Energieerzeugung



Der Hype um die Tesla Powerwall – Eine Revolution die keine ist

5. Mai 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Photovoltaik, Windkraft

800px-TeslaMotors_HQ_PaloAltoDer Elektroauto-Hersteller Tesla hat letzte Woche Donnerstag seinen  lange erwartete Stromspeicher für zu Hause vorgestellt. In Deutschland sollen diese schicken, Powerwall genannten, Module dazu beitragen, die Schwankungen der Produktion von Wind- und Solarstrom auszugleichen. Wie Spiegel Online schreibt, will Tesla dazu hierzulande mit dem Ökostromanbieter Lichtblick kooperieren.

Und einen Weg zu finden, diese wechselhafte Einspeisung  aus Photovoltaik und Windkraft zumindest abzumildern, ist dringend vonnöten. Schließlich hat sich  kaum ein Land bei der Umstellung der Energieversorgung auf regenerative Quellen so ehrgeizige Ziele gesetzt wie Deutschland. Bis zur Jahrhundertmitte sollen die Stromversorgung zu 80 Prozent und die gesamte Energieversorgung zu 50 Prozent auf erneuerbare Energien umgestellt werden.

Immer mehr „Erneuerbare“ destabilisieren die Netze

Dabei sind bereits heute, bei einem Anteile von gut 25 Prozent „Erneuerbarer“ bei der Stromversorgung, die Probleme, die diese Umstellung mit sich bringt, sehr deutlich erkennbar. Strom aus Wind und Sonne wird schließlich nur erzeugt, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Dabei kann die Produktion sehr dramatisch schwanken. Zwischen gut 100 Megawatt (das entspricht einer kleinen Gasturbine) und über 40 Gigawatt, was der Leistung von 30 großen Kohle- oder Kernkraftwerken entspricht. An dieser Situation würde auch ein europaweiter Ausbau wenig ändern. Wenn in Deutschland



Warum der Wind niemals „keine Rechnung“ schickt – und Windkraft teuer bleibt

5. Mai 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Windkraft

Energiewende-Optimisten erwarten in Deutschland für die Zukunft Zustände wie in einem Energie-Schlaraffenland. Anstatt gebratener Tauben die einem im Märchenland der Faulenzer in den Mund fliegen, ist es dann der Öko-Strom der reichlich und quasi umsonst aus der Leitung kommt. Das Kalkül hinter dieser Annahme ist bestechend einfach und auf den ersten Blick einleuchtend. Und grundfalsch:

Auch wenn wir heute noch einen Mehrpreis für den Strom aus Wind und Sonne bezahlen, so heißt es oft, werden wir schon in wenigen Jahren, wenn für die ersten Anlagen die hohen Vergütungssätze nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) auslaufen, den Strom von dort fast zum Nulltarif bekommen. Schließlich hätten diese ja keine Brennstoffkosten und Sonne und Wind schicken bekanntlich keine Rechnung.

Wind schickt doch eine Rechnung

Betrachtet man diese Überlegung einmal am Beispiel der Windkraft, einer der Hauptsäulen der Energiewende, dann fallen einem sofort zwei grundlegende Fehleinschätzungen ins Auge. Fehler Nummer eins an dieser Rechnung ist, dass auch nach dem Ende der speziellen Förderung für neue Anlagen eine Vergütung zu zahlen ist. Und diese ist mit 4,95 Cent für die Kilowattstunde an Land und mit 3,9 Cent auf hoher See immer noch über den Preisen von Strom aus Kohle, Braunkohle oder Kernkraft.

Und Fehler



Der Powerwall: Geht es Tesla wirklich so schlecht?

5. Mai 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Elektromobilität, Energieerzeugung, Photovoltaik

ego150Man weiß nicht, wie gut es SpaceX wirklich geht. Wahrscheinlich hält sich das Unternehmen durch NASA-Aufträge einigermaßen über Wasser. Für die zweite der von Elon Musk geführten Firmen, Tesla Motors, scheint es aber düster auszusehen. Anders ist die Produktpräsentation vom vergangenen Donnerstag kaum zu verstehen.

Am 30.04.2015 stellte Elon Musk persönlich der Presse in Apple-Manier eine Neuheit vor.  Die die Energiebranche in den kommenden Jahren revolutionieren werde. Von der „Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen“ sprach Musk dabei ebenso, wie von einem Durchbruch für die Photovoltaik. Ein neuer globaler, viele Milliarden Dollar schwerer Markt täte sich auf.

Wer nun mindestens einen Flüssigsalz-, wenn nicht gar einen Fusionsreaktor erwartet, wird leider enttäuscht. Elon Musk hat nicht mehr zu bieten, als einen „Powerwall“ genannten Lithium-Ionen-Akkumulator. Der eben Überschüsse aus einer heimischen Solaranlage speichern und in sonnenlosen Zeiten wieder abgeben soll.

Innovativ ist das nicht. Produkte dieser Art gibt es schon seit Jahren auf dem Markt, auch von deutschen Herstellern. Die Leistungsdaten der Powerwall entsprechen dem derzeitigen Standard solcher Geräte. Sicher ist das Design sehr gelungen und vergleichsweise modern gegenüber den oft schlichten und lediglich farblich aufgefrischten Schaltschränken der Mitbewerber. Aber rechtfertigt  dies in Verbindung mit einem Kampfpreis den Muskschen Optimismus?

Für 3.500



Die Grünen wissen, Schuld am Klimawandel und Extremwetter ist der Mensch und fordern den Ausstieg aus der Kohlekraft!

1. Mai 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Daten, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Klimawandel, Kohle, Kurioses, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Photovoltaik, Politik, Profiteure, Unkonventionelles Gas und Öl, Wasserkraft, Windkraft, Wissenschaft

Gruene-BaerbockDie Bundesfraktion der Grünen und deren klimapolitische Sprecherin Annalena Baerbock (Wahlkreis Potsdam, nahe des PIK) wissen es ganz genau, Schuld am Klimawandel, dem schmelzenden Nordpol und Gletschern, den zunehmenden Wirbelstürmen und Extremwetterereignissen ist der Mensch. All das hat der Mensch durch seine CO2-Emissionen ausgelöst. Auch wenn dafür die Belege fehlen. Daher haben wir unverzüglich aus der Kohlekraft auszusteigen!



Die Energiewende als Lernerfahrung

28. April 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

ego3-150x150Zur Eröffnung der Hannover Messe hielt Kanzlerin Angela Merkel am 12.04.2015 eine bemerkenswerte Rede. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert sie mit folgenden Worten:

Deutschland mache derzeit bei der schnellen Umstellung der Energieversorgung eine „Lernerfahrung“, sagte Merkel am Sonntagabend bei der Eröffnung der Hannover-Messe. „Wir sind im Augenblick in einer kritischen Phase, in der der Anteil der erneuerbaren Energien aus der Nische heraus zur Hauptsäule unserer Energieversorgung geworden ist“, sagte die Kanzlerin. Die Folgen der Umstellung würden das Land noch viele Jahre beschäftigen.

Zwar geht die Kanzlerin in ihren Ausführungen auf Themen wie Kosten und Versorgungssicherheit ein, die Interpretation, sie hätte als Physikerin einen technischen Blick auf die Situation, wäre aber vorschnell. Man wird nicht Kanzler in diesem Land, wenn man nicht primär seinem Instinkt für Stimmungen und Emotionen folgt. Weniger entscheidend ist dabei die Haltung der Gesamtbevölkerung. Auf die Multiplikatoren kommt es an, auf Meinungsführer in Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Denn diese sind es am Ende, die die Haltung breiter Wählerschichten beeinflussen. Weil ihnen mehr und bessere Kommunikationskanäle zur Verfügung stehen, als dem einfachen Bürger und weil man ihnen aufgrund ihrer Stellung, ihrer Kompetenz und Expertise weit eher zuhört.

Wenn sich in diesen Kreisen die Atmosphäre ändert, wenn die ursprüngliche



Endlager-Suchkomission stellt Zeitplan vor – und macht sich damit überflüssig

20. April 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Kernenergie

BN-800_Laengsschnitt_ReaktorbehaelterDie von der Bundesregierung eingesetzte Kommission zur Lagerung hochradioaktiver Stoffe hat heute einen Zeitplan vorgestellt, nach dem in Deutschland noch viele Jahrzehnte vergehen werden, bis überhaupt erst mit dem Einlagern von sogenanntem Atommüll in eine Endlager begonnen werden könnte. Wahrscheinlich ist es den meisten an dieser Kommission beteiligten überhaupt nicht bewusst,dass sie sich damit im Grunde selbst überflüssig gemacht haben. Denn man kann mit Sicherheit sagen, dass ein solches Endlager dann überhaupt nicht mehr gebraucht wird.

„Ungelöste Endlagerfrage“ ist für Kernkraftgegner unverzichtbar

Wenn man in Deutschland versucht eine Diskussion über Energieerzeugung mit Kernkraft zu führen, dann muss man ein dickes Fell mitbringen. Der erste Einwand, der einem zunächst begegnet ist der, dass Kernkraftwerke wegen der Gefahr eines Unfalls quasi immer eine unberechenbare Gefährdung darstellen. Ein Verweis auf die hohen Sicherheitsstandards und die makellose Sicherheitsbilanz deutscher Kernkraftwerke wird dann allerhöchstens als Zynismus  abgetan, auch der Hinweis, dass in Deutschland die Gefahr schwerer Erdbeben oder eins Tsunamis als nicht existent betrachtet werden kann, hilft da nicht weiter. Denn, auch wenn das Risiko eines Zwischenfalls bei Null liegen würde, bleibt dem Kernkraftgegner immer noch die „ungelöste Endlagerfrage“ als Rückfallebene.

Schließlich fallen in einem Kernkraftwerk immer radioaktive Reststoffe an. Und im Fall der in



Ein Aufruf an unsere Leser – Technische und wirtschaftliche Aspekte der Kohleverflüssigung

15. April 2015 | Von | Kategorie: Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Kohle

ElewatorWeglowyPoliceIn Deutschland wird in den letzten Jahren vermehrt ein Thema in den Mittelpunkt gerückt, das eigentlich mit dem Ende des zweiten Weltkriegs und der Globalisierung von Rohstoffmärkten und Produktionsprozessen gar keine Rolle mehr spielen sollte. Man möchte die Abhängigkeit von Rohstoffimporten unabhängig werden. Speziell im Bereich der Versorgung mit Energierohstoffen wird diese Ziel besonders in den Mittelpunkt gerückt. Energieautarkie ist hier das Stichwort.

Während damit zunächst nur gemeint war, dass einzelne Häuser oder Gemeinden von der Stromversorgung unabhängig werden sollten, hat die weltpolitische Entwicklung, im nahen Osten und vor allem in Russland, dazu geführt, dass sich die Politik immer häufiger Gedanken macht, wie man der Abhängigkeit etwa von Gasimporten adäquat begegnen kann.

Anstatt jetzt vielleicht das Offensichtliche zu tun, hierbei auf heimische Rohstoffen im Boden, wie Schiefergas oder -Öl zu setzen, solche Ansätze werden bei uns lediglich von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe  (BGR) verfolgt, geht man ansonsten andere Wege.

Einer davon ist eine Rückbesinnung auf das seit fast 100 Jahre bekanntes Verfahren der Kohleverflüssigung. So wird seit einigen Jahren diskutiert, ob man neben der Holzvergasung aus den dabei entstandenen Rohstoffen nicht auch langkettige Kohlenwasserstoff, sprich Benzin, Diesel und Aromaten als chemische Grundstoffe gewinnen könnte.

Unnötig