Energieerzeugung



Hybridkraftwerke: Energievernichtung im Namen der „Energiewende“

20. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung

In Fernsehnachrichten und Zeitungsartikeln wurde Ende Oktober ein Wasserstoff-Hybridkraftwerk beschrieben, das im brandenburgischen Prenzlau in Gegenwart von Ministerpräsident Matthias Platzeck ans Netz ging. Überschüssiger Windstrom aus den zahlreichen Windparks der Uckermark wird darin zur Wasserstoff-Erzeugung benutzt. Danach wird mit dem gespeicherten Wasserstoff in einem Gasmotor wieder Strom erzeugt, der bei Bedarf ins Netz zurück gespeist wird. Aber was bedeutet hier „gespeichert“? Gespeichert heißt: Der Löwenanteil des von Windkraftanlagen gelieferten Stroms muss von der Speicheranlage wieder als Strom ins Netz zurückgegeben werden – andernfalls wäre der angebliche Speicher nur ein Vorratsbehälter mit ziemlich großen Löchern.

Bei der Umwandlung der hochwertigsten Energieform
„Elektrischer Strom“ in eine minderwertigere Form – zum Beispiel ein Brenngas – kommt es auf Grund physikalischer Gesetzmäßigkeiten zwangläufig zu Energieverlusten. Will man danach mit diesem Gas wieder Strom erzeugen, gibt es noch viel größere Verluste. Und an mehreren Stellen in dieser Anlage lauern weitere Verlustquellen. Eine Auto-Bleibatterie gibt ca. 70% des Ladestroms wieder zurück; auch ein großes Pumpspeicherkraftwerk hat den einen Speicher-Wirkungsgrad von 70%. Diese Zahl ist die wichtigste Effizienzangabe für einen Stromspeicher. Alles, was unter 60% liegt, bedeutet hohe Energieverluste und ist deshalb nur bedingt brauchbar.

Weder die Zeitungsartikel noch die begeisterten TV-Berichte enthielten irgendwelche Angaben zu dieser



Über den Tellerrand: Zur Energiediskussion in anderen Blogs

17. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog

Vor einiger Zeit erschien auf Readers Edition ein Beitrag des auch bei uns aktiven Autors Michael Krüger. Unter dem Titel „Viel Wind für nichts: Stromkunden zahlen für Stromdrosselung“ wurde über den Umstand berichtet, dass Betreiber von Windkraftanlagen ihren Strom auch dann vergütet bekommen, wenn sie ihn gar nicht produzieren können, etwa weil gerade bei viel Wind so viel Strom im Netz ist, dass mehr produziert würde als verbraucht werden kann.

Wer die Diskussionen bei Readers Edition, vor allem zum Thema Klimawandel, verfolgt, der weiß dass dort zuweilen extrem gegensätzliche Standpunkte aufeinander treffen. Dort wird manchmal hässlich und oft auch unterhalb der Gürtellinie diskutiert. Manchmal aber ergeben sich dabei auch äußerst unterhaltsame Wortwechsel, bei denen der Leser in wirklich guten Momenten auch einiges dazu lernen kann. So eine glückliche Konstellation hat sich jetzt in der Diskussion über das Bezahlen für Strom, der gar nicht produziert wird, ergeben.

Die Protagonisten sind beide so etwas wie Readers Edition Urgesteine. Der eine ist bekannt für seine fundierten Kenntnisse in Energietechnik und Statistik, der andere für seinen Unwillen Fakten zur Kenntnis zu nehmen und seinen tiefen Glauben an die Segnungen der „Erneuerbaren Zukunft“. Ich bin gespannt, ob Sie von allein darauf kommen, wer



Ein Dezembermorgen in einem kleinen Dorf in der Eifel

12. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Kurioses

Ein (bislang) fiktives Wintermärchen von unserem Leser  Martin Frank.

Ein Russlandhoch beschert ganz Deutschland seit einer Woche trübes, kaltes und windfreies Winterwetter. Die Winter sind schon seit Jahren kalt und schneereich, und so ist es auch dieser, im Jahr 2025.

Die Müllers leben in einem für diese Zeiten modernen Haus. Moderne, energiesparende Elektrogeräte. Eine Kühltruhe, die geschlossen auch eine Woche ohne Strom auskommen kann. In den Wintermonaten dient die kleine Gartenhütte als Kühlschrank. Nachdem die Steuern auf Autos mit Verbrennungsmotoren drastisch angehoben wurden, haben sie sich sogar ein Elektrofahrzeug angeschafft.

Herr Müller sitzt wie jeden morgen um 7:00 Uhr am Esstisch
und hört gebannt dem Radiosprecher zu. Ja, der Luxus muss sein! Fünf Minuten Radio am Tag, selbst wenn der ‚Smart-Meter’ einen extrem hohen Strompreis anzeigt, sind Pflicht. Die deutschen Wind- und Sonnenscheinprognosen haben das gemütliche Frühstück abgelöst.

Der Radiosprecher, sachlich wie immer, meldet für heute einen windreichen und sonnigen Tag. Endlich! Frau Müller füllt augenblicklich die vier Waschmaschinen. Mit einer Maschine käme sie nicht hin, da die Billigstromphasen in der Regel sehr kurz sind und die energiesparenden Maschinen extrem lange laufen.

Herr Müller, der schon immer große Ideen umsetzten wollte, hat sich im Keller neben dem ‚Smart-Meter’ einen Schalter



Aus grünen Fesseln befreien!

2. November 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Politik

Die Ideologie von der Klimaerwärmung durch CO2 kommt uns volkswirtschaftlich teuer zu stehen. Liberale haben freiheitliche Grundsätze preisgegeben, als sie sich diesem Dogma gebeugt haben.

Gastbeitrag von Holger Krahmer

Der Klimawandel in Form globaler Erwärmung sei Realität und der Mensch schuld daran. Der Ausweg führe über “Nachhaltigkeit” hin zu „grünen Wachstum“ mit erneuerbarer Energie, mit der die kohlenstoffarme Volkswirtschaft der Zukunft zu versorgen sei. So die gängigen Thesen, die von Politikern bis hin zu Pädagogen in voller Überzeugung wiederholt werden.

Die Feinsteuerung des Weltklimas auf maximal zwei Grad Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter ist unwidersprochenes Ziel politischen Handelns. Diesem Ziel wird eine komplette politische Agenda untergeordnet. Von der Gestaltung der Energieversorgung bis zur Frage, welche Produkte noch produziert werden dürfen. Mitunter wird dafür sogar weitgehend unwidersprochen hinterfragt, ob die schwerfälligen Entscheidungsprozesse demokratischer Gesellschaften noch der richtige Rahmen zur Erreichung dieser Ziele sind. Dem International Panel on Climate Change (IPCC), das angeblich die weltweite Forschung zum Klimawandel vertritt, ist es gelungen ein Dogma zu errichten. Das Dogma abgeschlossener wissenschaftlicher Erkenntnis über die es „keine Zweifel“ mehr geben soll und die belegen, dass menschliche Aktivitäten die alleinige Ursache globaler Klimaerwärmung sind.

Doch schon die tatsächliche Temperaturentwicklung der letzten Dekade widerlegt die



Wettstreit der Angst: Kernenergie versus Klimawandel

29. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Klimawandel, Medien, Nachhaltigkeit, Politik, Profiteure

Warum es wenig mit dem Gefahrenpotential von Kernkraftwerken zu tun hat, dass wir uns so vor ihnen fürchten.

von Frank Furedi

Deutschlands Ankündigung, bis 2022 alle Kernkraftwerke abschalten zu wollen, zeigt, wie sehr das öffentliche Leben heutzutage von einer „Kultur der Angst“ dominiert wird. Eine grundlegende Risikoscheu und das Vorsorgeprinzip durchdringen alle Lebensbereiche, die Politisierung von Ängsten ist zur Normalität geworden. Auf der politischen Arena sind verschiedene Gruppierungen in einen regelrechten Wettstreit darüber eingetreten, wovor wir uns im 21. Jahrhundert am meisten zu fürchten haben.

Als die deutsche Regierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im letzten Herbst die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchsetzte, wurde dies auch mit der wichtigen Rolle dieser „sauberen“ Energie im Kampf gegen den Klimawandel begründet. Nicht wenige Kernkraftgegner schlossen sich damals dieser Argumentation an. Ihre Befürchtungen hinsichtlich des Klimawandels überwogen sogar ihre Ablehnung der Kernenergie. Doch der Sieg der Klimapanik war nur von kurzer Dauer. Die Aussicht auf eine atomare „Verstrahlung“ im Hier und Jetzt erwies sich als das wirksamere Angstszenario im Gegensatz zu den wenig greifbaren Schäden, die der Klimawandel für „zukünftigen Generationen“ bereit halten könnte.

So konnte letztlich die Angst vor einer angeblichen Bedrohung durch die zerstörten Reaktoren in Fukushima über die alarmistischen



Dystopie: Die Energiewende

24. Oktober 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus

„Seit Fukushima reden wir nicht mehr über Eintrittswahrscheinlichkeiten“

2025: Die internationalen Eingreiftruppen aus Frankreich, Großbritannien, Kanada, den USA und Russland übergeben die Sicherheitsverantwortung an die deutsche Übergangsregierung. Diese kündigt eine zügige Aufarbeitung an und führt intensive Gespräche mit der venezolanischen Regierung über die Auslieferung der ins Exil geflohenen Kanzler_innen-Doppelspitze Roth und Ernst.

Wie es dazu kommen konnte

Alles begann im Jahr 2013, als nach der Bundestagswahl die erste grün-linke Regierungskoalition mit gemeinsamer Zweidrittelmehrheit im Parlament geschlossen wurde. Als erste Amtshandlung beruft die neu geschaffene Kanzler_innen-Doppelspitze einen Rat zur unverzüglichen Energiewende ein. Der beschließt die sofortige Abschaltung der verbliebenen Kernkraftwerke und aller Kohlekraftwerke sowie den massiven Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und Geothermie. Pumpspeicherkraftwerke sollen Schwankungen ausgleichen. Die Umsetzung wird an die Bundesländer delegiert, die entsprechend ihrer Fläche und Einwohnerzahl eine bestimmte Menge an Energie bereitstellen müssen. Das Importverbot für ausländischen Atom- und Kohlestrom wird im Grundgesetz verankert.

In die anfängliche Begeisterung der Bevölkerung mischt sich schnell Skepsis. Die befürchteten Engpässe bei der Stromversorgung und der Widerstand von Anwohnern gegen die „Verspargelung der Landschaft“ durch Windkraftanlagen führen vielerorts zur Gründung von Bürgerinitiativen.

In den nördlichen Ländern bauen die roten und grünen Landesregierungen überwiegend Geothermie- und Windkraftanlagen, während die Ministerpräsidenten im Süden in



Offshore? – Offshore!

21. Oktober 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik, Windkraft, Wirtschaftsförderung

Der Abend der Einweihung der neuen Büros meiner Geschäftspartner endete für den harten Kern tief in der Nacht bei Zigarillos, Wein und einer spannenden Debatte auf der Terrasse. Diskutiert wurde, was denn nun die rasante Globalisierung in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts ausgelöst habe. Und man war sich rasch einig: der Container. Heroisch den Dieselmotor als die Innovation verteidigend, die den Handel von Gütern rund um die Welt in großer Menge und  Vielfalt erst möglich machte, tanzte nur ich mal wieder aus der Reihe.

Meine Gesprächspartner konnte ich nicht überzeugen. Denn tatsächlich hatten wohl beide Seiten recht: Es war das Zusammenwirken von Technologien, von (mindestens) Dieselmotor und Container, die die rasant verlaufende Entwicklung des Welthandels begründete. Was bemerkenswert vor allem ist, weil der Dieselmotor ursprünglich eine völlig andere Intention hatte. Sein Erfinder und Entwickler selbst sah in ihm eine stationäre, kleine und preiswerte Kraftmaschine zur Versorgung des mittelständischen produzierenden Gewerbes außerhalb der großen Zentren. Rudolf Diesel ahnte nicht, daß in diesem Segment der Elektromotor seiner Innovation schon bald den Rang ablaufen würde. Und er erkannte nicht die Möglichkeiten im Transportwesen, denn erst mehr als 20 Jahre nach seinem mutmaßlichen Selbstmord gelang es, mit dem Ottomotor bei Lastkraftwagen technisch gleichzuziehen.