Energieerzeugung



Grün-Deutscher Imperialismus

26. Oktober 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

avatar2_150_scsk_quentinHierzulande wird von der grün-ökologistischen Front immer wieder auf die allseligmachende Wirkung der sogenannten „grünen Technologien“, allen voran in der Stromerzeugung, hingewiesen. Als Zukunftsprojekt wird es dargestellt, von dem andere Länder lernen können, und was es sonst noch alles für Begründungen gibt. Angeblich soll es sogar für einen Neuaufschwung in den südlichen europäischen Krisenstaaten sorgen. Wie beispielsweise Claus Leggewie in einem Vortrag betont. Wie wenig allerdings derartige Vorschläge in gerade diesen Ländern geschätzt werden, das ist ihm selbst klar.

Claus Leggewie über grün-deutschen Imperialismus

eingebunden mit Embedded Video

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Ausschnitt aus einer Podiumsdiskussion im Anschluss an Vorträge zum Thema: „Zukunftsorte Europas: Der Mittelmeerraum

Ein Text von mir, der auch dieses Thema behandelt, aber mehr Augenmerk auf Probleme bezüglich der europäischen Einigung legt, ist auf Glitzerwasser erschienen:
Latiner, Teutonen und die Zukunft Europas



NRW Wirtschaftsminister beziffert Kosten für Reservekraftwerke auf sechs Milliarden Euro im Jahr

20. Oktober 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

800px-Luftbild_Trianel_Kraftwerk_3Die Energiewende wirkt. Durch die zwangsweise Einspeisung von Strom aus Wind und Sonne wird jetzt offenbar genau das Ziel erreicht, das die deutschen Ökojünger schon seit vielen Jahren ganz oben auf ihrer Agenda haben. Den “fossilatomaren Dinosaurier”, gemeint sind die großen Stromerzeuger, wird die Luft zum Atmen immer weiter abgeschnitten (Der Energieexperte Jürgen Döschner vom WDR und das Märchen von den bösen “Energie-Dinosauriern”).

Konventionelle Kraftwerke nicht mehr wirtschaftlich
Grund dafür ist, dass deren Kohle- Gas- und Kernkraftwerke aufgrund der immer häufigeren Einspeisung von sogenannten Erneuerbaren Energien immer seltener im wirtschaftlichen Vollastbetrieb laufen. Hinzu kommt dass durch den Verfall der Börsenstrompreise, der ebenfalls der Zwangseinspeisung von immer mehr EE-Strom geschuldet ist, die Renditen der Kraftwerksbetreiber noch weiter geschmälert werden.

So weit, so gut in der Ökowelt, könnte man meinen. Die Sache hat leider nur einen kleinen Haken, wie die Wirtschaftswoche in ihrer gestrigen Ausgabe mitteilt. Schließlich betrifft das Problem, dass man konventionelle Kraftwerke in Deutschland kaum noch kostendeckend betreiben kann dadurch auch viele kleine Stadtwerke und Kommunen. Diese sind über die Stadtwerke vielfach an Kraftwerken oder auch direkt als Anteilseigner an der RWE beteiligt.

“Sparorgie, die ihresgleichen sucht”
Und die finanzielle Situation der betroffenen Kommunen könnte sich durch diese



Wie der WDR sich das EEG zum Erfolgsmodell zurechtbiegt

18. Oktober 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Medien, Politik

Gastbeitrag von Steffen Hentrich

WDR-Journalist Jürgen Dörschner singt aus Seoul eine Lobeshymne auf das EEG und meint, dass eine Kritik an dieser Förderpolitik und Befürchtungen, das EEG sei eine Bedrohung des Wohlstands, Volksverdummung und ein Lügengebilde sei. Es wäre zum einen eine Lüge, wenn überwiegend das EEG für steigende Haushaltsstrompreise verantwortlich gemacht würde, zum anderen ebenfalls gelogen, dass die Preissteigerungen zu mehr Armut führen würden. Schließlich sei Armut doch kein Problem der Energiepolitik, sondern Falle in den Verantwortungsbereich der Sozialpolitik. Die Privathaushalte würden durch “Heiz- und Spritkosten wesentlich stärker belastet – und deren Preise steigen noch schneller als die für Strom”.

bdew_strompreise_2013Natürlich hat er recht, dass der Haushaltsstrompreis in den vergangenen Jahren um mehr als 11,5 Eurocent/kWh (BDEW 2013: 11,3 Eurocent/kWh, siehe Abbildung) gestiegen ist und die EEG-Umlage nur um 4,9 Eurocent/kWh, wobei er jedoch die anteilig dafür gestiegene Mehrwertsteuer von 0,9 Eurocent/kWh unter den Tisch fallen, die insgesamt also die auf das EEG zurückzuführende Strompreissteigerung auf knapp 5,8 Eurocent/kWh ansteigen lässt. Das ist mehr als die nicht vom Staat zu verantwortende Kostensteigerung für Erzeugung, Transport und Vertrieb, die sich auf 5,45 Eurocent/kWh beziffert. Ohne die besondere Ausgleichsregelung für energieintensive Unternehmen läge die EEG-Umlage 2013 zwar um gut



Kein Plan, nirgends. Angela Merkel und die Energiewende

17. Oktober 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Emissionshandel, Energiewende, Politik

merkel_gerwerkschaftskongressGestern noch habe ich geschrieben, dass die Kanzlerin sich nicht in die Karten schauen lässt, doch dies war bereits Stunden später so nicht mehr zutreffend. Denn ebenfalls gestern hielt sie eine Rede vor dem Gewerkschaftskongress in Hannover, welche man gewissermaßen als Regierungserklärung deuten könnte. Aber selbstverständlich war dies auch eine Rede an potentielle Partner für die nächste Legislaturperiode. Da die Sondierungen mit der SPD noch nicht abgeschlossen sind, müssen das alle Beteiligten so empfinden, der zeitliche Rahmen bedingt dies. Merkel sieht vier zentrale Handlungsschwerpunkte die die nächste Regierungszeit bestimmen werden: 1. Stabiler Euroraum, 2. Dass die Energiewende gelingt, 3. Finanzbeziehungen Bund-Länder, 4. Demographiestrategie entwickeln. Hier soll nun nur über die Energiewende gesprochen werden, weil ja schon im Vorfeld immer wieder Forderungen laut worden, dass das EEG zumindest reformiert werden muss. Nur wie diese Reform aussehen soll, und welche Beweggründe hinter einer Reform stehen, darüber herrschte große Unklarheit.

„Dass die Energiewende gelingt“, diese Formulierung Merkels lässt keinen Zweifel daran aufkommen, ob ihr möglicherweise eine Scheitern dieser Energiewende doch lieber wäre, weil damit erwiesen sei, dass die sogenannten »Erneuerbaren Energien« – bessere Bezeichnung wäre »Neue Ineffiziente Energie« – über einen Nischenstatus hinaus nicht praktikabel einsetzbar sind. Nein, sie möchte die Energiewende



Vorwärts immer rückwärts nimmer – EEG-Umlage steigt 2014 auf 6,24 Cent

15. Oktober 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

“Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet – so viel wie eine Kugel Eis.”  – Jürgen Trittin als Bundesumweltminister im Juli 2004 zum Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien Gesetzes (EEG)

“Inzwischen können Sie die Eiskarte rauf und runter essen.” – Peter Altmaier, Bundesumweltminister im September 2013 beim 8. Deutschen Energiekongress “Energiewirtschaft im Wandel”

Pressemitteilung der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW (Link)

(…) Die EEG-Umlage ist von allen Letztverbrauchern für jede bezogene Kilowattstunde zu entrichten. Dies bedeutet, dass die Verbraucher zur Förderung der erneuerbaren Energien im Stromsektor im Jahr 2014 mit 6,240 Cent pro Kilowattstunde beitragen. Damit liegt die EEG-Umlage im Jahr 2014 knapp 20 Prozent über Vorjahresniveau (5,277 Cent pro Kilowattstunde).

Für das Jahr 2014 wird eine weiter deutlich ansteigende Erzeugung an elektrischer Energie aus rege-nerativen Anlagen prognostiziert. Der Anstieg um ca. 15 Terawattstunden (TWh) (von rund 135 TWh in 2013 auf knapp 150 TWh in 2014) spiegelt sich hauptsächlich in den Energieträgern Wind onshore, Wind offshore und Photovoltaik wider.

Die Entwicklung der EEG-Umlage von 2003 bis 2014 (eeg-kwk.net)

EEG-Umlage 2003-2014

Strompreisentwicklung in Deutschland (Statista)

Strompreis Index Deutschland 1998-2013

 

Die Entwicklung der Prognosen zur EEG-Umlage und deren tatsächlichen Werte



Die „Netzfrauen” und der Weltuntergang

8. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Kernenergie

ErdeBei FACEBOOK tobt gerade mal wieder die Schlacht gegen die teuflische „Atomkraft”, ausgetragen auf der FB-Pinnwand der „Netzfrauen”.

Aber wer sind diese „Netzfrauen” eigentlich? Auf ihrer Website kann man dazu folgende Statements lesen:

Wir sind Kanzlerin, Bildungsministerin, Verbraucherministerin, Familienministerin, Gesundheitsministerin, Finanzministerin, Verteidigungsministerin, Wirtschaftsministerin, Umweltministerin und sogar Entwicklungsministerin in einer Person.

Nachdem die Netzfrauen zur Zeit das Netz rocken und sich einer wahnsinnigen Aufmerksamkeit erfreuen können, sehe ich die Netzfrauen durchaus als eine Art Bewegung. …..

….. Wir sind international aufgestellt. Jede unserer Frauen ist flexibel genug, auch über den eigenen Tellerrand zu schauen.

…..wow, das klingt ja schwer nach einer höllisch geballten Kompetenz! Und es wird auch gleich klargestellt:

Wir sind nicht zum Kaffee kochen hier, wir wollen handeln!

Unter dem Begriff „Handeln” verstehen die „Netzfrauen” dann allerdings in erster Linie das Beschwören düsterer Weltuntergangsszenarien. In den martialischen Texten, die sie mit missionarischem Eifer und nahezu im Stundentakt auf ihre Facebook-Pinnwand hämmern, kommt beinahe in jedem zweiten Satz das Wort „verseucht” vor. Und wie man dort erfahren kann, ist die Apokalypse ja ohnehin in vollem Gange, nämlich in Fukushima.

Der gefährlichste Moment in der Geschichte der Menschheit

Bei der Sicherung der Brennelemente im Lagerbecken der Einheit 4 in Fukushima geht



Die Verstaatlichung der Energiewirtschaft

8. Oktober 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

EUdSSR-PlanerfuellungDass die von der Kanzlerin verkündete Energiewende bereits am Tage ihrer Präsentation gescheitert war, ergab sich aus dem Inhalt zwangsläufig und unabweisbar. Es gehörte keine Kristallkugel, kein Kaffeesatz und auch keine Geisterbeschwörung dazu, um das Schicksal dieses Plans vorherzusagen – es genügten bereits Kenntnisse über die für die Energieversorgung des Landes vorhandenen Ressourcen, über deren Vernetzung, über die Voraussetzungen für eine zuverlässige und stabile Versorgung der Verbraucher sowie ein normales Schulwissen der Physik plus eine Beherrschung der Algebra. Damit ergab sich das Resultat „Grober Unfug“ zwangsläufig.

Beängstigend waren von Anbeginn die vorhersehbaren, zerstörerischen  Auswirkungen auf die Wirtschaft und die privaten Verbraucher., denn die Ruinierung der Energieversorgung eines Industrielandes bedeutet die Vertreibung derjenigen Unternehmen, die dem Bankrott durch Flucht ins Ausland entkommen können, während die übrigen schlicht untergehen.  Die privaten Verbraucher werden zuerst durch immer höher steigende Energiepreise ausgeplündert, bevor sie auch noch ihre Arbeitsplätze verlieren.

Nun muss man sich fragen, ob das so gewollt war. Hat die Regierung im Auftrag einer finsteren Macht beschlossen, ihr Land in den Staatsbankrott zu treiben ?  Zu den Zeiten des Kalten Krieges hätte man sicherlich diese Möglichkeit erwogen, denn der Untergang des Kapitalismus und seiner westlichen Vertreter war schließlich tatsächlich das Ziel des uns