Wissenschaft



Wie man eine Umweltschutz-Erfolgsgeschichte als sicheres Zeichen für den Untergang verkauft

6. Januar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kurioses, Medien, Wissenschaft
800px-Mangroves_in_Puerto_RicoBullshit-Alarm auf Spiegel-Online. Dort wurde heute über eine in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienene Studie berichtet, wonach nur der Klimawandel die Erklärung für ein ansonsten unerklärliches Phänomen sein kann.

Laut der an der Arbeit beteiligten Forscher kann als Ursache für ein (nur im Norden Floridas zu beobachtendes) ungewöhnliches Mangroven-Wachstum nur der Klimawandel in Frage kommen. Allerdings nicht in Form einer schnöden Erwärmung, sondern durch “minimal weniger Tage mit strengem Frost”. Dadurch zeige die Studie “wie sensibel manche Ökosysteme auf Klimaschwankungen reagieren”. Schließlich reichten bereits 1,4 Tage weniger mit Temperaturen unter -4°C im Zeitraum von 1984 bis 2011 aus, um die Mangroven besser wachsen zu lassen. Oder wie es die Autoren in der Überschrift ausdrücken, das Wachstumsgebiet der Mangroven weiter in Richtung der Pole auszudehnen.

Interessant ist dabei schon die Tatsache dass der beobachtete Effekt nur dann zu finden ist, wenn man die Anzahl der Tage unter der magischen Grenze von besagten -4°C heranzieht. Allein das sieht schon sehr verdächtig nach Data-Minig aus.

So richtig interessant wird es aber erst wenn man in Betracht zieht, was in dem untersuchten Gebiet in den letzten Jahren noch so alles passiert ist. Genau in der Region, in welcher



Satellit misst Kälterekord von minus 93,2°C in der Antarktis

10. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Schnee und Eis, Wissenschaft

Kälterekord der ErdeSpiegel-Online berichtet ganz aktuell über einen neuen Kälterekord in der Antarktis. Wissenschaftler der NASA und anderer Institute haben alte Daten ausgewertet und sind dabei auf einen neuen Kälterekord in der Antarktis gestoßen. Die Forscher werteten Temperaturmessungen der Satelliten seit 1982 aus. Auf der Herbsttagung der Amerikanischen Geophysikalischen Union AGU in San Francisco wurden die Ergebnisse jetzt bekannt gegeben.



Hans von Storch: Taifun Haiyan ” kaum als Zeichen für den menschengemachten Klimawandel zu verstehen”

18. November 2013 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Ökologismus, Wissenschaft

global_running_aceDer Klimaforscher Hans von Storch hat dem Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag ein Interview gegeben. Es offenbart dass es in der prominenten Klimaforschung keinesfalls Konsens ist, Taifun Hayan automatisch dem Klimawandel zuzuschlagen, wie es etwa Mojib Latif oder Stefan Rahmstorf machen. Hochinteressant!

Ihr recht bekannter Kollege Mojib Latif sagte in einer anderen Sendung, der Sturm sei „ein tragischer Weckruf für die internationale Politik, endlich was zu unternehmen“. Ist „Haiyan“ ein Zeichen des Klimawandels, wie auch diverse Kommentatoren meinten?
Nein. Das würde ich dann sagen, wenn wir über einige Zeit eine ungewöhnliche Entwicklung hin zu stärkeren oder häufigeren Stürmen hätten. Extremereignisse sind Teil des normalen Wettergeschehens. „Haiyan“ war ein ganz erheblicher und sehr starker Sturm, doch schon früher gab es wenige Taifune mit stärkeren Winden und niederen Luftdrücken. Dabei ist zu bedenken, dass solche Messungen immer problematisch sind. „Haiyan“ war kein Rekordsturm und wir haben auch keine ungewöhnliche Häufung in der Region in den letzten Jahren. Also ist dieser Sturm kaum als Zeichen für den menschengemachten Klimawandel zu verstehen.

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Titelbild: Graphische Darstellung der Entwicklung der globalen Aktivität tropischer Wirbelstürme in den letzten 40 Jahren (Global and Northern Hemisphere Accumulated Cyclone Energy) erstellt von R. N. Maue vom amerikanischen Center for Ocean-Atmospheric Prediction



Der Hockeystick: Rise and Fall des Symbols für den menschgemachten Klimawandel

12. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Climategate, Daten, Klimawandel, Medien, Politik, Profiteure, Wissenschaft

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), im Deutschen oft als Weltklimarat bezeichnet, wurde im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ins Leben gerufen. Hauptaufgabe des der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) beigeordneten Ausschusses ist es, Risiken der globalen Erwärmung zu beurteilen und Vermeidungsstrategien zusammenzutragen. Eine entscheidende Rolle bei der Bewertung spielt die Klimaentwicklung der letzten ca. 1000 Jahre. Denn Warmzeiten und Kaltzeiten der letzten Jahrhunderte geben Aufschluss über die “Einzigartigkeit” und Bedrohlichkeit der heutigen, angeblich “menschgemachten” Erderwärmung. Schaut man sich die letzten fünf Weltklimaberichte an, so finden sich eine erstaunliche Entwicklungsgeschichte.



Harald Welzer und die Tiefenprägung

8. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Ökologismus, Wissenschaft

170px-Roemerberggespraeche-2011-ffm-harald-welzer-095Ein bemerkenswerter Disput, über die Frage, ob wir Wachstum bräuchten, fand am 26.09.2013 in Berlin statt. Eingeladen hatte die Heinrich Böll Stiftung und die Gäste waren Harald Welzer und Ralf Füchs. In Berlin trafen sie sich also diesen beiden grünen Vordenker, nur ein paar Tage nach der Bundestagswahl, und sprachen über ihre Vorstellungen einer Gesellschaft ohne, oder mit gesteuerten Wachstum. Vordergründig jedenfalls, eigentlich ging es aber um Weltbilder, bei denen es trotz der scheinbar ansonst unvereinbaren Positionen auch Gemeinsamkeiten gab, welche sich hauptsächlich auf Überzeugungen gründen wie sie beispielsweise in The Limits to Growth beschrieben werden. Die Behauptungen aus dieser vom Club of Rome beauftragten Studie, auch dessen Update, gelten hinsichtlich der konkreten Zukunftsbeschreibungen zwar weitestgehend als widerlegt, was aber die Diskutanten nicht daran hindert, von der Richtigkeit des gedanklichen Ansatzes, wonach die Menschheit gewissermaßen ein Schmarotzer der Natur ist, auszugehen.

Welzer meint, unsere moderne Industriegesellschaft hat bei den Menschen eine Tiefenprägung verursacht, wonach wir nur noch fähig sind in den Gegebenheiten dieser Gesellschaft zu denken und spricht sich für ein anderes Kulturmodell aus. Eines was mit dem etwas altmodischen Wort Genügsamkeit noch völlig unzureichend umschrieben wird. Ja geht sogar noch bis hin zu Selbsthass wenn er meint:

„Ich



Der Weltklimarat (IPCC) korrigiert die Spannbreite seiner Temperaturszenarien bis zum Jahr 2100 um rund 1°C nach unten

3. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Medien, Meeresspiegel, Wissenschaft

Vor wenigen Tagen ist der neue, fünfte Weltklimabericht erschienen. Am Freitag wurde die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger der Öffentlichkeit vorgestellt und am Montag der Bericht der Arbeitsgruppe 1/ Wissenschaftliche Grundlagen. Insbesondere auf den Meeresspiegelanstieg wurde von der Presse das Augenmerk gelegt. Denn gegenüber den letzten Klimabericht wurden die Szenarien zum Meeresspiegelanstieg vom IPCC leicht nach oben korrigiert. Wenig Beachtung wurde hingegen den Temperaturszenarien geschenkt. Denn schaut man sich die Szenarien zum Temperaturanstieg genauer an, so zeigt sich ein gänzlich anderes, weniger alarmistisches Bild, als beim Meeresspiegelanstieg.



So verschwinden unbequeme Wahrheiten – Weltklimarat passt seine Modelle nachträglich an

1. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Politik, Wissenschaft

Nachdem am Freitag bereits die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger des neuen Weltklimarat-Berichts erschienen war, wurde gestern der Bericht der Arbeitsgruppe 1, Wissenschaftliche Grundlagen, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung war in der Presse und in Internetforen ein Aspekt ganz besonders intensiv diskutiert worden. Wie würde das IPCC mit dem unangenehmen Umstand umgehen, dass es in den letzten 15 Jahren nicht wie erwartet wärmer geworden ist. Vor allem der Umstand dass 98 Prozent der für die Vorhersagen verwendeten Klimamodelle einen solchen Stillstand nicht vorhergesehen haben, sollte Anlass genug sein, die Methodik und die für die Modelle verwendeten Parameter einmal gründlich zu überdenken. Bereits im Juni hat einer der führenden deutschen Klimaforscher, Hans von Storch, in einem Spiegel-Interview auf die Diskrepanz zwischen Modellen und Wirklichkeit hingewiesen:

“Es gibt zwei denkbare Erklärungen – und beide sind für uns wenig erfreulich. Erste Möglichkeit: Die Erwärmung fällt schwächer aus, weil die Treibhausgase, insbesondere das CO², eine geringere Wirkung haben als angenommen. Das bedeutet nicht, dass es keinen menschengemachten Treibhauseffekt gibt; nur wäre unser Einfluss aufs Klimageschehen nicht so stark wie vermutet. Die andere Möglichkeit: In unseren Simulationen haben wir unterschätzt, wie sehr das Klima aufgrund natürlicher Ursachen schwankt.”

Eine unbequeme Wahrheit

Da