Energieerzeugung



Schlimm wäre das nicht…

29. Dezember 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Emissionshandel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Kernenergie, Klimawandel, Kohle, Politik, Wissenschaft

ego150Trotz Schneetreibens, glatter Straßen und einem ungünstigen Zeitpunkt kurz vor den Feiertagen waren mehr als 100 Teilnehmer der Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung zu einem Vortrags- und Diskussionsabend mit dem niedersächsischen Umweltminister und FDP-Vorsitzendem Dr. Stefan Birkner und dem Physiker Prof. Dr. Gerd Ganteför gefolgt. Was angesichts der Themenstellung (“Energiewende”) und des Veranstalters nur bedeuten konnte: Mehr als 100 Wendegegner, Klimaskeptiker und Kernkraftbefürworter, denn diese Kombination eint fast alle, die in diesem Land für die Freiheit eintreten. Birkner war sich dessen bewußt, und er hat seine Sache richtig gut gemacht. Mittels unterstützender  Diagramme erläuterte er zunächst das Energiekonzept der Landesregierung, für das er als Minister die Verantwortung trägt. Und Verantwortung in einer Regierung zu übernehmen, noch dazu als kleinerer Partner einer Koalition, bedeutet nun einmal, sich gegebenen Rahmenbedingungen unterordnen zu müssen. Natürlich, so führte er aus, seien der Störfall von Fukushima und die damals bevorstehenden Landtagswahlen schlechte Ratgeber für eine Änderung der Energiepolitik gewesen. Aber Spielräume für eine erneute Kehrtwende sehe er nicht. Obwohl er durchaus kein Kernkraftgegner sei, halte er eine Rückkehr zu Kernenergie für derzeit nicht wünschenswert, da sie keine ausreichende Akzeptanz in der Bevölkerung finde.

Birkner

Was er damit eigentlich sagen wollte: Es nutzt nichts, wenn sich die FDP als



Energiewende: Bundesregierung ist auf KURS

20. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Turbineschreibt das BMWi in seiner Pressemeldung vom 23.10.2012. [1]

Schauen wir doch mal nach, wohin die Reise geht.

“Das Klimakonzept der Bundesregierung sieht vor, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40% und bis 2050 entsprechend der Zielformulierung der Industriestaaten um mindestens 80% zu reduzieren. Die erneuerbaren Energien sollen zu einer tragenden Säule ausgebaut werden.” [2]

Rösler stellt in dem BMWi – Bericht „Die Energiewende in Deutschland“ aber auch fest:  Wir brauchen auch in Zukunft fossile Kraftwerke für eine zuverläsige Energieversorgung. [2]

In seinem Vorwort zu diesem Bericht [2] schreibt Rösler:

„Um das Ziel der Reise nicht aus den Augen zu verlieren müssen wir regelmäßig überprüfen, wo wir auf unserem Weg stehen. Das gilt nicht nur für den Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern auch für die Aspekte Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit. Wir werden deshalb ab diesem Jahr jährlich einen Monitoring-Bericht zur Energiewende vorlegen.

Nun zu dem Monitoring-Bericht mache ich als Bürger schon mal einen Vorschlag, was ich gerne darin lesen würde.

Im folgenden möchte ich deshalb einen Weg, vorschlagen wie man die Energiewende quantitativ beurteilen und kritisch beobachten kann.

Nun der Rösler hat auch eine Studie in Auftrag gegeben beim Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln (EWI) mit dem Titel: „Untersuchungen zu



Veranstaltungshinweis: Ganteför contra Birkner!?

16. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Für den 21.12.2012 lädt die Friedrich-Naumann-Stiftung zu einer Veranstaltung unter dem Titel “Die Energiewende – Vision und Wirklichkeit” nach Hannover ein.

Teilnehmen werden der niedersächsische Umweltminister Dr. Stefan Birkner (FDP) und Prof. Dr. Gerd Ganteför.

Hier der Einladungstext:

Kaum ein Thema erregt die Gemüter so wie die Frage, ob der Klimawandel uns alle ins Verderben stürzt oder wir nur einer Angst fördernden Kampagne hysterischer Unweltaktivisten aufsitzen. Die Diskussionen werden heiß geführt und münden oft in extreme Positionen und widersprüchliche Szenarien. Und eines ist bei alldem selten zu finden: verlässliche Orientierung. Genau diese bietet Gerd Ganteför.

Gerd Ganteför überprüft die gängigen Argumente, Mythen und Legenden: unabhängig, seriös und wissenschaftlich fundiert. So leistet er nicht nur eminent wichtige Aufklärungsarbeit, sondern fördert auch einige handfeste Überraschungen zu Tage. Der staunende Leser erfährt etwa, dass Flugreisende energieeffizienter unterwegs sind als Autofahrer, und er bekommt eine Vorstellung davon, was die Menschheit bei der nächsten Eiszeit erwartet. Ganz nebenbei vermittelt der Autor dabei fundiertes Wissen zu den zentralen Zukunftsthemen Klima und Energie.

Ganz bewusst tritt Gerd Ganteför der grassierenden »Lust am Untergang« entgegen. So verweist er auf die Vorteile der Klimaerwärmung, bindet Kohle- und Kernkraftwerke in eine Strategie zum Naturschutz ein und bescheinigt den Verfechtern



Abstieg in die Zweite Liga? Die Krise der europäischen Klima- und Energiepolitik

4. Dezember 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Klimawandel, Kohle, Kopenhagen, Medien, Politik, Profiteure, Unkonventionelles Gas und Öl

Mein Vortrag auf der alternativen Klimakonferenz der

Liberalen

von Dr.Benny Peiser


Zwischen Klimakatastrophe und Ökohysterie

Zunächst einmal vielen Dank für die Einladung an die FDP in Sachsen und die Liberalen im Europaparlament. Ich glaube, das ist eine ausgesprochen wichtige Veranstaltung. Ich hoffe, dass es nicht dabei bleibt. Ich hoffe, dass sich die kritische Klimadebatte doch etwas etabliert in Deutschland, dass es kein Tabu mehr ist, darüber offen und kontrovers zu diskutieren.

Ich bin der Direktor der Global Warming Policy Foundation, ein unabhängiger think tank, der in London seinen Sitz hat. Ich werde ein bisschen über unsere Erfahrungen in Großbritannien sprechen und über den Meinungsumschwung in der britschen Öffentlichkeit und über die potenziellen Erfolgschancen, dass die Debatte zum Thema Klima- und Energiepolitik in Zukunft etwas rationaler aussehen wird als in den vergangenen 10 bis 15 Jahren.

Bei der Klimadebatte geht es nicht so sehr darum, wer Recht und wer Unrecht hat. Das werden wir wahrscheinlich erst in 20 bis 30 Jahren wissen. Es geht vielmehr darum, dass offen und ehrlich und kontrovers darüber diskutiert werden kann, denn nur so werden wir Fortschritte erzielen, nur so werden wir langfristig erkennen können, welche Argumente sich als vernünftig und welche sich als unvernünftig



Will Umweltbundesamt Chef Flasbarth mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt?

26. November 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Klimawandel, Politik

Der Chef des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth hat heute morgen ein Interview beim Deutschlandfunk gegeben. Anlass war natürlich der Start der Klimakonferenz in Doha und daher kamen von Ihm auch zunächst die zu erwartende Statements von mehr Extremwetter wegen des Klimawandels, mehr ehrgeizigen Reduktionszielen und dem “Jobmotor Energiewende”.

Geschenkt ist dabei, dass der Zusammenhang zwischen extremen Witterungsereignissen und einer Erwärmung durch den Klimawandel überhaupt keine wissenschaftliche Grundlage hat und eher so etwas wie eine momentane Rückzugslinie im Kampf gegen das Abdriften des Themas Klimawandel in die Bedeutungslosigkeit darstellt. Wenn es seit nunmehr 15 Jahren schon nicht mehr wärmer wird, dann doch wenigstens “extremer”.

Auch dass man sich mit Aussagen wie “Wir wissen inzwischen, dass Klimaschutz auch eine Modernisierungsstrategie ist, die Arbeitsplätze bringt” angesichts der Pleitewelle in der Solarbranche und dem Niedergang bei den Herstellern von Windkraftanlagen eigentlich ziemlich lächerlich macht, hat in unseren Qualitätsmedien bislang nur zu wenig bis gar keinen kritischen Nachfragen geführt. Alles wie gehabt also.

Was einen allerdings wirklich staunen machen konnte war die folgende Aussage Flasbarths:

Die EEG-Umlage ist gestiegen – auch das, weil sie die Differenz zum Börsenpreis ausdrückt. Das ist leider Gottes sehr kompliziert. Es steht aber fest: Der Strompreis an der Börse wird niedriger.



Zwangsbewirtschaftungen und die Energiewende

17. November 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Politik, Profiteure

Aus der Kriegswirtschaft zur Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges kennt man einige Verfahren, die zur Herstellung von Gütern oder Rohstoffen verwendet wurden, weil auf Grund der besonderen Situation im Krieg nicht genügend für alle vorhanden war. Man versuchte Ersatz, Substitute, zu schaffen. Und wo das nicht ging, musste man eben verzichten, vor allem im zivilen Leben; die Bedürfnisse des militärischen Sektors hatte Vorrang. Ressourcen wurden alloziert, zugewiesen, verteilt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Ressourcenallokation, die nicht nur in Zeiten der Krise oder des Krieges notwendig ist, sondern allgegenwärtig.⁽¹⁾

Im Normalfall sorgen Marktmechanismen für die Verteilung. Eine Ressourcenproblematik entsteht erst durch politische oder militärische Konflikte, da unter diesen Umständen davon ausgegangen wird, dass die Marktwirtschaft versagt. Konflikte oder Krisen erzeugen Knappheiten, die im Zuge der Knappheitsbewältigung wieder neue Konflikte hervorrufen. In einem Tagungsbericht vom 49. Historikertag in Mainz heißt es dazu:⁽²⁾

In der Folge lassen ihre Lösungsversuche wiederum neue Konfliktfelder entstehen, und zwar sowohl dort, wo sie (scheinbar) erfolgreich waren als auch dort, wo das Versprechen einer Aufhebung der Ressourcenproblematik uneingelöst blieb.

Es zeigte sich, dass Wirtschaft und Gesellschaft unterschiedlich auf die Kriege vorbereitet wurden. Im ersten Weltkrieg hat es praktisch keine Strategie gegeben um



Ott bei Friedman, oder wie mit falschen Ängsten Politik gemacht wird

11. November 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Politik

Es gibt Sendungen im Fernsehen die ich normalerweise sofort wegzappe. Dazu gehören fast alle Talkrunden, vor allem dann, wenn sie ein Format wie bei Anne Will aufweisen. Ein paar wenige Sätze, oberflächlich und doch medienwirksam vorgebracht, durch immer wieder eingespielte Filmchen unterbrochen, sollen den Zuschauer bei Laune halten. Beckmann und Co. sind ebenfalls kaum noch erträglich. Betroffenheitsgeschwafel nenne ich dies. Im Prinzip lässt sich diese Aufzählung noch ein ganzes Stück erweitern, und betrifft alle Sender, ob öffentlich rechtliche oder private ist egal. Einige Ausnahmen gibt es, stellvertretend seien hier nur die Phoenix-Sendungen »Im Dialog« oder »Unter den Linden« genannt.

Michel Friedman macht mit seiner Sendung in N24 da auch eine gewisse Ausnahme, denn er passt nicht in diese Muster. Man könnte bei ihm von Konfrontationsjournalismus sprechen, oder Provokationsjournalismus. Diese seine Krawallmasche ging mir ebenso auf den Wecker, weshalb ich mir dies auch nie anschaute – bis vorgestern. Thema waren die gestiegene Stromkosten und die Energiewende etc., etwas was mich natürlich interessierte, doch nicht der Grund war warum ich es mir anschaute. Es lag an der Person Hermann Ott von den Grünen, doch dazu später. Erst einmal die Vorbemerkung, dass ich doch etwas erstaunt über die Art und Weise war,