Energieerzeugung



Branche fordert Einspeisevergütung für “Windgas”

15. September 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Bekanntlich gibt es bei der Produktion von Strom aus Wind und Sonne ein zentrales Problem. Wobei, in Wirklichkeit gibt es eine ganze Reihe von Problemen. Da sind etwa die hohen Kosten für die Energieerzeugung,oder etwa der gewaltige Fächenbedarf  von Wind- und Solarparks. Aber der größte Nachteil dieser zentralen Bausteine der Energiewende ist und bleibt der Umstand, dass in einem funktionierenden Stromnetz immer genau soviel Strom zur Verfügung gestellt werden muss, wie gerade verbraucht wird.

Stromerzeugung aus Wind und Sonne von Wetter aghängig

Und das zu leisten sind Wind und Sonne gerade nicht in der Lage. Eine Stromerzeugung aus solchen Quellen ist von der Tageszeit und vom Wetter abhängig. Auf beide Faktoren haben wir keinen Einfluss und anders als der Einstellwinkel de Sonne ist das Wetter auch mittelfristig nicht in brauchbarem Maß vorhersagbar. Und, nebenbei bemerkt, selbst wenn wir für das nächste Quartal präzise vorhersagen könnten, wann und wo der Wind weht oder wo gerade ein Wolkenfeld die Sonne verdeckt, hätten wir keine Möglichkeit irgendwie regelnd auf die Stromproduktion aus Wind und Sonne einzuwirken. Man kann es also drehen und wenden wie man will. Entweder wir verabschieden uns von dem Gedanken einer bedarfsgerechten Stromerzeugung, oder wir begraben die Idee, unseren Strom



Das Offshore-Chaos

13. September 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Ökologistische Mythen, Politik, Windkraft

Wie wir alle schon mehrfach hörten, soll die Windkraft das Herzstück der Energiewende werden – und die Offshore-Windkraft soll den größten Anteil davon zur Verfügung stellen. Die Pläne sind “ehrgeizig”; das ist im Öko-Sprachgebrauch das Synonym für überzogen und realitätsfern. Die zu diesen ehrgeizigen Offshore-Ausbauplänen gehörenden Zahlen sind die folgenden:

  • Bereits 2013 sollten vor den Küsten Windenergieanlagen (WEA) mit einer Maximalleistung von 3.000 Megawatt (MW) in Betrieb oder im Bau sein.
  • Bis zum Jahre 2020 sollten WEA mit 7.600 MW zur deutschen Stromerzeugung beitragen. Das wären etwa 1.700 Windräder.
  • 2030 sollen es dann 25.000 MW sein.

Die Offshore-Experten von wind:research haben im Juni 2012 in einer Studie, über die die Wirtschaftswoche berichtete (10), ausgerechnet, dass im wahrscheinlichsten Fall 2020 rund 3.000 MW fehlen werden. Bis 2030 würde sich diese Lücke auf 6.000 MW verdoppeln. Im schlimmsten Falle allerdings wären 2020 gerade einmal ca. 3.000 MW auf See installiert – und bis 2020 käme kein einziges Windrad hinzu.

Dieser schlimmste Fall würde nach Einschätzung der wind:research-Experten eintreten, wenn die Übertragungsnetz-Betreiber vor den gewaltigen Kosten der Stromanbindung der Meeres-Windparks kapitulieren. Vor allem fürchteten sie die unbegrenzte Haftung für verspätete Anschlüsse. Dazu bereitet die Regierung allerdings eine für die gesamte Energiewende inzwischen



Die Mäuse von Tschernobyl

10. September 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Gesundheit, Kernenergie, Wissenschaft

In Novo-Argumente wurde von Thilo Spahl vom Hormesis-Effekt bei ionisierender Strahlung gesprochen⁽¹⁾ Dieser Effekt wird in Wikipedia so beschrieben:

“(griech.: „Anregung, Anstoß“, engl.: adaptive response) ist die schon von Paracelsus formulierte Hypothese, dass geringe Dosen schädlicher oder giftiger Substanzen eine positive Wirkung auf den Organismus haben können. Sie wird heute in der Definition weiter gefasst. Bei medizinisch wirksamen Substanzen ist ein solcher dosisabhängiger Umkehreffekt gut nachweisbar (z. B. Digitalis, Colchicin oder Opium). Bei einer Reihe anderer Verbindungen und der Wirkung von radioaktiver Strahlung wird die Hypothese in Fachkreisen sehr kontrovers diskutiert.”

Thilo Spahl geht in seinem Beitrag für davon aus, dass es diesen Effekt auch bei der Radioaktivität gibt. Verschiedene Beobachtungen und Erfahrungen lassen ebenfalls darauf schließen dass da was dran ist. So wird zum Beispiel die brasilianischen Küstenstadt Guarapari als Stadt der Gesundheit bezeichnet, obwohl, oder gerade weil, hier eine natürliche Strahlung von im Mittel 87mSv vorkommt. Stellenweise sogar ein Vielfaches dieses Wertes⁽²⁾. Übertroffen wird dies noch von der iranischen Stadt Ramsar, mit einer jährlichen effektiven Dosis von ca. 200 mSv. Zur Verdeutlichung um welche Höhe es sich hier handelt, die deutsche Strahlenschutzverordnung schreibt vor:

“Für Personen, die anzeigebedürftige Arbeiten ausüben, beträgt der Grenzwert der effektiven Dosis



Der Stein der Weisen

7. September 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium

Von der Antike bis in die frühe Neuzeit war es das Ziel vieler Alchemisten, den Stein der Weisen zu finden. Eine mythische Substanz, mit deren Hilfe unedle Metalle wie Blei in wertvolle wie Gold verwandelt werden sollten. Methoden und technische Gerätschaften zur Durchführung chemischer Experimente wurden erdacht, neue Verbindungen synthetisiert und bislang unbekannte Elemente gefunden. Schließlich stellte sich Welt als aus diesen Elementen aufgebaut heraus, aus Grundstoffen, die sich gerade nicht ineinander umwandeln ließen. Die moderne Chemie war geboren.

Heute wissen wir, warum die Vision der Alchemisten nicht Realität wurde. Sie verfügten schlicht nicht über ausreichend Energie für eine Umwandlung chemischer Elemente, für eine Transmutation. Auch war ihr Konzept unzureichend. Heute wissen wir, wie eine Transmutation gelingen kann. Und wir haben die dazu erforderliche Substanz entdeckt. Es ist Thorium, ein Schwermetall, das in der Erdkruste ungefähr so häufig vorkommt wie Silber.

Atome und Isotope

Ein sehr nützliches Modell vom Aufbau des Atoms beschreibt dieses als bestehend aus einem Kern und einer Hülle. Der Kern enthält elektrisch positiv geladene Protonen und elektrisch neutrale Neutronen, in der Hülle befinden sich elektrisch negative Elektronen. Die Anzahl der Protonen im Kern bestimmt die Struktur der Atomhülle und diese wiederum definiert die chemischen Eigenschaften eines



Wie der Fraunhofer Direktor in seinem Ferienhaus in Kalifornien Energie spart

2. September 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Photovoltaik, Profiteure

Der Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg, Professor Eicke R. Weber, hat in der Badischen Zeitung seine Meinung in einem Kommentar kundgetan. Es stört ihn, dass die deutsche Unternehmen das große Potenzial der Photovoltaik einfach nicht erkennen würden. Ihnen fehle der Glaube.

Völlig unbeeindruckt davon, dass aufgrund der Billigkonkurrenz aus China in Deutschland ein Photovoltaik-Produzent nach dem anderen  Insolvenz anmeldet und dass selbst die zu bedeutend geringeren Kosten produzierende und mit staatlichen Förderungen gepäppelte Branche in China gerade ebenfalls den Bach runter geht, ist Weber davon überzeugt, dass die Photovoltaik in naher Zukunft einen bislang ungesehen Boom erleben würde.

Mangelnder Glaube als Ursache für Insolvenzen?

Es wird nicht ganz klar ob der Professor tatsächlich meint, die Solarfirmen in Deutschland würden reihenweise Pleite gehen, weil ihnen der von ihm eingeforderte Glaube fehlt. Das scheint schließlich bei den hiesigen Produzenten das geringste Problem zu sein. Die glauben alle daran, dass ihre Produkte besser sind als die der Chinesen und dass der einzige Weg in eine nachhaltige Zukunft darin besteht, dass immer mehr Kunden immer mehr von ihren Solarmodulen kaufen.

Nur, zwar kann der Glaube bekanntlich Berge versetzen, aber er bezahlt keine einzige Rechnung eines Zulieferers und keine Löhne für die Angestellten.



EEG vor dem Aus?

29. August 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Kernenergie, Kohle, Politik, Wirtschaftsförderung

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat – zeitlich abgestimmt auf den gestrigen Energiegipfel bei der Bundesregierung – eine neue Studie zu den Kosten der Energiewende vorgestellt. Diese kommt zu dem Ergebnis, ein „wettbewerbsorientiertes Finanzierungsmodell“ würde den bis 2020 geplanten Ausbau regenerativer Energien um 52 Milliarden Euro preiswerter ermöglichen, als die aktuelle Subventionierung gemäß des von rotgrün im Jahr 2000 geschaffenen „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ EEG.

Bislang sind die Netzbetreiber verpflichtet, den aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erzeugten Stroms in unbegrenzter Höhe vorrangig abzunehmen und gleichzeitig dafür den Produzenten staatlich garantierte Vergütungen weit über den Marktpreisen konventionell  produzierter Elektrizität zu zahlen. Diese Mehrkosten werden auf den Verbraucher umgelegt.

Das neue Modell – eingängig „WEE“ für „Wettbewerbsmodell Erneuerbare Energien“ getauft – bedeutet eine radikale Abkehr von dieser Strategie. Es soll keine staatlich garantierten Vergütungen mehr geben und die Abnahmeverpflichtung wird auf eine bestimmte Höhe begrenzt. Gegenwärtig hieße das dann für die Netzbetreiber, lediglich 25% ihres Stromangebotes aus regenerativen Quellen decken zu müssen und sich dabei auch noch die kostengünstigste Variante aussuchen zu können.

Hier handelt es sich natürlich um eine Steilvorlage für Wirtschaftsminister Rösler, der eine solche „Reform“ des EEG schon seit einiger Zeit mit Nachdruck fordert. Wo er bei Röttgen noch auf



China baut Thorium-Reaktor

21. August 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium

Nachrichten aus dem Reich der Mitte erreichen uns meist nur gefiltert aus zweiter oder dritter Hand. Vor allem der Bereich der Forschung und Entwicklung wird von den Medien in Deutschland oft sehr stiefmütterlich behandelt – und das gilt leider nicht nur für China. Im angelsächsischen Sprachraum ist die Situation etwas besser, da viele freie Journalisten in Blogs und Büchern immer mal wieder einzelne Informationshäppchen aus eigenen Recherchen preisgeben. Aber auch die muss man erst einmal finden und die Zeit, aus einzelnen Puzzlestücken ein Gesamtbild zusammenzusetzen, hat kaum jemand.

Umso schöner, wenn endlich einmal eine Primärquelle zur Verfügung steht. Am 06.08.2012 hat Professor Kun Chen, stellvertretender Direktor der Abteilung für Nukleartechnik und nukleare Sicherheit am Schanghai Institut für angewandte Physik, in den USA, an der kerntechnischen Abteilung der Universität Berkeley, einen Vortrag gehalten. Dieser ist hier in voller Länge verfügbar.

Hinweise auf das, was er dort dargestellt hat, gab es schon länger. In seinem Buch „Superfuel“ berichtet Richard Martin ausführlich von chinesischen Delegationen, die sich am Oak Ridge National Laboratory über Nuklearprojekte der Vergangenheit informiert hatten. Was scheinbar offizielle Stellen in China dazu bewog, Anfang 2011 ein aufsehenerregendes, in Deutschland aber leider völlig ignoriertes Projekt bekanntzugeben. Nun sind solche