Gesundheit



Abschalten!?

12. März 2011 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Gesundheit, Ökologismus

Während Japan nach dem schwersten Erdbeben der Neuzeit um sein (über)Leben kämpft, werden in Deutschland die Ereignisse bereits von interessierten Kreisen für ihren Machtpoker Instrumentalisiert, mit dem Leid der Menschen der Krisengebiete Meinungsmache und Wahlwerbung betrieben.
Das pöse Atom rückt nun absehbar in das Interesse der grün gestrichenen Parteienlandschaft.
+++[Update] +++
Ich bin im Kommentarbereich darauf hingewiesen worden, ob es nicht zu früh ist, noch bevor Klarheit über das Geschehen herrscht, bereits zu urteilen. Nun, ich halte dies für erforderlich, da die öffentliche Diskussion völlig in die falsche Richtung geht.
Zum anderen, ist die notwendige Handlungsweise hier in DL nicht abhängig davon, ob es in Japan zu massiven Umweltbeeinträchtigungen kommt oder nicht. Denn die zunächst einzige, wichtigste Forderung ist:
Wenn es Schwachstellen gibt, müssen diese abgestellt werden! +++

Einmütiger Tenor aller Wortmeldungen im Blick auf die beunruhigenden Ereignisse in den japanischen Kernkraftwerken, ist der, am besten sofortige, Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland. Sonst könnte ein Erdbeben für Deutschland den Supergau bedeuten. Darin ist man sich praktisch einig.
Um es vorweg zu nehmen – ich bin nicht unbedingt ein Freund der Kernenergie, aber dieses Verhalten finde ich wissenschaftsfremd, energiepolitisch fragwürdig und angesichts der schweren Stunden, die das japanische Volk jetzt …



Dioxin-Fleisch, toxische Geldanlagen und Armani-Anzüge

13. Januar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ernährung, Gesundheit

Gastbeitrag von Eva Ziessler

Thilo Bode von Foodwatch und viele andere –nicht zuletzt wohl fast sämtliche Leitartikler Deutschlands— sind sich einig: Dioxin und andere Gifte in Lebensmitteln lassen sich nur durch mehr und gründlichere staatliche Kontrollen verhindern.

Sie mögen sich einig sein, aber sie liegen alle falsch.

Tatsächlich verhält sich die Sache genau umgekehrt: Staatlich-institutionalisierte Lebensmittelkontrollen vergrößern die Gefahr, dass verdorbene oder vergiftete Nahrungsmittel in den Handel kommen—genauso, wie staatliche Börsen- und Bankenkontrollen die Gefahr vergrößern, dass ahnungslose Anleger toxische Papiere kaufen oder ihre Ersparnisse in einem Schneeballsystem verlieren.

Um verständlich zu machen, wie ich auf diese vielleicht irrsinnig scheinende Idee verfallen konnte,
muss ich erst einmal zeigen, mit was für einem Problem wir es überhaupt zu tun haben. Es ist das Problem des versteckten, also nicht offensichtlichen, Produktmangels—beim dioxinverseuchten Fleisch wie bei toxischen Geldanlagen. Bei Produktmängeln, die für jeden Kunden sichtbar, schmeckbar und riechbar sind, gibt es überhaupt kein Problem: Ein Supermarkt, der immer nur vergammeltes Obst und welkes Gemüse anbietet, wird schnell keine Kunden mehr haben. Und der Gebrauchtwagenverkäufer, der notdürftig ausgebeulte und schlecht lackierte Unfallautos zum selben Preis anbietet, den sonst Autos ohne Unfall kosten, wird mit dem Preis runtergehen müssen, wenn er noch Käufer finden will. …



Und wieder wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben – Der Dioxinskandal

10. Januar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ernährung, Gesundheit

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und schon steht ein neuer Skandal ins Haus. Hauptakteur ist ein alter Bekannter, das als Seveso-Gift bekannt gewordene Dioxin. Diese Stoffgruppe ist schließlich seit vielen Jahren ein Garant für Panik-Reflexe bei Politikern, Medien und in der Bevölkerung. Da interessiert es wenig, dass weltweit bislang kein einziger Todesfall durch das vermeintlichen Supergift dokumentiert ist.

Das prominenteste Vergiftungsopfer mit Dioxin ist wohl der ehemalige Präsident der Ukraine, Wiktor Juschtschenko. Bei diesem wurden nach einem Abendessen mit dem Chef des Ukrainischen Inlandsgeheimdienstes Vergiftungserscheinungen festgestellt. Später fanden Ärzte eine 50.000-fache Überschreitung des Normalwertes an Dioxin in Juschtschenkos Körper. Möglicherweise haben die Geheimdienstler geglaubt, mit einer solchen Überdosierung des “Supergiftes” auf Nummer sicher zu gehen. Aus ihrer Sicht bedauerlich war, dass der Stoff wohl nicht annähernd so gefährlich ist wie allgemein behauptet wird.

Um ähnliche Gehalte im Körper wie Wiktor Juschtschenko zu erreichen, müsste ein Konsument in Deutschland Hunderttausende “verseuchter” Eier zu sich nehmen. Allerdings müssten diese über einen recht kurzen Zeitraum gegessen werden. Dioxin hat im Körper eine Halbwertszeit von etwa 15 Monaten.

Um eins klar zu stellen. Der Gehalt an Giftstoffen in unserer Nahrung soll selbstverständlich so niedrig wie möglich gehalten werden und Industrielle Reststoffe haben …



Der mumifizierte Opa

6. Januar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ernährung, Gesundheit, Kurioses

Gastbeitrag von Eva Ziessler

Es ist ein Skandal: Die Japaner, so stellt sich jetzt heraus, werden gar nicht so alt wie wir alle immer dachten. Die angebliche Unzahl Hochbetagter, eine vermeintliche Tatsache, die Wissenschaftler weltweit intensiv forschen ließ, warum die durchschnittliche Lebenserwartung von Japanern so viel höher ist als die der Einwohner in allen anderen Industrienationen—lag’s an den ungesättigten Fetten im Fisch? An den Inhaltsstoffen von Reis oder einfach an der angeblich besonderen philosophischen Einstellung und Lebenshaltung der Menschen?—diese vielen Uralten, also, gibt es in Wirklichkeit nicht. Genauer gesagt, sind die meisten von ihnen schon lange tot.…



Handys, Schimmel und einige offene Fragen

17. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Gesundheit, Politik

Das Umweltbundesamt hat die Studie „Umweltbewusstsein in Deutschland 2010“ vorgestellt.  Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass der sogenannte ökologische Fußabdruck bei Wählern der Grünen besonders groß ist, aber das dürfte ein alter Hut sein.  Wirklich interessant an der Studie ist die Grundauszählung am Schluss, denn hier kann man sehen, welche Fragen tatsächlich gestellt wurden.  So fühlen sich zum Beispiel mehr Menschen in ihrer Gesundheit durch die Abstrahlung von Handys und Mobilfunksendemasten belastet als durch Schimmel in Gebäuden (Frage 11).  Ziemlich erstaunlich, denn auch wenn schädliche Wirkungen elektromagnetischer Felder nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden können, konnte bisher dennoch kein Nachweis für die Schädlichkeit von Handystrahlung erbracht werden.  Schimmelpilze hingegen sind nachweisbar gesundheitsschädlich, können Allergien auslösen, die Atemwege befallen und in manchen Fällen sogar tödlich verlaufende Krankheiten verursachen.  Offenbar ist die Riskowahrnehmung der Befragten in vielen Fällen drastisch verzerrt.…



Die neuen AKW: Algenkraftwerke

8. Dezember 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Ernährung, Gesundheit

Gastbeitrag von Udo Pollmer

„Grüne“ Energien sollen Schritt für Schritt Atomstrom und Erdöl ersetzen. Deshalb werden zunehmend Ackerflächen zur Produktion von Biodiesel zweckentfremdet. Nimmt man die Erträge einer modernen Landwirtschaft als Maßstab, zeigen sich allerdings schnell die Grenzen des Konzepts: Um den aktuellen Ölbedarf der Menschheit nur für Motoren (also nicht für den weitaus höheren Energiebedarf) zu decken, benötigte man – um genug Biodiesel zu erhalten – das komplette Ackerland von mehr als fünf Erdkugeln für den Anbau von Sojabohnen, Raps schneidet mit knapp fünf Globen geringfügig besser ab. Die derzeit optimale Lösung böte die Ölpalme: Hier würden 40 Prozent des weltweit nutzbaren Ackerlandes genügen, um vom Erdöl als Energieträger unabhängig zu sein [11].

Mehr Licht!
Der Grund für die schlechten Bilanzen der „Energie vom Acker“ ist der geringe Wirkungsgrad von Pflanzen: Sie nutzen nur fünf Promille des einfallenden Sonnenlichtes. Weitaus effizienter sind Algen – Mikroalgen z.B. nutzen teilweise mehr als 10 Prozent und teilen sich täglich bis zu dreimal. Da sie in Tanks heranwachsen, benötigen sie kaum Fläche und schon gar kein Ackerland. Zudem können sie mit einfacheren Verfahren geerntet und in Biodiesel umgewandelt werden als Landpflanzen. Der Gehalt an Fetten und Ölen kann bis zu 50 …



Der Unterschied zwischen Gefahr und Risiko

5. Juli 2010 | Von | Kategorie: Blog, Gesundheit, Klimawandel, Medien, Ökologismus

Wenn Stefan Rahmstorf der Spiegel nicht mehr gefällt, dann ist das Grund genug, ihn besonders gründlich zu lesen.

In der aktuellen Print-Ausgabe (27/2010) sind jedenfalls eine Reihe sehr lesenswerter Beiträge enthalten. So das Interview mit der grünen Bundestagsabgeordneten Ulrike Höfken, für die die Weltrettung mit einem fleischfreien Tag in der Bundestagskantine Fahrt aufnehmen soll. Was selbst in ihrer eigenen Fraktion zu Widerspruch führt. Höfken kommentiert dies mit den Worten “[...] gerade Grüne lassen sich ungern was vorschreiben.” Aha. Man staunt doch sehr, welche Wahrnehmung die Verbotspartei an sich von sich selbst so hat. Auf den Einwand des Spiegel, die Parlamentarier würden dann wohl doch eher die Imbißbuden in der Umgebung stürmen konterte Höfken mit zu bratenden “Ausnahmewürsten” für “Härtefälle”.

Schön, daß der Spiegel immer wieder Politikern Raum gibt, sich selbst zu entlarven. Und das gilt auch für Wirtschaftsbosse.

Der Chef der Münchner Rück, Nikolaus von Bomhard, bleibt jedenfalls trotz Hurricangate fest bei seiner Auffassung, der Klimawandel hätte bereits zu mehr Stürmen, Überschwemmungen und sonstigen Extremwetterereignissen geführt. Und zeigt sich als wackerer Kämpfer gegen die Katastrophe. Denn schließlich dürften die Risiken nicht so hoch werden, daß die Prämien der Rückversicherer nicht mehr bezahlt werden könnten. Wahrnehmungsverlust und Verschleierung gehen hier Hand in …