Medien



Schon wieder ein neuer Meereis-Rekord – Diesmal in der Antarktis

30. September 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Schnee und Eis

Die Polregionen kommen in diesem Jahr nicht aus den Schlagzeilen. Kaum ist die mediale Aufregung um die Rekord-Eisschmelze am Nordpol in diesem Jahr abgeebbt, ist ein weiteres Rekordereignis zu vermelden. Und zwar auf der entgegengesetzten Seite des Planeten, in der Antarktis. Dort gibt es, wie in den nächsten Tagen in allen Gazetten des Landes zu lesen sein wird, historisches zu vermelden. Noch nie seit Beginn der Messungen, wurde dort eine so große Eisausdehnung festgestellt, wie in diesem Jahr. Die folgenden beiden Abbildungen zeigen diese folgenschwere Entwicklung auf eindrucksvolle Weise.

 

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Sollte Ihnen diese Meldung irgendwie seltsam vorkommen,so hat das einen guten Grund. Über die Eisausdehnung in der Antarktis wird in unseren Medien nämlich so gut wie gar nicht berichtet. Dort gibt es nämlich aus der momentanen Sicht der Propheten eines nahenden Hitzetods nicht nützliches zu vermelden. Und eben diesen Propheten folgen unsere Medien, zumindest die als relevant angesehenen.

Dabei hätte die Entwicklung am Südpol durchaus Potenzial für Schreckensszenarien. Man stelle sich nur einmal wie Wirksamkeit einer Schlagzeile vor, in der vermeldet wird:

“Der Eispanzer in der Antarktis wächst immer rasanter. Sollte diese Entwicklung sich fortsetzen wird es immer schwieriger werden die fortschreitende Vereisung



Wenn Wetterfrösche über’s Klima quaken

21. September 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Schnee und Eis, Wissenschaft


<Satire>

„Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.“

im Jahre 2003.  Seine Augenbrauen wandern in die Höhe, sie verschwinden beinahe oberhalb der Stirn – Besorgnis war früher – Mojib Latif ist heute.
Weiter Latif:

Durch den Einfluss des Menschen werden die Temperaturen bei uns mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent noch weiter steigen”, meint Latif. Wegen dieses so genannten Treibhauseffekts wird es in Mittel- und Nordeuropa künftig mehr Westwindlagen geben. Das hätte wiederum regenreiche und noch mildere Winter zur Folge.

Aus welchem Zusammenhang dieses Zitat auch immer gerissen gewesen sein soll, Timeline und Fazit stehen in Stein gemeisselt.
Wenn eine Kamera in der Nähe ist, ist der Meteorologe Latif nicht weit, wenn die Journaille ein klimatisches Ereignis kommentiert haben möchte, sie weiß, dass er gerne sorgenvoll und Augen rollend über die Gefahren des Klimas parlieren möchte.

Dieser Tage saßen andere Wetterfrösche beieinander, bestaunten die Eiskarte der Arktis, deren Eis diesen Sommer mehr und mehr geschmolzen ist, durch anormale Stürme begünstigt ( AGW, CO2, Treibhauseffekt, Klimawandel, blah – blah ) und kommen zu dem Ergebnis,

Es ist



Meereisminimum in der Arktis – wie auf wundersame Art und Weise Eis verschwindet

25. August 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Wissenschaft

Es ist mal wieder soweit, dass Meereis in der Arktis nähert sich im Spätsommer seiner minimalen Ausdehnung und Fläche an. Dabei wurde jetzt schon, einige Wochen vor dem Ende der Schmelzsaison, ein neuer Negativrekord erreicht. Seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen im Jahr 1979 wurde noch nie eine so geringe Ausdehnung und Fläche des arktischen Meereises gemessen.



Das Wesen von Verschwörungstheorien

10. Juli 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Politik, Profiteure, Wissenschaft

Ein Audiobeitrag in den Stimmen der Kulturwissenschaften⁽¹⁾ beginnt mit dieser Einleitung:

Jack the Ripper war in Wirklichkeit nicht eine, sondern drei Personen. Denn die sechs Rippermorde lassen sich ziemlich leicht erklären, weil, alle sechs Frauen waren mit einem irisch-katholischen Mädchen befreundet, das ein uneheliches Kind mit dem Herzog von Clarence, dem Enkel von Königin Victoria, hatte. Und das Kind war zwar unehelich, hatte aber Anspruch auf den Thron, und die Freimaurer, denen es nicht gelungen war, Kind oder Mutter ausfindig zu machen, brachten deshalb alle Zeugen der Affäre um, und zwar auf solche Weise, dass es aussieht, als wäre es ein Verrückter gewesen. Die Freimaurer hatten natürlich auch Freunde bei Scotland Yard, die bei der Vertuschung halfen, und deshalb ist Europa eigentlich ein freimaurerische Verschwörung.

Freimaurer und Juden stehen bei den Verschwörungstheoretikern ganz oben, doch dann kommen auch gleich die Katholische Kirche, der Weltkommunismus und die Multis bis hin zu den Bilderbergern. Anlass genug zu fragen, warum es diese Erklärungen gibt und wem sie nützen. Komplexe Vorgänge zu begründen zu wollen führt mitunter dazu, nach monokausalen Ursachen zu suchen, gedankliche Verknüpfungen herzustellen, um sich ein Weltbild zu errichten, das die Komplexität der Welt erklärt. Damit ist aber noch nicht der



“Die Ausweitung der Kampfzone”

24. Mai 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Bemerkenswert ist ein Artikel in der Welt, der meine hier geäußerte Auffassung teilt, der Röttgen-Rauswurf sei in der Energiewende begründet, und nicht etwa in dem Wahlergebnis von NRW (vielen Dank an Leser Martin Frank für den Hinweis). Das ist zum wiederholten Mal ein Indiz für die Vermutung, die Mainstream-Medien würden hier mitlesen und mitunter gar unsere Argumente übernehmen.

Werner Krauß, von dem immer noch nicht bekannt ist, ob er sich nun mit „ß“ oder „Doppel-s“ am Ende schreibt, hegt eine ganz ähnliche Idee:

Gleichzeitig findet ein oft fließender Übergang von der Blogosphäre in die Berichterstattung der Printmedien und ihrer immer zahlreicher werdenden online-Ausgaben statt. Die Qualität der Klimaberichterstattung hat sich dadurch geändert, und der anfängliche Klima„katastrophismus“ in der deutschen Presse weicht immer öfter einem auch die Wissenschaften kritisch beobachtenden Journalismus.

Gut, damit meint er zwar nicht unbedingt uns, sondern wohl eher das gelegentliche Zitieren von “Watts up with that“ auf Spiegel Online. Aber wir sind seit Neuestem immerhin  ein Untersuchungsgegenstand der Sozialwissenschaften.

Werner Krauß ist Ethnologe, er beschäftigt sich aus dieser Perspektive mit dem Verlauf und den Auswirkungen der Klimadebatte. Viele hier kennen ihn als einen der Macher der „Klimazwiebel“, auf der einige unserer Stammleser und Autoren ja auch



Energiewende: Größenwahn statt Megaplan

10. Mai 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Medien

Unter einem Beitrag berichtete das Politmagazin Panorama am 08.05.2012 im NDR über die Planlosigkeit bei der Energiewende. Reporterin Anja Reschke fragt: Können wir die Energiewende und die damit angestrebten Klimaschutzziele noch schaffen? Investigativ geht sie der Energiewende auf den Grund.

Hier ist der Beitrag zu sehen.

Zunächst geht es zum Offshore-Windpark Alpha Ventus. Der Ausbau der Offshore-Windkraft kommt, so berichtet der NDR, nicht richtig voran. Dabei sollten doch schon in acht Jahren rund 2.000 Windräder in der Deutschen Bucht stehen. Heute drehen sich gerade mal 30 Rotoren in der deutschen Nordsee. Selbst die Windparkbetreiber glauben nicht mehr so recht an die Ziele der Regierung. Die Projekte werden immer teurer und verzögern sich zusehends. Ein weiteres Problem: Auch der Ausbau der Leitungen kommt nicht voran und verzögert die Projekte zusätzlich.

Doch nicht nur auf See stocke der Netzausbau, auch an Land fehlten die Kabel, um den Ökostrom, vor allem den Windstrom, abzutransportieren.

Die Netzleitstellen kämpfen daher ständig gegen einen Blackout an. Bei Überkapazitäten drohen Netzüberlastungen, so bleibt bei Starkwind oft nur noch die Abschaltung von Windkraftanlagen, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Bezahlt werden muss der nicht gelieferte Ökostrom trotzdem und das von den Stromkunden.

Für die Energiewende dringend notwendig sind auch



Alle Jahre wieder – Über die “Eisschmelze” in der Antarktis

11. April 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Schnee und Eis, Wissenschaft

Eigentlich wäre das Thema dieses Artikels ziemlich schnell abzuhandeln. Wenn man sich die Daten zur Eisbedeckung um die Antarktis anschaut, dann fällt einem vor allem auf, dass seit Beginn der systematischen Vermessung mit Hilfe von Satelliten im Jahr 1979 die Eisfläche rund um den 7. Kontinent mehr oder weniger kontinuierlich zugenommen hat.

Dass man in unseren Medien trotzdem von Zeit zu Zeit Nachrichten von dieser Seite der Erde bekommt, hat weniger mit diesem Umstand zu tun. Schließlich würde eine Meldung von einem Wachsen der Eisfläche doch so gar nicht in das Bild von der stetig wachsenden Bedrohung durch eine globale Erwärmung und dem damit verbundenen Eisschmelze an den Polen entsprechen.

Was uns dann auch tatsächlich präsentiert wird ist kein Gesamtbild zur Lage rund um den Südpol. Viel interessanter scheint für unsere Presse zu sein, was in einem kleinen Gebiet am Rand der Antarktis passiert, und zwar im nördlichen Teil der antarktischen Halbinsel. Für das Geschehen in der Antarktis ist dieser Landzipfel von keiner großen Bedeutung, macht er doch mit 0,52 Mio. km² gerade einmal vier Prozent der Gesamtfläche der Antarktis aus.

Für die Klimaforschung und auch für unsere Medien ist die antarktische Halbinsel jedoch von ganz entscheidender Bedeutung, schließlich ist