Profiteure



Spiegelsoldaten kämpfen für das Licht

3. Januar 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Politik, Profiteure

Das Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung gGmbH (kurz KMGNE in Berlin), ist ein trans- und interdisziplinär arbeitendes Forschung- und Bildungsinstitut und eine Einrichtung zur Beratung, Planung und Umsetzung von Gestaltungsprozessen nachhaltiger Entwicklung. Auf seiner Internetpräsenz stellt das KMGNE das Projekt Spiegelsoldaten vor. Schülerinnen aus Dessau und Malchin haben sich in diesem Projekt zusammen getan und zeigen in einem eigens produzierten Musikvideo auf, wie sie sich die Energiewende und Transformation der Gesellschaft vorstellen.…



Kein Geld für Klimaschutz

6. November 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Nachhaltigkeit, Politik, Profiteure, Wirtschaftsförderung

Das Klimabarometer 3/11 ist erschienen. Es ist alles so geblieben wie im letzten Quartal, das Interesse in den Medien und der Bevölkerung am Thema Klimawandel ist nach wie vor sehr niedrig.

Diesmal wurde als Monatstrend die Gebäudesanierung gewählt, hier speziell wie “Mieter und Vermieter mit den Kosten umgehen sollen.” Besser gesagt, welche Kosten die Mieter bereit sind zu bezahlen. Momentan kann der Vermieter die Kosten für die energetische Sanierung auf die Miete umlegen. Hier hält sich die Begeisterung der Mieter in Grenzen.:

Die Hälfte der Befragten möchte die bestehende Regelung ändern. Sie präferieren eine Regelung, nach der die Umlagekosten nicht höher sein dürfen, als die eingesparten Heizkosten. Dies würde für die Mieter bedeuten, dass die insgesamt zu entrichtende Warmmiete (Mietzins und Nebenkostenvorauszahlung) nicht steigen dürfte. Die Mieter sollen also nach Meinung der Umfrage-Teilnehmer keinen finanziellen Nachteil haben, wenn eine energetische Modernisierung stattfindet. 14 Prozent sind sogar der Meinung, die Modernisierungskosten sollten in keinem Fall auf die Mieter umgelegt werden können.

Also nochmal: Fast 2/3 der Mieter sind nicht bereit für energetische Sanierungen Geld auszugeben. Wie ich immer sage, am Geld zeigt sich, wie wichtig der Bevölkerung der Klimaschutz tatsächlich ist. Von Mieterverbänden wird nun eine Warmmietenneutralität gefordert, oder …



Wettstreit der Angst: Kernenergie versus Klimawandel

29. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Klimawandel, Medien, Nachhaltigkeit, Politik, Profiteure

Warum es wenig mit dem Gefahrenpotential von Kernkraftwerken zu tun hat, dass wir uns so vor ihnen fürchten.

von Frank Furedi

Deutschlands Ankündigung, bis 2022 alle Kernkraftwerke abschalten zu wollen, zeigt, wie sehr das öffentliche Leben heutzutage von einer „Kultur der Angst“ dominiert wird. Eine grundlegende Risikoscheu und das Vorsorgeprinzip durchdringen alle Lebensbereiche, die Politisierung von Ängsten ist zur Normalität geworden. Auf der politischen Arena sind verschiedene Gruppierungen in einen regelrechten Wettstreit darüber eingetreten, wovor wir uns im 21. Jahrhundert am meisten zu fürchten haben.

Als die deutsche Regierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im letzten Herbst die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchsetzte, wurde dies auch mit der wichtigen Rolle dieser „sauberen“ Energie im Kampf gegen den Klimawandel begründet. Nicht wenige Kernkraftgegner schlossen sich damals dieser Argumentation an. Ihre Befürchtungen hinsichtlich des Klimawandels überwogen sogar ihre Ablehnung der Kernenergie. Doch der Sieg der Klimapanik war nur von kurzer Dauer. Die Aussicht auf eine atomare „Verstrahlung“ im Hier und Jetzt erwies sich als das wirksamere Angstszenario im Gegensatz zu den wenig greifbaren Schäden, die der Klimawandel für „zukünftigen Generationen“ bereit halten könnte.

So konnte letztlich die Angst vor einer angeblichen Bedrohung durch die zerstörten Reaktoren in Fukushima über die alarmistischen …



Wie die Uni Bremen über das Arktiseis-Minimum 2011 täuscht

19. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Profiteure, Wissenschaft
http://www.youtube.com/watch?v=f5Gfs22rlN0″>Kritische

Am 18.10.2011 entdeckte ich auf der FACEBOOK-Seite des bekannten TV-Wissenschaftsjournalisten Karsten Schwanke einen Eintrag vom 23. 08.2011 mit folgender Behauptung von Karsten Schwanke:

Neues Minimum der Arktischen Meereis-Ausdehung? Es sieht so aus, als ob Anfang September das historische Minimum vom 10. September 2007 noch untertroffen werden könnte. Tägliche Infos auf den Meereis-Seiten der Uni Bremen oder auf Cryosphere Today…”

Karsten Schwanke verlinkte zusätzlich auf folgende Grafik der Uni Bremen: http://www.iup.uni-bremen.de:8084/amsr/ice_ext_n.png

Beachten Sie an dieser Grafik die rote Linie für das Jahr 2011, die auffallend mit einer mindestens doppelten Dicke als die anderen Linien über die Eisausdehnung der letzten Jahre dargestellt worden ist. Denn durch diese dickere rote Linie für das Jahr 2011 wird das Jahr 2007 – das Jahr mit der bisher niedrigsten gemessenen Eisausdehnung in der Arktis – überdeckt. Und es wird dadurch die Suggestion erzeugt, die Arktis-Eisausdehnung im September 2011 hätte mindestens das gleiche Minimum wie im September 2007 erreicht.

Die folgende Grafik vom “National Ice and Snow Data Center” zeigt eine genauere Darstellung der Arktiseis-Ausdehnung und -Rückgänge im Jahr 2007 und 2011 im Vergleich und dokumentiert deutlicher, dass der Arktiseis-Minimum-Rekord aus 2007 im September 2011 in Wirklichkeit knapp, aber trotzdem erkennbar deutlich nicht erreicht



Lesetipp: Grüne Schmuggler und Baptisten – Von Björn Lomborg

6. August 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Klimawandel, Profiteure

Hier ein Auszug aus einem Artikel von Björn Lomborg, der im Debattenmagazin Project Syndicate erschienen ist:

Der neue Bericht des UNO-Klimarates IPCC über erneuerbare Energien schlug im Mai hohe Wellen in den Medien. Wie auch in der Vergangenheit veröffentlichte der IPCC zunächst eine kurze Zusammenfassung und erst später die gesamten Daten. Damit blieb es den  Spindoktoren des IPCC überlassen,  für die Journalisten eine medienwirksame Botschaft zu formulieren.

Im ersten Satz der Presseerklärung des IPCC hieß es: „Unterstützt durch die richtigen politischen Fördermaßnahmen könnten bis Mitte dieses Jahrhunderts beinahe 80 Prozent des weltweiten Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.“ Diese Story wurde dann durch die Medien weltweit verbreitet.

Im letzten Monat veröffentlichte der IPCC den ganzen Bericht, einschließlich der Daten, auf denen diese erstaunlich optimistische Behauptung gründet. Erst zu diesem Zeitpunkt kam heraus, dass der Bericht ausschließlich auf dem positivsten von 164 wissenschaftlich untersuchten Modellszenarien basiert. Und dieses eine Szenario stammt aus einer einzigen Studie, die auf einen Bericht der Umweltorganisation Greenpeace zurückgeht. Der Autor dieses Berichts – ein Greenpeace-Mitarbeiter – war einer der Hauptautoren des IPCC.

Die erwähnte Behauptung beruht auf der Annahme einer starken Reduktion der globalen Energienutzung. Angesichts der Zahl der Menschen, die in China und Indien gerade …



Windige Anleihen

18. Juli 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Profiteure

Gastbeitrag mit freundlicher Genehmigung von Meinrad Heck und Martin Storz (Fotos). Zuerst erschienen in der Kontext:Wochenzeitung

Der Kapitalmarkt hat die Umwelt entdeckt. Millionenschwere Unternehmensanleihen werden in Stuttgart mithilfe ehemaliger Politprominenz an kleine Privatanleger verkauft. Kritische Analysten warnen vor ziemlich hohen Risiken. Ist da wirklich alles grün, was glänzt?

Am Börsenplatz in Stuttgart werden neue Babys geboren. Keine mit großen Kulleraugen, sondern einfach nur Kapital-Nachwuchs, der vielen Menschen ziemlich viel Geld einbringen soll. Die Börse hat die Umwelt entdeckt und sammelt seit einem Jahr zum Beispiel für Solar- oder Windkraftunternehmen mehrere hundert Millionen Euro ein. Das neue Segment heißt “Bondm”. Es soll den Mittelstand mit Barem versorgen, weil die Banken mit ihren Krediten immer knausriger werden und Risiken scheuen. Deswegen leihen sich mittelständische Unternehmen ihr Geld statt bei der Bank gleich bei Otto Normalverbraucher. Der fragt nicht so genau nach, trägt aber jetzt das Risiko. Dafür darf er ein Vielfaches von dem kassieren, was er sonst kennt, und nicht diese angeblich so erbärmlichen Zinssätze vom Sparbuch.

Dabei kann ein gewisser Walter Döring helfen. Der Mann hat das sprichwörtliche Erbarmen mit den armen Geldanlegern. Auch Döring hat die Umwelt entdeckt. Willi Balz, ein schwäbischer Selfmade-Unternehmer und Chef einer gewissen Windreich AG aus …



Schutzgelderpressung

14. Juli 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Politik, Profiteure, Wissenschaft

Es klingelt an Ihrer Tür und vor Ihnen steht ein sympathischer junger Mann, der hundert Euro für die örtliche Feuerwehr eintreiben möchte. Auf die Frage nach dem Warum entgegnet er, in Zukunft würden in der Region viel mehr Blitze einschlagen und dadurch mehr Brände ausbrechen. Wissenschaftler hätten diese Möglichkeit aufgezeigt. Zwar wäre ein solcher Trend aktuell nicht eindeutig nachweisbar und außerdem wisse man auch nicht, was in Zukunft tatsächlich geschähe, aber man hätte sich entsprechend geeinigt. Ein Gremium von Forschern hätte auf dem Verhandlungswege festgelegt, in Zukunft würden mehr Blitze einschlagen. Daher solle nun jeder Bürger eine Zwangsabgabe für die Brandbekämpfung leisten.

So funktioniert Klimapolitik. In einer an Deutlichkeit nicht mehr zu überbietenden Offenheit hat dies selbst meine Lieblings-Öko-Postille, Spiegel-Online, anerkannt. Wer noch immer glaubt, die Risiken einer möglichen „globalen Erwärmung“ wären durch einen wissenschaftlichen Erkenntnisprozeß definiert und wohlbekannt, der wird spätestens jetzt eines besseren belehrt.

In Wahrheit ist das Ausmaß der potentiellen Gefahren eines mutmaßlich menschgemachten Klimawandels nicht nur nicht bekannt, es wird auch prinzipiell niemals beziffert werden können. Denn die zukünftige Entwicklung komplexer, dynamischer und vernetzter Systeme ist nicht vorhersehbar.

Und dies gilt vor allem für den Meeresspiegel. Für den einzigen Wert, der all die supranationalen und demokratisch …