Ernährung



Riesige Ausgaben ohne messbaren CO2-Effekt – Die Energiewende entpuppt sich als Etikettenschwindel

9. Mai 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Ernährung, Kernenergie, Kohle, Photovoltaik, Wasserkraft, Windkraft

Windrad4 KopieIm Bereich der Energieversorgung hat sich Deutschland mit groβer Begeisterung Ziele gesteckt, deren Erreichbarkeit bei nüchterner Betrachtung eher zweifelhaft erscheint. Zeitgleich mit dem Kampf gegen das als Klimakiller angeprangerte CO2 will man auch der Kernenergie entsagen. Betrachtet man die aktuelle Entwicklung, so stellt man fest, dass die gesamten Energiewendemaβnahmen keine CO2-Minderung bewirken. Trotz astronomischer Ausgaben ist selbst in zehn Jahren nicht mit einer spürbaren Senkung der CO2-Emissionen zu rechnen. Auf der Habenseite hat Deutschland dafür einige neue     Öko-Milliardäre aufzuweisen.

 

EWCO2Bild1

Bild 1. Versteckt hinter den reinen EEG-Jahresbeträgen lauern Gesamtverpflichtungen, die mit dem Jahr 2013 auf beeindruckende 371 Mrd. € anwachsen dürften

Um den Klimawandel zu bekämpfen, will Deutschland seine CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung senken. Entscheidendes Instrument hierfür ist das von der damals regierenden rot-grünen Koalition im Jahr 2000 eingeführte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dieses sollte den Durchbruch zur Umstellung der landesweiten Stromerzeugung auf vorgeblich CO2-freie erneuerbare Energien bringen.

Mit Hilfe einer zwanzigjährige Abnahmegarantie werden privaten Geldgebern Anreize geboten, ihr Kapital in normalerweise unrentable Technologien zu investieren, die Strom aus Wind oder Fotovoltaik oder durch das Verheizen von Lebensmitteln (pardon, bitte lesen Sie Biomasse) erzeugen.

Die entsprechenden Aufwendungen sind seither Jahr um Jahr von



Wie der Shale-Gas Boom indischen Kleinbauern Wohlstand bringt

3. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Erdgas, Ernährung, Unkonventionelles Gas und Öl

In den USA wird seit einigen Jahren in immer größerem Maßstab unkonventionelles Gas aus bislang unzugänglichen Quellen gefördert (Schiefergas oder Shale-Gas). Diese Entwicklung hat den Energiemarkt in der weltweit größten Volkswirtschaft gründlich auf den Kopf gestellt. Die Ergebnisse dieser Entwicklung sind unter anderem, dass die ‚Gaspreise in den USA entgegen dem weltweiten Trend in den letzten Jahren stark gefallen sind und dass Gas zur Stromproduktion inzwischen fast so billig ist wie Kohle. Zusammen mit den geringeren Investitionskosten für ein Gaskraftwerk im Vergleich zu Kohlekraftwerken hat diese Entwicklung dazu geführt, dass der Anteil des Stroms, der aus Gas produziert wird, in diesem Jahr zum ersten mal in der Geschichte der USA genauso groß wie der der Kohle war (wir berichteten).

Das hat auch Auswirkungen auf den CO2-Aussstoß. Dieser ist wegen des Shale-Gas-Booms in den USA seit 2007 rückläufig  (Grafik) und könnte in diesem Jahr unter den Wert von 1990 fallen. Sollte diese Entwicklung sich fortsetzen, würden die USA als eines der wenigen westlichen Länder das Kyoto-Protokoll nachträglich erfüllen, ohne es jemals ratifiziert zu haben.

Wirtschaftsboom dank Shale-Gas

Und der Wirtschaft in den USA bringt das Schiefergas als neue und preiswerte Energiequelle weitere Vorteile. Da sind zum einen



Neue Studie zu Genmais lässt mehr Fragen offen als sie beantwortet

20. September 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit

Die Diskussion ob von genveränderten Pflanzen ein Risiko für Mensch und Umwelt ausgeht wird seit vielen Jahren geführt. Das bisherige Resultat ist, dass es trotz intensiver Bemühungen noch keinem Wissenschaftler gelungen ist einen Nachweis zu erbringen, dass von genmodifizierten Pflanzen Gesundheitsgefahren für Menschen oder Tiere ausgehen. Eine vor kurzem in der Schweiz veröffentlichte umfangreiche Untersuchung (wir berichteten darüber) kam nach Sichtung von mehr als 1000 internationaler Studien etwa zu dem Schluss:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bis heute keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier nachgewiesen werden konnten. Hingegen sind einige positive Effekte belegt.

Was allerdings in den letzten Tagen in den Medien zu lesen war legt nahe, dass dieser Schluss etwas voreilig gewesen sein könnte. So wollen die Autoren einer jüngst in der Zeitschrift Food and Chemical Toxicology publizierten Studie gefunden haben, dass Ratten die mit einer bestimmten genveränderten Maissorte gefüttert wurden, ein deutlich höheres Risiko hätten an Krebs zu erkranken, als mit konventionellem Mais gefütterte Ratten. Die Sterblichkeit der Gen-Mais-Ratten war 2-3 mal höher als die ihrer Artgenossen, die normalen Mais bekommen hatten.

Zweifel sind angebracht

Ein deutliches Ergebnis, dass allerdings auch erste Zweifel an der Studie aufkommen lässt. Man fragt sich warum,



Schweizer Studie: Keine Risiken für Umwelt und Gesundheit durch Grüne Gentechnik

29. August 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit, Ökologismus, Politik, Technium

Der Schweizer an sich gilt als ein äußerst besonnener Zeitgenosse. Überstürzte Reaktionen sowie unnötige Hektik sind ihm fremd. Dass an diesem stereotypen Bild so einiges stimmig ist, davon konnte man sich überzeugen, als im letzten Jahr nach Fukushima auch in der Schweiz die Kernenergie in die Kritik geriet und ein Ausstieg aus dieser Technologie beschlossen wurde. Nur, ganz anders als in Deutschland, erfolgte dieser nicht kopflos und überhastet sondern wesentlich besonnener. Nicht quasi über Nacht, sondern in einem langen Prozess bis 2034 soll dieser Ausstieg erfolgen. Genug Zeit also, um Alternativen zu entwickeln und diesen Schritt in einigen Jahren gegebenenfalls noch einmal zu überdenken.

Grüne Gentechnik polarisiert auch in der Schweiz

Ganz ähnlich verhält sich die Schweiz bei einem anderen Thema, dass ganz ähnlich wie die Kernenergie in der Lage ist, eher emotional als rational in der Öffentlichkeit diskutiert zu werden. Gemeint ist die Grüne Gentechnik.

Diese Technologie ist auch in der Schweiz alles andere als unumstritten. Weshalb die Schweizer 2005 sogar eine Volksabstimmung zu dem Thema abhielten, in der sich knapp 56% der Schweizer für ein fünfjähriges Moratorium der Grünen Gentechnik entschieden. Dieser Zeitraum sollte genutzt werden, um in einem eigens dafür eingerichteten Forschungsprogramm den Nutzen und die Risiken



Atomares Gärtnern – Die ultimativen Frankenstein-Pflanzen

11. Juli 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit, Ökologismus

Gastbeitrag von Kevin M. Folta

Sollten Sie bereits kein Freund von genmodifizierten Pflanzen sein, dann sehen sie erst einmal was für abgedrehte (freakish) Praktiken Wissenschaftler und großen Saatgut-Konzerne unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit ausüben. Wissenschaftler lassen Pflanzensamen in giftigen Chemikalien quellen oder setzen sie starker radioaktiver Strahlung aus, um dadurch zufällige Veränderungen oder Zerstörungen an Genen zu erzeugen. Zufällige DNA-Fehler führen zu unvorhersehbaren genetischen Effekten, wodurch neue Proteine und dadurch Pflanzen mit neuen Merkmalen entstehen.

Diese neuen Züchtungslinien werden nicht auf ihre Sicherheit oder auf ihren Einfluss auf die Umwelt getestet. Und diese neuen Pflanzen will man uns jetzt auftischen, sogar Kindern.

All das gibt es bereits. Tatsächlich wird die hier beschriebene Methode schon seit vielen Jahrzehnten angewendet. Kein Widerstand, keine Kennzeichnungspflicht, keine Demonstranten, keine Angst. Die Pflanzen sind sogar für den Bioanbau in der EU zugelassen. Bei dem hier beschriebenen Verfahren handelt es sich um die Mutationszüchtung.

Neue Sorten durch künstliche Mutationen

Alle Genveränderungen starten mit Mutationen. Mutationen sind Veränderungen in der DNA die sich letztendlich durch Veränderungen der Funktion  oder Leistungsfähigkeit eines Gens bemerkbar machen können. Während der Replikation der DNA (das passiert bei jeder Zellteilung) treten spontane Mutationen in großer Zahl auf, wenn man diese



Neue Schweinereien im WDR – Über multiresistente Keime und Antibiotika in der Bio-Schweinemast

25. Mai 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ernährung, Gesundheit

Das Bundesministerium für Ernährung Landwirtschaft und Verbraucher (BMELV) hat in dieser Woche zwei neue Studien  der Freien Universität Berlin und der Tierärztlichen Hochschule Hannover vorgestellt. Thema war die Belastung von Schweinemastbetrieben mit sogenannten MRSA-Keimen. Neu ist dieses Thema nicht. Die Methicillinresistenten Staphylococcus aureus Erreger, die landläufig auch als Krankenhauskeime bekannt sind, wurden bereits in früheren Arbeiten in  Mastschweinen nachgewiesen (etwa hier über Stichproben in NRW und hier im Rahmen einer europaweiten Studie).

Und so ist das interessanteste an diesen Arbeiten auch nicht das erwartbare Ergebnis, nämlich dass in bis zu 60 Prozent der konventionellen und in bis zu 25 Prozent der Öko-Betriebe diese Keime nachgewiesen werden konnten. Interessant ist vor allem, was aus solchen Befunden von unseren Medien gemacht wird.

Der WDR auf Ursachensuche

Lesen Sie zum Beispiel, wie die „Expertin“ aus der WDR Wissenschaftsredaktion die Ergebnisse der Studien interpretiert und versuchen Sie herauszufinden, was an ihren Aussagen nicht stimmt:

Dass es in der Tierzucht MRSA-Keime gebe, sei bereits mehrfach nachgewiesen worden. Erstaunlich sei allerdings, dass auch in vielen Bio-Betrieben multiresistente Keime gefunden wurden. „Dort dürfen keine Antibiotika gegeben werden. Wahrscheinlich haben die zugekauften Ferkel diese Keime eingeschleppt.“

Wir lernen also von der Wissenschaftsredakteurin des WDR, dass in



Leseempfehlung zum Jahrestag der EHEC Epedemie: „Antibiotika: Wo ist der Skandal?“

8. Mai 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ernährung, Gesundheit, Ökologistische Mythen

Kennen Sie den Begriff „FUD“? Er bedeutet „fear, uncertainty and doubt“, also Angst, Unsicherheit und Zweifel. Der Begriff beschreibt eine Strategie unliebsame Konkurrenz auszuschalten, indem man sie durch eine Medienkampagne negativ darstellt. Und zwar dadurch, dass man Angst vor deren Produkten macht, die Verbraucher verunsichert und ganz allgemein Zweifel an den Erzeugnissen der ungeliebten Konkurrenten zu sähen versucht.

Nichts Neues beim Staatsrundfunk

Dieser Begriff kam mir heute wieder in den Sinn als ich im Auto unterwegs im Deutschlandfunk das Magazin „Umwelt und Verbraucher“ hörte. Dort gab es den üblichen Mix, wie man ihn in einer solchen Sendung im Staatsrundfunk erwarten würde. Ein Thema war der Umstand, dass Frankreichs neuer Präsident Hollande angekündigt hat, den Kernreaktor Fessenheim abzuschalten. Die Redaktion war dafür.

Ein weiterer Themenblock wurde der jüngsten Publikation der neuen „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome gewidmet. Dem Verein, der ganz in Tradition der Zeugen Jehovas seit 1972 den nahenden Weltuntergang ausruft und den Termin bei jeder Neuberechnung weiter nach hinten verschieben muss. Aktuell wird der Beginn des Endes der Menschheit auf 2052 datiert. Natürlich war in dem Bericht kein Wort davon zu vernehmen, dass „Die Grenzen des Wachstums“ von 1972 vor allem für seine zahllosen