Wissenschaft



Turn Around…

15. April 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Es ist noch gar nicht so lange her, da war die Klimawelt noch in Ordnung. Für einige zumindest, die sich die “Mehrheit” nennen. Doch immer andere Wissenschaftler verschaffen sich nun mit ihren oft gegensätzlichen Ergebnissen Gehör.
Verständlich, dass die “Mainstream-Forscher” sich versuchen, aus der Affäre zu ziehen, wenn eine Position als nicht mehr haltbar erscheint.
Bereits vor Jahren wurden kritische Fragen gestellt. So z.B. in  „Bild der Wissenschaft“ im August 2008, wo man den Einfluss von Sonne und kosmischer Strahlung (der sogenannte “Svensmark-Effekt”) auf das Klima der Erde postulierte.
Der Befragte war kein geringerer als Mojib Latif, und die Antwort war wie erwartet:

“Wir haben keinerlei Anhaltspunkte, dass dies in irgendeiner Form relevant  ist.
Man kann keine Klimaänderungen in den letzten Jahrtausenden mit einer Veränderung des Erdmagnetfelds oder des Sonnenwinds in Verbindung bringen…”

So war ich denn heute, am 15. April 2010 einigermaßen verblüfft, im Focus online folgenden Artikel zu lesen:

Sonnenzyklus hat Auswirkungen auf die Temperatur der Erde

Dass sich der Sonnenzyklus auch auf die Temperaturen auf der Erde auswirkt, ist seit Längerem bekannt. So fallen besonders kalte Phasen der Erdgeschichte – etwa das sogenannte Maunderminimum am Ende des 17. Jahrhunderts – mit Phasen schwacher Sonnenaktivität zusammen.

Das dazugehörige …



Sechs, setzten! 21 Kapitel im IPCC-Report als mangelhaft bis ungenügend bewertet

14. April 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Der Vorsitzenden des Weltklimarats (IPCC) Rajendra Pachauri ist stolz auf seine Organisation. Wiederholt betonte er, dass das IPCC in seinen Berichten eine Auswertung des wissenschaftlichen Sachstands erstellt, welcher gestützt ist durch Publikationen, die ihre hohe Qualität durch den in der Wissenschaft üblichen Begutachtungsprozess (“peer-review”) unter Beweis gestellt hätten (etwa hier).

“Die Leute können den Schlussfolgerungen des IPCC vertrauen…Schließlich basieren sie komplett auf begutachteter Literatur.”

“People can have confidence in the IPCC’s conclusions…Given that it is all on the basis of peer-reviewed literature.”

Seine Überzeugung hat Paschauri damit unterstrichen, dass er diese Aussage bei jeder sich bietenden Gelegenheit immer und immer wiederholt hat (hier eine kleine Auswahl). Er ließ sich auch nicht beirren durch immer wieder offen gelegte Fälle, in denen gezeigt wurde, dass der IPCC-Bericht an vielen prominenten Stellen nicht diesen Kriterien gefolgt ist. Sollte sich dennoch mal eine nicht begutachtete Studie in den IPCC-Report verirrt haben, dann waren das wohl bedauerliche Einzelfälle (wie etwa hier und hier).

Allein die die große Zahl läßt den unbedarften Beobachter schon daran zweifeln, dass es sich hierbei um Einzelfällen handelt, in denen wohl etwas schlampig gearbeitet wurde. Und spätestens wenn man sich vor Augen hält, dass sämtliche Ungenauigkeiten …



In eigener Sache: Interview mit der Freien Welt

6. April 2010 | Von | Kategorie: Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Politik, Wissenschaft

In der Internetzeitung “Freie Welt” ist ein Interview mit mir erschienen. Vom Ökologismus über Fragen der strategischen Grundausrichtung des Umweltschutzes bis hin zu Verschwörungshteorien werden eine Menge Themen angesprochen, die auch für alle Leser von Science Skeptical interessant sein könnten. Ich bitte, eventuelle Kommentare zu den Inhalten und Thesen direkt bei der Freien Welt zu posten.…



Das Geheimnis der Wolken – “Kriegserklärung” von Stefan Rahmstorf

4. April 2010 | Von | Kategorie: Blog, Climategate, Klimawandel, Kopenhagen, Medien, Profiteure, Wissenschaft
http://www.youtube.com/watch?v=l8rn_MsfiYc]

Acht Jahre lang begleitete der dänische Filmemacher Lars Oxfeldt Mortensen den dänischen Atmosphärenphysiker Henryk Svensmark dabei, wie der versuchte seine sensationelle Entdeckung von der Art der Wirkung der solaren Aktivität auf das globale Klima, in der Fachwelt publik zu machen. Svensmarks aufsehenerregende Klärung des Prozesses, mit dem die solare Einstrahlung auf den Planeten mittels Sonnenwind und kosmischer Höhenstrahlung die Wolkenbildung der unteren Troposphäre moduliert, stieß bis heute -seitens der dem IPCC verbundenen “Experten”- auf heftige Ablehnung bis eiserne Nichtbeachtung.

Herausgekommen ist eine beachtliche Dokumentation

Das für den Klimawandel in erster Linie die von Menschen verursachten CO2-Emissionen verantwortlich sein sollen, zieht eine Gruppe von Wissenschaftlern um den dänischen Physiker Henrik Svensmark in Zweifel. Für sie sind Zusammenhänge magnetischer Sonnenaktivität, kosmischer Strahlung und Wolkenbildung für die Erdtemperaturen von erheblicher Bedeutung.

Es gibt mehrere multidisziplinäre wissenschaftliche Studien, die die CO2-Hypothese infrage stellen. So fahndet der dänische Physiker Henrik Svensmark seit längerer Zeit nach anderen Ursachen für die globale Erwärmung. Er entdeckte neue Zusammenhänge zwischen der magnetischen Sonnenaktivität, der kosmischen Strahlung und der die Erdtemperaturen regulierenden Wolkenbildung. Die Existenz des Klimawandels wird nicht in Abrede gestellt, immer mehr Wissenschaftler setzen ihn aber mit den natürlichen Mechanismen in Beziehung, die sich in Zeit und Raum …



Wächst das Eis in der Arktis auch in diesem Jahr weiter?

6. März 2010 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Schnee und Eis, Wissenschaft

Der wohl bekannteste Internetblog, der sich skeptisch mit dem Thema globale Erwärmung auseinandersetzt, ist die Seite wattsupwiththat.com des amerikanischen Meteorologen Antony Watts. Und selbstverständlich wird auch dort die Entwicklung der Eisbedeckung in der Arktis kritisch unter die Lupe genommen. In einer dort im Februar veröffentlichten Analyse von Steven Goddard kam dieser zu dem Schluss, dass die Erholung des Eises in der Arktis sich auch in diesem Jahr fortsetzen würde.  Diese Einschätzung bekam jetzt prominente Unterstützung von Seiten des amerikanischen National Snow and Ice Data Centers (NSIDC). Diese Institution, die sonst eher für Prognosen im Sinne eines katastrophalen Verschwindens der Eisdecke zuständig ist, schrieb in ihrer neuesten Analyse:

Die Arktische Oszillation (AO) hat einen großen Effekt auf die Bewegung des arktischen Meereises.  Das Windmuster, welches mit einer stark negativen  AO verknüpft ist, bewirkt dass weniger Eis die Arktis durch die Fram Straße verlässt. Dadurch wird mehr von dem älteren, dickeren Eis in der Arktis zurückgehalten. Bei dem wenigen alten Eis, dass noch vorhanden ist, kann das Zurückhalten von übrigen dabei helfen, dass die Eisausdehnung im September nicht so niedrig ausfällt, wie in den letzten Jahren.

The AO has a strong effect on Arctic sea ice motion. The



Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?

6. März 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Vielleicht können Climategate und seinen Folgen („Africagate“, „Amazongate“, „Himalayagate“, „Hurricangate“ usw.) zu einer Versachlichung und Endemotionalisierung der Debatte beitragen.

Denn es stellen sich nicht nur Fragen nach der Verläßlichkeit von Wissenschaft und Wissenschaftlern (Peer-Review-Prozeß in der Klimaforschung, Qualitätssicherung innerhalb der Arbeit des IPCC, wirtschaftliche Motivationen hoher UNO-Repräsentanten und beteiligter Forscher). Es sind nun auch wichtige fachliche Aspekte öffentlich sichtbar, die Politik und Medien nicht mehr ignorieren können. Die folgenden Punkte lassen sich derzeit festhalten:

  • Baumringdaten und vergleichbare Proxies können nicht mehr als Goldstandard zur Ableitung von Temperaturen in der Vergangenheit dienen. Die Aussage, die gegenwärtig beobachtete Erwärmung wäre über einen längeren Zeitraum in der Menschheitsgeschichte (mindestens aber über die letzten 1.000 Jahre) in Ausmaß und Geschwindigkeit einzigartig, ist daher nicht mehr haltbar. Insbesondere die mittelalterliche Warmperiode mit Temperaturen mindestens auf dem heutigen Niveau ist für die Nordhalbkugel als gesichert anzusehen. Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, daß es sich hier um ein globales Phänomen, hervorgerufen durch natürliche Klimavariabilitäten, handelte. Damit ist klar: Die Beobachtungen der letzten hundert bis hundertfünfzig Jahre mögen mit der Annahme eines menschgemachten Klimawandels (durch Freisetzung von Treibhausgasen) vereinbar sein – oder auch nicht. Vereinbar mit natürlichen Variabilitäten sind sie allemal.
  • Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die im jüngsten IPCC-Bericht


Die Medienopfer

23. Februar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Wissenschaft
http://www.youtube.com/watch?v=AsQOFDaCx_M”>„langen

Seit Jahren schon starre ich sehnsüchtig mein Telefon an und warte ungeduldig auf den ersehnten Anruf. Nein, nicht Hollywood soll sich melden, sondern viel besser das Böse an sich, der Teufel in Gestalt von wahlweise der Tabakindustrie (ich rauche tatsächlich gern) oder der Ölindustrie (ich fahre ein benzinbetriebenes Auto ohne jedes schlechte Gewissen). Gerne würde ich auch die Unterstützung der chemischen oder der Montanindustrie, von Automobil- und Flugzeugherstellern oder der Atomindustrie entgegennehmen. Und ich wäre ein ziemlich idealer Partner, um hemmungslosen Fleischkonsum (gerne von Burgerbratern aus dem Fast-Food-Bereich) zu promoten. Doch nein, keiner ruft mich an. Das kann doch nicht sein.

Denn glaubt man den Alarmisten, ist die Menschheit nicht nur dabei, das Klima mit katastrophalen Folgen zu verändern. Sondern Menschen wie ich, die gegenteiliger Auffassung sind und auch noch öffentlich für ihre Haltung werben, leugnen diese „Tatsache“ wider besseres Wissen, weil sie dafür bezahlt werden. Das ist die Verteidigungslinie in Zeiten, in denen der Klimaforschung insgesamt und dem IPCC und seinen Berichten im besonderen der Wind ins Gesicht weht.

Skeptiker sind eigentlich Leugner, sagen sie, alles nur Lobbyisten, alles nur bezahlte Handlanger, die einen Krieg gegen die Wissenschaft führen, um die Menschen zu verunsichern.

Die Medienkampagne

Folgerichtig, so …