Gesundheit



Der vorzeitige Todesfall als Herrschaftsinstrument unserer Zeit

13. März 2017 | Von | Kategorie: Artikel, Gesundheit, Mobilität, Ökologistische Mythen

ego150Uns plagt eine Geißel, deren Herkunft und Wirkung weitgehend unbekannt sind. Gemeint ist der sogenannte „vorzeitige Todesfall“, eine gedankliche Konstruktion, auf deren Basis umfangreiche regulatorische Eingriffe der Politik möglich werden, die nicht nur die Wertschöpfungsmöglichkeiten der Wirtschaft begrenzen, sondern auch tief in die private, individuelle Lebensgestaltung eingreifen. Wer sich fragt, warum selbst ursprünglich freie und liberale Demokratien in vielen Aspekten zunehmend diktatorisch agieren, wird beim „vorzeitigen Todesfall“ fündig. Perfide an diesem Konzept ist sein vordergründig fürsorglicher Charakter. Wer will schon vor der Zeit sterben? Wer möchte nicht so lange wie möglich bei bester Gesundheit leben? Für wen ist nicht der Tod eines Freundes, eines Angehörigen oder Partners ein tragisches Ereignis, auf das man gut verzichten kann? Der Staat, so die mit dem „vorzeitigen Todesfall“ verknüpfte Botschaft, setzt sich mit aller Macht dafür ein, unser Wohlergehen und das unserer Lieben zu erhalten. Damit niemand vor der Zeit dahinscheidet. Und dagegen kann man schwer opponieren. Obwohl es nicht die ganze Wahrheit ist.

Denn sterben müssen wir alle. Bislang kann keine Macht der Welt etwas daran ändern. Natürlich wird an Technologien gearbeitet, die Alterung und körperlichen Verfall bremsen und uns vielleicht sogar die relative Unsterblichkeit ermöglichen, in der allein ein Unfalltod ins Jenseits



CRISPR/Cas9

3. Oktober 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit, Innovationspolitik, Politik, Technium

DNA1Eine solche Überschrift wollte ich schon immer mal über einen meiner Texte setzen. Mal im Ernst: Wer klickt denn so etwas an? Das müssen schon echte Hardcore-Leser sein. Dabei fällt mir immer der leider viel zu früh verstorbene Dietrich Schwanitz ein, der in seinem Opus Magnum „Bildung“ sinngemäß ausführte, Wissen über Naturwissenschaften und Technologien wäre nutzlos. Man würde es nicht benötigen, um in der Welt zurecht zu kommen. Das mag sogar stimmen, aber wer trotzdem Ahnung hat, kann immerhin Politiker ärgern. Das ist doch auch nicht schlecht. Außerdem steht CRISPR/Cas9 für einen möglichen Nobelpreis.

Merkwürdige Gensequenzen entdeckte man Ende der 1980er Jahre in vielen Bakterien. Sich wiederholende Abfolgen von 20 bis 50 Basenpaaren, die häufig von vorne nach hinten gelesen dasselbe ergeben wie andersherum, also Palindrome darstellen. Zwischen diesen Strukturen liegen Abschnitte ohne erkennbare Regelmäßigkeit, sogenannte Spacer, deren Länge sich zwischen einzelnen Bakterien unterscheiden kann, für einen bestimmten DNS-Strang aber immer dieselbe ist. Anders ausgedrückt handelt es sich um kurze, gehäufte, regelmäßig unterbrochene palindromische Wiederholungen, was im Englischen mit clustered regularly interspaced short palindromic repeats oder eben CRISPRs bezeichnet wird. Begleitet werden CRISPRs von weiteren charakteristischen Strukturen, die man entsprechend CRISPR as



Hoffest auf dem Ökohof

14. September 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Ernährung, Gesundheit, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Profiteure, Windkraft

vlcsnap-2015-09-14-11h16m35s129Ich war gestern mal wieder mit dem Rad im Bremer Blockland unterwegs. Dort gibt es seit einigen Jahren einen Biohof mit Ferienwohnungen, Bio-Eiscafe, Spielplatz, Kunstausstellungen und Erlebnis-Ökostall. Autos strengstens verboten. Dazu schreibt der Biohof auf seiner Internetseite:



Die Technetium-Krise

11. März 2015 | Von | Kategorie: Artikel, Gesundheit, Innovationspolitik, Kernenergie, Nuklearmedizin, Wirtschaftsförderung

ego150Was fällt Ihnen zum Thema Gesundheit ein? Der Verzehr von Obst und Gemüse? Bewegung und Sport? Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen?

Mir kommen solche Gedanken nicht. Mein Körper ist perfekt an meine Couch angepaßt. Gut, das mag jetzt auch an der Konstruktion der Couch liegen. Mein Hunger verlangt nach Steaks und Schnitzeln, nach Pommes und Bratkartoffeln. Arztbesuche vermeide ich nach Möglichkeit. Denn ich bin nicht krank. Ich muß nicht nach etwas streben, was ich schon erreicht habe.

Es ist schwer zu definieren, wann „Gesundheit“ vorliegt, wenn man wirklich mehr darunter fassen möchte als die „Abwesenheit von Krankheit“. Der menschliche Körper ist ein hochkomplexes, von rückgekoppelten Prozessen geprägtes System. Da viele dieser Vorgänge noch immer nicht ausreichend verstanden sind, gibt es keine Möglichkeit, einen Idealzustand festzulegen. Allenfalls kann man herausfinden, wann und warum etwas nicht funktioniert, wann und warum Schäden auftreten. Viele medizinische Diagnosemethoden stoßen hier an prinzipielle Grenzen, da sie nur einen momentanen Zustand erfassen und nicht dynamische Änderungen in einer ausreichenden zeitlichen Auflösung. Häufig sind eben Filme erforderlich, um Abläufe zu begreifen. Einzelne Fotos reichen nicht. Das gilt nicht nur für Sportwettkämpfe, sondern auch für den menschlichen Blutkreislauf.

Die Nuklearmedizin gestattet solche Diagnoseverfahren. Ihr Ansatz ist, über Änderungen in der Verteilung bestimmter



Neu bei der Achse: Berufen sich Gentechnik-Gegner auf eine gefälschte Studie?

2. März 2015 | Von | Kategorie: Blog, Ernährung, Gentechnik, Gesundheit, Tierschutz

achselogoSpätestens nach seinem wütenden Artikel beim Deutschen Arbeitgeberverband ist Hans-Jörg Jacobsen, Professor am Institut für Pflanzengenetik der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, für seine deutlichen Worte bekannt. Nun äußert er den Vorwurf einer Täuschungsabsicht in Bezug auf eine aktuelle Studie, die ein Risikopotential der Grünen Gentechnik gefunden haben will:

Aber Hoffnung gibt es: Vielleicht haben die Tierschützer erkannt, dass diese Studie vermutlich ein Fake darstellt: So sind bei genauerem Hinsehen die Abbildungen nicht schlüssig, auch tauchen Daten auf, die von derselben Gruppe schon einmal in einem anderen Journal publiziert worden waren. Damals waren übrigens keine Unterschiede gefunden worden, in der jetzt publizierten Studie sind die Angaben für die Tiere, die mit der Milch von mit Gensojaextrakt gefütterten Ziegen aufgezogen wurden, gleich geblieben, die Daten bei der „Kontrollgruppe“ sind nun so hoch, dass es statistisch signifikant erscheint. Es steht zu vermuten, dass die Experimente überhaupt nicht durchgeführt worden sind und damit auch Tiere nicht sinnlos verbraucht wurden. Wenn dem aber so ist, dann liegt krasses wissenschaftliches Fehlverhalten vor, was mit Publikationsverbot nicht unter 5 Jahren geahndet werden müsste.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: Wo sind eigentlich die organisierten Tierschützer, wenn die Tiere sie brauchen?

 



Nuklearia: Und ewig strahlen die Wälder?

2. Februar 2015 | Von | Kategorie: Blog, Gesundheit, Ökologismus, Ökologistische Mythen

800px-Sus_scrofa_1_-_Otter,_Owl,_and_Wildlife_ParkNeuer Artikel auf nuklearia.de über den Hype um strahlenbelastetes Wild in deutschen Wäldern:

Zweifellos, sie strahlen, die Wälder, vor allem die bayrischen. Zunächst enthält jeder Mineralboden radioaktives Kalium, Uran, Thorium, Radium und noch einige andere Isotope mit einer gesamten Aktivität um 800 Becquerel pro kg. Im Humus ist es weniger.

1986 geschah das Reaktorunglück von Tschernobyl, und seither ist in manchen Gegenden Bayerns die Radioaktivität der obersten 10 cm von Waldböden um die Hälfte höher (40.000 Bq/m2), allerdings nicht für ewig. Schuld ist Caesium 137 mit 30 Jahren Halbwertszeit. Im Gegensatz zu Feldern und Wiesen hält sich das Caesium im Waldboden hartnäckig in den obersten 10 cm.

Pflanzen nehmen das Caesium begierig auf, mehr als die natürlichen Radioisotope. Von Natur aus ist die Aktivität in Pflanzen geringer als im Boden, ebenso in den Pflanzen fressenden Tieren, um 100 Bq/kg. Anders bei der Aufnahme von Caesium 137. Noch 2004 konnte man bei Brombeeren bis 500 Bq/kg messen. (Weiterlesen)

Titelbild via Wikimedia commons

 



Langzeitstudie zur Gentechnik: Kein höheres Risiko als konventionelle Züchtungen

15. September 2014 | Von | Kategorie: Blog, Gentechnik, Gesundheit, Ökologistische Mythen

BMBF-Studie GentechnikGefunden bei transgen.de:

Gentechnisch veränderte Pflanzen zeigen im Vergleich zu konventionell gezüchteten kein höheres Risiko für Umweltbeeinträchtigungen. Seit 1987 hat die Bundesregierung zahlreiche Projekte zur biologischen Sicherheitsforschung finanziert. Zwei Jahre nach dem Ende des vorerst letzten Programms ist nun eine Broschüre erschienen, in dem einige Versuchsreihen mit ihren Ergebnissen vorgestellt werden. Einen Schwerpunkt bilden mehrere Projekte zu gentechnisch verändertem Mais. Obwohl die Wissenschaftler keine Hinweise auf besonderen Umweltrisiken finden konnten, wird Deutschland einen Anbau wohl auch in Zukunft verbieten.

Insgesamt mehr als 300 Forschungsprojekte zur biologischen Sicherheit hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 1987 gefördert, davon etwa die Hälfte zu gentechnisch veränderten Pflanzen.

(…) Schädliche Effekte, die über das Niveau konventioneller Pflanzen hinaus gehen, fanden die Wissenschaftler nicht. Im Gegenteil: „Das ökologische Profil von Bt-Mais ist besser als das von herkömmlichen Maissorten, die mit chemischen Insektiziden behandelt werden,“ so Dr. Stefan Rauschen, Verbundprojektleiter der Bt-Maisversuche 2008-2011 in der BMBF-Broschüre.

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Download-Link zur Broschüre der BMBF-Studie