Klimawandel



Warum regenerative Energien in Deutschland keine Zukunft haben

11. März 2010 | Von Michael Krueger | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Klimawandel, Politik, Profiteure

Im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes sind regenerative Energien derzeit in aller Munde. Wie realistisch ist aber eine Voll-Versorgung durch regenerative Energien in Deutschland? Und was bringt es für das Klima?

Zu den regenerativen, oder Erneuerbaren Energien (EE) gehören Wasserkraft, Windenergie, Biomasse und Biogas, Solarthermie und Photovoltaik und die Erdwärme (Geothermie).

Kann man mit diesen Energieformen den Primärenergieverbrauch in Deutschland abdecken?

Der Primärenergieverbrauch ist der Gesamtenergieverbrauch mit Strom, Wärme und Verkehr in Deutschland. Der primäre Energiebedarf Deutschlands wird derzeit zu über 90% aus den konventionellen Energieträgern Öl, Kohle, Gas und Kernenergie gedeckt. Die EE machen weniger als 10% aus.

Schaut man sich nur den Stromanteil an, so werden ca. 15% des Strombedarfes in Deutschland durch die EE gedeckt. Davon ca. 0,003% aus Erdwärme, 0,6% aus Photovoltaik, 3,4% aus Wasserkraft, 4,2% aus Biomasse und 6,6% aus Windenergie.

Vor allem die Photovoltaik- und Windkraftanlagen werden derzeit in Deutschland stakt beworben und ausgebaut. Hier besteht das größte Potential, zumindest, wenn man den Versprechungen der Werbung und den laufenden Kampagnen glauben schenkt.

Biomasse und Wasserkraft sind weitgehend ausgebaut. Der Ausbau der Biomasse ist alleine durch die landwirtschaftlichen Flächen sehr beschränkt und…



Über das Dahinschmelzen der Klimakampagne

8. März 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Blog, Climategate, Klimawandel, Medien

In letzter Zeit ist es im deutschen Blätterwald beim Thema Klimaaktstrophe spürbar ruhiger geworden. Offenbar eignet sich die Grundstimmung, die sich durch ungewöhnlich langen und kalten Winter eingestellt hat nur wenig, die Furcht vor einer katastrophalen Erwärmung weiter zu schüren. Auch sind die Nachrichten, die zu verkünden wären, passen so gar nicht in das Bild, das so lange von den Medien hierzulande gezeichnet wurde. Nämlich eben jenes von den tausenden Wissenschaftlern weltweit, die sich alle darin einig sind, dass ein durch Menschen verursachter Klimawandel stattfindet, oder zumindest unmittelbar bevorsteht, welcher ausschließlich negative, wenn nicht gar katastrophale Konsequenzen nach sich zieht.

Das neue Bild, welches in den letzten Monaten von der Klimawissenschaft entstanden ist, müsste hingegen völlig anders aussehen. Hat sich doch herausgestellt, dass es tatsächlich nur einige wenige Klimawissenschaftler sind, die mit zum Teil fragwürdigen und zum Teil an den Grenzen der Legalität angesiedelten Methoden die Deutungshoheit in der Wissenschaft an sich gerissen haben und anders lautende Meinungen nach Kräften unterdrücken. Man könnte über Übertreibungen im IPCC-Report berichten, welche so zahlreich daherkommen und stets nur in Richtung einer Katastrophe zeigen, dass eine bewusste Auswahl zumindest wahrscheinlich erscheint. Oder von einem IPCC Vorsitzenden Rajendra Pachauri, einem gelernten Eisenbahningenieur, der nichtsdestotrotz immerfort…



Wächst das Eis in der Arktis auch in diesem Jahr weiter?

6. März 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Blog, Klimawandel, Schnee und Eis, Wissenschaft

Der wohl bekannteste Internetblog, der sich skeptisch mit dem Thema globale Erwärmung auseinandersetzt, ist die Seite wattsupwiththat.com des amerikanischen Meteorologen Antony Watts. Und selbstverständlich wird auch dort die Entwicklung der Eisbedeckung in der Arktis kritisch unter die Lupe genommen. In einer dort im Februar veröffentlichten Analyse von Steven Goddard kam dieser zu dem Schluss, dass die Erholung des Eises in der Arktis sich auch in diesem Jahr fortsetzen würde.  Diese Einschätzung bekam jetzt prominente Unterstützung von Seiten des amerikanischen National Snow and Ice Data Centers (NSIDC). Diese Institution, die sonst eher für Prognosen im Sinne eines katastrophalen Verschwindens der Eisdecke zuständig ist, schrieb in ihrer neuesten Analyse:

Die Arktische Oszillation (AO) hat einen großen Effekt auf die Bewegung des arktischen Meereises.  Das Windmuster, welches mit einer stark negativen  AO verknüpft ist, bewirkt dass weniger Eis die Arktis durch die Fram Straße verlässt. Dadurch wird mehr von dem älteren, dickeren Eis in der Arktis zurückgehalten. Bei dem wenigen alten Eis, dass noch vorhanden ist, kann das Zurückhalten von übrigen dabei helfen, dass die Eisausdehnung im September nicht so niedrig ausfällt, wie in den letzten Jahren.

The AO has a strong effect on Arctic sea ice



Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?

6. März 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Vielleicht können Climategate und seinen Folgen („Africagate“, „Amazongate“, „Himalayagate“, „Hurricangate“ usw.) zu einer Versachlichung und Endemotionalisierung der Debatte beitragen.

Denn es stellen sich nicht nur Fragen nach der Verläßlichkeit von Wissenschaft und Wissenschaftlern (Peer-Review-Prozeß in der Klimaforschung, Qualitätssicherung innerhalb der Arbeit des IPCC, wirtschaftliche Motivationen hoher UNO-Repräsentanten und beteiligter Forscher). Es sind nun auch wichtige fachliche Aspekte öffentlich sichtbar, die Politik und Medien nicht mehr ignorieren können. Die folgenden Punkte lassen sich derzeit festhalten:

  • Baumringdaten und vergleichbare Proxies können nicht mehr als Goldstandard zur Ableitung von Temperaturen in der Vergangenheit dienen. Die Aussage, die gegenwärtig beobachtete Erwärmung wäre über einen längeren Zeitraum in der Menschheitsgeschichte (mindestens aber über die letzten 1.000 Jahre) in Ausmaß und Geschwindigkeit einzigartig, ist daher nicht mehr haltbar. Insbesondere die mittelalterliche Warmperiode mit Temperaturen mindestens auf dem heutigen Niveau ist für die Nordhalbkugel als gesichert anzusehen. Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, daß es sich hier um ein globales Phänomen, hervorgerufen durch natürliche Klimavariabilitäten, handelte. Damit ist klar: Die Beobachtungen der letzten hundert bis hundertfünfzig Jahre mögen mit der Annahme eines menschgemachten Klimawandels (durch Freisetzung von Treibhausgasen) vereinbar sein – oder auch nicht. Vereinbar mit natürlichen Variabilitäten sind sie allemal.
  • Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die im jüngsten



Kein Weltuntergang und trotzdem weiter wie bisher

5. März 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Profiteure

Gastbeitrag von Eva Ziessler (zuerst erschienen auf der Achse des Guten)

Es wäre eine enorme Erleichterung, so Al Gore in der New York Times, sollte sich herausstellen, dass uns keine unvorstellbare, die menschliche Zivilisation gefährdende Katastrophe bevorsteht, die umfangreiche Präventivmaßnahmen zum Schutz der Menschheit erfordert. Es würde von uns genommen die schwere Bürde, von unseren Enkelkindern als kriminelle Generation verteufelt zu werden, die selbstsüchtig alle eindeutigen Warnungen in den Wind geschlagen habe, dass das Schicksal der Enkel in ihren Händen liege. Deshalb wünsche auch er, Al Gore, von ganzem Herzen, dass die Erderwärmung eine Illusion gewesen sei.

Aber selbst dann, wenn sein Herzenswunsch in Erfüllung gehen sollte, so der ehemalige US-Vizepräsident weiter, müssten wir die von ihm und der UN angeregten „umfangreichen Präventivmaßnahmen“ weiterhin verfolgen.

Mmh, wie bitte?, fragt sich der geneigte Leser und versucht zu verstehen: Die unvorstellbare Katastrophe erweist sich als Illusion—und trotzdem sollen wir die umfangreichen, zur Abwendung der vermeintlich bevorstehenden Katastrophe ersonnenen Maßnahmen weiterbetreiben? Warum denn das? Weil es, so klärt Gore uns auf, um Arbeitsplätze geht, und zwar um die „wichtigsten“ Arbeitsplätze im 21. Jahrhundert, um Arbeitsplätze in der Solar- und Windenergie, in der geothermischen Energie…



Anpassung kontra Vermeidung

26. Februar 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Klimawandel, Politik

Dies ist ein sehr langer Text. Viel zu lang für das Internet, keine Frage. Ich habe mich trotzdem entschieden, ihn hier zu veröffentlichen. Den Anstoß dazu gaben Eduardo Zorita und Hans von Storch, die in ihrem Blog „Klimazwiebel“ zunächst eine Debatte über die Frage einer möglichen Kompromißlinie zwischen Skeptikern und Alarmisten eröffneten. Dies führte dann bald zu einem Meinungsaustausch über Anpassungs- und Vermeidungsstrategien. Hans von Storch hat diesen Impuls aufgenommen und seinen Text „On Adaptation“ zur Diskussion gestellt. Ich kann diesen Text nur jedem Leser wärmstens zur Lektüre empfehlen, es stehen dort eine Menge sehr intelligenter Schlußfolgerungen zu lesen. Das nun von mir hier eingestellte Essay kann als Replik, in Teilen auch als Kritik und in Teilen auch als Ergänzung zu Hans von Storchs Ausarbeitung aufgefaßt werden.

Wann immer Politik gefordert ist, eine Antwort auf eine neue Herausforderung zu geben, so ist die beste Strategie diejenige, die robust ist gegenüber allen denkbaren Entwicklungen in der Zukunft. Auf dieser Strategie beruhende Maßnahmen sollten zusätzlich optimierbar sein. Das heißt: Mit steigendem Aufwand wird die Herausforderung immer besser bewältigt, während sich gleichzeitig  negative Auswirkungen der Maßnahme auf andere Fragestellungen vermindern bzw. gar nicht erst entstehen.  

Die Debatte über…



Die Medienopfer

23. Februar 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Wissenschaft

Seit Jahren schon starre ich sehnsüchtig mein Telefon an und warte ungeduldig auf den ersehnten Anruf. Nein, nicht Hollywood soll sich melden, sondern viel besser das Böse an sich, der Teufel in Gestalt von wahlweise der Tabakindustrie (ich rauche tatsächlich gern) oder der Ölindustrie (ich fahre ein benzinbetriebenes Auto ohne jedes schlechte Gewissen). Gerne würde ich auch die Unterstützung der chemischen oder der Montanindustrie, von Automobil- und Flugzeugherstellern oder der Atomindustrie entgegennehmen. Und ich wäre ein ziemlich idealer Partner, um hemmungslosen Fleischkonsum (gerne von Burgerbratern aus dem Fast-Food-Bereich) zu promoten. Doch nein, keiner ruft mich an. Das kann doch nicht sein.

Denn glaubt man den Alarmisten, ist die Menschheit nicht nur dabei, das Klima mit katastrophalen Folgen zu verändern. Sondern Menschen wie ich, die gegenteiliger Auffassung sind und auch noch öffentlich für ihre Haltung werben, leugnen diese „Tatsache“ wider besseres Wissen, weil sie dafür bezahlt werden. Das ist die Verteidigungslinie in Zeiten, in denen der Klimaforschung insgesamt und dem IPCC und seinen Berichten im besonderen der Wind ins Gesicht weht.

Skeptiker sind eigentlich Leugner, sagen sie, alles nur Lobbyisten, alles nur bezahlte Handlanger, die einen Krieg gegen die Wissenschaft führen, um die Menschen zu verunsichern.

Die Medienkampagne

Folgerichtig, so…