Energieerzeugung



Störfall in AKW; welche Perspektive danach

14. März 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Erdgas, Kernenergie, Politik

Zugegeben, der Titel ist provokativ, doch hilft es nicht vor der derzeitigen Entwicklung die Augen zu verschließen. Egal wie die Störfälle in Japan noch ausgehen werden, alle hoffen das es glimpflich sein wird, es wird in nächster Zeit die ohnehin andauernde Diskussion über den Atomausstieg bestimmen. Ich stehe nach wie vor positiv zur Kernkraft, vor allem was die nächsten Generationen von Reaktoren betrifft. Auch würde ich mich der Forderung nach Stilllegung der ältesten Meiler in Deutschland anschließen, wenn diese durch neue Kernkraftwerke ersetzt werden würden. Doch ob das politisch hierzulande durchsetzbar sein wird, dürfte mehr als fraglich sein.

Die Bundesregierung argumentiert in Bezug auf die Laufzeitverlängerung immer auch, dass die abgeschöpften Gewinne zum weiteren Ausbau der NIE verwendet werden. Sollte diese Laufzeitverlängerung kippen, wären auch diese Abschöpfungen hinfällig, die NIE müssten auf andere Weise gefördert werden. Doch den Stromkunden noch mehr Umlagen aufzubürden, dürfte jeder Regierung schwer fallen. Mit was also wollen wir die Kernkraft also ersetzen? NIEs sind nicht dazu imstande, kurzfristig schon gar nicht. Geeignete Speichertechnologien sind auch nicht vorhanden. Bleibt also nur Kohle, Öl, Gas.

Öl können wir auch gleich wieder vergessen, das spielt bei der Stromerzeugung keine Rolle. Für Kohle und Gas sind die Technologien vorhanden,



Abschalten!?

12. März 2011 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Gesundheit, Ökologismus

Während Japan nach dem schwersten Erdbeben der Neuzeit um sein (über)Leben kämpft, werden in Deutschland die Ereignisse bereits von interessierten Kreisen für ihren Machtpoker Instrumentalisiert, mit dem Leid der Menschen der Krisengebiete Meinungsmache und Wahlwerbung betrieben.
Das pöse Atom rückt nun absehbar in das Interesse der grün gestrichenen Parteienlandschaft.
+++[Update] +++
Ich bin im Kommentarbereich darauf hingewiesen worden, ob es nicht zu früh ist, noch bevor Klarheit über das Geschehen herrscht, bereits zu urteilen. Nun, ich halte dies für erforderlich, da die öffentliche Diskussion völlig in die falsche Richtung geht.
Zum anderen, ist die notwendige Handlungsweise hier in DL nicht abhängig davon, ob es in Japan zu massiven Umweltbeeinträchtigungen kommt oder nicht. Denn die zunächst einzige, wichtigste Forderung ist:
Wenn es Schwachstellen gibt, müssen diese abgestellt werden! +++

Einmütiger Tenor aller Wortmeldungen im Blick auf die beunruhigenden Ereignisse in den japanischen Kernkraftwerken, ist der, am besten sofortige, Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland. Sonst könnte ein Erdbeben für Deutschland den Supergau bedeuten. Darin ist man sich praktisch einig.
Um es vorweg zu nehmen – ich bin nicht unbedingt ein Freund der Kernenergie, aber dieses Verhalten finde ich wissenschaftsfremd, energiepolitisch fragwürdig und angesichts der schweren Stunden, die das japanische Volk jetzt



Ich tanke Super Plus…

4. März 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

…obwohl mein Auto E10 problemlos vertragen würde. Denn Superbenzin mit 10% beigemischtem Bioethanol ist ein minderwertiges Produkt. Es enthält je Liter etwa 2% weniger Energie als das bisherige E5. Umgerechnet auf einen Preis von 1,50 Euro entspräche das einem Wertunterschied von 3 Cent. Hinzu tritt die oft unterschätze Komplexität einer analogen Verbrennungskraftmaschine. Wieviel man letztendlich von einem zwar teureren, aber klopffesteren Kraftstoff verbraucht, hängt neben dem Energieinhalt auch von der Einstellung des Motors und dem individuellem Fahrprofil ab. Es lassen sich kaum allgemeingültige Regeln aufstellen, aber mein Selbstversuch der vergangenen Woche, bei dem ich mehrere hundert Kilometer auf allen Straßenkategorien zurückgelegt habe, zeigte es eindeutig: Für mich lohnt sich Super Plus auch bei einer Preisdifferenz von 6 Cent pro Liter, wie sie an meiner Stammtankstelle besteht.

Die zwangsweise Einführung von E10 verdeutlicht einmal mehr, wie sehr sich Ziele wie Klimaschutz auf der einen und Effizienzsteigerung auf der anderen Seite widersprechen. Mit den NIEs jubelt uns die Politik genau das unter, was die Abkürzung besagt: Neue ineffiziente Energieträger, die nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt mehr belasten, als die konventionellen und hochentwickelten Technologien. Beim Bioethanol sind die Energiedichte (die nur etwa die Hälfte der herkömmlichen Benzins ausmacht) und



Das Geld wächst auf dem Dach. Und Mojib gibt den Segen

1. März 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel

Gastbeitrag von Wolfgang Röhl

Sie kennen Himmelpforten nicht, das niedersächsische „Christkinddorf“? Sollten Sie aber. Über das dortige Postamt können Kinder gegen Jahresende ihre Wunschzettel an den Weihnachtsmann schicken. Auch für Erwachsene, die an den Weihnachtsmann glauben, ist in Himmelpforten gesorgt. Sie können sich zum Beispiel am 3. März einen Vortrag von Mojib Latif anhören. Der Professor, das ist dieser in den Medien omnipräsente, seiner düsteren Botschaften zum Trotz immerfort lächelnde Klima-Alarmist vom Kieler Institut „Ifm-Geomar“, der sogar erklären kann, warum es wärmer wird, wenn es kälter wird („die Erderwärmung macht Pause“). Im Rahmen der „7. Himmelpfortener Energiespartage“ referiert er zum Thema „Bringen wir das Klima aus dem Takt?“. Fragezeichen selbstredend überflüssig. 

Was tut ein Kardinal der Church of Global Warming
in einem norddeutschen 5000-Seelen-Örtchen? Er predigt, natürlich. Und zwar auf Einladung einer Firma, von der sich ums Klima besorgte Menschen nicht ganz billige Sonnen- und Erdwärmeanlagen in ihre Häuser einbauen lassen können, in der Hoffnung, dass sich das Klima darüber ganz toll freut. Oder mit Elefantengras (miscanthus giganteus) zu heizen, wie wäre das? Gigantische Idee! Mit ähnlichem Sermon zogen schon andere Solisten des Klimapanikorchesters über das norddeutsche Plattland. Etwa der verstorbene „Solarpapst“ Hermann Scheer, Träger eines grünen Micky-Mouse-Ordens namens „Alternativer



Sehr geehrter Herr Andreas Deuschle,

23. Februar 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Politik

Demnächst sind Landtagswahlen, hier in Baden-Württemberg. Sie kandidieren für den Wahlkreis Esslingen am Neckar, für die CDU. Das ist eine sichere Bank für Ihre Partei, seit einigen Jahrzehnten stellt sie den Direktkandidaten, und es ist der Wahlkreis in dem ich meine Stimme abgeben werde. Doch Sie werden sie nicht bekommen. Damit werde ich wortbrüchig. In einer Mail an den Herrn Mappus, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hatte ich ihm meine Stimme versprochen, wenn er bei Stuttgart 21 hart bleibt und sich nicht beirren lässt. Doch da wir in Baden-Württemberg bei der Landtagswahl nur eine Stimme haben, könnte ich diese Herrn Mappus nur geben, wenn ich Sie wählen würde. Ich möchte hier erläutern, warum mir dies nicht möglich ist.

Der Wahlkampf hat begonnen, Plakate mit sympathisch aussehenden Kandidaten sind überall zu sehen. Ihr Name und Ihr Gesicht, sympathisch ebenfalls, sagten mir nichts, für Landespolitik hatte ich mich bislang nicht so arg interessiert, es läuft ja alles auch recht gut hier im Ländle. Jobs gibts, mit der Schule der Kinder bin ich zufrieden, Immobilien und Mieten sind ein wenig teuer, aber das ist halt so in Gegenden wo Menschen lieber hin als weg ziehen. Wenn ich nicht über Ihre Homepage gestolpert wäre, dann wäre



Vier Kostbarkeiten und ein Todesfall

19. Februar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Karbonsteuer, Klimawandel, Politik

Die rasante Entwicklung der elektronischen Datenverarbeitung gilt oft als Beispiel für die Geschwindigkeit, mit der Technologien Märkte schaffen und bestimmen können, wenn man nur genug Zeit, Geld und Ingenieurskunst investiert. Viele Alarmisten übertragen diese Erfahrung auf NIEs, auf Neue Ineffiziente Energieträger wie Sonne und Wind, und auf andere „grüne Technologien“, durch die unsere industrialisierte Welt „kohlenstofffrei“, sprich frei von einem weiteren Kohlenstoffeintrag in die Atmosphäre durch CO2-Emissionen werden soll.

Dabei machen Sie einen entscheidenden Denkfehler. Innovationen stellen in aller Regel nur inkrementelle, sehr kleine Fortschritte dar, durch die technische Systeme beispielsweise miniaturisiert, vernetzt oder ineinander integriert werden können. Bei erfolgreichen Innovationen steigen natürlich Effizienz, Leistungsstärke und Robustheit auf diese Weise, sie werden preiswerter (finden mehr potentielle Nutzer) und erobern neue Anwendungsfelder. Aber das Grundprinzip ihrer Funktion ändert sich meist nicht: Alle heutigen mikroelektronischen Systeme basieren auf der technischen Nutzung eines Prinzips, das sich seit mehr als 60 Jahren nicht geändert hat. Und das sich auch niemals ändern wird, niemals ändern kann, denn die physikalischen Eigenschaften von Halbleitern, die Größe der energetischen Lücke zwischen Valenz- und Leitungsband, die Elektronen überwinden müssen, ist durch die Gesetzmäßigkeiten der Natur vorgegeben. Wenn man die eigentliche Entdeckung des Funktionsprinzips als „Invention“, als Erfindung bezeichnet, so



Zur Ehre der Wahrheit – 65 Jahre Ausbeutung Deutschlands

10. Februar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Erdgas, Politik

Darf unser Land energieautark werden? Was in der Vergangenheit nicht geduldet wurde, wird auch in Gegenwart und Zukunft erfolgreich verhindert, unter massiver Beeinflussung der Öffentlichkeit. Darf unser Land zum Entscheidungsträger werden, politisch eigenverantwortlich handeln und dürfen die Regierenden zum Wohle des Volkes abstimmen? Darf gar das Volk selbst mitreden? Deutschland, du bist allein bestimmt dazu, auf immer ausgebeutet zu werden.

Guten Tag sehr geehrte Damen und Herrschaften, da bin ich wieder. Nachdem nun 1/12 des neuen Jahres bereits vergangen ist, wollte ich mich mal erkundigen, wie die Eindrücke dieses Teiles des Jahres 2011 angekommen und verarbeitet wurden. Jedenfalls sind die Eindrücke, die ich in den ersten Tagen von 2011 gesammelt habe, beachtlich. Sie wurden ausschließlich gesteuert durch die Ereignisse um mich herum. Durch die Umwelt. Umwelt ist überall; genau wie Klima. Wer für Umwelt und Klima kämpft, planiert der Großindustrie den Acker für gigantische Geschäfte.

Dies war Zweck der Inthronisierung des via Rockefeller & Co. vorfinanzierten IPCC, des Weltklimarates vor 25 Jahren. Umwelt und Klima sind Zwillinge, die mittels der außerordentlich emsigen Medienindustrie den einfachen Bürger durch Angstmache – zur Zahlung gigantischer Abgaben für Klimaschutz, via fantastischer Energiekosten – zur finanziellen Raison bringen. Da erfreut am 26. Januar eine großartige