Energieerzeugung



Smart Region Pellworm – Ein Vorgeschmack?

28. Dezember 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende

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Die nordfriesische Insel Pellworm ist seit Anfang den 1980er Jahren Schauplatz für die Energieforschung. 1983 entstand dort der größte Solarpark Europas. Mit Ergänzung von Windenergieanlagen entstand 1989 Europas größtes Hybridkraftwerk. Ein intelligentes Stromnetz soll die Insel nun stromautark machen.

Offenbar wird auf Pellworm die Energiewende geprobt. Ein guter Grund, sich das näher anzusehen.

Eins sei gleich bemerkt: Wer sich auf die Suche nach konkreten Zahlen macht, hat es nicht leicht, vor allem über die Kosten wird beharrlich geschwiegen. Aber auch Daten zur Leistung der Einzelkomponenten sucht man in vielen Fällen vergeblich oder man findet sie nur mit Mühe und auf Umwegen. Möchte man sich nicht zu sehr in die Karten schauen lassen?

Hier ist jedenfalls die offizielle Projektseite: SmartRegion Pellworm

 

Die Erzeuger

Die Stromerzeugung Pellworms beruht auf der Trias PV, Wind und Biomasse.

  • PV-Nennleistung: 2989 kW, Nutzungsgrad 11%
  • Wind-Nennleistung 6025 kW, Nutzungsgrad 23%
  • Biomasse-Nennleistung: 1060 kW, Nutzungsgrad 47%

Weitere Daten, die aus verschiedenen Quellen eruiert wurden:

  • Längste gemessene Flautedauer: 74 Stunden
  • Gesamterzeugung pro Jahr: ca. 22.300 MWh
  • Anbindung: 2 Seekabel (20kV)

Die Speicher:

  • Li-Ion-Batterien 560 kWh
  • Redox-Flow-Batterie 1200 kWh
  • 11 Li-Ion ‚Haushaltsspeicher‘ mit insgesamt 80 kWh

(Quelle)

Die Verbraucher

  • Fläche: 37,44 km²
  • Einwohner: ca. 1100
  • Haushalte:


Wir werden so langsam Mainstream

25. Dezember 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energiewende

BlogEnergiewendeWelt

Oft werden hier ja mehr oder weniger ’skandalöse‘ News vorgestellt.
Ein Beitrag in der ‚Welt‘ ist das genaue Gegenteil:

Flaute und Wolken stoppen Ökostrom-Produktion

Man könnte glauben, Sc Sk goes Mainstream, wenn man dort liest:

Im Frühjahr erfreute eine Serie von Jubelmeldungen die Herzen der Energiewende-Fans. „Wind- und Solarstromproduktion so hoch wie nie“, verkündete stolz das „Internationale Wirtschaftsforum Erneuerbare Energien“ (IWR) am 19. April. Ökostrom mit 35 Gigawatt im Netz, „dieser Wert entspricht der Leistung von 26 Atomkraftwerken“.
….
Wer wollte angesichts solch kraftstrotzender Zahlen nicht von der Allmacht erneuerbarer Energien träumen? …
Gab es einen besseren Beweis, dass erneuerbare Energien konventionelle Kraftwerke bereits weitgehend überflüssig gemacht haben?…

Die schönen Statistiken der Ökostrom-Produktion haben nur einen Haken: Sie erwecken ein völlig falsches Gefühl von Sicherheit. Erneuerbare Energien liefern in der kalten Jahreszeit über Wochen und Monate hinweg oft kaum nennenswerte Strommengen.

Windkraftanlagen stehen tagelang still
Die Wind- und Solarstromproduktion lag in der vergangenen Woche durchgehend komplett danieder. Mehr als 23.000 deutsche Windkraftanlagen standen tagelang still. Eine Million Fotovoltaikanlagen, vom Verbraucher mit 108 Milliarden Euro subventioniert, stellten die Arbeit nahezu vollständig ein und lieferten selbst zur besten Mittagszeit nur ganz kurz mal ein paar Kilowattstunden. Eine ganze Woche lang mussten da



Bundesparteitag: FDP bekennt sich zur Planwirtschaft

14. Dezember 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

ego150Der Schlüsselmoment des FDP-Bundesparteitags am 7. und 8. Dezember in Berlin war eine Frage an den für das Präsidium kandidierenden Europaabgeordneten Michael Theurer. Warum er denn im europäischen Parlament nicht gegen das Verbot von Mentholzigaretten für mündige Bürger gestimmt hätte, erkundigte sich ein Delegierter sinngemäß. Selbstverständlich sei er gegen das Verbot, antwortete Theurer und selbstverständlich hätten die Liberalen im europäischen Parlament sich entsprechend geäußert. Aber am Tag der Abstimmung selbst sei er nun mal verhindert gewesen. Da er an dieser Stelle nicht einen Todesfall, seine eigene Hochzeit oder ein vergleichbar wichtiges Ereignis zur Entschuldigung anführte, wird wohl auch kein solches vorgelegen haben. Und von solchen Verpflichtungen abgesehen sollte nichts einem Abgeordneten wichtiger sein, als bei Abstimmungen über Gesetze im Parlament teilzunehmen. Denn das ist sein Job, dafür wird er bezahlt und dafür wird er vor allem stellvertretend für die Bürger gewählt. Die legislative Gewalt darzustellen ist Auftrag, Pflicht und das höchste aller Abgeordnetenrechte zugleich. Wer dem ohne guten Grund nicht nachkommt, hat sein Mandat nicht verdient. Denn er schätzt seine eigenen Interessen offensichtlich höher ein, als die seiner Wähler. Diese Haltung prägte leider die Arbeit der FDP in der vergangenen Legislaturperiode und ist ursächlich für ihr Abschneiden bei der



Nachhaltigkeit – Was ist das?

8. Dezember 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Nachhaltigkeit, Ökologismus

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‚Nachhaltigkeit‘ ist DAS Buzzword der ökologistischen Bewegung, sozusagen das Qualitätssiegel der Alternativen Bewegung für jede Art von Tätigkeit oder Produktion.

‚Nachhaltig‘ weckt Assoziationen wie stabil, sorgenfrei, zukunftssicher. Man baut ewas auf und wenn es geschaffen ist, darf man sich ausruhen und die Früchte der Arbeit geniessen bis an das selige Ende.

Das steht natürlich im krassen Widerspruch zu Fortschritt und Innovation, denn der Fortschritt wirbelt immer wieder die Karten durcheinander und verteilt sie neu. Um diesen Widerspruch aufzulösen, sollen nur solche Innovationen zugelassen werden, die zu einem stabilen Zustand führen, wie etwa die ‚Erneuerbaren Energien‘, für die innovative (und sogar utopische) Techniken gefordert werden um dann, wenn das Ziel erreicht ist, das statische Schlaraffenland zu eröffnen.

Utopia

Ist schon der ursprüngliche Begriff unscharf, wird er auch noch maßlos überfrachtet:

Mit der Arbeit der Brundlandt-Kommission der UN und der darauf folgenden UN Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 wurde ein Begriffsverständnis von „Nachhaltigkeit“ salonfähig, das verschiedene politische Interessen vereinen sollte; dabei sollten umweltpolitische Ziele den ökonomischen und sozialen Entwicklungszielen gleichgestellt werden. Der Begriff Nachhaltigkeit wird hier als Zielbündel verwendet: dauerhaft stabile Gesellschaften seien zu erreichen, indem ökologische, ökonomische und soziale Ziele nicht gegeneinander ausgespielt, sondern gleichrangig angestrebt würden. Dieses Begriffsverständnis von



Das schmutzige Geheimnis der grünen Elektromobilität

4. Dezember 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Profiteure, Windkraft

AutoDie Elektromobilität ist mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien in aller Munde. Denn Elektromobilität ist sauber, umweltfreundlich und klimafreundlich, dank Strom aus Erneuerbaren Energien. So denken zumindest die Ökologisten. Ist dem aber wirklich so?



“Fracking” Thema im Koalitionsvertrag – Kritische Anmerkungen dazu

1. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas

Vor ungefähr drei Jahren erfuhr die breite Öffentlichkeit, dass in Deutschland nach Erdgasvorkommen in Schiefergesteinen, die reich an organischer Substanz sind und somit potenziell gasführend sowie in Kohleflözen gesucht wird. Um Erdgas aus diesen Lagerstättentypen wirtschaftlich fördern zu können, ist grundsätzlich (Schiefergas) bzw. häufig (Kohleflözgas) das seit über 6 Jahrzehnten angewendete Hydraulic Fracturing-Verfahren notwendig.

1. Vorbemerkungen

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Ungefähr zeitgleich mit dem Bekanntwerden erschien der inzwischen in vielerlei Hinsicht widerlegte Film „Gasland“[1], der das bewährte Standardverfahren in Miskredit brachte. Leider wurde dieser Film nicht nur in Deutschland wohlwollend aufgenommen und führte zu einer emotional und von Seiten der Gegnerschaft häufig unsachlich geführten Debatte um das Fracverfahren. Das führte u.a. dazu, dass selbst die Erschließung von Lagerstättentypen, in denen Hydraulic Fracturing-Maßnahmen seit 50 Jahren durchgeführt wurden, ins Stocken geriet. Ursache hierbei ist nach Ansicht des Verfassers die mangelnde Differenzierung zwischen den Lagerstättentypen seitens der Gegnerschaft und der sekundierenden Medien wie z.B. der NDR oder Lokal- /Regionalblätter wie die „Kreiszeitung“ oder die „Westfälischen Nachrichten“. Aber auch in überregionalen Formaten wie der „Tagesschau“ wird ohne wissenschaftliche Evidenz die international millionenfach angewendete Stimulationsmethode durch nach Ansicht des Verfassers „grünideologisch“ geprägte Journalisten (z.B. Jürgen Döschner, WDR/ARD) ins schlechte Licht gerückt. Ohne es zu belegen, behauptete



FDP: Ein bißchen gegen die Energiewende

22. November 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

ego150Am 7. und 8. Dezember findet in Berlin der Bundesparteitag der FDP statt. Es wird dort nicht nur eine neue Parteispitze gewählt, es wird auch programmatisch gearbeitet. Im Antragsbuch findet sich auf den Seiten 29 und 30 ein Antrag zur Energiepolitik, der auf den ersten Blick einen Durchbruch darstellen könnte. Heißt es dort doch gleich zu Beginn:

Die FDP stellt fest, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz innovations- und wettbewerbshemmend ist und daher abgeschafft gehört.

Endlich. Seit 2000 warte ich darauf, daß eine relevante Partei sich in dieser Weise äußert. Vielleicht ist das unter machtpolitischen Aspekten erst jetzt möglich, da die FDP nur noch in Landesparlamenten, nicht mehr aber im Bundestag vertreten ist. Aber ach, wie enttäuschend ist es dann doch wieder, den Antrag ganz zu lesen.

Hier die Beschlußvorlage in voller Länge:

1. Die FDP fordert mehr Effizienz und Marktwirtschaft beim Ausbau der erneuerbaren Energien.

2. Die FDP stellt fest, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz innovations- und wettbewerbshemmend ist und daher abgeschafft gehört.

3. Die FDP stellt fest,dass die Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998 ihr Ziel bis heute nicht erreicht hat. Da die Bundesnetzagentur nach dem Abschalten von acht Kernkraftwerken und dem teilweise hohen Aufkommen an fluktuierenden Strommengen starke Eingriffe in die Fahrweise