Klimawandel



Holger Krahmer: Komplettes Versagen europäischer Klimapolitik

4. Februar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Klimawandel, Politik

Nach dem Scheitern des Klimagipfels von Kopenhagen reagiert das politische Europa trotzig, anstatt sachlich die Gründe für das Scheitern zu analysieren. Kopenhagen hat eine veränderte politische Weltbühne hinterlassen: Europa muss einen dramatischen Verlust seiner politischen und ökonomischen Bedeutung zur Kenntnis nehmen. Es wurde bei dem zwischen den USA, China und Indien ausgehandelten Kompromiss noch nicht einmal an den Tisch gebeten. Letztlich blieb der EU gar nichts anderes übrig, als der unverbindlichen Klima-Erklärung zähneknirschend zuzustimmen, um sich nicht in der politischen Sektiererecke mit Robert Mugabe und Hugo Chavez wiederzufinden. Von einer Vorreiterrolle Europas in der Klimapolitik kann nicht mehr gesprochen werden. Der Rest der Welt ist an Europas Regulierungsideen schlicht nicht interessiert. Die seit langer Zeit absehbaren Interessensunterschiede zwischen Industrie- und Schwellenländern sind unüberwindbar. Das “Nein” zu verbindlichen Minderungszielen ist eindeutig, denn die ärmeren Länder wollen sich ihre Entwicklungsmöglichkeiten nicht beschneiden lassen. Außerdem sind sie auf die immer noch verhältnismäßig preiswerte Nutzung fossiler Rohstoffe angewiesen.

Brüssel und Europas Hauptstädte tun sich nun schwer, diese Realität zu akzeptieren. Stattdessen werden erneut Hoffnungen auf Ergebnisse künftiger Klimagipfel geschürt. Die Chancen auf ein internationales Abkommen sind angesichts dieser Situation allerdings gleich null. Was Europa jetzt nicht braucht, ist ein “Weiter so” oder gar eine …



Der Treibhauseffekt

4. Februar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Vor einigen Tagen haben Prof. Lüdecke und Dr. Link auf EIKE eine aus meiner Sicht sehr gelungene Darstellung des Treibhauseffektes veröffentlicht. Nun ja, „Treibhauseffekt“ ist halt der eingeführte Begriff, obwohl er mit den Vorgängen in einem realen Treibhaus nicht viel gemein hat. „Atmosphäreneffekt“ wäre vielleicht angemessener. Egal, ich will verstanden werden und passe mich daher dem Mainstream an. Bleiben wir also bei „Treibhauseffekt“.

Seine Erfahrung von der Klimakonferenz in Berlin hat wohl Prof. Lüdecke zu dieser Arbeit getrieben. Denn dort stellte sich auch zu meiner Überraschung heraus, wie viele bemerkenswert kreativ formulierte Argumente gegen die Existenz dieses Treibhauseffektes durch bemerkenswert viele Leute ins Feld geführt wurden. Lüdecke hatte ihn auf einer seiner Folien beschrieben und schien angesichts der daraufhin startenden Debatte doch etwas überrascht und verwirrt. Gleiches wiederfuhr Luboš Motl, der ebenfalls wie selbstverständlich von der Realität des Treibhauseffektes ausgegangen war.

Diejenigen, die nicht an den Treibhauseffekt glauben wollen oder können, haben aber Häme nicht verdient. Denn die Ursache des Unverständnisses liegt in den vielen mangelhaften Erklärungen, die man so finden kann. Es ist kein besonderes Ruhmesblatt für unsere alarmistischen Wissenschaftler und Medien, eines ihrer zentralen Argumente nicht ausreichend zu erläutern. Stattdessen wird vernebelt und verkompliziert, wo es nur geht. Den …



Wie ein Klimaforscher die Erwärmung voranschreiten lässt

2. Februar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Politik, Wissenschaft
http://www.youtube.com/watch?v=q20cnn8vOfg”>lautes

So langsam gerät im Kielwasser der Klimagate Affäre auch die deutsche Medienlandschaft in Bewegung. In den letzten Tagen war auch in den Mainstream Medien immer deutlichere Kritik am Gebaren des Weltklimarates IPCC zu hören. Hätte man vor Klimagate kaum zu hoffen gewagt, dass dubiose Machenschaften, wie etwa das heranziehen von WWF oder Greenpeace Studien oder auch von keinesfalls ausreichend wissenschaftlich geprüften Studienarbeiten in dem eigentlich als wissenschaftlich angelegten Bericht des Weltklimarates, jemals in den hiesigen Medien als Thema angesehen werden, so hat sich das Bild nach Klimagate eindeutig gewandelt. Hier ein paar Beispiele: Welt: Die selbstgemachte Klimakatastrophe der UN (weitere hier), Spiegel: Gletscherprognose: Klimarat-Chef soll Panne verschwiegen haben (weitere hier), WDR: Ziemlich peinlich – Prognose des Klimarats zur Schmelze der Himalaya-Gletscher ist nicht fundiert, Zeit: Eiskalt geirrt. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzten.

Auch in der politischen Landschaft hat der Klimagate-Skandal Spuren hinterlassen. In den USA und in England befassen sich parlamentarische Untersuchungen mit der Affäre und als der amerikanische Präsident Obama vor kurzem vor dem Kongress von „überwältigenden Beweisen für den Klimawandel“ sprach, erntete er vor allem lautes Gelächter.

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Nur in der deutschen Politik geht man unbeirrt den einmal eingeschlagenen Weg weiter, als …



Kleiner Einwurf: Von Skeptikern und Alarmisten

30. Januar 2010 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kommentare, Medien, Politik

Obwohl die Berichterstattung in den Medien in der letzten Zeit zu unseren Gunsten verläuft, ärgert sie mich manchmal maßlos.

Sicher, zunehmend werden Argumente der Skeptiker in den wichtigen Zeitungen und Zeitschriften und sogar im Fernsehen thematisiert, diskutiert und sogar übernommen. Und dies ist ein Wendepunkt, denn noch vor wenigen Jahren waren Aussagen wie „das IPCC ist ein politisches Gremium, dessen Agenda von einer sehr kleinen Gruppe eng vernetzter und einer bestimmten Ideologie folgender Personen bestimmt wird“ oder auch „im IPCC-Bericht finden sich Fehler, Vorhersagen über Gletscherschmelzen, Wirbelstürme und Regenwälder sind rein spekulativ und wissenschaftlich nicht begründet“ in keinem größeren deutschen Medium zu finden. Es hat lange gedauert, unsere Botschaft an die Öffentlichkeit zu tragen. Jetzt ist sie dort angekommen. Aber der Dank an den Überbringer fällt leider aus. Ganz im Gegenteil: Immer noch wird auch kritische Berichterstattung über das IPCC mit der üblichen Schimpftirade gegen Skeptiker verbunden.

Kritik ist nicht erwünscht

Nein, so heißt es oft, die Skeptiker würden dieses und jenes natürlich begierig aufgreifen (daß die Skeptiker die Vorlagen erst geliefert, die Fehler und Verstrickungen erst aufgedeckt haben, wird geflissentlich verschwiegen), aber sie dürften nicht frohlocken. Denn erstens würde das große Bild ja noch immer stimmen (ich werde dies …



Wofür der Winter gut ist

25. Januar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Schnee und Eis

Wir frieren hier langsam ein – und das gefällt mir nicht. Seit Tagen klirrende Kälte mit wenigen Niederschlägen, der Schnee hat sich in eine feste Eisdecke verwandelt. Das Hoch über dem Osten Europas hat weite Teile Deutschlands im Griff. Und viele Mitbürger bestätigen meine Auffassung: Dieser Winter ist ungewöhnlich schneereich und ungewöhnlich kalt. Jedenfalls im Vergleich zu den vergangenen Jahren. In diesem Zusammenhang muten natürlich die Meldungen von globalen Temperaturrekorden (laut NASA war 2009 das Jahr mit der zweithöchsten mittleren globalen Temperaturanomalie seit Beginn ihrer Temperaturreihe im Jahr 1880) seltsam an. Seltsam der Realität entrückt, und das sind sie auch.

Es gibt berechtigte Zweifel daran, ob das Verfahren, nach dem man die „mittlere globale Temperaturanomalie“ bestimmt, valide ist. Ob also die Art, wie man die Daten erhebt und auswertet, überhaupt geeignet ist, die zu messende Größe zu repräsentieren. Es gibt sogar berechtigte Zweifel daran, ob die durch den Menschen definierte globale gemittelte Temperaturabweichung überhaupt einen Aspekt der Realität physikalisch aussagekräftig wiederspiegelt. Aber das lasse ich mal für den Moment dahingestellt.

Denn es spielt für die Bewertung dieses Winters keine Rolle. Die Kältewelle auf der Nordhalbkugel als Widerlegung der Hypothese von der menschgemachten Erderwärmung anzusehen, ist ein Trugschluß. Ein Beweis für …



Nur ein schneller Lesehinweis…

22. Januar 2010 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Medien, Politik, Profiteure, Wissenschaft

Das ist mir doch glatt eine Empfehlung wert:

Carlos A. Gebauer auf ef-online zum Thema 

“Glaube und Umwelt: Dient die Weltklimapolitik einer naturreligiösen Staatslegitimation?”

Besser hätte ich es nicht schreiben können……



Wenn ich Schellnhuber wäre…

21. Januar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

„Was wäre, wenn“-Szenarien sind eines der wichtigsten Arbeitswerkzeuge des Zukunftsforschers. Ich befasse mich zwar eigentlich mit technischen und ökonomischen Trends, manchmal macht es aber auch Spaß, sich auf diese Weise in andere Personen hineinzuversetzen. Nun ja, nicht unbedingt in die Person selbst, sondern in deren Funktion.

Hans Joachim Schellnhuber, seines Zeichens Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, ein bekannter und renommierter Klimaforscher, ist ein für ein solches Szenario geeigneter Protagonist. Er ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates „Globale Umweltveränderungen“ der Bundesregierung, wurde 2007 zum „Chefberater“ der Bundesregierung in Fragen der Klimapolitik ernannt und ist als Sachverständiger auch Zuträger für die EU-Kommission. Er hat nicht nur das Ohr der Politik, sondern auch das der Medien. Und er ist immer gerngesehener Gast auf Kongressen und Konferenzen, um der technisch-ökonomischen Elite des Landes seine Weltsicht näherzubringen.

Ich dagegen bin nur ein kleiner Schreiber eines immerhin zunehmend populären Blogs. Ich habe nicht seine Möglichkeiten.

Und das heißt, ich habe auch nicht seine Verantwortung. Ich kann hier dreinschlagen, wie ich will. Ich kann Debatten über alles und jedes anregen, Argumente konstruieren und auseinandernehmen, Extrempositionen ebenso wie den Ausgleich vertreten – es bleibt alles völlig folgenlos. Ob ich falsch oder richtig liege, ist außerhalb der abstrakten Diskussionen, …