Medien



Polemik zum deutschen Qualitätsjournalismus: “Unentwegt quellen gereinigte Rauchgase aus den neun Kühltürmen”

12. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Medien

Neues aus der Abteilung “Unsere tägliche Desinformation gib uns heute”.

Georg Ismar ist bundespolitischer Korrespondent bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und dort unter anderem zuständig für die Bereiche Energie-, Umwelt- und Klimapolitik. Er tritt damit den lebenden Beweis an, dass man in einem solchen doch recht technik-lastigen Ressort, welches eigentlich eine solide Ausbildung in Naturwissenschaften oder ein Ingenieursstudium erfordert, auch völlig ohne naturwissenschaftliche Grundkenntnisse sein Auskommen bestreiten kann.

Ismar ist, wie man seinem Lebenslauf entnehmen kann, tatsächlich eher das Gegenteil von einem Naturwissenschaftler. Studiert hat er Iberische und Lateinamerikanische Geschichte, Mittlere/Neuere Geschichte und Politikwissenschaft.  Seine Forschungsschwerpunkte waren unter anderem Lateinamerika und Nationalsozialismus, die politische Entwicklung in den Andenländern und das Verhältnis von Sport und Politik.

Und was erwartet man von einem, sicher in seinen geisteswissenschaftlichen Fachgebieten recht bewanderten, Politologen und Geschichtswissenschaftler, wenn er über das “Ingenieursthema” Energieerzeugung schreibt? Wohl nicht viel Fundiertes.

Um es gleich vorweg zu nehmen, Georg Ismar gelingt es in seinem gerade auf Welt-Online erschienen Artikel  “Kohle erlebt nach Atomausstieg eine Renaissance“, diese Erwartungshaltung voll und ganz zu erfüllen, wenn nicht sogar zu übertreffen. Schließlich müsste man nicht einmal  auch nur ein Semester Energietechnik studiert haben, damit einem solche Aussagen wie die folgende nicht passieren:



Angela, Friede und die BILD

9. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Politik

http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00001/146986_jpg_1134b.jpg

Bild hat die Macht – könnte man meinen. Im gewissen Sinne stimmt das auch.

 

Wer sich gewundert hat das in letzter Zeit oft Klima- und Energiewendeketzerische Artikel in der DIE WELT erschienen, in denen gegen den AGW a´la IPCC argumentiert, die bestehenden Unsicherheiten klar benannt und alternative Hypothesen präsentiert wurden, kam aus dem Staunen dennoch nicht heraus, als er am 06.02.2012 die BILD-Zeitung in die Hand nahm und lesen durfte:

Es folgte dann eine ganze Serie von Artikeln über dieses Thema von Prof. Werner Weber (TU Dortmund) und über das Buch „Die Kalte Sonne“ von Fritz Vahrenholt & Sebastian Lüning.
Wie passt das zusammen und wo ist die Verbindung?
Zuerst einmal dauert  diese „Kampagne“ in der DIE WELT  verstärkt etwa seit einem halben Jahr an, begann aber schon sehr viel früher noch vor der Erdbeben-Katastrophe nebst Tsunami an der japanischen Ostküste, welche zu etwa 19000 Todesopfern unter der japanischen Bevölkerung führte und einem großen Reaktorstörfall im Fukushima-Daiishi KKW. Dem ist allerdings entgegen den Gebeten so manches Hartcore Ökos bislang noch kein einziger Mensch auf Grund der frei gewordenen Strahlung zum Opfer gefallen, nur 8 gut erhaltene KKW deutscher Bauart und somit so ziemlich die sichersten der Welt.

Prof. Dr.



Vahrenholt und die Klimakreationisten

4. März 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Meine Großmutter ist nun bald 98 Jahre alt. Sie wurde im Kaiserreich geboren, hat die Weimarer Republik und auch das Dritte Reich erlebt, zwei Weltkriege, Wirtschaftskrisen, Aufschwünge und Währungsreformen mitgemacht. Parallel zu diesen gesellschaftlichen und ökonomischen Wandlungen fand ein enormer technischer Fortschritt statt. Manchmal betrachte ich meine Tochter und das Umfeld, in dem sie aufwächst und versuche mir vorzustellen, wie es denn in der Kindheit meiner Großmutter so zuging. Elektrizität war noch nicht flächendeckend verfügbar, die Massenmotorisierung auch nur ein Versprechen der Zukunft. Es stellte sich auch nicht die Frage, welche Fernsehsendung man denn ab welchem Alter schauen dürfe. Telefone waren etwas für die Reichen und Radios auch nicht sehr weit verbreitet. Wasch- und Spülmaschinen, Mikrowellen und Gefriertruhen? Das immerhin hat sie in ihren späteren Jahren dann auch selbst besessen, aber über ein Handy verfügte sie nie, geschweige denn über einen Computer.

Diese Aufzählung ließe sich noch seitenlang fortsetzen – aber die eigentlich spannende Frage ist: War das Leben meiner Großmutter dadurch zu irgendeinem Zeitpunkt weniger lebenswert, weniger erfüllt und weniger glücklich? Hat sie in ihren ersten Jahrzehnten jemals gedacht, ihr fehle etwas, weil sie keine Plastikbausteine mit Noppen hatte, keine schlechtgenährten amerikanischen Langbeinpuppen, kein ferngesteuertes Auto, keine Computerspiele, keine



Ranga und die letzten Wünsche

29. Februar 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Nachhaltigkeit

Eines der größten Geheimnisse der Energiewende ist, dass bislang noch niemand so richtig erklären konnte, wie sie funktionieren soll. Eine Fülle von Fragen sind offen. Manche sind technischer, andere finanzieller Natur. Und ganz oft trifft beides gleichzeitig zu. All die Probleme die mit dem Ausbau der NIE entstehen, und die einer erfolgreichen Enerergiewende entgegen stehen, sollen gar nicht aufgezählt werden, dazu gibt es hier und anderswo genügend Beispiele.

Nun war im 3sat Ranga Yogeshwar bei Peter Voß zu Gast und Thema der Sendung war: “Schaffen wir die Energiewende?” Das Gespräch dauerte immerhin eine dreiviertel Stunde, man sollte meinen, das ist genug Zeit um die wichtigsten Probleme anzusprechen. Also wie der Netzbau bewältigt werden soll, oder welche Speicher angedacht sind. Oder auch nur, wie die geforderten Einsparungen für die Industrie tragbar gestaltet werden. Und was das alles kosten soll. Doch Pustekuchen, konkrete greifbare Probleme wurden fast völlig ausgeblendet, statt dessen ging es hauptsächlich darum, wie durch die sogenannten Erneuerbaren Energien die Welt besser werden soll.

Am Anfang geht es um Mobilität. Der Zug ist besser als das Flugzeug und Autos braucht man nicht mehr zu kaufen, sondern werden nur bei Bedarf gemietet. Dies wird von Yogeshwar so begründet, dass



Fakegate: Klimaforscher stiehlt und verbreitet teils manipulierte Skeptikerunterlagen

26. Februar 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Wissenschaft

Aus dem Heartland Institut – einem klimaskeptischen US Think-Tank – wurden Dokumente gestohlen und anscheinend ein Memo gefälscht, um das Institut zu diffamieren. Der bekannte Aktivist und Klimaforscher, Dr. Peter Gleick, gestand den Diebstahl.



Henrik Svensmark antwortet auf Kritik an seiner Theorie, dass die Sonne einen maßgeblichen Einfluss auf Klimaveränderungen hat

17. Februar 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien

Seitdem der frühere Hamburger Umweltsenator und jetziger Vorstandsvorsitzende der RWE-Sparte für “Erneuerbare Energien”, RWE Innogy, mit seinem Buch “Die kalte Sonne: Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet” die Klimadebatte in Deutschland neu angefacht hat, werden die von ihm vertretenen Standpunkte in weiten Teilen der Medien heftig diskutiert.

Was die Sache aus Sicht der Befürworter des menschengemachten Klimawandels wohl besonders brisant macht ist der Umstand, dass sich hier einer zu Wort meldet, der bislang selbst daran geglaubt hatte, dass der Mensch vor allem durch den Ausstoß von CO2 dem Klima irreparable Schäden zufügt. Man hat es also mit einem vom rechten Glauben abgefallen zu tun. und solche Menschen werden von den Vertretern einer Glaubensgemeinschaft zu Recht als besonders “gefährlich” angesehen.

So wundert es nicht, dass der Nestbeschmutzer Vahrenholt nun von vielen Seiten heftigen Angriffen ausgesetzt ist. Wobei auffällt, dass jene, die ihn kritisieren, sein Buch in aller Regel überhaupt nicht gelesen haben, und nach eigenem Bekunden auch nicht zu lesen gedenken.

Dabei sollten gerade die Umweltbewegten In Deutschland bei genauerem Hinsehen eigentlich erkennen, dass Vahrenholt mit seinen Positionen deutlich näher bei ihnen ist, als die von ihnen als zu bekämpfen eingestuften Skeptiker, in deren Lager sie Vahrenholt nun wähnen. Schließlich



„Klima-Katastrophe“ – ein Begriffsungetüm wird entschärft

16. Februar 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien

Gastbeitrag von Wolfgang Thüne

Gut 25 Jahre geisterte der Begriff „Klimakatastrophe“, im Januar 1986 von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. aus der Taufe gehoben, wie ein Gespenst um die Welt und verbreitete Angst, Furcht und Schrecken. Im Jahr 2007 verbreitete der Weltklimarat (IPCC) sogar die absurde These, dass das Global-Klima so verärgert sei, dass es der Menschheit den „Klimakrieg“ erklärt  habe. Dies führte dazu, dass das Nobelkomitee in Oslo 2007 den Oskar-Preisträger Al Gore sowie den IPCC-Chef Pachauri mit dem Friedensnobelpreis auszeichnete in der irrsinnigen Hoffnung, dass diese Unterhändler das Klima zur Mäßigung anhalten und so rasch den „Klimakrieg“ beenden könnten. In seiner größten Irrationalität glaubt der Mensch rational handeln zu können. Glaubten im Jahr 2006 noch über 60 Prozent der Deutschen an die „Klimakatastrophe“, so fürchten sich heute nur noch gut 30 Prozent vor globaler Erwärmung. Wenn das Gespenst Niemand mehr ängstigt, dann sollte es still, aber nicht mit lautem Getöse begraben werden.

Doch das Gegenteil trat ein.

Wie aus heiterem Himmel und mit indirekter Unterstützung eines russischen Kältehochs machte die BILD-Zeitung dem Gespenst „Klimakatastrophe“ mit lautem Posaunenklang den Garaus. Am 6., 7. und 8. Februar 2012 brachte sie folgende Schlagzeilen: „Die CO2-Lüge“ – 1. „Renommiertes Forscher-Team behauptet: