Energieerzeugung



Die Mikroben und der Emissionshandel

26. Juni 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Biomasse, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Klimawandel, Politik, Profiteure

Meine Frau hat sich über die Creme sehr gefreut. Ein Kosmetikprodukt, dessen Inhaltsstoffe zum Teil aus Mikroalgen hergestellt werden. In der Kosmetik- und der Nahrungsmittelindustrie sind Mikroalgen schon länger ein wichtiger Rohstoff. Darauf hat EADS auf der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA 2010 Bezug genommen und seinen Gästen entsprechende Werbegeschenke zukommen lassen.

Natürlich will EADS nicht etwa sein Portfolio diversifizieren und uns demnächst mit Lotionen oder Designerfood versorgen. Nein, der Ansatz ist, nun auch wirtschaftlich Treibstoff für Flugzeuge aus Mikroalgen zu gewinnen. Um damit dem Emissionshandel, in den ab 2012 auch der Luftverkehr einbezogen wird, geschickt zu entgehen.

Die Idee mit den Mikroalgen ist sehr charmant, denn sie weist einige eindeutige Vorteile auf:

  • Algentreibstoff hat eine höhere Energiedichte als herkömmliches Kerosin. Außerdem enthält er deutlich weniger Stickstoff und Schwefel, womit die Emissionen der entsprechenden Oxide ebenfalls wesentlich reduziert werden können.
  • Algen können in Bioreaktoren gezüchtet werden, mit denen deutlich höhere Erträge pro Flächeneinheit möglich sind, als bei herkömmlichen Energiepflanzen. Nach Angaben von EADS ist der Ertrag pro Hektar um einen Faktor 30 höher als bei Raps.
  • Die Bioreaktoren können auf Flächen aufgestellt werden, die für die herkömmliche Landwirtschaft nicht geeignet sind. Mikroalgen stehen also nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung. Zumal sie zusätzlich


Die Subventionsgier der Photovoltaik-Branche

27. Mai 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog
Es ist schon richtig subtil, wie die "solaren Gutmenschen" alle Schleichwege finden, um die Subventionstöpfe zu schröpfen. Der neueste "Trick" scheint nun zu sein, dass man Photovoltaik-Solaranlagen auf Universitäten (auch) zu angeblichen Forschungszwecken installiert,...


Lesetipp: Der rätselhafte Windkult

26. Mai 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Kurioses, Windkraft

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Der rätselhafte Windkult

von Till Meiners

November 3250: Archäologen haben bei kürzlichen Ausgrabungen interessante Zeugnisse aus der Vergangenheit aufgetan. Ein Totempfahl von 70 Metern Höhe wurde bei einer Grabung in der Nähe einer Siedlung aus dem 21. Jahrhundert entdeckt. Der Pfahl ist aus lackiertem Stahl gefertigt. Mit der Radiokarbon-Methode konnte sein Ursprung ungefähr auf das Jahr 2000 datiert werden. Am oberen Ende ist er mit einem rotierenden, dreiarmigen Kopf versehen. Wir nehmen den Fund zum Anlaß, dem interessierten Leser den relativ gut erforschten, in der Laienwelt dennoch ob seiner heutigen Bedeutungslosigkeit weithin unbekannten Windkult dieser Zeit vorzustellen.

Einige Erkenntnisse entstammen religiösen Schriften der Zeit, von denen eine der sogenannte „Code Trittin“ ist, eine Sammlung von Verboten und Geboten, die nach einem wichtigen Hohepriester benannt ist. Weitere Erkenntnisse ergeben sich aus den Regeln der Deduktion.

Im ausgehenden 20. Jahrhundert, einer Zeit der relativen Ruhe und Sättigung, kam es in Nordeuropa zu einer Bewegung aus den hergebrachten Religionen heraus, hin zu einer orientierungslosen Gemengelage einer sogenannten Ökumenekirche, die jedoch keinen Versuch der Abgrenzung gegenüber anderen Glaubensrichtungen erkennen ließ. Die Gesellschaft in dieser Gegend und Zeit löste sich auf. Zusammenhalt, der aus Regeln und der Separation gegenüber anderen Gesellschaften erwachsen



Kehraus der Klimapolitik: Das Hartwell-Papier

13. Mai 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Energieerzeugung, Klimawandel, Kopenhagen, Politik

Das Dilemma eines jeden Klimaskeptikers ist, das Nichteintreten einer Klimakatastrophe nicht beweisen zu können.  Denn es handelt sich hier um ein Ereignis in der Zukunft, und diese kann man nicht vorhersagen. Die klimapolitische Debatte ist daher auch geprägt von den differierenden Verständnissen der Rolle und der Möglichkeiten naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung. Insbesondere der Forschung, die sich mit komplexen und rückgekoppelten, einer Vielfalt von Einflüssen ausgesetzten Systemen befaßt. Systemen, wie sie die Erde, ihr Energiehaushalt und ihre Klima- und Wetterphänomene darstellen.

Auf die Frage, ob unser Wissen genügt, um Risiken vorhersehen und rechtzeitig die richtigen Maßnahmen zu ihrer Minimierung ergreifen zu können, gibt es je nach Problemstellung unterschiedliche Antworten. Die Kollision eines Fahrzeuges mit einem Hindernis gleich welcher Natur ist (abhängig von seiner Masse und seiner Geschwindigkeit) ab einer bestimmten Annäherung tatsächlich unvermeidbar. Auf dieser Basis können Automaten entscheiden, eine Vollbremsung einleiten (um die Aufprallenergie zu vermindern) und tatsächlich in Zukunft einen Notruf bereits kurz vor dem Unfall absetzen. Ob aber ein bestimmter Fluß zu einem bestimmten Zeitpunkt über seine Ufer tritt und Menschen und Sachwerte gefährdet, ist letztendlich auch durch noch so viel klimawissenschaftliche Erkenntnisse niemals beantwortbar. Und selbst wenn man das im Rahmen der Hypothese von der menschgemachten Erwärmung steigende Risiko



Windenergie – Klimaschutz vs. Umweltschutz

11. Mai 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Windkraft

Windenergie ist gut für das Klima, so die lautet die einhellige Meinung. Aber was bringt ein Windpark wie Alpha Ventus wirklich für das Klima? Was kostet der produzierte Strom? Und wie wirken sich die Windräder auf unsere Umwelt aus?

Am 27. April eröffneten Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und die Vorstandsvorsitzenden von EWE, Dr. Werner Brinker, E.ON, Dr. Wulf Bernotat sowie Vattenfall Europe, Tuomo Hatakka, im Rahmen einer Festveranstaltung in Norddeich Deutschlands ersten Offshore Windpark Alpha Ventus.

Gebaut wurden die zwölf Windkraftanlagen der 5 MW-Klasse (Nennleistung) 45 Kilometer vor der Küste der Insel Borkum von einem gemeinsamen Konsortium der Unternehmen EWE, E.ON und Vattenfall Europe, die hierfür die Investitionssumme in Höhe von 250 Millionen Euro aufgewendet haben. Einst waren die Kosten mit 189 Millionen Euro veranschlagt, aber Pannen und Verzögerungen haben die Kosten in die Höhe getrieben. Im Spätsommer/ Herbst 2008 machte das Wetter ein Aufstellen der ersten sechs Anlagen unmöglich. Zudem standen notwendige Gerätschaften nicht zur Verfügung. Weiter gab es Probleme mit dem Umspannwerk.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft sind die gestiegenen Kosten auf höhere Stahlpreise und Mehrausgaben bei der Erschließung zurückzuführen.

Die wirtschaftliche Bilanz

Der Windpark „Alpha Ventus“ mit 12 Anlagen je 5 MW Nennleistung kostet 250 Mio. EURO.

Die



Klimaforscher James Hansen – Amerika und die Welt braucht Kernkraft

19. April 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kernenergie, Klimawandel

Einer der weltweit bekanntesten Klimaforscher ist der amerikanische NASA-Wissenschaftler James Hansen. Er ist Direktor des Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA und Professor für Erd- und Umweltwissenschaften an der Columbia University. Bekannt wurde Hansen besonders in den 1980ern als einer der ersten Wissenschaftler, der eindringlich vor den Gefahren der globalen Erwärmung warnte.

In den 1960er und frühen 1970er Jahren hat ein Großteil der Klimawissenschaftler noch eine globale Abkühlung befürchtet. Sowohl natürliche Einflüsse, als auch die zunehmende Luftverschmutzung durch Aerosole wurden als Ursache diskutiert. Gegen Ende der 1970er Jahre setzte sich dann die Ansicht durch, dass mit der Zeit eine CO2 bedingte Erwärmung dem kühlenden Einfluss der Aerosole überwiegen würde. Heute geht man davon aus, dass die Aerosole den Temperaturanstieg durch CO2 nur “maskieren” und eher eine unterordnete Rolle spielen. Diese Ansicht geht auf eine Arbeit von James Hansen aus dem Jahre 1978 zurück.

Von sich reden machte James Hansen aber erst zehn Jahre später, als er im Jahre 1988 eine Rede vor dem US-Kongress hielt. In der Rede warnte er eindrücklich vor den Folgen des Klimawandels. Hansens Vortrag war geschickt inszeniert. Er hatte seine Anhörung bewusst auf Ende Juli legen lassen, in der Hoffnung auf hohe



Spanien erzeugt Solarstrom mit Diesel-Generatoren

15. April 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Profiteure

In Spanien wird derzeit ein Skandal ganz besonderer Qualität aufgedeckt. Bei Inspektionen ist dort herausgekommen, dass einige Solarkraftwerke auch in der Nacht in der Lage waren, Strom zu produzieren. Damit wurde offensichtlich bestätigt, was wir in Deutschland spätestens seit den 70er Jahren schon wussten. Die Sonne scheint bei Tag und Nacht….Eviva España.

Weil aber die spanischen Inspektoren dieses Lied offenbar nicht kannten, suchten sie nach einer anderen Erklärung für dieses wundersame Phänomen – und wurden fündig. Die Betreiber der Solarkraftwerke hatten der Kraft der Sonne offenbar dadurch nachgeholfen, dass sie Diesel-Generatoren mitlaufen ließen und den so erzeugten Strom als teuren Solarstrom deklariert mit ins Netz einspeisten.

Der bisherige Schaden durch den Betrug wurde auf 2,6 Millionen Euro beziffert. Die nächtlichen Einspeisungen wurden bei Kraftwerken in La-Mancha, den Kanarischen Inseln und Andalusien festgestellt. Nach Angaben eines Branchenexperten stellt diese Summe aber nur die Spitze des Eisbergs dar. Schließlich ist es nicht möglich festzustellen, wie viel Strom am Tage mit diesen Generatoren produziert und illegal ins Netz eingespeist wurde.

Den Medien in Deutschland war dieser Fall bislang noch keine Berichterstattung wert, lediglich in der liberalen Schweiz wurde in den Zeitungen darüber berichtet.

Man darf gespannt sein, was sich die