Wie die Grünen die “Klimakatastrophe” für sich entdeckt haben
26. April 2010 | Von Michael Krueger | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Politik
Die Grünen haben gerade den 30. Gründungstag in Karlsruhe gefeiert. Klimaschutz und grüne Politik ist heute das Thema. Das war aber nicht immer so. Schaut man 30 Jahre zurück, so stellt man fest, dass der Klimaschutz zu diesem Zeitpunkt politisch noch keine Rolle gespielt hat. So tauchen im ersten Bundesprogramm der Grünen von 1980 weder die Worte Klimaerwärmung, noch Treibhauseffekt, oder Kohlendioxid auf. Dabei hatte die WMO bereits 1979 die erste Weltklimakonferenz veranstaltet.
Deren Ergebnisse waren allerdings auf wenig öffentliches und politisches Interesse gestoßen. Erst als die DPG am 22. Jan. 1986 die “Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe” verkündet hatte und ein breites Medienecho fand, wurde der Klimaschutz von der Politik entdeckt. Zunächst warben die Grünen und später auch andere Parteien mit dem Klimaschutz um Wählerstimmen.
Schon 1979 war man um das globale Klima besorgt
Auf der Weltklimakonferenz (World Climate Conference) vom 12.-23.2.1979 in Genf, dem Sitz der Weltklimaorganisation WMO (World Meteorological Organisation) befassten sich Experten verschiedener UNO-Unterorganisationen mit dem Zusammenhang von Klima-Anomalien seit 1972 und der Klimabeeinflussung durch die menschliche Gesellschaft. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Zunahme des Kohlendioxid-Gehaltes in der Atmosphäre die höchste Aufmerksamkeit der internationalen Staatengemeinschaft verdiene, weil eventuell auch gravierende langfristige…

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