Energieerzeugung



ITER und die Chinesen

22. Juli 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Technium
http://www.youtube.com/watch?v=dlrEgGqNe6s”>Youtube:

2009 wurde der Verein IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies) mit Sitz in Potsdam gegründet. Der Spiegel schrieb damals:⁽¹⁾

“Vorbild ist der Ministerin zufolge das Institute for Advanced Study im amerikanischen Princeton, wo auch Albert Einstein forschte. Ähnlich wie an dem US-Elite-Institut könnten die “klügsten Köpfe” in Potsdam ein frei gewähltes Thema bearbeiten und bis zu zwei Jahre lang am Institut in der Potsdamer Kleist-Villa forschen und wohnen.”

Klaus Töpfer ist zur Zeit der Exekutivdirektor und neben anderen wichtigen Posten gibt es auch noch einen Strategiebeirat, dessen Vorsitzender Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber ist. Dies nur kurz zur Erläuterung, um die politische Ausrichtung dieses Vereins zu verstehen. Im März diesen Jahres wurde unter dem Dach des IASS eine Plattform Energiewende (TPEC) vorgestellt, die sich als unabhängiger wissenschaftlicher und transdisziplinärer Begleitprozess der Energiewende versteht.⁽²⁾

Am 28. Juni fand nun eine Expertenanhörung statt mit dem Thema: “Energiewende: Wo stehen wir? Was ist zu tun?” Siebzehn Experten konnten jeweils fünf Minuten zu einem Fachgebiet sprechen, und etwa die doppelte Zeit stand noch mal für Rückfragen der Jury zur Verfügung. Die Videoaufzeichnung dieser Veranstaltung ist in zwei Teilen auf der Seite des IASS zu sehen.⁽³⁾. Die Vorträge waren von unterschiedlicher



Walter Russell Mead: Die Energie-Revolution und das neue amerikanische Jahrhundert

21. Juli 2012 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl

Stellen Sie sich auf ein neues amerikanisches Jahrhundert ein: das scheint die Hauptkonsequenz der Energierevolution zu sein, die jetzt weltweit Wirtschafts- und Politikexperten dazu veranlasst, ihre alten Prognosen zu zerreißen. Das neue amerikanische Jahrhundert wird keine Wiederholung des letzten sein, aber in mancherlei Hinsicht sieht es so aus, als ob die Welt eher die Richtung eines globalen, liberalen Kapitalismus einschlägt, den die Vereinigten Staaten – wie Großbritannien zuvor – seit Jahrzehnten als ihr geopolitisches Ziel ansehen.

Energie war für die Geopolitik des 20. Jahrhunderts sehr wichtig; Energieknappheit formte die strategischen Entscheidungen, die Deutschland und Japan zur Niederlage im 2. Weltkrieg führten und der Kampf um den energiereichen Nahen Osten spielte im Kalten Krieg eine wichtige Rolle. Die Annahme, dass die Welt bereits „Peak Oil“ erreicht hat oder kurz davor steht, motivierte die Prognosen, dass das 21. Jahrhundert ein Zeitalter eines Wettkampfs zwischen den USA und China werden würde, da Chinas verzweifelte Suche nach mehr Energiequellen das Land zu einer aggressiven globalen Energiepolitik verleiten könnte, die mit vitalen Interessen der USA in Konflikt gerät.

Die Annahme, dass sich nur noch wenige große Vorkommen erschließen lassen, brachte viele dazu, Prognosen aufzustellen, in denen die Golf-Region weiterhin einen weltpolitischen Dreh- und Angelpunkt bildet;



Günther Oettinger bemängelt die Abneigung Europas gegen Schiefergas und Offshore Öl

19. Juli 2012 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl

Europe is at a competitive disadvantage because of a reluctance to take risks on offshore oil drilling and tar sands, and a failure to fully explore its shale gas options, EU Energy Commissioner Günther Oettinger says. “In the US there’s a process to re-industrialise the country first by oil. They accept some risks with offshore drilling for ‘own sources’ in the Gulf of Mexico and they accept [tar] sand oils and others,” the commissioner said. By contrast, “we import oil and have high taxation.” The result is that Europe’s transport and industrial sectors are disadvantaged, Oettinger said. He argues that since the US used shale to reduce its dependence on cheap imports from Qatar and Nigeria, North Americans now pay roughly 30% of the European gas price. “We are not really active in looking at which risks and options we would have with shale gas,” hier weiterlesen…

Via achgut.com (Benny Peiser)



Tödliche Energie: Biogasanlagen

19. Juli 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Biomasse, Blog
http://www.youtube.com/watch?v=64Ouqm_Vi8g&version=3&f=user_uploads&c=google-webdrive-0&app=youtube_gdata]

In der Sendung quer im BR3 wurde über Unfälle bei Biogasanlagen berichtet:

Besonders delikat ist, dass man offensichtlich im bayerischen Umweltministerium keine Ahnung hat, wie viele dieser Unfälle es schon gegeben hat. So startete das Ministerium eine Abfrage bei den Umweltbehörden, um überhaupt erst einmal einen Überblick zu bekommen.

(Beitrag auch erschienen bei Glitzerwasser)



Auf den Punkt: Die gewaltigen Veränderungen am US-Energiemarkt lassen sich in einer einzigen Grafik darstellen

16. Juli 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl, Wirtschaftsförderung

Die Energie aus der Steckdose erlebt in Amerika den schnellsten und größten Wandel, der jemals stattgefunden hat.

Es ist nur wenigen wirklich aufgefallen, aber in der amerikanischen Elektrizitätswirtschaft vollzieht sich gerade ein Wandel, wie man ihn nie zuvor gesehen hat. Nicht im Jahr 1973, nicht 1950 und noch nicht einmal 1900. So lange, wie in den USA Elektrizität produziert wird, stellte die Kohle den Hauptanteil vor allen anderen Energieträgern.

Während Erdgas und Erdöl beim gesamten Energieverbrauch eine große Rolle spielen, lag bei der Stromerzeugung aus fossilen Rohstoffen der Anteil der Kohle in den letzten 50 Jahren immer über 65%. Und während der meisten Zeit im 20 Jahrhundert lag der Anteil der Kohle an der gesamten Stromerzeugung über 50 %.

Nun ist allerdings das Erdgas dabei, der Kohle den Rang abzulaufen. Und das in rasendem Tempo. Die Erzeugung von Elektrischer Energie verändert sich, wie man in der unten stehenden Abbildung gut sehen kann, normalerweise nur langsam. Wenn man sich in der Abbildung allerdings die letzten drei Jahre ansieht, erkennt man eine Dynamik im Wachstum, die man ansonsten nur in der High-Tech-Industrie kennt, keinesfalls aber bei der Stromerzeugung.

 

 

Es ist dabei wert erwähnt zu werden, dass die absoluten Zahlen



Altmaier bestätigt Science Skeptical

15. Juli 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Politik

Man sollte es sich immer wieder vor Augen führen: Die sogenannte Energiewende beschreibt mitnichten einen Umstieg auf NIEs. Sie basiert eigentlich auf dem Ansatz, den relativen Anteil der NIEs sowohl an der Primärenergieversorgung, als auch an der Stromerzeugung durch eine Reduzierung der absoluten Bedarfe zu erhöhen.

Die Ausgangsbasis der im Jahr 2010 durch die Bundesregierung verabschiedeten Konzepte sind daher die beiden folgenden politischen Ziele:

  • Reduzierung des Primärenergiebedarfes bis 2050 um 50%
  • Reduzierung des Strombedarfes um 25%

Nach dem gegenwärtigen Stand der Technik – und allein von diesem kann eine Regierung ausgehen – schließen sich beide Ziele allerdings gegenseitig aus, will man Wohlstandsverluste vermeiden. Eine höhere Energieeffizienz zur Senkung des Primärenergiebedarfes bedingt zwingend den verstärkten Einsatz elektrischer Systeme. Hier bei Science Skeptical wurde dieser Zusamenhang bereits im Oktober 2010 herausgearbeitet (Energiekonzept: Deutschland ohne Strom?).

Die entscheidende Grafik hinsichtlich des Energieumsatzes in der deutschen Industrie in aktualisierter Fassung:

 

Zwar sinkt der gesamte Energieumsatz in der Produktion beständig (graue Balken), aber der Anteil an elektrischer Energie an diesem (blaue Balken) steigt:

“Der Laser, der Industrieroboter, der Mikrowellenofen, das fahrerlose Transportsystem, Steuerungs- und Überwachungssysteme und der umfassende Einsatz elektronischer Datenverarbeitung über die gesamte Fertigung hinweg sind nur einige Beispiele. Für Möglichkeiten,



CO2: Warum Emissionen in den USA sinken, aber nicht in Europa

15. Juli 2012 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas

Von Michael Shellenberger und Ted Nordhaus

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden die USA als der globale Klimaschurke hingestellt, der sich weigerte, das Kyoto- Protokoll zu unterschreiben, während Europa den Handel mit Klimazertifikaten einführte. Allerdings ist, wie wir im Folgenden ausführen, etwas Bemerkenswertes passiert: Die Emissionen in den USA begannen bereits 2005 zu sinken, und es wird erwartet, dass sich diese Entwicklung im nächsten Jahrzehnt fortsetzt – während das europäische System des Handels mit Verschmutzungsrechten keinen messbaren Einfluss auf Emissionen hatte. Selbst das angeblich so grüne Deutschland wendet sich wieder der Kohle zu.

Und warum? Der Grund hierfür ist offensichtlich: Die USA profitieren von einer staatlich geförderten, über 30 Jahre angelegten technologischen Revolution, die die Versorgung mit Erdgas massiv erhöht und verbessert hat; und zwar in einem Maße, die es sogar im Vergleich mit Kohle billig machen. Der Gegensatz zwischen dem, was in Europa und dem, was in den USA geschieht, fordert all diejenigen heraus, die immer noch glauben, dass die Verteuerung fossiler Brennstoffe und der Handel mit Emissionsrechten für eine Reduzierung von Emissionen wichtiger seien als direkte und dauerhafte öffentliche Investitionen in technologische Innovation.

Jenseits des Zertifikathandels: Ein neuer Weg zu sauberer Energie

Damit hatten