Medien



Singer versus Hansen: Wie alles begann…

11. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Wenn man in der Klimadebatte überhaupt einen Zeitpunkt des Anfangs ausmachen kann, so wäre sicher der Sommer des Jahres 1988 an erster Stelle zu nennen.

Organisiert von Al Gore, damals für die demokratische Partei Senator im Staat Tennessee, fand am 23. Juni dieses Jahres eine Anhörung vor dem US-Kongreß statt. In dieser Anhörung stellte der Physiker James E. Hansen vom Goddard Institute for Space Studies der NASA (GISS) die Ergebnisse von Modellrechnungen vor, die erstmals Szenarien zur Entwicklung des Erdklimasystems auf Basis eines „General Circulation Models“ GCM beinhalteten. Und die Botschaft war eindeutig: Die Zukunft wird, hervorgerufen durch anthropogene Emissionen von Treibhausgasen, eine deutliche Erwärmung der bodennahen Luftschichten sehen. Eine Erwärmung, die mit erheblichen Risiken für Extremwetterereignisse, für Dürren, Überflutungen und einen Anstieg des Meeresspiegels einhergeht.

In gewisser Hinsicht kann der 23.6.1988 daher als Geburtstag der Klimakatastrophe angesehen werden. Die Abbildung zeigt Hansens damals präsentierte Temperaturszenarien A, B und C im Vergleich mit den Daten der mittleren Temperaturanomalie von NASA-GISS bis zum Jahr 2005. Die Szenarien A und B gehen dabei von einem Anstieg der Emissionen aus, „A“ in der Form „Business as usual“, „B“ in der Form „moderater Anstieg und mindestens 3 größere vulkanische Eruptionen bis 2040, eine davon …



Christian Ströbele: Ein Advokat hat Angst…

10. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Medien, Ökologismus, Politik

Der parlamentarische Arm der Ökologisten in Deutschland, die Grünen, befindet sich seit einigen Monaten in einem ungeahnten Höhenflug in den Umfragen. Die Kritik an der Regierung im Verbund mit der programmatischen Schwäche der SPD ist sicher eine zentrale Ursache dafür. Die Programmatik der Grünen, ihre Grundsätze und was sie daraus folgern, wird leider kaum thematisiert – und ist auch kaum jemanden wirklich bekannt.

Ich hatte vor kurzem bereits geschildert, wie aus meiner Sicht das grundlegende ökologistische Dogma lautet:

Dogma des Ökologismus ist die Existenz eines Konfliktes zwischen Mensch und Natur, der nur durch Kompromisse lösbar ist. Der „Natur“ wird dabei ein eigenes, intrinsisches Recht auf „Unberührtheit“ zugewiesen, das der Mensch in seinem Handeln zu berücksichtigen habe.

Ich möchte die „offizielle Formulierung“ nun nachreichen. Sie findet sich – kaum überraschend – in der Präambel des Grundsatzprogramms der Grünen:

Als Teil der Natur kann der Mensch nur leben, wenn er die natürlichen Lebensgrundlagen bewahrt und sich selbst demgemäß Grenzen setzt. Der Schutz der Natur und ihrer Lebensformen ist auch um ihrer selbst willen geboten.

 Rhetorisch brillant formuliert, keine Frage. In diesen beiden Sätzen steckt alles, was die Grünen ausmacht. Ein eher spiritueller (denn rationaler) Zugang zur Politik, gepaart mit Angst, aus der die …



Die Technik als Feind?

11. Oktober 2010 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Klimawandel, Kommentare, Medien

Es sind schon beeindruckende Maschinen in dieser von außen recht unscheinbaren Produktionshalle. Vibrationstische, die ein Werkstück einem Vielfachen der Erdbeschleunigung aussetzen können, Öfen, die es auf mehrere 100 Grad erhitzen, Kammern, in denen es enormen Drücken ausgesetzt werden kann. Kurz und gut: Die beste Simulationsumgebung, die man für Geld kaufen kann.  Um die Zustände im Erdinneren abzubilden, viele tausend Meter tief unter der Oberfläche. Und die Produkte, die dort einer rigiden Qualitätssicherung unterworfen werden, sind ebenso hochgezüchtete Hightech-Produkte. Es sind nicht nur einfache Bohrer. Sondern vielmehr Roboter. Autonome Maschinen, die getrieben vom Gewicht eines kilometerlangen Stahlgestänges tief in der Erdkruste in großem Umfang selbstständig agieren können. Die sich ihren Weg bahnen, in welche Richtung auch immer man vorstoßen möchte. Die ihre Umgebung erkennen und analysieren. Um Öl und Gas zu finden.

Denn da liegen die Gewinnaussichten, die den Einsatz dieser Bohrer rechtfertigen können. Und da liegt das Geschäftsfeld des Unternehmens mit der aufwendigen Qualitätssicherung. Ansässig in Deutschland, aber auch Teil des weltweiten Imperiums, das der genial/verrückte Erfinder und Luftfahrtpionier Howard Hughes einst errichtete. BakerHughes ist heute als Ausrüster der Öl- und Gasindustrie mit Bohrtechnik die Nummer 2 in der Welt.  Die Qualitätssicherung ist entscheidend für den Erfolg. Denn man kann …



Klimazwiebel: Umfrage für Skeptiker

27. September 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien

Der von Hans von Storch und Eduardo Zorita ins Leben gerufene Blog “Die Klimazwiebel” (zu den Hauptautoren gehören auch Werner Krauss und Rainer Grundmann) ist einer der wenigen Orte im Web, an denen Klimaskeptiker und Klimaalarmisten sich treffen und dank einer strikten Moderation gesittet miteinander diskutieren können.

Es hat sich dabei gezeigt: Viele Vorurteile, die beide Seiten gegeneinander hegen, sind nicht allgemeingültig. So sind Skeptiker nicht automatisch wissenschaftsferne Spinner mit einem ultrakonservativen Weltbild und auch nicht automatisch Menschen, denen die Umwelt und die nachfolgenden Generationen egal sind. Auf der anderen Seite sind bei weitem nicht alle, die an die menschgemachte Klimaerwärmung glauben, von deren Katastrophenpotential überzeugt. Geschweige denn von der Richtigkeit einer Politik, die die Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen als höchsten Wert über alle anderen Ziele stellt.

Vor diesem Hintergrund ist ein neues Umfrageprojekt entstanden, das sich ausschließlich an Skeptiker richtet. Die Befragung ist hier zu erreichen und noch bis zum 11. Oktober freigeschaltet.

Wenn schon einer der bekanntesten deutschen Klimaforscher, also Hans von Storch, und seine Mitautoren bei der Klimazwiebel wissen wollen, wie wir Skeptiker wirklich ticken, dann sollten wir diese Chance auch wahrnehmen. Ich bitte daher um rege Beteiligung.…



In eigener Sache: Novo-Empfang und Online-Artikel

19. August 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Internes, Medien

Ein wenig dreiste Eigenwerbung sei mir (mal wieder) gestattet. Alle, die die letzte Novo-Ausgabe verpaßt haben (welch unverzeihlicher Frevel) können meinen Text zum Thema “Elektromobilität” nun online lesen und kommentieren: Dann nehmen Sie ein Taxi!

Ich bitte, eventuelle Kommentare entsprechend auf der Novo-Seite zu posten.

Desweiteren möchte ich schon einmal auf den diesjährigen Novo-Empfang im Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt hinweisen. Am 27.11. wird dort über das Thema Innovation diskutiert. Ich werde einer der Podiumsteilnehmer sein und würde mich sehr freuen, den ein oder anderen Leser dieses Blogs dort persönlich kennenlernen zu können.

Hinweis: Die Veranstaltung steht nur geladenen Gästen offen. Wer gerne dabei sein möchte, wende sich an die Novo-Redaktion. Details finden sich hier.

Als besonderes Schmankerl ist der Auftritt eines sehr bekannten deutschen Kabarettisten vorgesehen. Da Novo-Chefredakteur Thomas Deichmann um Vertraulichkeit gebeten hat, verrate ich auch noch nicht, um wen es sich handelt.

Ach ja, Novo 108/109 (9-12/2010) erscheint als Doppelheft Ende kommender Woche. Leitthema ist “der Ökokomplex”, also die Verflechtungen von Ökoverbänden und grünen NGO’s mit der Politik.…



Schellnhuber und die Demokratie

17. August 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Politik, Profiteure, Wissenschaft

Der Wolf hat nicht nur Kreide gefressen. Er erscheint tatsächlich auch in Verkleidung der gütigen und weisen alten Großmutter.

Hans-Joachim Schellnhuber, seines Zeichens Leiter des “Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung PIK” und als Vorsitzender des “Wissenschaftlichen Beirates Globale Umweltveränderungen (WBGU)” Berater der Bundesregierung in Klimafragen, ist jedenfalls bislang nicht gerade für ausgewogene, nachdenkliche und zurückhaltende Äußerungen bekannt. Um so bemerkenswerter, welche Veränderungen in seiner Kommunikationsstrategie das aktuelle Interview im Spiegel (Print-Ausgabe 33/2010) dokumentiert.

Oh nein, unter die Skeptiker ist er wirklich nicht gegangen. Aber ein arg verklausuliertes Gesprächsangebot an unsere Seite macht er doch. Er ließe sich gerne durch neue Studien korrigieren, selbst, wenn dies eine “intellektuelle Niederlage” darstelle. Würde sich eine Erwärmung von 5 Grad oder mehr als beherrschbar herausstellen, würde er sich sogar freuen, sagt er.

In letzter Zeit häuft sich das Schwenken der weißen Fahne. Auch wenn es noch nicht das Eingeständnis einer Niederlage ist, so doch zumindest das Angebot zu Verhandlungen.

  • So sagt Hans von Storch in einem Interview mit der Zeit:

Wir müssen die Herausforderung durch die Skeptiker annehmen und in die Auseinandersetzung mit ihnen einsteigen, um sie zu gewinnen. Viele Physiker, Chemiker, Ingenieure oder Geologen haben offene Fragen zum Klimawandel, die sie noch nicht beantwortet



Monckton schlägt zurück

14. August 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft
http://www.youtube.com/watch?v=stij8sUybx0&feature=related”>Youtube-Video

Wie verschafft man sich heutzutage Öffentlichkeit, wenn man unter Feuer liegt? Diese Frage haben sich die Alarmisten nach Kopenhagen und Climategate sicher häufiger gestellt. Und haben kaum eine gute Idee entwickelt. Außer des üblichen Lamentos, Extremwetterereignisse als Vorboten des angenommenen künftigen Extremklimas zu feiern. Sie kommen nicht aus der Defensive, die Propheten des Untergangs.

Da verwundert es nicht, wenn eine amateurhaft vorgetragene Attacke gegen einen ihrer prominentesten Kritiker webweit gefeiert wird. Durchhalteparolen, die durchaus Assoziationen an Zeiten hervorrufen, in denen in Deutschland propagandistisch Niederlagen in Siege umdefiniert wurden. In denen “Wunderwaffen” den “Endsieg” erbringen sollten.

Die neue Wunderwaffe der Alarmisten ist ein bislang eher unbekannter Professor für Maschinenbau der ebenfalls bislang eher wenig prominenten St. Thomas Universität, Saint Paul, Minnesota. John Abraham  veröffentlichte im Internet eine Gegendarstellung zu einer Präsentation von Lord Christopher Monckton, die als Youtube-Video enorme Verbreitung fand. Rudolf Kipp berichtete bereits darüber. Die Jubelstimmung im Alarmistenlager kannte keine Grenzen mehr. Ob aber Abraham wirklich thematische Treffer verbuchte oder aber auch, warum ausgerechnet er, und nicht etwa die Granden der Szene, von Hansen bis Gore, eine solchen Versuch zur Wiedererlangung der Initiative unternahmen, wurde nie gefragt. Der Angriff an sich galt schon als Erfolg. Inhalt uninteressant. Hauptsache, die Dogmen konnten wieder unters Volk gebracht werden. Deutungshoheit wieder …