Medien



Kleiner Einwurf: Von Skeptikern und Alarmisten

30. Januar 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kommentare, Medien, Politik

Obwohl die Berichterstattung in den Medien in der letzten Zeit zu unseren Gunsten verläuft, ärgert sie mich manchmal maßlos.

Sicher, zunehmend werden Argumente der Skeptiker in den wichtigen Zeitungen und Zeitschriften und sogar im Fernsehen thematisiert, diskutiert und sogar übernommen. Und dies ist ein Wendepunkt, denn noch vor wenigen Jahren waren Aussagen wie „das IPCC ist ein politisches Gremium, dessen Agenda von einer sehr kleinen Gruppe eng vernetzter und einer bestimmten Ideologie folgender Personen bestimmt wird“ oder auch „im IPCC-Bericht finden sich Fehler, Vorhersagen über Gletscherschmelzen, Wirbelstürme und Regenwälder sind rein spekulativ und wissenschaftlich nicht begründet“ in keinem größeren deutschen Medium zu finden. Es hat lange gedauert, unsere Botschaft an die Öffentlichkeit zu tragen. Jetzt ist sie dort angekommen. Aber der Dank an den Überbringer fällt leider aus. Ganz im Gegenteil: Immer noch wird auch kritische Berichterstattung über das IPCC mit der üblichen Schimpftirade gegen Skeptiker verbunden.

Kritik ist nicht erwünscht

Nein, so heißt es oft, die Skeptiker würden dieses und jenes natürlich begierig aufgreifen (daß die Skeptiker die Vorlagen erst geliefert, die Fehler und Verstrickungen erst aufgedeckt haben, wird geflissentlich verschwiegen), aber sie dürften nicht frohlocken. Denn erstens würde das große Bild ja noch immer stimmen (ich werde dies…



Wofür der Winter gut ist

25. Januar 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Schnee und Eis

Wir frieren hier langsam ein – und das gefällt mir nicht. Seit Tagen klirrende Kälte mit wenigen Niederschlägen, der Schnee hat sich in eine feste Eisdecke verwandelt. Das Hoch über dem Osten Europas hat weite Teile Deutschlands im Griff. Und viele Mitbürger bestätigen meine Auffassung: Dieser Winter ist ungewöhnlich schneereich und ungewöhnlich kalt. Jedenfalls im Vergleich zu den vergangenen Jahren. In diesem Zusammenhang muten natürlich die Meldungen von globalen Temperaturrekorden (laut NASA war 2009 das Jahr mit der zweithöchsten mittleren globalen Temperaturanomalie seit Beginn ihrer Temperaturreihe im Jahr 1880) seltsam an. Seltsam der Realität entrückt, und das sind sie auch.

Es gibt berechtigte Zweifel daran, ob das Verfahren, nach dem man die „mittlere globale Temperaturanomalie“ bestimmt, valide ist. Ob also die Art, wie man die Daten erhebt und auswertet, überhaupt geeignet ist, die zu messende Größe zu repräsentieren. Es gibt sogar berechtigte Zweifel daran, ob die durch den Menschen definierte globale gemittelte Temperaturabweichung überhaupt einen Aspekt der Realität physikalisch aussagekräftig wiederspiegelt. Aber das lasse ich mal für den Moment dahingestellt.

Denn es spielt für die Bewertung dieses Winters keine Rolle. Die Kältewelle auf der Nordhalbkugel als Widerlegung der Hypothese von der menschgemachten Erderwärmung anzusehen, ist ein Trugschluß. Ein Beweis…



Nur ein schneller Lesehinweis…

22. Januar 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Blog, Klimawandel, Medien, Politik, Profiteure, Wissenschaft

Das ist mir doch glatt eine Empfehlung wert:

Carlos A. Gebauer auf ef-online zum Thema 

“Glaube und Umwelt: Dient die Weltklimapolitik einer naturreligiösen Staatslegitimation?”

Besser hätte ich es nicht schreiben können…



Wenn ich Schellnhuber wäre…

21. Januar 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

„Was wäre, wenn“-Szenarien sind eines der wichtigsten Arbeitswerkzeuge des Zukunftsforschers. Ich befasse mich zwar eigentlich mit technischen und ökonomischen Trends, manchmal macht es aber auch Spaß, sich auf diese Weise in andere Personen hineinzuversetzen. Nun ja, nicht unbedingt in die Person selbst, sondern in deren Funktion.

Hans Joachim Schellnhuber, seines Zeichens Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, ein bekannter und renommierter Klimaforscher, ist ein für ein solches Szenario geeigneter Protagonist. Er ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates „Globale Umweltveränderungen“ der Bundesregierung, wurde 2007 zum „Chefberater“ der Bundesregierung in Fragen der Klimapolitik ernannt und ist als Sachverständiger auch Zuträger für die EU-Kommission. Er hat nicht nur das Ohr der Politik, sondern auch das der Medien. Und er ist immer gerngesehener Gast auf Kongressen und Konferenzen, um der technisch-ökonomischen Elite des Landes seine Weltsicht näherzubringen.

Ich dagegen bin nur ein kleiner Schreiber eines immerhin zunehmend populären Blogs. Ich habe nicht seine Möglichkeiten.

Und das heißt, ich habe auch nicht seine Verantwortung. Ich kann hier dreinschlagen, wie ich will. Ich kann Debatten über alles und jedes anregen, Argumente konstruieren und auseinandernehmen, Extrempositionen ebenso wie den Ausgleich vertreten – es bleibt alles völlig folgenlos. Ob ich falsch oder richtig liege, ist außerhalb der abstrakten Diskussionen,…



Gott Globus – Umweltschutz als neue Weltreligion

20. Januar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Medien

erdekn0So langsam kommt doch ein wenig Bewegung in unsere Medienlandschaft. Die Mischung aus dem latent durch Nichtbeachtung verschleierten Klimagate-Skandal und dem unerwartet kalten Winter scheint seine Spuren zu hinterlassen. Nicht mehr alle Meldungen, die Zweifel an der Klimawissenschaft zulassen, werden dem deutschen Leser und Fernsehzuschauer vorenthalten.

In einem Anflug von bisher ungekannter Offenheit berichteten Spiegel, Stern und Welt darüber, dass das IPCC sich bei seinen Angaben über das erwartete Schmelzen der Gletscher im Himalaja wohl auf falsche Angaben gestützt hatte. Anstatt sich auf wissenschaftliche Literatur zu verlassen, die einem Peer-Review unterzogen wurde, wie es eigentlich Aufgabe des IPCC sein sollte, wurden Zahlen aus einer Studie des WWF ungeprüft übernommen. Angesichts dieser Erkenntnisse erscheinen die Anschuldigungen dem Vorsitzenden des IPCC Rajendra Pachauri, an seinen Landsmann, den der indischen Umweltminister Jairam Ramesh, in einem völlig neuen Licht.

Ramesh hatte bei der Vorstellung einer indischen Studie zur Gletscherschmelze (wir berichteten) das IPCC der Übertreibung bei Ihren Aussagen zur Gletscherschmelze im Himalaja bezichtigt. Woraufhin dieser die Verlautbarungen Rameshs als “extrem arrogant”  bezeichnet und die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit des gesamten Reports in Frage stellte. Vor dem Hintergrund dieser neuen Enthüllungen ist es wohl eher Pachauri, dem man ebendiese…



Ilmastogate – Finnische Doku zu Klimagate mit deutscher Übersetzung

16. Januar 2010 | Von Rudolf Kipp | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Medien

preview.htmlWir hatten an dieser Stelle bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Informationspolitik der Europäischen Medien im Bezug auf die Klimawissenschaft im allgemeinen, und im speziellen beim Climategate-Skandal, offensichtlich darauf abzielt, den Konsumenten nicht mit zu viel Detailwissen zu verunsichern. Eine rühmliche Ausnahme bildet hier der finnische staatliche Sender YLE, der nach der äußerst informativen Dokumentationssendung über die Manipulationen, die zum berüchtigten Hockeyschläger-Diagramm geführt hatten (wir berichteten)  eine weitere äußerst sehenswerte Dokumentation über den Klimagate Skandal produziert hat.

Weil die Sender in Deutschland offensichtlich unwillig sind, ähnlich fundiert über den Skandal um Klimadaten zu berichten, haben wir die Dokumentation von YLE mit deutschen Untertiteln ausgestattet. Wir hoffen, dass wir so zu etwas zur Aufklärung im Tal der Ahnungslosen beitragen können.

[Update: Das Video ist jetzt auch bei Vimeo verfügbar und kann dort zusammen mit den Untertiteln heruntergeladen werden. Link hier)


Transkript zur Sendung:

Am Donnerstag, den 19. November, wurden Dateien und E-Mails von der britischen Climate Research Unit (CRU) auf einen russischen Internet Server hochgeladen. Der bislang unbekannte Hacker oder Insider erklärte sein Handeln in folgender Botschaft (the Air



Das Vorsorgeprinzip oder das letzte Gefecht

14. Januar 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Angesichts des kalten und schneereichen Winters geschieht in diesen Tagen Erstaunliches im deutschen Fernsehen. Zwei Sendungen zum Klimawandel brachen nacheinander mit zementierten Traditionen. Zunächst sendete der MDR im Rahmen seiner Sendung „Fakt ist“ eine Diskussion zur Klimadebatte (11.01.2010), Tags drauf folgte NTV mit „Das Duell“. Nicht nur, daß in beiden Fällen ausgewiesen skeptische Wissenschaftler (Lüdecke beim MDR, Malberg bei NTV) eingeladen waren, nein, diese kamen auch noch ausführlich zu Wort und die Moderation zeichnete sich durch strikte Neutralität (MDR) bzw. sogar durch Sympathien für den Skeptizismus (Heiner Bremer bei NTV) aus.

Also mußten die jeweiligen Opponenten (ein Juraprofessor namens Ekardt beim MDR und Bärbel Höhn bei NTV) tatsächlich die Existenz alternativer, wissenschaftlich durchaus begründeter Auffassungen einräumen.

Ungehört und ungesehen in den Medien, zumindest in meiner Wahrnehmung. Die skeptische Seite wird nicht nur gezeigt, um sie lächerlich zu machen, sie wird als ernsthafter Gesprächspartner anerkannt. Selbst das Argument der großen Zahl („aber die Mehrheit der Forscher ist überzeugt, daß…“) wurde in beiden Sendungen unisono von beiden Seiten vom Tisch gewischt. Und wieder ist eine alte Skeptikerweisheit in den Massenmedien angekommen: Die wissenschaftliche Wahrheitsfindung beruht nicht auf Abstimmungen oder Konsensfindungen.

Und wenn man das anerkennt, dann sind natürlich Alarmisten der Güte Ekardt…