Energieerzeugung



Welt-Waldbericht: Abkehr vom Ökologismus?

6. Februar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Kohle, Ökologismus, Ökologistische Mythen

Der Mythos, die Wälder der Welt würden dramatisch schrumpfen, begleitet uns seit Jahrzehnten. Wenn ich mich an die Warnungen meiner Schulzeit erinnere, an die dramatischen Bilder von Holzeinschlägen im Amazonasgebiet, von Bränden in Südostasien und Plantagen in Afrika und Mittelamerika, an die dringlichen Apelle, keine Tropenhölzer mehr zu nutzen und auch kein Papier, dann komme ich zu dem Schluß, der Wald müsse mittlerweile wohl gänzlich verschwunden sein. Der Blick aus dem Fenster belehrt mich ebenso eines besseren, wie das Studium von Satellitenbildern und Luftaufnahmen. Und spätestens seit Lomborgs „Apocalypse No!“ könnte eigentlich jeder wissen: Die Wälder schrumpfen zwar, aber keineswegs in nennenswertem Umfang.

Der aktuelle Bericht der UN-Organisation für Nahrung und Landwirtschaft (FAO, Food and Agriculture Organization of the United Nations) über den Zustand der Wälder der Welt belegt es deutlich: Etwa 4 Milliarden Hektar (4.033.060.000 ha) der Erdoberfläche sind von Wald bedeckt (31% der Landfläche) und die Schrumpfungsrate von durchschnittlich 0,2% pro Jahr im Zeitraum 1990-2000 hat sich im vergangenen Jahrzehnt 2000-2010 auf 0,1% halbiert.

Wie ist dieser Unterschied zwischen allgemeiner Wahrnehmung und der Realität zu erklären? Ganz einfach: Der Wald verschwindet nicht, weil er nachwächst. Grundlegendes Dogma des Ökologismus aber ist die Verehrung der „unberührten Natur“.



Kohlenstoffintensität – Ein neuer Ansatz für die Klimapolitik?

7. Januar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Cancun, Emissionshandel, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Innovationspolitik, Klimawandel, Kohle, Politik, Wirtschaftsförderung
In der Klimadebatte stehen sich seit Anbeginn zwei Positionen diametral gegenüber. Die eine, die skeptische Haltung, besagt, der menschgemachte Klimawandel wäre aus verschiedenen Gründen ein Nichtproblem, dem sich Politik nicht widmen sollte. Die andere, die alarmistische Haltung, sieht im menschgemachten Klimawandel ein Risiko für eine umfassende Katastrophe, das um jeden Preis zu vermeiden bzw. zu verringern wäre. Während die Alarmisten einen monolithischen Meinungsblock denkwürdiger Uniformität bilden, stellen die Skeptiker einen ziemlich bunten Haufen dar. Ihre Argumente gegen die Etablierung einer „Klimaschutzpolitik“ umfassen ein breites Spektrum. Es reicht von der Infragestellung der Existenz eines menschgemachten Klimawandels bis hin zu Zweifeln an den mit ihm verbundenen Risiken. Ein sehr starkes Argument gegen die etablierte Politik, das gemeinhin zu wenig Beachtung findet, ist dabei der Hinweis auf deren Erfolglosigkeit.

Die Alarmisten hatten nun schon mehr als zwanzig Jahre Zeit, die Sinnhaftigkeit ihres Tuns zu belegen. Sie hatten die öffentliche und die veröffentlichte Meinung auf ihrer Seite und es ist ihnen gelungen, „Klimaschutz“ in den politischen Agenden aller Strömungen zu verankern. In einem breiten Netzwerk zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Medien, das tief in die deutsche Bürokratie hinein Einfluß nimmt, befassen sich mittlerweile so viele Menschen mit der Thematik, daß es kaum möglich



Die neuen AKW: Algenkraftwerke

8. Dezember 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Ernährung, Gesundheit

Gastbeitrag von Udo Pollmer

„Grüne“ Energien sollen Schritt für Schritt Atomstrom und Erdöl ersetzen. Deshalb werden zunehmend Ackerflächen zur Produktion von Biodiesel zweckentfremdet. Nimmt man die Erträge einer modernen Landwirtschaft als Maßstab, zeigen sich allerdings schnell die Grenzen des Konzepts: Um den aktuellen Ölbedarf der Menschheit nur für Motoren (also nicht für den weitaus höheren Energiebedarf) zu decken, benötigte man – um genug Biodiesel zu erhalten – das komplette Ackerland von mehr als fünf Erdkugeln für den Anbau von Sojabohnen, Raps schneidet mit knapp fünf Globen geringfügig besser ab. Die derzeit optimale Lösung böte die Ölpalme: Hier würden 40 Prozent des weltweit nutzbaren Ackerlandes genügen, um vom Erdöl als Energieträger unabhängig zu sein [11].

Mehr Licht!
Der Grund für die schlechten Bilanzen der „Energie vom Acker“ ist der geringe Wirkungsgrad von Pflanzen: Sie nutzen nur fünf Promille des einfallenden Sonnenlichtes. Weitaus effizienter sind Algen – Mikroalgen z.B. nutzen teilweise mehr als 10 Prozent und teilen sich täglich bis zu dreimal. Da sie in Tanks heranwachsen, benötigen sie kaum Fläche und schon gar kein Ackerland. Zudem können sie mit einfacheren Verfahren geerntet und in Biodiesel umgewandelt werden als Landpflanzen. Der Gehalt an Fetten und Ölen kann bis zu 50



Wo die Innovation herkommt…

27. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Karbonsteuer, Politik

Vor einigen Wochen schon flatterte mir das neueste Heft der Siemens-Zeitschrift „Pictures of the Future“ auf den Schreibtisch. Und da Siemens in seinem Marketing glaubt, sich einen tiefgrünen Anstrich verpassen zu müssen, ist das Heft voll mit Zukunftsvisionen der Siemens-Vordenker zum Thema „nachhaltige“ Mobilität. Was das nun sein soll, was nun an diesen neuen Technologien und Systemkonzepten die „Nachhaltigkeit“ ausmacht, blieb mir verschlossen. Aber daß man kaum eines der auf über 50 Seiten angepriesenen technischen Systeme kaufen kann, ist mir aufgefallen. Die für mich eigentlich wichtige Nachricht in diesem Heft fand sich schon auf Seite 3. In der Rubrik „In aller Kürze“ werden nämlich die wirklichen Innovationen des Konzerns vorgestellt. Also die Produkte, die tatsächlich am Markt verfügbar sind und Wertschöpfungsmöglichkeiten eröffnen. Von einer neuartigen Gasturbine ist da die Rede. Die von einem amerikanischen Energieversorger zur Modernisierung konventioneller Kraftwerke gleich in sechsfacher Ausfertigung bestellt wurde. Mit dieser Turbine können Wirkungsgrade um 60% in der Stromerzeugung aus konventionellen Rohstoffen erzielt werden. Weltrekord.

Dieses kleine Beispiel zeigt nicht nur, wie blind uns die Klima- und Umweltdebatte für wirklich bedeutende technische Neuerungen gemacht hat. Sondern eben auch, wie Innovationen entstehen und welche für die Zukunft unserer Energieversorgung wichtig sind.

Der Hartwellsche



Das Leben ist ein Wunschkonzert – Das Energiekonzept der Grünen

26. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik

„Ja, ist denn heut schon Weihnachten?“ Dieser Spruch von Kaiser Franz war es, der sich spontan in meinem Geist festsetzte, als ich das Energiekonzept der Grünen durchgelesen habe. Man könnte dieses Positionspapier durchaus als Ausdruck fehlender Kompetenz  der Grünen Partei beim Thema Energieversorgung verstehen, aber wahrscheinlich handelt es sich hierbei gar nicht um ein konkretes Konzept, sondern um den Ausdruck dessen, was sich die grüne Seele tief in ihrem innersten sehnlichst wünscht.

In diesem Dokument ist vielfach die Rede davon, was die Grünen wollen. Es ist also eine Art Wunschliste, und genauso liest es sich auch in weiten Teilen. Es wird im Detail beschrieben, was alles erreicht werden soll. Wie man diese Wünsche auch konkret in die Tat umsetzen kann erfährt der Leser meist nicht. Und auch dass sich manche dieser Wünsche zum Teil diametral widersprechen, scheint nicht weiter zu stören.

Widersprüchliche Forderungen? Egal.

Ein Beispiel: Wie auch das Energiekonzept der Bundesregierung, sieht auch das Konzept der Grünen vor, massiv elektrische Energie einzusparen. Der Stromverbrauch soll etwa im Zeitraum von 2010 bis 2020 um 12 Prozent gesenkt werden.Im gleichen Zeitraum soll aber die Zahl der Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen auf 2 Millionen ansteigen. Aber Elektroautos sind ja auch „gute“ Stromverbraucher.



Edenhofer und die Demokratie

20. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Klimawandel, Kohle, Politik

Auf die Frage, was denn seine Definition von Demokratie wäre, hat Oskar Lafontaine vor Jahren in einer Fernsehdebatte mit Friedrich Merz einmal gesagt: „Demokratie ist, wenn die Mehrheit ihre Interessen durchsetzt.“

Ich habe mir diesen Satz gemerkt, denn er wurde weder durch die Moderatorin (Maybrit Illner  – wer sonst?), noch durch Friedrich Merz kommentiert, diskutiert oder gar korrigiert. Ich habe mir diesen Satz sehr gut gemerkt, denn das ist genau das, was Demokratie nicht ist.

Ein Staatswesen, in dem die Mehrheit ihre Interessen einfach so durchsetzen kann, ist eine Diktatur.

Demokratie ist vielmehr, wenn die Mehrheit ihre Interessen durchsetzt und gleichzeitig die Interessen der Minderheit geschützt werden. Oder, etwas genauer gesagt: Grundlegend für eine Demokratie ist der Kompromiß zwischen konkurrierenden Ansprüchen, der durch einen Interessensausgleich zwischen Mehrheiten und Minderheiten gefunden wird.

Auf allen Ebenen unseres Gemeinwesens haben wir die Instrumente etabliert, um diesen Ausgleich der Interessen zu finden und zu ermöglichen. Und sie werden auch reichlich genutzt. Von den Verfahren der Planfeststellung bei Infrastrukturprojekten bis hin zum Vermittlungsausschuß zwischen Bundestag und Bundesrat ist die Suche nach dem Kompromiß das Wesen unserer Gesetzgebung. Es ist manchmal zäh und mühsam, keine Frage, es kostet Zeit und letztendlich auch Geld, und es sorgt



Charlotte hat auch Angst…

17. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Kurioses, Medien

Was treibt eine Moderatorin und Autorin aus der eher seichten Ecke der Unterhaltungsindustrie dazu, ausgerechnet unserem Bundespräsidenten eine sexuelle Offerte zu unterbreiten?

Der Wunsch nach medialer Aufmerksamkeit, um die eigene, etwas ins Stocken geratene Karriere zu befördern?

Ganz sicher auch. Wichtiger scheint aber der Umstand zu sein, daß Angstzustände irrationales Verhalten befördern können. Jedenfalls gibt Charlotte Roche im Spiegel-Interview (Ausgabe 46/2010) auf die Frage, was denn der emotionale Kern des Protestes gegen die Castor-Transporte sei, folgendes zu Protokoll (Hervorhebung durch mich):

Angst. Die Regierung macht mir Angst. Asse macht mir Angst. Verseuchtes Grundwasser macht mir Angst. Auch wie nahe alle Aktivisten dem Transporter kamen. Dass der gesunde Menschenverstand nicht ausreicht, um diese Probleme zu lösen, das macht auch Angst. Durch die geplante Laufzeitverlängerung werden weitere 500 Castor-Behälter in den kommenden zwölf Jahren produziert. Wir wissen nicht, wie man auch nur einen Behälter eine Million Jahre sicher lagert.

Man könnte vieles darauf erwidern. Das Problem ist nur: Charlotte wird es nicht verstehen. Nicht verstehen wollen und nicht verstehen können. Wo Angst das Denken regiert, ist der Verstand im Feuchtgebiet versunken.