Greentec-Awards, der Dual Fluid Reaktor und die Demokratie
18. Juni 2013 | Von Quentin Quencher | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Kernenergie, Medien, Nachhaltigkeit, Ökologismus
Man könne meinen eine Veranstaltung wie der Greentec-Arwads ist eigentlich zu unbedeutend um sich mit den dort vorgekommenen Unregelmäßigkeiten zu beschäftigen. Auch wenn zum Abschluss eine große Gala mit viel Prominenz kurzzeitig eine gewisse Aufmerksamkeit hervorruft, die Preisträger dürfen sich einer gewissen Öffentlichkeit freuen, nach ein paar Stunden redet keiner mehr drüber. Dem grünen Gewissen wurde geschmeichelt und der gemeine Fernsehzuschauer bekommt eine schöne Welt vorgegaukelt, wie das eben bei solchen Veranstaltungen üblich ist. Aber Hand auf Herz, wer hat denn überhaupt in der Vergangenheit, den Greentec-Avards gibt es ja schon ein paar Jahre, von diesem Preis gehört?
Dieses Jahr ist dies ein wenig anders, ein Störenfried wurde eingeladen, einer der eigentlich gar nicht stören wollte, sondern der des Motto des Awards wörtlich genommen hat, welches das lautet:
„Unter GreenTec verstehen wir Unternehmen, Technologien, Produkte, Innovationen und Dienstleistungen, die einen Beitrag dazu leisten, die Umwelt und Ressourcen im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit zu schonen und Schadstoffe zu vermeiden und zu reduzieren. Dabei steht der Technologiefokus in enger Verbindung mit dem Effizienzbegriff, also der ökonomisch sinnvollen Umsetzung.“
Wahrscheinlich gibt es keinen weiteren zur Wahl stehenden Kandidaten, der diese Kriterien so exakt erfüllt wie der Dual Fluid Reaktor. Er hatte nur ein …


Kleine Kinder erfinden gerne neue Spiele. Sie sind da sehr kreativ, insbesondere wenn es mit Karten oder Würfeln gegen Erwachsene geht. Gemein ist diesen Ideen eine gewisse Dynamik ihrer Regelwerke. Die abhängig vom Spielverlauf immer gerade so neu definiert werden, daß Mutter oder Vater auf die Verliererstraße geraten. Kindern sieht man so etwas natürlich nach. Sie lernen noch früh genug, einmal getroffene Vereinbarungen und Regeln einzuhalten oder nur in gegenseitigem Einvernehmen zu ändern. Und das, obwohl manche Erwachsene in dieser Hinsicht keine Vorbilder sind. Ein besonders schlechtes Beispiel stellen die Veranstalter der 
In einer Welt voller sich widersprechender Partikularinteressen und voller um Berichtenswertes und damit um Aufmerksamkeit buhlender Medien ist politisches Überleben mit Unangreifbarkeit gleichzusetzen. Denn was auf breiter Front kontrovers diskutiert wird, hat bereits verloren. Die Komplexität der Moderne macht es der Politik unmöglich, für alle gleichermaßen richtige Entscheidungen zu treffen. Was man auch plant und durchführt, immer gibt es Profiteure auf der einen und Geschädigte auf der anderen Seite. Können sich letztere lautstark genug bemerkbar machen, weil ihren Argumenten in der Berichterstattung ausreichend Raum gegeben wird, wird jedes Vorhaben scheitern. Spätestens im Koalitionsgeschacher nach einer Wahl, in dem Festlegungen in strittigen Fragen immer vermieden werden.


