Windkraft



Umfrage zum Thema „Windkraftenergie und Windkraftanlagen”

18. Juli 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Windkraft

Per E-Mail hat mich ein Aufruf der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf erreicht, in der zur Teilnahme an einer Umfrage zum Thema „Windkraftenergie und Windkraftanlagen” aufgerufen wird. Ich habe soeben an dieser Umfrage teilgenommen und war ehrlich überascht.

Erwartet hatte ich Fragen die darauf abzielen, dem Teilnehmer mehr oder
weniger unterschwellig eine Zustimmung zu diesem Thema abzuringen. Meine bisherigen Erfahrungen mit Umfragen dieser Art gingen bislang immer in diese Richtung. Im vorliegenden Fall habe ich allerdings den Eindruck, dass den Machern der Umfrage ehrlich daran gelegen ist, die Meinung der Menschen zum Thema Windkraft zu erfahren. Daher mein Aufruf an unsere Leser: Nehmen Sie sich 15-20 Minuten Zeit um den Fragebogen auszufüllen. Ich hoffe, dass ich hier in ein paar Wochen mehr zum Ergebnis der Befragung schreiben kann.

Hier der Link zur Umfrage.…



Es gibt ein Muster beim Platzen von Wunschdenken, sei es die Windkraft oder der Euro.

1. Mai 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Politik, Windkraft

Christopher Booker

Auf den ersten Blick scheint es merkwürdig zu sein, die globale Erwärmung und die Sinnlosigkeit von Windfarmen mit dem stattfindenden Zusammenbruch des Euro in Verbindung zu bringen. Aber momentan können wir in vielerlei Hinsicht sehen, wie sich eines der versteckten Muster in menschlichen Angelegenheiten entfaltet, den ich vor Jahren den „Phantasiezyklus“ genannt habe. Es ist ein Muster, das immer wiederkehrt, im persönlichen Leben, in der Politik, in der Geschichte – und im Erzählen von Geschichten.
Wenn wir uns einer Aktion anschließen, die unbewusst von Wunschdenken getrieben wird, scheint alles für eine Weile gut zu gehen. Wir können dies das „Traumstadium“ nennen. Aber da dieses Wunschdenken niemals mit der Realität in Übereinstimmung gebracht werden kann, geht dieses Stadium früher oder später in ein „Frustrationsstadium“ über, wenn die Lage sich ungünstig entwickelt. Dies führt prompt dazu, dass die Anstrengungen, den Traum am Leben zu halten, erheblich verstärkt werden. Wenn sich dann aber die Realität immer stärker in den Vordergrund schiebt, entwickelt sich das „Alptraumstadium“, wenn alles nur noch schief geht; bis die Phantasie schließlich in einer „Explosion der Realität“ auseinander fällt.

Es gibt zwei große Beispiele in jüngster Zeit, wie dieser Zyklus gegenwärtig in seine finalen Stadien übergeht. Ein Beispiel …



Ein Aufruf an unsere Leser II – Fragen zum Speicherbedarf

31. März 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik, Windkraft

Ich habe ein paar Überlegungen angestellt die ich hier gerne zur Diskussion stellen möchte.

Unser (einziger) deutscher Vorzeige-Offshore-Windpark Alpha Ventus soll pro Jahr bei geschätzten 3.800 Volllaststunden

12 x 5 MW x 3.800 h = 228.000 MWh = 228 GWh

Strom produzieren. Weil der Wind aber ein so unsteter Geselle ist, muss man diesen Strom speichern können. Ich erfahre von Wolfgang Flamme in einer Überschlagskalkulation:

2/3 der Windenergieerzeugung entfallen auf ein Halbjahr. Es müßte also etwa 1/6 der jährlichen Energieerzeugung mal 1/2 Jahr – also ein mittlerer Monatsbedarf gespeichert werden.

Alles klar. Annahme Nummer Eins: Ein Monatsbedarf als Speicher - Ich kann nicht beurteilen ob dieser Wert richtig ist, aber als Annahme für dieses Gedankenexperiment erscheint er mir erst einmal ausreichend,

Das würde jendenfalls bedeuten dass ich, wenn ich Windkraft im ganz großen Stil betreiben will, für einen Winpark wie Alpha Ventus einen dynamischen Speicher in der Größenordnung von

228 GWh / 12 = 19 Gwh

benötige.

Die einzig bislang in Deutschland eingesetzten Speicher sind Pumpspeicherseen. Der Speicher mit der größten Kapazität ist das Pumpspeicherwerk Goldisthal im Thüringer Schiefergebirge. Er hat eine Kapazität von 8.480 MWh, also knapp 8,5 GWh. Man bräuchte also allein für Alpha Ventus 2,24 mal Goldisthal als Speicher.

Jetzt …



Gedanken zum Klimaschutz

5. November 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Windkraft

In der Klimadebatte geht es manchmal heiß her. Oft werden dabei Klimaschutz und Umweltschutz miteinander verwechselt, in einen Topf geworfen, oder sogar gleichgesetzt. Statements wie das Folgende können dann schon mal fallen:

“Klima, Natur und Umwelt sind untrennbar miteinander verbunden. Wer Klimaschutz betreibt, betreibt auch Natur- und Umweltschutz! Wer Naturschutz betreibt […], der tut auch etwas für den Klimaschutz.”

Ist das wirklich so? Sind Klima- und Umweltschutz untrennbar miteinander verbunden, oder schließt das eine das andere sogar aus? Über dieses Thema habe ich mir Gedanken gemacht und diese in einem Film umgesetzt.

Um erfolgreich Klimaschutz betreiben zu können, ist eine Abkehr von den fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Erdgas notwendig. Die sogenannten Erneuerbaren Energien, wie Windkraft, Sonnenenergie und Biokraftstoffe sollen dabei die alten CO2-lastigen Brennstoffe ersetzen. Nur wie umweltverträglich sind diese Erneuerbaren Energiequellen? Die Energiedichte von Erneuerbaren Energien, wie Wind- und Sonnenenergie ist vergleichsweise gering. Deshalb benötigt man relativ viel Material, Platz und mithin Naturraum, um jene Menge an Wind-, oder Sonnenenergie zu ernten, die es braucht, um ein Kilo Kohle, einen Liter Erdöl, oder gar ein Kilo Atombrennstoff zu ersetzen. Auch die landwirtschaftliche Erzeugung von Biokraftstoffen aus Raps, Mais und Ölpalmen ist sehr flächenintensiv und auf pflegeintensive Monokulturen …



Falsche Prioritäten: Das Energiekonzept der Bundesregierung

16. September 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Kohle, Politik, Wasserkraft, Windkraft

Die ersten Eckpunkte zum neuen Energiekonzept der Bundesregierung liegen vor. Das Papier beschreibt die Zielstellung und deutet die auf dieser basierenden Maßnahmen an. In einer wenig aussagekräftigen Art und Weise, denn die ökonomischen und sozialen Folgen bleiben ausgeklammert. Das Eckpunkte-Papier ist kaum mehr als ein Marketing-Pamphlet. Man kann aus diesem Text lernen, wie die Bundesregierung plant, ihre Vorstellungen in der breiten Öffentlichkeit darzustellen, zu kommunizieren. Man kann etwas über die angedachten Sprachregelungen erfahren und wenig bis nichts über die Zukunft.

Das Eckpunkte-Papier basiert auf einem Gutachten, in dem verschiedene Zielszenarien für die Zukunft unserer Energieversorgung durchgerechnet wurden. Dieses enthält also die eigentlich wichtigen Details. Den Gutachtern wurden dabei sehr enge Leitplanken von der Bundesregierung vorgegeben. Die geplante Reduzierung von Treibhausgasemissionen (-40% bis 2020, -85% bis 2050, jeweils gegenüber 1990) und der geplante Anteil der NIEs (1) am Primärenergieverbrauch von 50% in 2050 wurden festgeschrieben. Andere denkbare Zukünfte wurden nicht berechnet und berücksichtigt. Variiert wurde in den 5 betrachteten Szenarien lediglich die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken (0 (keine Änderung am bestehenden Ausstiegsgesetz im Referenzszenario), 4, 12, 20 und 28 Jahre).

Was kann man aus dem Energiegutachten lernen?

Szenarien sind keine Prognosen. Es werden keine Zukunftsbilder erstellt, denen man eine gewisse Eintrittswahrscheinlichkeit …



Lesetipp: Der rätselhafte Windkult

26. Mai 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Kurioses, Windkraft

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Der rätselhafte Windkult

von Till Meiners

November 3250: Archäologen haben bei kürzlichen Ausgrabungen interessante Zeugnisse aus der Vergangenheit aufgetan. Ein Totempfahl von 70 Metern Höhe wurde bei einer Grabung in der Nähe einer Siedlung aus dem 21. Jahrhundert entdeckt. Der Pfahl ist aus lackiertem Stahl gefertigt. Mit der Radiokarbon-Methode konnte sein Ursprung ungefähr auf das Jahr 2000 datiert werden. Am oberen Ende ist er mit einem rotierenden, dreiarmigen Kopf versehen. Wir nehmen den Fund zum Anlaß, dem interessierten Leser den relativ gut erforschten, in der Laienwelt dennoch ob seiner heutigen Bedeutungslosigkeit weithin unbekannten Windkult dieser Zeit vorzustellen.

Einige Erkenntnisse entstammen religiösen Schriften der Zeit, von denen eine der sogenannte “Code Trittin” ist, eine Sammlung von Verboten und Geboten, die nach einem wichtigen Hohepriester benannt ist. Weitere Erkenntnisse ergeben sich aus den Regeln der Deduktion.

Im ausgehenden 20. Jahrhundert, einer Zeit der relativen Ruhe und Sättigung, kam es in Nordeuropa zu einer Bewegung aus den hergebrachten Religionen heraus, hin zu einer orientierungslosen Gemengelage einer sogenannten Ökumenekirche, die jedoch keinen Versuch der Abgrenzung gegenüber anderen Glaubensrichtungen erkennen ließ. Die Gesellschaft in dieser Gegend und Zeit löste sich auf. Zusammenhalt, der aus Regeln und der Separation gegenüber anderen Gesellschaften erwachsen



Windenergie – Klimaschutz vs. Umweltschutz

11. Mai 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Windkraft

Windenergie ist gut für das Klima, so die lautet die einhellige Meinung. Aber was bringt ein Windpark wie Alpha Ventus wirklich für das Klima? Was kostet der produzierte Strom? Und wie wirken sich die Windräder auf unsere Umwelt aus?

Am 27. April eröffneten Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und die Vorstandsvorsitzenden von EWE, Dr. Werner Brinker, E.ON, Dr. Wulf Bernotat sowie Vattenfall Europe, Tuomo Hatakka, im Rahmen einer Festveranstaltung in Norddeich Deutschlands ersten Offshore Windpark Alpha Ventus.

Gebaut wurden die zwölf Windkraftanlagen der 5 MW-Klasse (Nennleistung) 45 Kilometer vor der Küste der Insel Borkum von einem gemeinsamen Konsortium der Unternehmen EWE, E.ON und Vattenfall Europe, die hierfür die Investitionssumme in Höhe von 250 Millionen Euro aufgewendet haben. Einst waren die Kosten mit 189 Millionen Euro veranschlagt, aber Pannen und Verzögerungen haben die Kosten in die Höhe getrieben. Im Spätsommer/ Herbst 2008 machte das Wetter ein Aufstellen der ersten sechs Anlagen unmöglich. Zudem standen notwendige Gerätschaften nicht zur Verfügung. Weiter gab es Probleme mit dem Umspannwerk.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft sind die gestiegenen Kosten auf höhere Stahlpreise und Mehrausgaben bei der Erschließung zurückzuführen.

Die wirtschaftliche Bilanz

Der Windpark „Alpha Ventus“ mit 12 Anlagen je 5 MW Nennleistung kostet 250 Mio. EURO.

Die …