Wenn Ärzten das Haus verbrennt hilft kein Klimaschutz
4. August 2011 | Von Peter Heller | Kategorie: Artikel, Blog, Innovationspolitik, Karbonsteuer, Klimawandel, Medien, Politik, Wirtschaftsförderung, Wissenschaft
Für die Alarmisten ist die Sache klar. Der Mensch verändere durch seine Emissionen, insbesondere durch Kohlendioxid, das Klima der Erde in einer Weise, die ihn gefährdet. Insbesondere würden die bodennahen Luftschichten immer wärmer, was eine Vielzahl von Risiken – vom Meeresspiegelanstieg bis zur Dürre – erhöhe. Für die Alarmisten ist ebenso klar, worin die notwendige Folge besteht: Die Emissionen seien zu vermindern um diese Risiken zu vermeiden.
Seit vielen Jahren kreist die Klimadebatte um den ersten Punkt des Arguments. Es wird erbittert gestritten, ob denn unsere Emissionen tatsächlich eine bedrohliche Erwärmung auslösen können. Wahlweise halten Skeptiker wie Roy Spencer oder Richard Lindzen eine niedrigere Klimasensitivität für wahrscheinlich. Den Effekt des Kohlendioxids würden dann andere Prozesse kontern (und nicht verstärken, wie es die Alarmisten glauben) und der Temperaturanstieg verbliebe in einer Höhe, die keinen Anlaß zur Besorgnis gäbe. Andere, wie Henrik Svensmark oder Nir Shaviv sind von der Existenz natürlicher Prozesse überzeugt, die vom Menschen nicht beeinflusst werden können und die das Klima auf einer ähnlichen Zeitskala in einer ähnlichen Größenordnung ändern, wie das anthropogene Kohlendioxid. Alle diese Einsprüche sind valide und ihre wissenschaftliche Basis hat sich im Laufe der Jahre eher verbreitert denn verdünnt.
Aber viele Debatten gerade in der …

Was mich in der Klimadebatte zu einer skeptischen Haltung führt, ist nicht zuletzt die Abwesenheit von Unsicherheit auf Seiten der Alarmisten und Klimaschützer. Man ist nicht nur überzeugt, die Erde würde sich bei einer weiteren Erhöhung der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre im gegenwärtigen Tempo um einen nicht mehr tolerierbaren Betrag erwärmen. Man glaubt auch fest daran, durch eine deutliche Reduzierung anthropogener Emissionen diese Erwärmung auf jeden Fall vermeiden zu können. Der so definierte Erfolg einer Verminderung von Kohlendioxid-Emissionen wird nicht in geringster Hinsicht in Zweifel gezogen.
Es klingelt an Ihrer Tür und vor Ihnen steht ein sympathischer junger Mann, der hundert Euro für die örtliche Feuerwehr eintreiben möchte. Auf die Frage nach dem Warum entgegnet er, in Zukunft würden in der Region viel mehr Blitze einschlagen und dadurch mehr Brände ausbrechen. Wissenschaftler hätten diese Möglichkeit aufgezeigt. Zwar wäre ein solcher Trend aktuell nicht eindeutig nachweisbar und außerdem wisse man auch nicht, was in Zukunft tatsächlich geschähe, aber man hätte sich entsprechend geeinigt. Ein Gremium von Forschern hätte auf dem Verhandlungswege festgelegt, in Zukunft würden mehr Blitze einschlagen. Daher solle nun jeder Bürger eine Zwangsabgabe für die Brandbekämpfung leisten.





