Energieerzeugung



Wo die Innovation herkommt…

27. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Karbonsteuer, Politik

Vor einigen Wochen schon flatterte mir das neueste Heft der Siemens-Zeitschrift „Pictures of the Future“ auf den Schreibtisch. Und da Siemens in seinem Marketing glaubt, sich einen tiefgrünen Anstrich verpassen zu müssen, ist das Heft voll mit Zukunftsvisionen der Siemens-Vordenker zum Thema „nachhaltige“ Mobilität. Was das nun sein soll, was nun an diesen neuen Technologien und Systemkonzepten die „Nachhaltigkeit“ ausmacht, blieb mir verschlossen. Aber daß man kaum eines der auf über 50 Seiten angepriesenen technischen Systeme kaufen kann, ist mir aufgefallen. Die für mich eigentlich wichtige Nachricht in diesem Heft fand sich schon auf Seite 3. In der Rubrik „In aller Kürze“ werden nämlich die wirklichen Innovationen des Konzerns vorgestellt. Also die Produkte, die tatsächlich am Markt verfügbar sind und Wertschöpfungsmöglichkeiten eröffnen. Von einer neuartigen Gasturbine ist da die Rede. Die von einem amerikanischen Energieversorger zur Modernisierung konventioneller Kraftwerke gleich in sechsfacher Ausfertigung bestellt wurde. Mit dieser Turbine können Wirkungsgrade um 60% in der Stromerzeugung aus konventionellen Rohstoffen erzielt werden. Weltrekord.

Dieses kleine Beispiel zeigt nicht nur, wie blind uns die Klima- und Umweltdebatte für wirklich bedeutende technische Neuerungen gemacht hat. Sondern eben auch, wie Innovationen entstehen und welche für die Zukunft unserer Energieversorgung wichtig sind.

Der Hartwellsche



Das Leben ist ein Wunschkonzert – Das Energiekonzept der Grünen

26. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik

„Ja, ist denn heut schon Weihnachten?“ Dieser Spruch von Kaiser Franz war es, der sich spontan in meinem Geist festsetzte, als ich das Energiekonzept der Grünen durchgelesen habe. Man könnte dieses Positionspapier durchaus als Ausdruck fehlender Kompetenz  der Grünen Partei beim Thema Energieversorgung verstehen, aber wahrscheinlich handelt es sich hierbei gar nicht um ein konkretes Konzept, sondern um den Ausdruck dessen, was sich die grüne Seele tief in ihrem innersten sehnlichst wünscht.

In diesem Dokument ist vielfach die Rede davon, was die Grünen wollen. Es ist also eine Art Wunschliste, und genauso liest es sich auch in weiten Teilen. Es wird im Detail beschrieben, was alles erreicht werden soll. Wie man diese Wünsche auch konkret in die Tat umsetzen kann erfährt der Leser meist nicht. Und auch dass sich manche dieser Wünsche zum Teil diametral widersprechen, scheint nicht weiter zu stören.

Widersprüchliche Forderungen? Egal.

Ein Beispiel: Wie auch das Energiekonzept der Bundesregierung, sieht auch das Konzept der Grünen vor, massiv elektrische Energie einzusparen. Der Stromverbrauch soll etwa im Zeitraum von 2010 bis 2020 um 12 Prozent gesenkt werden.Im gleichen Zeitraum soll aber die Zahl der Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen auf 2 Millionen ansteigen. Aber Elektroautos sind ja auch „gute“ Stromverbraucher.



Edenhofer und die Demokratie

20. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Klimawandel, Kohle, Politik

Auf die Frage, was denn seine Definition von Demokratie wäre, hat Oskar Lafontaine vor Jahren in einer Fernsehdebatte mit Friedrich Merz einmal gesagt: „Demokratie ist, wenn die Mehrheit ihre Interessen durchsetzt.“

Ich habe mir diesen Satz gemerkt, denn er wurde weder durch die Moderatorin (Maybrit Illner  – wer sonst?), noch durch Friedrich Merz kommentiert, diskutiert oder gar korrigiert. Ich habe mir diesen Satz sehr gut gemerkt, denn das ist genau das, was Demokratie nicht ist.

Ein Staatswesen, in dem die Mehrheit ihre Interessen einfach so durchsetzen kann, ist eine Diktatur.

Demokratie ist vielmehr, wenn die Mehrheit ihre Interessen durchsetzt und gleichzeitig die Interessen der Minderheit geschützt werden. Oder, etwas genauer gesagt: Grundlegend für eine Demokratie ist der Kompromiß zwischen konkurrierenden Ansprüchen, der durch einen Interessensausgleich zwischen Mehrheiten und Minderheiten gefunden wird.

Auf allen Ebenen unseres Gemeinwesens haben wir die Instrumente etabliert, um diesen Ausgleich der Interessen zu finden und zu ermöglichen. Und sie werden auch reichlich genutzt. Von den Verfahren der Planfeststellung bei Infrastrukturprojekten bis hin zum Vermittlungsausschuß zwischen Bundestag und Bundesrat ist die Suche nach dem Kompromiß das Wesen unserer Gesetzgebung. Es ist manchmal zäh und mühsam, keine Frage, es kostet Zeit und letztendlich auch Geld, und es sorgt



Charlotte hat auch Angst…

17. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Kurioses, Medien

Was treibt eine Moderatorin und Autorin aus der eher seichten Ecke der Unterhaltungsindustrie dazu, ausgerechnet unserem Bundespräsidenten eine sexuelle Offerte zu unterbreiten?

Der Wunsch nach medialer Aufmerksamkeit, um die eigene, etwas ins Stocken geratene Karriere zu befördern?

Ganz sicher auch. Wichtiger scheint aber der Umstand zu sein, daß Angstzustände irrationales Verhalten befördern können. Jedenfalls gibt Charlotte Roche im Spiegel-Interview (Ausgabe 46/2010) auf die Frage, was denn der emotionale Kern des Protestes gegen die Castor-Transporte sei, folgendes zu Protokoll (Hervorhebung durch mich):

Angst. Die Regierung macht mir Angst. Asse macht mir Angst. Verseuchtes Grundwasser macht mir Angst. Auch wie nahe alle Aktivisten dem Transporter kamen. Dass der gesunde Menschenverstand nicht ausreicht, um diese Probleme zu lösen, das macht auch Angst. Durch die geplante Laufzeitverlängerung werden weitere 500 Castor-Behälter in den kommenden zwölf Jahren produziert. Wir wissen nicht, wie man auch nur einen Behälter eine Million Jahre sicher lagert.

Man könnte vieles darauf erwidern. Das Problem ist nur: Charlotte wird es nicht verstehen. Nicht verstehen wollen und nicht verstehen können. Wo Angst das Denken regiert, ist der Verstand im Feuchtgebiet versunken.



Advokaten der Angst

16. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Kernenergie, Klimawandel, Medien, Politik, Profiteure, Wissenschaft

…die angekündigte Fortsetzung zu „Ein Advokat hat Angst„.

Ein wichtiger Aspekt der Klimakatastrophe ist ihr Unterhaltungswert – gemessen am Gruselfaktor. Die Evolution hat es nun einmal so eingerichtet: Bei uns Menschen setzt Panik chemische Prozesse in Gang, die zu erhöhter Aufmerksamkeit, zu einer Schärfung aller Sinne und Reflexe führen. Wenn die Angst abgeklungen ist, bleibt noch für eine Weile ein wohliges Gefühl der Entspannung zurück. Man darf natürlich nicht überziehen. Wie bei allen Drogen ist auch für die körpereigenen die Schädlichkeit der Überdosis zu beachten. Im Übermaß kann Furcht lähmen und das Gemüt dauerhaft in Mitleidenschaft ziehen.

Auf der Klaviatur dieser Möglichkeiten spielen Hollywoods Regisseure seit Jahrzehnten mit genialischer Virtuosität (jedenfalls einige). Wenn sie wollen, daß wir uns fürchten, dann fürchten wir uns auch. Der Horrorfilm ist die hohe Kunst des Spiels mit der Dosierung unserer Hormone und Botenstoffe.  Zunächst werden optische und akustische Reize nur einzeln in niedriger Dosierung verabreicht. Phantasie und Vorstellungskraft des Zuschauers werden gerade genug angeregt, um die Intensität unserer Emotionen weiter zu steigern, manchmal bis knapp vor die Grenze des Erträglichen. Sobald das Monster dann Gestalt annimmt, sich Optik und Akustik zu einem begreifbaren Ganzen vereinigen, es quasi physisch materialisiert und dadurch auch



Professor S. Fred Singer: Die grüne Blase steht vor dem Platzen

7. November 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Climategate, Politik

Es ist eine Revolution im Anflug die möglicherweise die Blase der globalen Erwärmung zum Platzen bringen könnte: Die Temperaturkurve welche vom IPCC (dem UNO Weltklimarat) genutzt wird um die These von der menschengemachten globalen Erwärmung (AGW) zu unterstützen, könnte sich als falsch herausstellen. Diese Situation wird sich aufklären, sobald der Generalstaatsanwalt des US Bundesstaates Virginia, Kenneth Cuccinelli, jene Informationen erhält, die jetzt noch in den E-Mails der University of Virginia vergraben sind. Auch die Anhörungen des US-Kongresses könnten die „Smoking Gun“ zutage fördern die aufzeigt, dass der Erwärmungstrend in den Daten des IPCC in Wirklichkeit nicht existiert.

Es ist zunehmend klarer geworden, dass die beobachtete Erwärmung des letzten Jahrhunderts natürlichen Ursprungs ist und dass der menschliche Beitrag kaum zählt. Es ist zweifelhaft, dass überhaupt ein signifikanter Anteil der Erwärmung mit den Klimagasen in Verbindung gebracht werden kann.

Auswirkungen auf die Politik wären enorm

Sobald die Öffentlichkeit diese wissenschaftlichen Schlussfolgerungen akzeptiert, sollte dies immense Auswirkungen auf die Politik haben. Es wird bedeuten, dass der Einfluss von steigendem CO2-Gehalten in der Atmosphäre vernachlässigbar klein ist, wie es bereits vom NIPCC (dem inoffiziellen „Nichtregierungs-Weltklimarat“), einer Gruppierung von Wissenschaftlern die der IPCC-Wissenschaft skeptisch gegenüber stehen, geschlossen wurde. Es würde weiter bedeuten dass Windenergie, Solar-Energie



Gedanken zum Klimaschutz

5. November 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Windkraft

In der Klimadebatte geht es manchmal heiß her. Oft werden dabei Klimaschutz und Umweltschutz miteinander verwechselt, in einen Topf geworfen, oder sogar gleichgesetzt. Statements wie das Folgende können dann schon mal fallen:

“Klima, Natur und Umwelt sind untrennbar miteinander verbunden. Wer Klimaschutz betreibt, betreibt auch Natur- und Umweltschutz! Wer Naturschutz betreibt […], der tut auch etwas für den Klimaschutz.”

Ist das wirklich so? Sind Klima- und Umweltschutz untrennbar miteinander verbunden, oder schließt das eine das andere sogar aus? Über dieses Thema habe ich mir Gedanken gemacht und diese in einem Film umgesetzt.

Um erfolgreich Klimaschutz betreiben zu können, ist eine Abkehr von den fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Erdgas notwendig. Die sogenannten Erneuerbaren Energien, wie Windkraft, Sonnenenergie und Biokraftstoffe sollen dabei die alten CO2-lastigen Brennstoffe ersetzen. Nur wie umweltverträglich sind diese Erneuerbaren Energiequellen? Die Energiedichte von Erneuerbaren Energien, wie Wind- und Sonnenenergie ist vergleichsweise gering. Deshalb benötigt man relativ viel Material, Platz und mithin Naturraum, um jene Menge an Wind-, oder Sonnenenergie zu ernten, die es braucht, um ein Kilo Kohle, einen Liter Erdöl, oder gar ein Kilo Atombrennstoff zu ersetzen. Auch die landwirtschaftliche Erzeugung von Biokraftstoffen aus Raps, Mais und Ölpalmen ist sehr flächenintensiv und auf pflegeintensive Monokulturen