Energieerzeugung



Der Greentec-Skandal geht in die nächste Runde…

5. August 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Kernenergie, Ökologismus, Technium

ego3-150x150Wenn zwei sich streiten und differierende Ansichten unversöhnlich aufeinanderprallen, hilft oft der Blick eines neutralen Dritten, der in der in Rede stehenden Angelegenheit keine eigenen Interessen vertritt. Ein solcher hat sich in Person des Richters Bergold vom Berliner Kammergericht nun der Auseinandersetzung zwischen den Greentec-Machern (“Antragsgegnerin”) und dem Institut für Festkörperkernphysik IFK (“Antragstellerin”) gewidmet. Und ein eindeutiges Urteil gesprochen:

Der Beschluss des Landgerichts Berlin vom 26.06.2013 (3 O 245/13) wird abgeändert und der Antragsgegnerin im Wege der einstweiligen Verfügung aufgegeben, die Antragstellerin zur Veranstaltung der Preisverleihung des Wettbewerbes “Green-Tec Award 2013″ am 30.08.2013 zuzulassen und ihr für zwei Personen kostenfreien Eintritt zu gewähren sowie es der Antragstellerin zu ermöglichen, ihr Wettbewerbsprojekt “Dual-Fluid-Reaktor” im Rahmen der genannten Veranstaltung kostenfrei zu präsentieren.

Es wird festgestellt, dass die Antragstellerin in dem genannten Wettbewerb in der Kategorie “Galileo Wissenspreis” durch den Gewinn der Online-Abstimmung in dieser Kategorie für den ausgelobten Preis “GreenTec Award 2013″ nominiert ist.

Die Antragsgegnerin trägt die Kosten des Verfahrens beider Instanzen.

Der Verfahrenswert wird auf 10.000 Euro festgesetzt.

Die erste zu klärende Frage war, ob bei den Greentec Awards der Versuch unternommen wurde, die Regeln nachträglich zu ändern. Ursprünglich, so die Behauptung des IFK und auch die Aussagen einiger Blogger



EEG-Umlage und Börsenpreis

4. August 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Daten, Energiewende, Ökologistische Mythen, Photovoltaik

EEG-Umlage

In der letzten Zeit wird der wachsende Stromexport Deutschlands auf vielerlei Art kommentiert. Der Tenor der EEG-Befürworter lautet:

  • Das ist der Beweis, dass wir keinen Kernkraftwerke brauchen
  • Da sieht man, wie leistungsstark die erneuerbaren Energien sind
  • Die Exportüberschüsse werden von den Kohlekraftwerken aus Profitgier verursacht

Die ablehnenden Stimmen meinen dagegen:

  • Das zeigt, dass die NIE (Neuen ineffizienten Energien) nicht bedarfsgerecht produzieren können
  • Wir machen ein schlechtes Geschäft, wenn wir überschüssigen, aber hochsubventionierten Strom billig verramschen

Die Wahrheit liegt weder ganz beim einen noch beim anderen. Natürlich sind die NIE nicht in der Lage, bedarfsgerecht zu produzieren. Natürlich ist es eine Belastung für das Netz und die konventionellen Erzeuger diesen Zufallsstrom auszuregeln und zu integrieren und natürlich fliessen da hohe Subventionsbeträge, die von den deutschen Verbrauchern bezahlt werden, ins Ausland, zu unserem Schaden und zur Freude unserer Nachbarn. Doch der Vorwurf der ‘Profitgier der grossen Konzerne’ ist nicht unberechtigt. Beim derzeitigen NIE-Anteil an der Stromversorgung ist die Regelungskapazität der konventionellen Kraftwerke nämlich noch keineswegs ausgeschöpft und die Exporte wären technisch tatsächlich nicht notwendig. Sie sind eine Marktreaktion und dienen der Gewinnoptimierung.

Der Modellfall

Wind und Sonne benötigen konventionelle ‘Schattenkraftwerke’ da sie nur unregelmässig und zufällig Strom erzeugen.

Um einen möglichst einfachen



Zauberlehrlinge in Aktion – die Risiken der Geothermie Teil 2

25. Juli 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung

Etliche Reaktionen von Kommentatoren auf den ersten Teil des Artikels lassen erkennen, dass das Hintergrundwissen der Öffentlichkeit über die beschriebenen Fakten, Zusammenhänge und Risiken eher bruchstückhaft zu sein scheint. Entsprechende Hinweise des Verfassers wurden daher als Übertreibungen empfunden und teils sogar als Alarmismus bezeichnet. Nachfolgend daher eine Sammlung von Sachaussagen aus der Wissenschaft, um die entsprechenden Fakten zu untermauern und es jedem zu ermöglichen, sich selbst ein Bild zu machen.

 

Wissenschaftler zum Thema Erdbebenrisiken

 

„Mehr als 200 Starkbeben sind bereits menschlichen Aktivitäten geschuldet, hat der Geophysiker Christian Klose von der Columbia University in Palisades, USA, nach Informationen der Wochenzeitung „Die Zeit“ gezählt”. [KLOS]

 

“Pumping water underground at geothermal power plants can lead to dangerous earthquakes even in regions not prone to tremors, according to scientists. They say that quake risks should be factored into decisions about where to site geothermal plants”. [BROD]

 

“Another key feature of the research shows that sites experiencing sustained pumping of water into the ground for a period of decades or more are more susceptible to large tremors triggered by earthquakes occurring in other parts of the world”. [BROD]

 

“It is already accepted that when we have very large earthquakes seismic



Zauberlehrlinge in Aktion – die Risiken der Geothermie

22. Juli 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Die Grenzregion zwischen der Schweiz und Deutschland – insbesondere das Umfeld von Basel – ist ein Erdbebengebiet. Der seit Millionen von Jahren andauernde Vormarsch der afrikanischen Platte nach Norden, der die Alpen aufgeschoben hat, wirkt auch heute weiter und erzeugt Spannungen in den tiefen Erdschichten. Davon zeugen die schweren Schadensbeben in der Römerzeit beziehungsweise im Mittelalter.

Alpen Kopie

Die Alpen wurden durch ungeheure Kräfte im Untergrund aufgeschoben (Symbolbild)

Einen solchen Untergrund mit einem hohen Niveau an mechanischen Spannungen sollte man tunlichst in Ruhe lassen, solange man nicht genau weiss, was man durch Fracking – dem Aufspalten des Gesteins durch Einpumpen von Flüssigkeiten in Bohrlöcher unter hohem Druck – darin so alles auslösen kann. Dass dadurch in der Schweiz jetzt zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre ein Erdbeben ausgelöst wurde, sollte den Verantwortlichen in der Regierung eigentlich Warnung genug sein.  Eine Technologie, deren Wirkungen nebst den zugehörigen Folgen so offensichtlich nicht mit der erforderlichen Sicherheit beherrscht werden können, sollte nicht zum Einsatz gebracht werden. Erst vor wenigen Jahren war es ein Geothermieprojekt in der Region Basel, das ausser Kontrolle geriet und ein Erdbeben verursachte. Jetzt ist das Gleiche bei St. Gallen passiert. Berichten zufolge wurde das Beben ausgelöst, weil man unvermutet auf Gas



NGO’s: Die Meister des sanften Würgegriffs

17. Juli 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Kernenergie, Klimawandel, Kohle, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Photovoltaik, Politik, Profiteure, Windkraft

Macht- und Interessengeflechte der Öko-Weltretter

In der westlichen Welt hat sich ein Geflecht von Organisationen etabliert, deren Geschäft das Abkassieren von Gutgläubigen, das Einwerben von Abstandszahlungen von der Industrie und die Selbstbedienung aus öffentlichen Pfründen ist. Die schiere Gröβe dieser Strukturen, die untereinander sowie mit dem Staatsapparat und den Medien dicht verfilzt sind, sowie die Effizienz ihrer Geldbeschaffungsmethoden würden jeden Sektenführer klassischen Zuschnitts vor Neid erblassen lassen. Sogenannte Non Governmental Organisations (NGO) geben vor, hehre Ziele zu vertreten und den Planeten nebst Menschheit retten zu wollen. Doch tatsächlich verfolgen viele ihrer führenden Vertreter einfach nur knallharte Eigeninteressen. Dabei geht es um Einkommen und Karriere ebenso wie um die Förderung der Interessen bestimmter, ihnen nahestehender Industriezweige.

Naturbild Kopie

Nicht bei allem, wo Naturschutz draufsteht, ist auch wirklich Naturschutz drin (Symbolbild)

 

Als Datum der Kapitulation der Industrien der westlichen Welt vor der geballten Macht geschickt arbeitender Kampagnenstrategen von NGO’s kann der 20. Juni 1995 gelten. An diesem Tag gab Shell nach fast zweimonatigen Auseinandersetzungen bekannt, dass man der Forderung von Greenpeace nachgeben und die schwimmende Öltankanlage „Brent Spar“ an Land entsorgen lassen werde, statt sie wie vorgesehen in groβer Meerestiefe zu versenken. Gegen dieses Vorhaben hatte Greenpeace eine massive Empörungskampagne in den Medien



Der Energieexperte Jürgen Döschner vom WDR und das Märchen von den bösen “Energie-Dinosauriern”

16. Juli 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Photovoltaik, Politik, Windkraft

800px-Luftbild_Trianel_Kraftwerk_3Wer die Entwicklung auf dem Strommarkt seit längerem verfolgt, für den kam die heutige Meldung alles andere als unerwartet. Die durch die vorrangige Einspeisung sogenannter Erneuerbarer Energiequellen aus Wind und Sonne geschaffene Situation, dass konventionelle Kraftwerke immer seltener im Vollastbetrieb laufen, gepaart mit dem ebenfalls den “Erneuerbaren” geschuldeten Verfall des Strompreises an der Börse, lässt die Erzeugung von Strom mit konventionellen Kraftwerken zunehmend unrentabel werden.

Und folgerichtig war heute aus Branchenkreise zu vernehmen, dass bis zu 20% der aktuellen Erzeugungskapazität vom Netz genommen werden soll. Schließlich kann es sich kein Betrieb auf Dauer leisten, ein Produkt herzustellen, wenn er dabei Geld drauflegt. Dass dadurch die Versorgungssicherheit im gerade im Winter an der Grenze operierenden Stromnetz in Deutschland ernsthaft in Gefahr gerät, ist nur die logische Konsequenz aus dieser Entwicklung.

Der WDR “Energieexperte” weiß es besser
Aber halt, diese Sicht auf die Dinge ist natürlich vollkommen falsch. Lassen Sie sich einmal von Jürgen Döschner vom WDR erklären, wo der Hase so langläuft. Bei der Mitteilung der Stromerzeuger, dass sie demnächst unrentable Kraftwerke abschalten werden, handelt es sich nämlich um reine Angstpropaganda. Die “Dinosaurier” hätten einfach selbst Panik, dass ihnen die astronomischen Gewinne wegbrechen.

Nicht zufällig werden aus den Vorstandsetagen von



Das Positionspapier Energiepolitik der AfD

15. Juli 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Energiewende, Kernenergie, Politik

AfD LogoDie Partei Alternative für Deutschland, AfD, stellt heute in Berlin auf einer Pressekonferenz ihr “Positionspapier Energiepolitik” vor. Eine Vorab-Version des Papiers ist bereits jetzt auf der Facebook-Seite der AfD erschienen. Kernpunkte sind: Abschaffung des EEG und Ersatz durch eine direkte Finanzierung aus Steuergeldern (wobei Altverträge nicht angetastet werden sollen) und ein Wiedereinstieg in die Kernenergie-Forschung, insbesondere in das internationale Generation IV Programm.

Wer nach der Vorstellung des Entwurfes eines Energieprogramm der AfD den ganz großen Wurf erwartet hatte, wird möglicherweise etwas enttäuscht sein. Allerdings stellt der vorgelegte Entwurf wohl die Grenze dessen dar, was im momentanen gesellschaftlichen Klima politisch erreichbar scheint. Hier das Positionspapier im Wortlaut:

Die Arbeit des Fachausschusses Energie der Alternative für Deutschland zielt darauf ab, unserem Land eine kostengünstige, international wettbewerbsfähige Verfügbarkeit von Energie mit einer hohen Versorgungssicherheit zu gewähren.

Die Energiepolitik der letzten Jahre ist durch schwere Fehler gekennzeichnet, die seither Bürger und Wirtschaft erheblich belasten. Insbesondere die Förderung von Photovoltaikanlagen hat zu hohen Kostensteigerungen geführt. Nun drohen nicht nur Energiearmut, sondern vor allem der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, Unternehmensverlagerungen in das Ausland und somit der Verlust von Arbeitsplätzen. Inzwischen kostet in Deutschland der Strom für Industriekunden schon gut doppelt so viel wie in den