Gentechnik



Grün wirkt – Hannovers Schulen jetzt GENfrei

2. März 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Gentechnik, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Politik

HannoverGen UnerwünschtIn Hannover gab es bis vor kurzem das Modellprojekt HannoverGEN, bei dem an einigen ausgewählten Schulen Projekte zum Thema Biotechnologie und Gentechnik durchgeführt werden konnten. Auf der Seite hannovergen.de heißt es in einer Selbstdarstellung:

In den speziell ausgestatteten HannoverGEN-Schullaboren können Schülerinnen und Schüler unter professioneller Anleitung selbständig biotechnologische Experimente durchführen und sie mit Unterrichtsinhalten unter Einbeziehung ethischer Aspekte verknüpfen. Das Experimentieren erleichtert den Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Molekularbiologie und macht neugierig auf Naturwissenschaften und Technik. So wird HannoverGEN zu einem Bindeglied zwischen Schule und Wissenschaft.

Von der bisherigen Niedersächsischen Landesregierung war geplant das Projekt auf das gesamte Bundesland auszuweiten und in einem nächsten Schritt 50 weitere Schulen einzubeziehen. Dazu wird es jetzt, nachdem Rot-Grün im Land das Sagen hat, nicht mehr kommen. Schließlich haben diese sich ausdrücklich vorgenommen, “Niedersachsen gentechnikfrei zu halten”. Und dazu gehört selbstverständlich auch, dass die Schüler im Land selbst vor einem zu detaillierten Wissen über die Gentechnik geschützt werden müssen.

Schon lange ein Dorn im Auge war das Projekt HannoverGEN den Lobbyisten der Biobranche. In einer hochtrabend “Hintergundstudie” genannten Gegenschrift mit dem Titel “Keine Akzeptanzbeschaffung für Agro-Gentechnik in den Schulen! HannoverGEN und NiedersachsenGEN stoppen!” von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ist zu …



Neue Studie zu Genmais lässt mehr Fragen offen als sie beantwortet

20. September 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit

Die Diskussion ob von genveränderten Pflanzen ein Risiko für Mensch und Umwelt ausgeht wird seit vielen Jahren geführt. Das bisherige Resultat ist, dass es trotz intensiver Bemühungen noch keinem Wissenschaftler gelungen ist einen Nachweis zu erbringen, dass von genmodifizierten Pflanzen Gesundheitsgefahren für Menschen oder Tiere ausgehen. Eine vor kurzem in der Schweiz veröffentlichte umfangreiche Untersuchung (wir berichteten darüber) kam nach Sichtung von mehr als 1000 internationaler Studien etwa zu dem Schluss:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bis heute keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier nachgewiesen werden konnten. Hingegen sind einige positive Effekte belegt.

Was allerdings in den letzten Tagen in den Medien zu lesen war legt nahe, dass dieser Schluss etwas voreilig gewesen sein könnte. So wollen die Autoren einer jüngst in der Zeitschrift Food and Chemical Toxicology publizierten Studie gefunden haben, dass Ratten die mit einer bestimmten genveränderten Maissorte gefüttert wurden, ein deutlich höheres Risiko hätten an Krebs zu erkranken, als mit konventionellem Mais gefütterte Ratten. Die Sterblichkeit der Gen-Mais-Ratten war 2-3 mal höher als die ihrer Artgenossen, die normalen Mais bekommen hatten.

Zweifel sind angebracht

Ein deutliches Ergebnis, dass allerdings auch erste Zweifel an der Studie aufkommen lässt. Man fragt sich warum, …



Schweizer Studie: Keine Risiken für Umwelt und Gesundheit durch Grüne Gentechnik

29. August 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit, Ökologismus, Politik

Der Schweizer an sich gilt als ein äußerst besonnener Zeitgenosse. Überstürzte Reaktionen sowie unnötige Hektik sind ihm fremd. Dass an diesem stereotypen Bild so einiges stimmig ist, davon konnte man sich überzeugen, als im letzten Jahr nach Fukushima auch in der Schweiz die Kernenergie in die Kritik geriet und ein Ausstieg aus dieser Technologie beschlossen wurde. Nur, ganz anders als in Deutschland, erfolgte dieser nicht kopflos und überhastet sondern wesentlich besonnener. Nicht quasi über Nacht, sondern in einem langen Prozess bis 2034 soll dieser Ausstieg erfolgen. Genug Zeit also, um Alternativen zu entwickeln und diesen Schritt in einigen Jahren gegebenenfalls noch einmal zu überdenken.

Grüne Gentechnik polarisiert auch in der Schweiz

Ganz ähnlich verhält sich die Schweiz bei einem anderen Thema, dass ganz ähnlich wie die Kernenergie in der Lage ist, eher emotional als rational in der Öffentlichkeit diskutiert zu werden. Gemeint ist die Grüne Gentechnik.

Diese Technologie ist auch in der Schweiz alles andere als unumstritten. Weshalb die Schweizer 2005 sogar eine Volksabstimmung zu dem Thema abhielten, in der sich knapp 56% der Schweizer für ein fünfjähriges Moratorium der Grünen Gentechnik entschieden. Dieser Zeitraum sollte genutzt werden, um in einem eigens dafür eingerichteten Forschungsprogramm den Nutzen und die Risiken …



Atomares Gärtnern – Die ultimativen Frankenstein-Pflanzen

11. Juli 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit, Ökologismus

Gastbeitrag von Kevin M. Folta

Sollten Sie bereits kein Freund von genmodifizierten Pflanzen sein, dann sehen sie erst einmal was für abgedrehte (freakish) Praktiken Wissenschaftler und großen Saatgut-Konzerne unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit ausüben. Wissenschaftler lassen Pflanzensamen in giftigen Chemikalien quellen oder setzen sie starker radioaktiver Strahlung aus, um dadurch zufällige Veränderungen oder Zerstörungen an Genen zu erzeugen. Zufällige DNA-Fehler führen zu unvorhersehbaren genetischen Effekten, wodurch neue Proteine und dadurch Pflanzen mit neuen Merkmalen entstehen.

Diese neuen Züchtungslinien werden nicht auf ihre Sicherheit oder auf ihren Einfluss auf die Umwelt getestet. Und diese neuen Pflanzen will man uns jetzt auftischen, sogar Kindern.

All das gibt es bereits. Tatsächlich wird die hier beschriebene Methode schon seit vielen Jahrzehnten angewendet. Kein Widerstand, keine Kennzeichnungspflicht, keine Demonstranten, keine Angst. Die Pflanzen sind sogar für den Bioanbau in der EU zugelassen. Bei dem hier beschriebenen Verfahren handelt es sich um die Mutationszüchtung.

Neue Sorten durch künstliche Mutationen

Alle Genveränderungen starten mit Mutationen. Mutationen sind Veränderungen in der DNA die sich letztendlich durch Veränderungen der Funktion  oder Leistungsfähigkeit eines Gens bemerkbar machen können. Während der Replikation der DNA (das passiert bei jeder Zellteilung) treten spontane Mutationen in großer Zahl auf, wenn man diese …



Gentechnik erhöht Erträge und Lebensstandard von Kleinbauern

3. Juli 2012 | Von | Kategorie: Blog, Gentechnik
idw-online – In einer Langzeitstudie hat der Göttinger Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim mit seinem Team die wirtschaftlichen und sozialen Aspekte von Gentechnik in Entwicklungsländern untersucht. Die Wissenschaftler der Universität Göttingen haben dabei unter anderem erforscht, welche Effekte der Anbau von gentechnisch veränderter Baumwolle (sogenannter Bt-Baumwolle) in Indien auf die lokale ländliche Bevölkerung hat. Die Ergebnisse der Studie wurden in der renommierten Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.

Pressemitteilung
Nr. 120/2012



Experten empfehlen Gentechnik und Intensivierung gegen Welthunger oder von Hunger und mangelnder Freiheit

8. Februar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ernährung, Gentechnik, Politik, Wirtschaftsförderung
http://www.youtube.com/watch?v=8I192mfDgEU”

Die 400 Experten aus 35 Ländern, die den Report „The Future of Food and Farming“ erstellt haben, gehen davon aus, dass im Jahr 2050 die Nahrungsmittelproduktion unter nie da gewesenen Druck geraten wird. Ob das so sein wird, bleibt abzuwarten. Auf die Zukunft bezogene Prognosen sind bekanntlich die schwierigsten. Trotzdem gehe ich davon aus, dass die Autoren sauber gearbeitet haben und über weitreichende Kenntnisse verfügen. Interessant sind daher die Lösungsvorschläge, die sie für das Hungerproblem bereit halten: „… sollten auch gentechnisch veränderte Organismen oder Klontiere kein Tabu sein. Ihr Einsatz müsse nur sorgfältig ökologisch und ethisch geprüft und Akzeptanz bei allen Beteiligten hergestellt werden“, heißt es in dem „Zeit“-Artikel, der sich auf den Report bezieht. Der Biolandbau hingegen, „gehe zwar ökologisch in die richtige Richtung, sei aber oft noch zu teuer und ineffizient.“

Das sind zweifellos gute Ansätze. Investition in fortschrittliche Techniken war schon immer dem sturen Festhalten an ideologischer Verblendung überlegen. Auch einige der politischen Empfehlungen sind sehr erfreulich:

„Food security is best served by fair and fully functioningmarkets and by liberalised global trade arrangements, not by policies to promote self-sufficiency“ (Ernährungssicherheit ist am besten durch faire und voll funktionsfähige Märkte und durch liberalisierte



Maisschädlinge würden Grün wählen!

30. Oktober 2009 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit
http://www.youtube.com/watch?v=cPTU0nZmw_Q

In Deutschland ist, was die grüne Gentechnik anbelangt, die Diskussion inzwischen an einem Punkt angekommen wo Sachargumente kaum mehr zählen und politische Entscheidungen mehr und mehr von diffusen Ängsten beeinflusst werden. Wo Züchtungen, die durch Zufallsmutationen in Atomreaktoren entstanden sind, völlig ungeprüft überall angepflanzt werden dürfen, da wird Pflanzen die geplant und gezielt gentechnisch verändert wurden die Zulassung auch nach ausgiebigsten Studien die deren Unbedenklichkeit unter Beweis stellen verweigert.
Viele hochrangige Wissenschaftler haben die Konsequenzen aus dieser Entwicklung derweil schon lange gezogen. Sie forschen jetzt im Ausland.