Wissenschaft



Local cooling to local warming

17. Januar 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

James Hansen, der Direktor des Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA – das GISS stellt einen der wichtigsten Datensätze der Globaltemperatur zur Verfügung – hat es mal wieder geschafft. Mit der neusten Temperaturanpassung (Adjustierung) zeigen Orte, die vorher eine Abkühlung, oder eine stagnierende Temperatur zeigten, nun eine Erwärmung.…



Anhaltende Kritik an Temperaturstudie Rahmstorf/Foster

17. Januar 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Die Anfang Dezember veröffentlichte Studie zur Globaltemperatur steht weiter in der Kritik. Zur Erinnerung: In der Studie unternahmen Rahmstorf & Foster den Versuch, aus 5 globalen Datenreihen die linearen Effekte dreier Faktoren (ENSO, Sonnenaktivität, Vulkanismus) für den Zeitraum 1979 – 2010 herauszurechnen. Zweck und Anlass dieser “Übung” war es, mittels statistischer Methodik eine (scheinbar) unvermindert fortschreitende, anthropogen verursachte globale Erwärmung “herbeizurechnen” (eine entsprechende, verräterische Feststellung hat Rahmstorf zwischenzeitlich aus seinem Blogartikel entfernt) und Unterschiede zwischen den 5 Trendkurven “glattzubügeln”. Dies mag durch die “Herausrechnung” von MEI, AOD und TSI mathematisch zwar gelungen sein. Nur — was hat das mit der Realität zu tun?

Im Speziellen nehmen die beiden Herren für die letzten 12 Jahre eine statistische Signifikanz in Anspruch, O-Ton Rahmstorf:

“Wegen der kleineren zwischenjährlichen Schwankungen kann man jetzt auch über kürzere Zeiträume statistisch signifikante Trendberechnungen machen. So ist in allen fünf Datenreihen selbst der Erwärmungstrend ab dem Jahr 2000 statistisch signifikant (…)”.

Diese Behauptung ist mathematisch-statistische Spiegelfechterei, die darauf beruht, dass statistische Unsicherheiten in den Wind geschlagen werden. Insbesondere verschweigt Rahmstorf, dass seine Aussage klimatischer Betrachtung in jedem Fall nicht genügt. Um klimatische Relevanz zu erreichen, müssen Daten über mindestens 30 Jahre ausgewertet werden. Dies kann nicht Gegenstand der …



Das IPCC und Arnell (2004): Der Klimawandel als konstruierte Katastrophe

2. Januar 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Wissenschaft

Wasser kann man nicht verbrauchen. Man kann es nur verwenden. Trinkwasser, Waschwasser, Wasser zur Bewässerung von Feldern und Wasser für die industrielle Produktion entstammen einem Kreislauf, dem sie entnommen und anschließend wieder zugeführt werden. Eigentlich ist die Nutzung von Wasser durch die Menschen nur ein Teil, eine Erweiterung dieses Kreislaufes.

Wieviel Wasser in einer bestimmten Region zur Nutzung zur Verfügung steht, hängt zunächst von der Menge ab, die durch Niederschläge oder Flüsse in das Gebiet gelangt und es auch wieder (durch Verdunstung oder Abfluß) verläßt, dem sogenannten Volumenstrom (engl.: runoff). Aber es gibt noch weitere wichtige Faktoren, unter anderem:

  • Wieviele Menschen leben in der betroffenen Region?
  • Wie ist der zeitliche Verlauf des Volumenstroms (gleichmäßig oder stark differenziert zwischen den Jahreszeiten)?
  • Welche natürlichen Speicher (Puffer) sind vorhanden (Seen, grundwasserführende Schichten) und welche Möglichkeiten der Nutzung bieten diese?
  • Welche technischen Einrichtungen zur Wasserversorgung bestehen (Stauseen, Zisternen, Leitungen, Klärwerke, usw…)?
  • Welcher Bedarf an Wasser besteht für welche Nutzungsart?

Man darf auch nicht außer Acht lassen, inwieweit die Bewohner einer bestimmten Region den natürlichen Wasserkreislauf aus anderen Quellen ergänzen können. Ein hoher Lebensstandard ermöglicht Importe (insbesondere von Trinkwasser) ebenso, wie beispielsweise den Aufbau von Systemen zur Meerwasserentsalzung.

Man kann die Zukunft nicht vorhersehen. …



Die Wohlfühltemperatur der Erde

28. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

Im Angesicht der Klimadebatte und der auserkorenen Klimaschutzziele stellt sich eine grundlegende Frage? Welches ist eigentlich die Wohfühltemperatur unserer Erde, die es zu schützen/ bewahren gilt? Mit Wohlfühltemperatur ist die mittlere Oberflächentemperatur der Erde gemeint, die Dank des natürlichen Treibhauseffektes bei +15°C liegen sollte. Diese +15°C gelten als naturgegeben und schützenswert, zumindest in den Augen vieler Klimaschützer und Klimaforscher. Angestrebt wird, die Globaltemperatur um nicht mehr als zwei Grad seit Beginn des Industriezeitalters ansteigen zu lassen. Die magische Schwelle, um das Erdklima im Zaum zu halten, liegt demnach bei einer Globaltemperatur von +17°C. In wieweit diese Zahlen realistisch sind, möchte ich im Folgenden darlegen.…



Rahmstorfs neue Temperaturstudie nach Strich und Faden auseinandergenommen

19. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Wissenschaft


Am 6.Dezember wurde in den Environmental Research Letters ein Papier vom G.Foster und S.Rahmstorf (F&R) veröffentlicht, Global temperature evolution 1979–2010, in welchem sie fünf bekannte Datenreihen der globalen Temperatur (Land + Meer) seit 1979 analysierten. F&R filterten dabei den Effekt dreier natürlicher kurzfristiger Schwankungsfaktoren heraus – El Niño, Sonnenaktivität und Vulkanausbrüche – und kamen zu dem Ergebnis, daß alle fünf Temperaturreihen den gleichen signifikanten Erwärmungstrend zeigen.

Dabei scheinen die Herren die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben. An der fachlichen Kompetenz klimaskeptischer Blogger beissen sich die Alarmisten nämlich zunehmend die Zähne aus. F&R widersprechen nur scheinbar wohlbegründet der seit 13 Jahren andauernden Stagnierung des Erwärmungstrends, wie sie z.B. die Hadcrut-Daten zeigen (vgl. auch wood4trees):…



Afrikagate

7. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Wissenschaft

Die Geschichte von Afrikagate beginnt im Jahr 2007. Verbunden mit der Veröffentlichung einer Zusammenfassung des vierten IPCC-Sachstandberichtes (“Synthesis Report”) begann der IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri, die folgende Passage in seine Reden und Stellungnahmen zu integrieren (u.a. am 22.9.2009 in New York):

In Africa, by 2020, between 75 and 250 million people are projected to be exposed to water stress due to climate change, and in some countries yields from rainfed agriculture could be reduced by up to 50%.

Dies erregte die Aufmerksamkeit des britischen, klimaskeptischen Bloggers Richard North und des Journalisten Jonathan Leake (Sunday Times), die sich fragten, ob es denn für eine derartige Behauptung eine seriöse wissenschaftliche Quelle gäbe. Ausgehend von dem Ergebnis ihrer Recherchen entstand eine längliche Auseinandersetzung, die in den letzten Jahren in zahlreichen Blogs und Zeitungen in vielen Ländern ausgetragen wurde und deren vorläufigen Höhepunkt in Deutschland der Rechtsstreit zwischen der Journalistin Irene Meichsner und dem Klimaforscher Stefan Rahmstorf darstellt. Über diesen Konflikt hat der Journalist Markus Lehmkuhl hier umfassend berichtet und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Durch die Berichterstattung auf der Klimazwiebel wurde ich nun darauf aufmerksam, wie sich im Laufe der Jahre das Thema der Auseinandersetzung verändert hat.

Leake und North stellten nämlich ursprünglich …



Abenteuer Antarktis: Prof. Miller zur Abkühlung in der Antarktis

3. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Daten, Klimawandel, Schnee und Eis, Wissenschaft

Am 2. Dezember hat der NDR in der Sendung “Die Reportage” einen interessanten Beitrag über die Antarktisstation Neumayer III ausgestrahlt. Begleitet wurde der Klimawissenschaftler Prof. Heinrich Miller bei seiner Tätigkeit auf Neumayer III. Miller ist der stellvertretende Direktor des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven und seit Jahrzehnten als Polarforscher in der Arktis und Antarktis tätig. Kaum ein anderer Klimawissenschaftler kennt die Polarregionen so gut und so lange wie Miller.

Befragt zum Klimawandel in der Antarktis teilt Miller dieses mit:…