Profiteure



Das UBA im Glashaus

23. Mai 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Profiteure, Wissenschaft

ego150In den vergangenen 100 Jahren hat sich den Messungen zufolge die Temperatur der bodennahen Luftschichten unserer Atmosphäre um etwa 0,8°C erhöht. Man kann sich ja mal fragen, ob das beachtenswerte negative Auswirkungen auf die menschliche Gesellschaft hatte und ob sich solche Folgen daher auch in der Zukunft einstellen werden – falls denn die mutmaßlich menschgemachte Klimakatastrophe doch noch irgendwann eintritt. 

Das Umweltbundesamt (UBA) versucht sich an einer solchen Aussage in seiner neuesten Broschüre „Und sie bewegt sich doch“ in Kapitel 4 ab Seite 24. Erstaunliches kann man dort unter der Überschrift „Wird das Klima extremer? Sind die sich häufenden Überschwemmungen ein Indiz dafür?“ erfahren:

Extremereignisse sind Bestandteil der natürlichen Klimavariabilität.

Es hat sie also vor der industriellen Revolution, während und danach gegeben, die Starkregen, Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen. Es gibt sie heute und es gibt sie auch in Zukunft. Ganz gleich, ob sich das Klima nun erwärmt, oder nicht, und ganz unabhängig davon, wie schnell dieser Vorgang abläuft. Es ist eben ein Kreuz mit der Zukunft, man kann sie einfach nicht vorhersehen:

Diese empirisch-statistischen Befunde lassen sich nicht ohne weiteres auf die Zukunft hochrechnen, […] Zukünftige mögliche Extremereignisse einzuschätzen, ist sehr unsicher.

Es bleibt dem von Dürre bedrohten …



Warum ich ein Klimaleugner bin

15. April 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Kommentare, Ökologismus, Profiteure

F11_09_St-Gilles_00311-300x300Am vergangenen Samstag stand ich bei klimaretter.info, dem Sturmgeschütz des organisierten Klimaschutzaktivismus, in meiner Funktion als Oberbösewicht der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung in Sachen Klimaschutz am Pranger. In einer wüsten Polemik über die sinisteren Machenschaften der organisierten Klimaleugner (Klimakiller FDP im Lobbyfilz) nimmt sich Blogger Michael Schwarz das „lukrative Geschäftsmodell“ der Klimaleugnung vor und identifiziert mich dabei als „bei CFACT unter Vertrag“ stehenden “Klimaleugner”. Zudem sei ich Mitarbeiter des Berliner Instituts für Unternehmerische Freiheit. Doch die Sache hat einen gewaltigen Haken, denn nichts davon entspricht der Wahrheit. Weder gibt es vertragliche Vereinbarungen zwischen mir und dem Committee for a Constructive Tomorrow (CFACT), noch arbeite ich derzeit beim IUF mit, auch wenn dies der während einer kurzen ehrenamtlichen Mitarbeit im Jahr 2008 entstandene Eintrag auf der Webseite des IUF mangels Aktualisierung suggeriert. Das alles lässt sich eindeutig belegen.

Statt sich also in der äußerst zweifelhaften Behauptung zu verrennen, die „Klimaleugnung“ wäre für die im Text genannten Personen ein lukratives Geschäftsmodell, hätte der Autor seine Opfer kontaktieren und sich mit dem Redaktionsstatut Klimaretter.info auseinandersetzen sollen. Hier sind nämlich die Grenzen des Zumutbaren für die Leser der Webseite eindeutig aufgeführt:

Klimaretter.info wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung. Das Online-Magazin ist der



Abstieg in die Zweite Liga? Die Krise der europäischen Klima- und Energiepolitik

4. Dezember 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Energiewende, Erdgas, Klimawandel, Kohle, Kopenhagen, Medien, Politik, Profiteure, Unkonventionelles Gas und Öl

Mein Vortrag auf der alternativen Klimakonferenz der

Liberalen

von Dr.Benny Peiser


Zwischen Klimakatastrophe und Ökohysterie

Zunächst einmal vielen Dank für die Einladung an die FDP in Sachsen und die Liberalen im Europaparlament. Ich glaube, das ist eine ausgesprochen wichtige Veranstaltung. Ich hoffe, dass es nicht dabei bleibt. Ich hoffe, dass sich die kritische Klimadebatte doch etwas etabliert in Deutschland, dass es kein Tabu mehr ist, darüber offen und kontrovers zu diskutieren.

Ich bin der Direktor der Global Warming Policy Foundation, ein unabhängiger think tank, der in London seinen Sitz hat. Ich werde ein bisschen über unsere Erfahrungen in Großbritannien sprechen und über den Meinungsumschwung in der britschen Öffentlichkeit und über die potenziellen Erfolgschancen, dass die Debatte zum Thema Klima- und Energiepolitik in Zukunft etwas rationaler aussehen wird als in den vergangenen 10 bis 15 Jahren.

Bei der Klimadebatte geht es nicht so sehr darum, wer Recht und wer Unrecht hat. Das werden wir wahrscheinlich erst in 20 bis 30 Jahren wissen. Es geht vielmehr darum, dass offen und ehrlich und kontrovers darüber diskutiert werden kann, denn nur so werden wir Fortschritte erzielen, nur so werden wir langfristig erkennen können, welche Argumente sich als vernünftig und welche sich als unvernünftig …



Zwangsbewirtschaftungen und die Energiewende

17. November 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Politik, Profiteure

Aus der Kriegswirtschaft zur Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges kennt man einige Verfahren, die zur Herstellung von Gütern oder Rohstoffen verwendet wurden, weil auf Grund der besonderen Situation im Krieg nicht genügend für alle vorhanden war. Man versuchte Ersatz, Substitute, zu schaffen. Und wo das nicht ging, musste man eben verzichten, vor allem im zivilen Leben; die Bedürfnisse des militärischen Sektors hatte Vorrang. Ressourcen wurden alloziert, zugewiesen, verteilt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Ressourcenallokation, die nicht nur in Zeiten der Krise oder des Krieges notwendig ist, sondern allgegenwärtig.⁽¹⁾

Im Normalfall sorgen Marktmechanismen für die Verteilung. Eine Ressourcenproblematik entsteht erst durch politische oder militärische Konflikte, da unter diesen Umständen davon ausgegangen wird, dass die Marktwirtschaft versagt. Konflikte oder Krisen erzeugen Knappheiten, die im Zuge der Knappheitsbewältigung wieder neue Konflikte hervorrufen. In einem Tagungsbericht vom 49. Historikertag in Mainz heißt es dazu:⁽²⁾

In der Folge lassen ihre Lösungsversuche wiederum neue Konfliktfelder entstehen, und zwar sowohl dort, wo sie (scheinbar) erfolgreich waren als auch dort, wo das Versprechen einer Aufhebung der Ressourcenproblematik uneingelöst blieb.

Es zeigte sich, dass Wirtschaft und Gesellschaft unterschiedlich auf die Kriege vorbereitet wurden. Im ersten Weltkrieg hat es praktisch keine Strategie gegeben um …



Wie der Fraunhofer Direktor in seinem Ferienhaus in Kalifornien Energie spart

2. September 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Photovoltaik, Profiteure

Der Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg, Professor Eicke R. Weber, hat in der Badischen Zeitung seine Meinung in einem Kommentar kundgetan. Es stört ihn, dass die deutsche Unternehmen das große Potenzial der Photovoltaik einfach nicht erkennen würden. Ihnen fehle der Glaube.

Völlig unbeeindruckt davon, dass aufgrund der Billigkonkurrenz aus China in Deutschland ein Photovoltaik-Produzent nach dem anderen  Insolvenz anmeldet und dass selbst die zu bedeutend geringeren Kosten produzierende und mit staatlichen Förderungen gepäppelte Branche in China gerade ebenfalls den Bach runter geht, ist Weber davon überzeugt, dass die Photovoltaik in naher Zukunft einen bislang ungesehen Boom erleben würde.

Mangelnder Glaube als Ursache für Insolvenzen?

Es wird nicht ganz klar ob der Professor tatsächlich meint, die Solarfirmen in Deutschland würden reihenweise Pleite gehen, weil ihnen der von ihm eingeforderte Glaube fehlt. Das scheint schließlich bei den hiesigen Produzenten das geringste Problem zu sein. Die glauben alle daran, dass ihre Produkte besser sind als die der Chinesen und dass der einzige Weg in eine nachhaltige Zukunft darin besteht, dass immer mehr Kunden immer mehr von ihren Solarmodulen kaufen.

Nur, zwar kann der Glaube bekanntlich Berge versetzen, aber er bezahlt keine einzige Rechnung eines Zulieferers und keine Löhne für die Angestellten. …



Das Wesen von Verschwörungstheorien

10. Juli 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Politik, Profiteure, Wissenschaft

Ein Audiobeitrag in den Stimmen der Kulturwissenschaften⁽¹⁾ beginnt mit dieser Einleitung:

Jack the Ripper war in Wirklichkeit nicht eine, sondern drei Personen. Denn die sechs Rippermorde lassen sich ziemlich leicht erklären, weil, alle sechs Frauen waren mit einem irisch-katholischen Mädchen befreundet, das ein uneheliches Kind mit dem Herzog von Clarence, dem Enkel von Königin Victoria, hatte. Und das Kind war zwar unehelich, hatte aber Anspruch auf den Thron, und die Freimaurer, denen es nicht gelungen war, Kind oder Mutter ausfindig zu machen, brachten deshalb alle Zeugen der Affäre um, und zwar auf solche Weise, dass es aussieht, als wäre es ein Verrückter gewesen. Die Freimaurer hatten natürlich auch Freunde bei Scotland Yard, die bei der Vertuschung halfen, und deshalb ist Europa eigentlich ein freimaurerische Verschwörung.

Freimaurer und Juden stehen bei den Verschwörungstheoretikern ganz oben, doch dann kommen auch gleich die Katholische Kirche, der Weltkommunismus und die Multis bis hin zu den Bilderbergern. Anlass genug zu fragen, warum es diese Erklärungen gibt und wem sie nützen. Komplexe Vorgänge zu begründen zu wollen führt mitunter dazu, nach monokausalen Ursachen zu suchen, gedankliche Verknüpfungen herzustellen, um sich ein Weltbild zu errichten, das die Komplexität der Welt erklärt. Damit ist aber noch nicht der …



Die Wurzeln der Sonnenblumen

12. Mai 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Politik, Profiteure

In letzter Zeit gingen Meldungen durch die Presselandschaft, wonach sich rechtsextreme Gruppierungen in der Ökoszene ausbreiten, oder rechtsextremes Gedankengut unter einem grünen Schafspelz verborgen, den Weg in die Mitte der Gesellschaft finden würde [¹] [²] [³]. Immer wieder in diesem Zusammenhang wird die Zeitschrift Umwelt & Aktiv [] genannt. Der “Schriftleiter des Blatts,” so die Süddeutsche Zeitung, war niederbayerischer NPD-Kandidat für die Landtagswahl 2008. Und in der Tat, bei Umwelt & Aktiv sieht man sich in der Tradition von Herbert Gruhl [], Baldur Springmann [] und August Haußleiter []. Allesamt konservative Naturschützer, die auch in der Anfangszeit der Grünen einen sehr großen Einfluss hatten, und für die Naturschutz nicht nur einfach Naturschutz war, sondern auch Heimatschutz. Fälschlicherweise wird dies dann automatisch mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht, selbst Jürgen Trittin stellte eine “sehr erhebliche ideologische Schnittmenge” zwischen Naturschutz und Nationalsozialismus fest und schlussfolgert: “Es gab eigentlich keinen Punkt, an dem Naturschutz und Nationalsozialismus ideologisch grundsätzlich unvereinbar waren” [].

Dies ist bei den meisten Kommentatoren unstrittig, und doch falsch, weil der Ursprung des Naturschutzes weit vor dem Entstehen des Nationalsozialismus liegt. Die deutschen Faschisten haben …