültigen Akzeptanz am 12.02.2015). Alle wesentlichen Elemente des Konzeptes werden in dem Artikel angesprochen, auch die Fragen nach der Verarbeitung der flüssigen Salze während des Betriebes (Abtrennen der kurzlebigen Spaltprodukte) und nach den erforderlichen Materialien (Korrosionsfestigkeit). Offensichtlich hat man für die Fachgutachter befriedigende Antworten gegeben. Das IFK zitiert



USA kooperiert mit China bei Flüssigsalz-Thorium-Reaktor

7. Februar 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik

772px-MSRE_ReactorÜber den Flüssigsalz-Thorium-Reaktor haben wir hier schon des öfteren berichtet. Es handelt sich dabei um einen Kernreaktor, in dem in einem geschmolzenen Kern aus Thorium 232 Uran 233 erbrütet wird, welches dann über Kernspaltung Energie erzeugt. Charmant an dem Konzept ist zum einen die inhärente Sicherheit, das heißt auch im Falle eines völligen Versagens der Reaktor-Infrastruktur geht dieser von selbst in einen sicheren Zustand, und zum anderen der Umstand, dass keine langlebigen radioaktiven Reststoffe entstehen. Nur ein sehr geringer Teil der Spaltprodukte muss maximal 300 Jahre sicher gelagert werden. Als besonderen Bonus kann ist ein solcher Reaktor auch in der Lage das, was wir heute als Atommüll bezeichnen, in Energie und unkritische Spaltprodukte umzuwandeln. Eine Spezialform dieses Reaktortyps ist der in in Berlin am Institut für Festkörperphysik entwickelte Dual-Fluid-Reaktor.

In Deutschland heute undenkbar

Es versteht sich in Deutschland nahezu von selbst, dass über eine Entwicklung dieses Konzeptes bei uns nicht einmal nachgedacht wird. Jede Form der Energiegewinnung, die auf der Einstein-Gleichung E=mc² beruht, ist böses Atom und damit des Teufels. Unerheblich, ob damit handfeste Vorteile verknüpft sind, wie die Lösung der Endlagerfrage.

Anders liegt der Fall in China. Das aufstrebende Reich hat einen so gigantischen Energiebedarf, dass man