Schellnhuber und die Demokratie
17. August 2010 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Politik, Profiteure, Wissenschaft, Ökologismus
Der Wolf hat nicht nur Kreide gefressen. Er erscheint tatsächlich auch in Verkleidung der gütigen und weisen alten Großmutter.
Hans-Joachim Schellnhuber, seines Zeichens Leiter des “Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung PIK” und als Vorsitzender des “Wissenschaftlichen Beirates Globale Umweltveränderungen (WBGU)” Berater der Bundesregierung in Klimafragen, ist jedenfalls bislang nicht gerade für ausgewogene, nachdenkliche und zurückhaltende Äußerungen bekannt. Um so bemerkenswerter, welche Veränderungen in seiner Kommunikationsstrategie das aktuelle Interview im Spiegel (Print-Ausgabe 33/2010) dokumentiert.
Oh nein, unter die Skeptiker ist er wirklich nicht gegangen. Aber ein arg verklausuliertes Gesprächsangebot an unsere Seite macht er doch. Er ließe sich gerne durch neue Studien korrigieren, selbst, wenn dies eine “intellektuelle Niederlage” darstelle. Würde sich eine Erwärmung von 5 Grad oder mehr als beherrschbar herausstellen, würde er sich sogar freuen, sagt er.
In letzter Zeit häuft sich das Schwenken der weißen Fahne. Auch wenn es noch nicht das Eingeständnis einer Niederlage ist, so doch zumindest das Angebot zu Verhandlungen.
- So sagt Hans von Storch in einem Interview mit der Zeit:
Wir müssen die Herausforderung durch die Skeptiker annehmen und in die Auseinandersetzung mit ihnen einsteigen, um sie zu gewinnen. Viele Physiker, Chemiker, Ingenieure oder Geologen haben offene Fragen zum Klimawandel, die sie
…
Wie verschafft man sich heutzutage Öffentlichkeit, wenn man unter Feuer liegt? Diese Frage haben sich die Alarmisten nach Kopenhagen und Climategate sicher häufiger gestellt. Und haben kaum eine gute Idee entwickelt. Außer des üblichen Lamentos, Extremwetterereignisse als Vorboten des angenommenen künftigen Extremklimas zu feiern. Sie kommen nicht aus der Defensive, die Propheten des Untergangs.
…und das bringt mir den Eimer. So könnte eine Hymne für Klimastatistiker auch beginnen. Jedenfalls wurde auf diese Weise über viele Jahrzehnte (bis etwa 1941) ausschließlich und wird auch noch heute in nennenswerten Anteilen die Oberflächentemperatur der Ozeane (SST, „Sea Surface Temperature“) gemessen. Ein Eimer wird vom Schiff herabgelassen, ins Wasser getaucht und wieder hochgezogen. Woraufhin irgendein Seemann irgendein Thermometer in diesen Eimer hält und an diesem die Temperatur abliest.
Die mangelnde Fähigkeit vieler Klimaforscher, die Grenzen ihrer Kompetenzen zu erkennen, wird von mir oft kritisiert. Um so schöner ist es, auch einmal ein Gegenbeispiel registrieren zu können. Denn so schreibt Georg Hoffmann im
Die Urlaubszeit hat begonnen, die Weltmeisterschaft läuft – und keiner schreibt was. Bei mir zumindest hat es mit beiden Dingen nichts zu tun. Vielmehr fehlt mir die Zeit aufgrund der momentanen beruflichen Beanspruchung. Und das kann noch ein paar Wochen so bleiben.
Wissenschaftliche Kenntnisse über den Klimawandel seien wichtig als Grundlage für politische Entscheidungen. So Mike Hulme, einer der Autoren des 



