Peak-Oil und Anti-Fracking Propanganda in der ARD – “Wir haben noch 7 Jahre”
25. März 2013 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Erdgas, Erdöl, Medien, Nachhaltigkeit, Ökologistische Mythen, Unkonventionelles Gas und Öl
Ich war heute morgen mit dem Auto unterwegs und hatte das zweifelhafte Vergnügen im Halbstunden-Rhythmus die Nachrichten auf WDR 5 verfolgen zu dürfen. Topmeldung des Tages und damit in jeder Nachrichtensendung präsent war erwartungsgemäß das vorläufige Abwenden des finanziellen Kollaps in Zypern. An zweiter Stelle war jedoch eine Meldung, die einen fast noch mehr aufhorchen ließ. Nach Angaben des WDR stünden Peak-Oil und Peak-Gas nun unmittelbar bevor. Es ist, wieder einmal, noch schlimmer als man ohnehin schon befürchtet hatte. Interessant war zudem auch die Evolution der Meldung.
Studie: Öl und Gas gehen schneller aus als gedacht (06:35Uhr)
Öl und Gas werden weltweit möglicherweise schneller ausgehen als bisher gedacht. Eine internationale Expertengruppe hat in einer Studie berechnet, dass schon in sieben Jahren ein Zeitpunkt erreicht ist, ab dem nicht mehr Öl und Gas gewonnen werden können. Die Einzelheiten: Ab 2020 geht es laut Studie abwärts mit den fossilen Brennstoffen. Und sie werden immer teurer. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch neue Fördermethoden wie das Fracking nichts bringen. Dabei wird eine Chemikalienmischung in tiefe Erdschichten gepumpt, um Gas freizusetzen. Die USA setzen gerade stark auf die umstrittene Fördermethode – laut der Studie kann damit aber nicht so viel Gas gefördert
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Es ist ziemlich einfach, eine Phantasie über den Weltuntergang zu begründen. Man kann Vogonen erfinden, die die Erde aus dem Weg sprengen. Man kann aber auch die bekannten Rohstoffvorräte gedanklich in einen begrenzten Behälter ohne Zulauf packen, nach dessen zwangsläufiger Entleerung unsere Zivilisation zusammenbricht. Beides ist gleichermaßen plausibel. Während allerdings die erste Variante von den meisten Menschen als überaus unterhaltsam empfunden wird, ist die zweite zentrales Dogma der ökologistischen Ideologie und damit nicht nur fester Bestandteil des gesellschaftlichen Diskurses, sondern auch Quelle weitverbreiteter Zukunftsangst geworden.
Thema meines jüngsten Szenario-Projektes war das künftige Umfeld unserer Energieversorgung. Mit sieben anderen Experten saß ich in einer Reihe von Workshops zusammen, um über die Welt in vierzig Jahren nachzudenken. Wie könnten sich gesellschaftliche, ökonomische, politische und technologische Faktoren entwickeln und welche Projektionen wären daraus abzuleiten? Da es bei der Szenarioerstellung um theoretisch denkbare Zukünfte geht, und nicht nur um solche, die man als wahrscheinlich oder gar wünschenswert erachtet, wird eine entsprechende Bewertung der Projektionen traditionell erst am Ende des Prozesses vorgenommen. Und es ergab sich ein eindeutiges Ergebnis: Acht Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen mit unterschiedlichen beruflichen Tätigkeiten und auch unterschiedlichen politischen Haltungen schätzten alle Szenarien, in denen Erdöl aufgrund einer Verknappung stetig teurer und weniger verfügbar wird, als sehr unrealistisch ein. Das nun wieder überraschte einen der Moderatoren sehr. Er begann gar, an der Kompetenz der Teilnehmer zu zweifeln, denn für ihn stand zweifelsfrei fest: Erdöl wird bald zur Neige gehen.



