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Neues Rekordjahr der Globaltemperatur durch El Niño?

18. April 2014 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Wissenschaft

Gibt es im diesem Jahr einen neuen Rekord der Globaltemperatur? Die Klimaschützer frohlocken zur Zeit mit einem El Niño, der einen neuen Rekord der Globaltemperatur mit sich bringen soll. In wie weit ist das realistisch?



Die WMO, das sechstwärmste Jahr und die Stagnation

25. März 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Meeresspiegel, Wissenschaft

from 1997Die Weltorganisation für Meteorologie hat (WMO) hat gestern ihren Jährlichen Bericht zur Klimaentwicklung vorgestellt. Wer, wie die meisten Leser hier, die Entwicklung der globalen Temperaturen mehr oder weniger regelmäßig verfolgt, für den kommt die Hauptbotschaft des Reports nicht überraschend. Die seit etwa 1998 andauernde Stagnation beim Anstieg der Globaltemperaturen hat sich auch im Jahr 2013 weiter fortgesetzt. Die Grafik rechts zeigt die Entwicklung der Globaltemperatur seit 1997  nach unterschiedlichen Messdaten.

Stagnation beim Temperaturanstieg kein Thema

Zugegeben, von der Stagnation erfährt man lediglich in dem dem Bericht zugrunde liegenden Daten, nicht im Bericht selbst. Die WMO, die ebenso wie das IPCC eine Organisation der UNO ist, wählt ihre Formulierungen dann doch lieber so, dass der Umstand dass es seit über 15 Jahren nicht mehr wärmer wird nicht so deutlich auffällt. In der Presseerklärung wird der Begriff Stillstand (Hiatus) nicht einmal erwähnt. Dort heißt es stattdessen:

The report confirmed that 2013 tied with 2007 as the sixth warmest on record, continuing the long-term global warming trend.

(…)Thirteen of the fourteen warmest years on record have all occurred in the 21st century, and each of the last three decades has been warmer than the previous one, culminating with 2001-2010 as the warmest decade



Schlechter Journalismus, am Beispiel Stefan Siller

1. März 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Kohle, Medien

quentin_100Beim SWR gibt es auch gute Moderatoren für Informationssendungen, Wolfgang Heim und Gábor Paál beispielsweise, Stefan Siller gehört aber nicht dazu, und jedesmal wenn ich seine durchaus sympathische Stimme im Radio höre, wechsle ich den Sender. Schon seit langem geht mir Siller mit seiner moralisierenden, ganz dem grünen Zeitgeist angepassten, Attitüde auf den Wecker. Für Musiksendungen mag er ja noch ganz brauchbar sein, aber, zumindest zu Hause, höre ich keine Musik im Radio, sondern hauptsächlich bei Digitally Imported oder SKY.fm. Lokales Radio brauche ich nur um Kommentare oder Infosendungen anzuhören, oder wegen Staumeldungen wenn ich unterwegs bin. Und für Infos und Kommentare gibts Podkast, den für SWR1 Leute habe ich abonniert, kann mir also in Ruhe anhören was gesprochen wurde, zu einer Zeit wenn es am besten passt. Wenn dann Stefan Siller als Moderator genannt wird, kann ich mir die Zeit meist sparen, es sei denn das Thema ist zu interessant für mich um es zu ignorieren.

Aus diesem Grund, interessantes Thema, habe ich mir die Sendung SWR1-Leute vom 25.02. angehört, und es hat sich gelohnt, denn der Chef der Stadtwerke Ettlingen, Eberhard Oehler, war zu Gast und er sollte unter anderem über die Energiewende sprechen. Doch dazu



Wie Spiegel Online das Wesentliche verschweigt

24. Februar 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Medien

fragezeichenAuf Spiegel Online wurde heute ein Artikel veröffentlicht in dem versucht wird, die Misere der bundesdeutschen Energiepolitik zu beschreiben. Die Ausgangssituation ist recht eindeutig. Für Millionen von Haushalten wird Energie zunehmend unbezahlbar. Ein Umstand auf den auch auf diesen Seiten seit Jahren immer wieder hingewiesen wird. Bei Spielgel Online liest sich das so:

Strom, Heizung und Warmwasser sind für immer mehr Bundesbürger kaum noch bezahlbar. 6,9 Millionen Haushalte müssen nach Informationen von SPIEGEL ONLINE mehr als jeden zehnten Euro für Energie ausgeben – 2008 waren es erst 5,5 Millionen Haushalte.

Es ist immer ein gefundenes Fressen für einen Blogger wenn er seine Auffassung, die bislang in den Mainstream-Medien eher stiefmütterlich vertreten wurde, an so prominenter Stelle vertreten findet. Allerdings machte sich beim Lesen des Artikels erst eine gewisse Ernüchterung breit, die nach vollständiger Lektüre zu staunendem Unglauben wurde. Grund für diese Gefühlsentwicklung war, dass ein für das Verständnis der dargestellten  Problematik Energiearmut  wesentlicher Begriff in dem Beitrag überhaupt nicht genannt wurde.

Daher hier die Frage an die Leser: Welcher gesuchte Begriff taucht in dem Spiegel-Online Artikel nicht ein einziges Mal auf?

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Ergänzung durch mich (Heller) auf Leserwunsch:

Strompreis_privat_2013a



An ihren Worten sollt ihr sie erkennen

20. Januar 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Wissenschaft

ego150Die Sprache selbst ist das größte Hindernis jeder Kommunikation. Sie versagt oft schon bei der Definition des Themas, über das man eigentlich spricht. Was meist nicht auf die mangelnde Fähigkeit ihrer Anwender zurückzuführen ist, sie formalen Regeln folgend zu gebrauchen. Sondern auf ihre Eigenschaft, neben allgemeingültigen Bedeutungen auch individuell differenzierte Bewertungen zu übertragen. Worte werden mit Interpretationen verknüpft und lösen dadurch dem Rezipienten zwingend erscheinende Assoziationsketten aus, die seitens des Sprechers nicht intendiert waren. Ein typischer Dialog zwischen Alarmist und Skeptiker könnte etwa so aussehen:

Alarmist: Du kannst doch nicht ernsthaft am Treibhauseffekt zweifeln?

Skeptiker: Das muß ich auch nicht.

Alarmist: Aha, Du gibst also zu, daß Kohlendioxid dem Klima schadet?

Skeptiker: Wieso?

Worte sind die Waffen der Politik. Erfolgreiche Politiker zeichnen sich daher durch die meisterlich beherrschte Fähigkeit aus, Worte mit einem Kontext aufzuladen, der ihre Agenda unterstützt. Im Beispiel setzt der Alarmist “Kohlendioxid”, “Treibhauseffekt” und “Klimakatastrophe” gleich, weil ihm dies durch die staatliche Propaganda seit Jahren eingeredet wird. Der Skeptiker hingegen sieht nur drei völlig verschiedene Begriffe, deren Verbindung miteinander kritisch zu betrachten ist.

Ein wesentlicher, oft unterschätzter Aspekt der Aufklärung lag in der Entwicklung der Fähigkeit, Sprache zur Übermittlung ideologiebefreiten Faktenwissens zu nutzen. Das Aufkommen der



Wie man eine Umweltschutz-Erfolgsgeschichte als sicheres Zeichen für den Untergang verkauft

6. Januar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kurioses, Medien, Wissenschaft
800px-Mangroves_in_Puerto_RicoBullshit-Alarm auf Spiegel-Online. Dort wurde heute über eine in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienene Studie berichtet, wonach nur der Klimawandel die Erklärung für ein ansonsten unerklärliches Phänomen sein kann.

Laut der an der Arbeit beteiligten Forscher kann als Ursache für ein (nur im Norden Floridas zu beobachtendes) ungewöhnliches Mangroven-Wachstum nur der Klimawandel in Frage kommen. Allerdings nicht in Form einer schnöden Erwärmung, sondern durch “minimal weniger Tage mit strengem Frost”. Dadurch zeige die Studie “wie sensibel manche Ökosysteme auf Klimaschwankungen reagieren”. Schließlich reichten bereits 1,4 Tage weniger mit Temperaturen unter -4°C im Zeitraum von 1984 bis 2011 aus, um die Mangroven besser wachsen zu lassen. Oder wie es die Autoren in der Überschrift ausdrücken, das Wachstumsgebiet der Mangroven weiter in Richtung der Pole auszudehnen.

Interessant ist dabei schon die Tatsache dass der beobachtete Effekt nur dann zu finden ist, wenn man die Anzahl der Tage unter der magischen Grenze von besagten -4°C heranzieht. Allein das sieht schon sehr verdächtig nach Data-Minig aus.

So richtig interessant wird es aber erst wenn man in Betracht zieht, was in dem untersuchten Gebiet in den letzten Jahren noch so alles passiert ist. Genau in der Region, in welcher



Science Skeptical steht zur Wahl zum Wissenschaftsblog des Jahres 2013

17. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Internes, Medien

logo_wissenschaftsblog2013_3d_gold_kleinAls wir im letzten Jahr bei der Wahl zum Wissenschaftsblog des Jahres nominiert waren hatte sich unser Admin Peter Heller noch einigermaßen verwundert (wenn nicht gar entsetzt) gezeigt. Richtig groß war die Verwunderung auf unserer Seite allerdings erst, als wir das Ergebnis der Online Abstimmung des Blogs Wissenschaft kommuniziert erfahren haben. In einem ohne Übertreibung als hochkarätig zu bezeichnenden Teilnehmerfeld schafften wir es aus dem Stand auf den zweiten Platz.

In diesem Jahr wird wieder gewählt. Und uns damit die Chance gegeben, unsere Platzierung aus dem letzten Jahr noch zu verbessern. Wobei die Luft nach oben doch schon sehr dünn wird. Und auch in diesem Jahr treten wir gegen Namhafte Konkurrenz an. Einer der Teilnehmenden Blogs, der ebenfalls hauptsächlich Klima und Energie zum Thema hat, wird sogar von einem renommierten Professor aus Potsdam betrieben (Dessen Chef, so munkelt man, residiert gar in dem Büro, das einst Albert Einstein als Wirkungsstätte diente).

Aber wir wären nicht das was wir sind, wenn wir vor so großen Namen im Respekt vergehen würden. In diesem Sinne auch mein völlig eigennütziger Aufruf an unsere Leser: Wählen Sie uns und nicht die anderen. Zur Abstimmung geht es hier.