Medien



WELT-Untergang in Bangkok – Ein paar Fakten

8. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien

Bereits in der Schule habe ich eine wichtige Grundregel für das Verfassen journalistischer Texte gelernt. Man vermittelt bereits in den ersten Absätzen die wichtigsten Informationen. Alles was für den Leser oder die eigene Aussage weniger relevant ist, schreibt man weiter unten im Text. Das hat zwei Vorteile. Zum einen können solche Leser, die nicht die Mühe auf sich nehmen möchten den kompletten Text durchzulesen, die wichtigsten Information bereits in den ersten Absätzen finden. Zum anderen geht die Grundaussage auch dann nicht verloren, wenn der Redakteur aus Platzgründen beschließt, den Text gegen Ende abzukürzen.

An diese Grundregel fühlte ich mich erinnert, als ich heute auf WELT-Online den Beitrag „Experten prophezeien Bangkoks Untergang im Meer“ gelesen habe. Der Artikel war unter „Klima und Umwelt“ gelistet, daher war jedem Leser schnell klar, dass es sich hier wohl um ein Problem handeln musste, welches durch den Klimawandel verursacht ist. Und auch die ersten beiden Absätze, offenbar extra verfasst für die Lesefaulen unter uns, bestätigen diesen Eindruck:

Die thailändische Hauptstadt Bangkok hat zusätzlich zu den verheerenden Überschwemmungen ein weiteres Problem. Experten wiesen darauf hin, dass sich die niedrig gelegene Metropole nur 30 Kilometer nördlich des thailändischen Golfs befindet, dessen Wasserstand bis



Wettstreit der Angst: Kernenergie versus Klimawandel

29. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Klimawandel, Medien, Nachhaltigkeit, Politik, Profiteure

Warum es wenig mit dem Gefahrenpotential von Kernkraftwerken zu tun hat, dass wir uns so vor ihnen fürchten.

von Frank Furedi

Deutschlands Ankündigung, bis 2022 alle Kernkraftwerke abschalten zu wollen, zeigt, wie sehr das öffentliche Leben heutzutage von einer „Kultur der Angst“ dominiert wird. Eine grundlegende Risikoscheu und das Vorsorgeprinzip durchdringen alle Lebensbereiche, die Politisierung von Ängsten ist zur Normalität geworden. Auf der politischen Arena sind verschiedene Gruppierungen in einen regelrechten Wettstreit darüber eingetreten, wovor wir uns im 21. Jahrhundert am meisten zu fürchten haben.

Als die deutsche Regierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im letzten Herbst die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchsetzte, wurde dies auch mit der wichtigen Rolle dieser „sauberen“ Energie im Kampf gegen den Klimawandel begründet. Nicht wenige Kernkraftgegner schlossen sich damals dieser Argumentation an. Ihre Befürchtungen hinsichtlich des Klimawandels überwogen sogar ihre Ablehnung der Kernenergie. Doch der Sieg der Klimapanik war nur von kurzer Dauer. Die Aussicht auf eine atomare „Verstrahlung“ im Hier und Jetzt erwies sich als das wirksamere Angstszenario im Gegensatz zu den wenig greifbaren Schäden, die der Klimawandel für „zukünftigen Generationen“ bereit halten könnte.

So konnte letztlich die Angst vor einer angeblichen Bedrohung durch die zerstörten Reaktoren in Fukushima über die alarmistischen …



Buchveröffentlichung – Realitätscheck für den Klimaschutz

21. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien

Wissenschaftler, Medien und Politiker scheinen sich einig: Der Klimawandel ist Realität und der Mensch ist schuld daran. Es muss etwas geschehen – koste es, was es wolle. Doch der Schein trügt: Noch steckt die Klimaforschung in den Kinderschuhen, kämpft mit ungenauen Daten und einer Natur, die sich auch mit den komplexesten Modellen nicht zufriedenstellend beschreiben lässt. Zukunftsprognosen bleiben Kaffeesatzleserei.

Angesichts dieser Unsicherheiten zerbrechen sich die Experten den Kopf, wie dem Problem Herr zu werden ist. Für die einen steht das Klima und damit die Zukunft von Natur und Menschheit auf dem Spiel, die anderen sehen in klimapolitischem Aktionismus eine Gefahr für Wohlstand und Entwicklung. Folglich wird auf dem Basar der internationalen Klimapolitik von der Beschleunigung des grünen Wachstumsmotors bis zum kräftigen Tritt auf die Klimaschutzbremse alles feilgeboten. Kein Wunder, dass die Verhandlungen feststecken.

Nur ein Realitätscheck kann die Situation noch retten. Die Wirtschaftswissenschaftler Ross McKitrick und Manuel Frondel decken im Buch ‘Realitätscheck für den Klimaschutz – Globale Klimapolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit’ unangenehme Wahrheiten auf und weisen einen Weg aus der Sackgasse der Klimapolitik.

Herausgeber sind Steffen Hentrich (Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit) und Holger Krahmer.

Blog von Holger Krahmer

Voransicht/Auszug als PDF

Kostenfreie Herausgeber-Exemplare können bei Holger Krahmer bestellt



Wie die Uni Bremen über das Arktiseis-Minimum 2011 täuscht

19. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Profiteure, Wissenschaft
http://www.youtube.com/watch?v=f5Gfs22rlN0″>Kritische

Am 18.10.2011 entdeckte ich auf der FACEBOOK-Seite des bekannten TV-Wissenschaftsjournalisten Karsten Schwanke einen Eintrag vom 23. 08.2011 mit folgender Behauptung von Karsten Schwanke:

Neues Minimum der Arktischen Meereis-Ausdehung? Es sieht so aus, als ob Anfang September das historische Minimum vom 10. September 2007 noch untertroffen werden könnte. Tägliche Infos auf den Meereis-Seiten der Uni Bremen oder auf Cryosphere Today…”

Karsten Schwanke verlinkte zusätzlich auf folgende Grafik der Uni Bremen: http://www.iup.uni-bremen.de:8084/amsr/ice_ext_n.png

Beachten Sie an dieser Grafik die rote Linie für das Jahr 2011, die auffallend mit einer mindestens doppelten Dicke als die anderen Linien über die Eisausdehnung der letzten Jahre dargestellt worden ist. Denn durch diese dickere rote Linie für das Jahr 2011 wird das Jahr 2007 – das Jahr mit der bisher niedrigsten gemessenen Eisausdehnung in der Arktis – überdeckt. Und es wird dadurch die Suggestion erzeugt, die Arktis-Eisausdehnung im September 2011 hätte mindestens das gleiche Minimum wie im September 2007 erreicht.

Die folgende Grafik vom “National Ice and Snow Data Center” zeigt eine genauere Darstellung der Arktiseis-Ausdehnung und -Rückgänge im Jahr 2007 und 2011 im Vergleich und dokumentiert deutlicher, dass der Arktiseis-Minimum-Rekord aus 2007 im September 2011 in Wirklichkeit knapp, aber trotzdem erkennbar deutlich nicht erreicht



In eigener Sache: Novo Argumente 112 erschienen

17. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Internes, Medien

Die neue Ausgabe der Novo Argumente ist erhältlich und sie hat Gewicht. Denn sie kommt nicht mehr als Heft, sondern als Buch daher: 341 Seiten mit 36 Artikeln von 29 Autoren bieten einen liberalen und scharfzüngigen Rundumschlag durch die Debatten der Zeit. Eurokrise, Energiewende, Islamangst, Regulierungswahn, Überbevölkerung und der arabische Aufbruch sind die Leitthemen, unter die die einzelnen Texte gruppiert wurden. Das steht zwar auch vorne drauf, ist aber, da mit weißer Folienschrift auf weißem Untergrund gedruckt, bei einem flüchtigen Blick nicht wirklich erkennbar. Dieser Gestaltungsfehlgriff ist aber auch die einzige kritische Anmerkung, die ich zum neuen Konzept habe. Die Novo soll jetzt immer so erscheinen, zweimal im Jahr, als Taschenbuch mit mehr Inhalt. Die gedruckte Ausgabe ist eng vernetzt mit dem Online-Auftritt. Viele Artikel sind bereits online erschienen, sie werden teils erweitert und überarbeitet erneut präsentiert. Andere Texte wurden exklusiv für die gedruckte Ausgabe verfaßt und werden nach und nach im Web erscheinen. Die interessantesten Leserkommentare von den Novo-Seiten werden ebenfalls dokumentiert. Man möchte auf diese Weise eine engere Verzahnung zwischen Print und Online herstellen. Eine spannende Idee mit Potential, man wird sehen, ob und wie das ankommt. Denn in dieser Form hat die Novo natürlich auch ihren Preis: …



Der NDR versteht das Internet nicht

5. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kurioses, Medien

Ich war im Fernsehen. Also gut, nicht wirklich ich, sondern nur mein Name. Was Zufall ist, denn “Heller” und “Hentrich” sind im Alphabet eng benachbart. Auf jeden Fall habe ich dadurch endlich erfahren, daß ich für einen “merkwürdigen” Blog schreibe (Ökowatch), der einer neoliberalen Ideologie verhaftet ist und im Internet eine bestimmte Haltung vertritt (gegen eine ideologisierte Umweltpolitik).

Nun, die Haltung finde ich eigentlich ganz in Ordnung. “Merkwürdig” finde ich Ökowatch auch nicht, denn die Macher sind mir gut bekannt. Sollte ich tatsächlich ein “Neoliberaler” sein, dann ist mir das zwar neu, aber auch nicht schlimm. Eigentlich dachte ich bisher, einfach nur “liberal” zu sein, ohne jede Einschränkung und ohne jeden Zusatz. Es gibt tatsächlich, lieber NDR, eine Menge anderer Menschen im Web, die meine Haltung teilen. Und die schreiben alle irgendwo gelegentlich mal irgendwas. Hier, bei Science Skeptical, auf “Novo Argumente Online”, auf “Ökowatch”, auf “Der Achse des Guten” und natürlich auch im Blog der Friedrich-Naumann-Stiftung “Denken für die Freiheit“. Einige werden dafür bezahlt (was gut ist in einer Marktwirtschaft), andere nicht (ich beispielsweise, was überhaupt nicht gut ist in einer Marktwirtschaft). Und da wir alle von diesen “merkwürdigen” Blogs uns gegenseitig lesen und …



Rifkin und das Narrativ

24. September 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Medien, Ökologismus

Die Diskussionen in der Energiedebatte oder über den Klimawandel führen mitunter dazu, dass die Gegner als minderbemittelt oder dergleichen dargestellt werden. Doch hier muss ich warnen. Die Ökologisten, Alarmisten, Grüne und was auch sonst noch in die Richtung geht, diese Leute leiden weder an Hirninsuffienz, Demenz, noch sind sie irgendwie beschränkt. Es ist gefährlich diese Leute so zu titulieren, da dies nichts anderes heißt, als dass man sie nicht ernst nimmt, letztlich so betrachtet wie eine Grippe, die zwar unangenehm ist, doch irgendwie vorbei geht. Das wird nicht geschehen, denn diese Leute wollen eine andere Gesellschaft, da geht es nicht nur um ein paar Windmühlen, oder Hubspeicher, von denen das Fußvolk fabuliert. Die Leute die wirklich am Rad drehen, haben ganz anderes im Sinn. Als Beispiel sei hier nur einmal Jeremy Rifkin genannt, der gerade auf Werbetour für sein neues Buch ist :

“Wohin die neue Wirtschaftswelt führt, darüber schreibt und redet Rifkin schon seit Jahren. Er kennt die Mächtigen, berät sie, und was er sagt, klingt gut. Das große Schlagwort lautet „dritte industrielle Revolution“. Zurzeit bahnt sie sich gerade an. Der Begriff taucht schon am Ende seines letzten Buches auf. Aber wurde nicht so recht deutlich, was er damit