Wasserkraft



Bürgerdialog: Bürgerwerkstatt ohne Bürger

27. August 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Innovationspolitik, Kernenergie, Kohle, Politik, Wasserkraft, Windkraft, Wirtschaftsförderung

Nein, so viele Leute wie auf dem Bild unten zu sehen, waren dann doch nicht da. Ich habe siebzehn Gäste gezählt, die nicht der Gruppe der Veranstalter und geladenen Experten zugeordnet werden konnten. Man hatte sich allerdings redlich Mühe gegeben. Ein schöner Veranstaltungsort, kostenlose Getränke in großer Vielfalt und sogar ein Snack waren vorbereitet. Die Moderatorin (vom IFOK) war sehr bemüht und hat ihre Sache nicht schlecht gemacht – wenngleich das im Gesicht scheinbar festgefrorene Grinsen auf Dauer ermüdete. Gute Laune sollte verbreitet werden, man wollte die Leute offensichtlich nicht nur für die Energiewende, sondern auch für den Bürgerdialog an sich begeistern und gleichzeitig einen Impuls für eigenes Engagement setzen. „Was kann jeder persönlich in seinem Umfeld für den Erfolg der Energiewende tun?“ war daher auch die Leitfrage für den letzten Teil der Veranstaltung. Aber der Reihe nach…

 

Es begann mit der Begrüßung durch den Gastgeber (Braunschweig Energy, das örtliche Stadtwerk), dessen Vorstandsvorsitzender Francis Kleitz das folgende bedenkenswerte Zitat des französischen Literaten Denis Diderot zum besten gab:

„Wer den falschen Weg nimmt, verirrt sich um so mehr, je schneller er geht.“

Natürlich wurde dieser Satz in den dann folgenden 90 Minuten nicht mehr bedacht, man konnte



Das Ökostrommärchenwunderland

21. April 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Ökologismus, Wasserkraft

Am 19.04.2011 bin ich bei Spiegel Online über folgenden Artikel gestolpert:

Greenpeace wirft Stromriesen Blockade vor

Nachdem ich mir das in Ruhe durchgelesen hatte, bin ich natürlich auch noch ins Forum gelatscht um zu sehen wie andere Kommentatoren den Artikel bewerten.

Es kamen die üblichen Kommentare wie, Energiewende, sauberen Strom und vor allem das man ja die bösen Stromkonzerne in die Knie zwingen kann, nur allein damit das man den Stromanbieter wechselt.

Auf den eigentlichen Artikel möchte ich hier nicht weiter eingehen, er war nur der Auslöser für gewisse Eigenrecherchen. Mich hat interessiert wo denn Greenpeace seinen sauberen Strom bezieht und habe nebenbei auch gleich bei Lichtblick vorbeigeschaut. Greenpeace-Energy bezieht den Hauptanteil seinen Stromes aus österreichischen Laufwasserkraftwerken, Lichtblick zumindest aus einen Wasserkraftwerk in Österreich.

So weit, so gut das ist legal und viele andere Ökostromanbieter handhaben das ähnlich, der Hauptbatzen ist nun mal Wasserkraftstrom aus zumeist ausländischen Quellen.

Die menschliche Logik sagt uns ja, wer viel Strom exportieren kann muss sicherlich genügend Überkapazitäten an Kraftwerksleistung im Land stehen haben, um auch seinen europäischen Nachbarn etwas von den wertvollen „Saft“ abgeben zu können. Was liegt also näher als die Import/Export-Situation Österreichs zu überprüfen, gesagt getan.

Österreichs Stromsaldo 2007 -2010

  • 2007 –


Falsche Prioritäten: Das Energiekonzept der Bundesregierung

16. September 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Kohle, Politik, Wasserkraft, Windkraft

Die ersten Eckpunkte zum neuen Energiekonzept der Bundesregierung liegen vor. Das Papier beschreibt die Zielstellung und deutet die auf dieser basierenden Maßnahmen an. In einer wenig aussagekräftigen Art und Weise, denn die ökonomischen und sozialen Folgen bleiben ausgeklammert. Das Eckpunkte-Papier ist kaum mehr als ein Marketing-Pamphlet. Man kann aus diesem Text lernen, wie die Bundesregierung plant, ihre Vorstellungen in der breiten Öffentlichkeit darzustellen, zu kommunizieren. Man kann etwas über die angedachten Sprachregelungen erfahren und wenig bis nichts über die Zukunft.

Das Eckpunkte-Papier basiert auf einem Gutachten, in dem verschiedene Zielszenarien für die Zukunft unserer Energieversorgung durchgerechnet wurden. Dieses enthält also die eigentlich wichtigen Details. Den Gutachtern wurden dabei sehr enge Leitplanken von der Bundesregierung vorgegeben. Die geplante Reduzierung von Treibhausgasemissionen (-40% bis 2020, -85% bis 2050, jeweils gegenüber 1990) und der geplante Anteil der NIEs (1) am Primärenergieverbrauch von 50% in 2050 wurden festgeschrieben. Andere denkbare Zukünfte wurden nicht berechnet und berücksichtigt. Variiert wurde in den 5 betrachteten Szenarien lediglich die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken (0 (keine Änderung am bestehenden Ausstiegsgesetz im Referenzszenario), 4, 12, 20 und 28 Jahre).

Was kann man aus dem Energiegutachten lernen?

Szenarien sind keine Prognosen. Es werden keine Zukunftsbilder erstellt, denen man eine gewisse Eintrittswahrscheinlichkeit