Wissenschaft



Klimawanderung

4. Januar 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Schnee und Eis, Wissenschaft

Immer wieder hört/liest man aus “berufenem” Munde, Skeptiker könnten Wetter und Klima nicht auseinander halten, weil mit kalten Monaten etc. hantiert würde und dies nun mal Wetter sei. Die diesen Vorwurf erheben sind die, die einen warmen Monat in den Himmel heben, mit dem Datum der ersten Aufzeichnung drohen und sich ansonsten aufspielen wie die Kasperle, wenn es gegen ihre Religion geht.

Wie ist das nun mit dem Klima, dem Wetter und dem Klimaschutz?

Klima ist primär erst mal 30 Jahre Wettervergangenheit in einer bestimmten Region. Klimaschutz im Sinne der Erfinder wäre demnach Schutz der zukünftigen Wettervergangenheit.

Das Klima einer Region ist also das durchschnittliche Wetter der letzten 30 Jahre und ist lokal/regional begrenzt. In Deutschland hat es ca 3 Klimaregionen oder auch -zonen, alpin, kontinental und maritim. Die können sich je nach Großklimalage etwas verschieben, je nach dem ob in Deutschland das atlantische oder das russische Kontinentalklima größeren Einfluß hat.

Auch soll nicht unerwähnt bleiben, dass gewisse Wettererscheinungen durch das jeweilige geographische Klima bedingt sind.

Was heißt das?

Am Senegal wird es aufgrund der dortigen Wettergeschichte, dem Klima also, mehr als unwahrscheinlich sein, dass es dort schneit. Wenn unsere Klimagurus uns erzählen, das Klima habe sich in Deutschland ( …



Ein Licht in Sibirien – Temperaturtrends in der Arktis

30. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Von Gastautor Ed Caryl  

Arktische Stationen in der Nähe von Heizquellen zeigen im vorigen Jahrhundert eine Erwärmung. Isolierte arktische Stationen ohne menschliche Wärmequellen zeigen keine Erwärmung. Die Abbildungen „isolierte [ländliche] Stationen“ und „städtische Stationen“ zeigen diesen Unterschied sehr deutlich. 

Alle Karten der Temperaturanomalien nach GISS zeigen, dass sich die Arktis schneller erwärmt als der Rest des Globus’, besonders im Norden Alaskas und in Sibirien. Die Satellitendaten zeigen jedoch ein anderes Bild. Hier folgen die beiden Darstellungen für 2009, zunächst nach GISS:  

  

Hier die Sicht des Satelliten:  

 

Als Bezugsperiode für die Temperaturkarte von GISS wurde 1933 bis 1963 gewählt. Diese Zeitspanne fällt mit der damaligen Warmphase der atlantischen multidekadischen Oszillation (AMO) zusammen. Diese Periode wies ähnliche Temperaturwerte wie heute auf, verglichen mit der kühlen Periode von 1951 bis 1980, die GISS normalerweise als Referenz benutzt. Das macht sie vergleichbarer mit den Satellitendaten. Diese verwenden das Mittel über den Satellitenzeitraum seit 1979, also der aktuellen AMO Warmphase.  

Die Satellitendaten zeigen eine Abkühlung in Sibirien, ähnlich der Anomaliekarte aus den Bodenstationen, und eine sehr geringe Erwärmung in den meisten Gebieten von Alaska. Sie zeigen auch eine Abkühlung für die Antarktische Halbinsel, wo die Bodenkarte eine Erwärmung zeigt. Aber es gibt eine …



Zuviel Vorsorge tut nicht gut

24. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Ernährung, Politik, Wissenschaft

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass sowohl das Standortregister für Gentechnikfelder als auch die weitreichende Haftungsregelung mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Nach dieser Haftungsregelung müssen Gentechnik-Landwirte Bußgelder bezahlen, wenn veränderte Pollen ein Nachbarfeld verunreinigen – unabhängig davon, ob sich der konkrete Verursacher tatsächlich nachweisen lässt.

Begründet hat das Gericht dieses Urteil damit, dass der Erkenntnisstand der Wissenschaft bei der Beurteilung der langfristigen Folgen eines Einsatzes von Gentechnik noch nicht endgültig geklärt sei. Der Gesetzgeber habe daher eine besondere Sorgfaltspflicht. Wie der “Focus” berichtet, stellte das Gericht weiterhin fest, Regierungen dürften es nicht bei einer einfachen Kosten-Nutzen-Rechnung belassen. Sie seien auch „in der Verantwortung, für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen“. Die Gentechnik greife in die elementaren Strukturen des Lebens ein, weshalb beim Aussäen und Vermarkten gentechnisch veränderter Produkte „größtmögliche Vorsorge“ getroffen werden müsse.  Sie (die Regierungen) seien auch „in der Verantwortung, für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen“. …



Klimawandel: Kalt ist Warm!

17. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Entsprechend einer kürzlich im Journal of Geophysical Research veröffentlichten Studie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), könnte Kalt das neue Warm werden, jedenfalls für unsere Winter. Bis vor kurzem galt unter den Klimawissenschaftlern noch die einhellige Meinung: Unsere Winter werden allmählich wärmer. Nach zwei harten Wintern in Folge hat offensichtlich ein Umdenkprozess stattgefunden. Nun verkündet das PIK in einer Pressemitteilung vom 16. November 2010:

“Erderwärmung könnte Winter kälter werden lassen”

In der Pressemitteilung heißt es:

“Die Erderwärmung durch Treibhausgase könnte in Europa kalte Winter zur Folge haben. In der östlichen Arktis schrumpft das Eis auf dem Meer – hierdurch werden örtlich die unteren Luftschichten aufgeheizt, was zu einer starken Störung von Luftströmungen führen kann. Ergebnis ist eine mögliche Abkühlung der nördlichen Kontinente, wie eine kürzlich im Journal of Geophysical Research veröffentlichte Studie zeigt. „Diese Störungen könnten die Wahrscheinlichkeit des Auftretens extrem kalter Winter in Europa und Nordasien verdreifachen“, sagt Vladimir Petoukhov vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Hauptautor der Studie. „Harte Winter wie der vergangenen Jahres oder jener 2005/06 widersprechen nicht dem Bild globaler Erwärmung, sondern vervollständigen es eher.”

Die Forscher stützen ihre Aussagen auf Simulationen mit Hochleistungsrechnern, die ein aufwändiges Modell Klimamodell namens ECHAM5 nutzen. Dabei wurde der Computer mit Szenarien gefüttert, …



Advokaten der Angst

16. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Kernenergie, Klimawandel, Medien, Politik, Profiteure, Wissenschaft
http://www.youtube.com/watch?v=qF9WdV8pUPk”>Unchained

…die angekündigte Fortsetzung zu “Ein Advokat hat Angst“.

Ein wichtiger Aspekt der Klimakatastrophe ist ihr Unterhaltungswert – gemessen am Gruselfaktor. Die Evolution hat es nun einmal so eingerichtet: Bei uns Menschen setzt Panik chemische Prozesse in Gang, die zu erhöhter Aufmerksamkeit, zu einer Schärfung aller Sinne und Reflexe führen. Wenn die Angst abgeklungen ist, bleibt noch für eine Weile ein wohliges Gefühl der Entspannung zurück. Man darf natürlich nicht überziehen. Wie bei allen Drogen ist auch für die körpereigenen die Schädlichkeit der Überdosis zu beachten. Im Übermaß kann Furcht lähmen und das Gemüt dauerhaft in Mitleidenschaft ziehen.

Auf der Klaviatur dieser Möglichkeiten spielen Hollywoods Regisseure seit Jahrzehnten mit genialischer Virtuosität (jedenfalls einige). Wenn sie wollen, daß wir uns fürchten, dann fürchten wir uns auch. Der Horrorfilm ist die hohe Kunst des Spiels mit der Dosierung unserer Hormone und Botenstoffe.  Zunächst werden optische und akustische Reize nur einzeln in niedriger Dosierung verabreicht. Phantasie und Vorstellungskraft des Zuschauers werden gerade genug angeregt, um die Intensität unserer Emotionen weiter zu steigern, manchmal bis knapp vor die Grenze des Erträglichen. Sobald das Monster dann Gestalt annimmt, sich Optik und Akustik zu einem begreifbaren Ganzen vereinigen, es quasi physisch materialisiert und dadurch auch …



Singer versus Hansen: Wie alles begann…

11. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Politik, Wissenschaft

Wenn man in der Klimadebatte überhaupt einen Zeitpunkt des Anfangs ausmachen kann, so wäre sicher der Sommer des Jahres 1988 an erster Stelle zu nennen.

Organisiert von Al Gore, damals für die demokratische Partei Senator im Staat Tennessee, fand am 23. Juni dieses Jahres eine Anhörung vor dem US-Kongreß statt. In dieser Anhörung stellte der Physiker James E. Hansen vom Goddard Institute for Space Studies der NASA (GISS) die Ergebnisse von Modellrechnungen vor, die erstmals Szenarien zur Entwicklung des Erdklimasystems auf Basis eines „General Circulation Models“ GCM beinhalteten. Und die Botschaft war eindeutig: Die Zukunft wird, hervorgerufen durch anthropogene Emissionen von Treibhausgasen, eine deutliche Erwärmung der bodennahen Luftschichten sehen. Eine Erwärmung, die mit erheblichen Risiken für Extremwetterereignisse, für Dürren, Überflutungen und einen Anstieg des Meeresspiegels einhergeht.

In gewisser Hinsicht kann der 23.6.1988 daher als Geburtstag der Klimakatastrophe angesehen werden. Die Abbildung zeigt Hansens damals präsentierte Temperaturszenarien A, B und C im Vergleich mit den Daten der mittleren Temperaturanomalie von NASA-GISS bis zum Jahr 2005. Die Szenarien A und B gehen dabei von einem Anstieg der Emissionen aus, „A“ in der Form „Business as usual“, „B“ in der Form „moderater Anstieg und mindestens 3 größere vulkanische Eruptionen bis 2040, eine davon …



Schellnhuber und die Demokratie

17. August 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Politik, Profiteure, Wissenschaft

Der Wolf hat nicht nur Kreide gefressen. Er erscheint tatsächlich auch in Verkleidung der gütigen und weisen alten Großmutter.

Hans-Joachim Schellnhuber, seines Zeichens Leiter des “Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung PIK” und als Vorsitzender des “Wissenschaftlichen Beirates Globale Umweltveränderungen (WBGU)” Berater der Bundesregierung in Klimafragen, ist jedenfalls bislang nicht gerade für ausgewogene, nachdenkliche und zurückhaltende Äußerungen bekannt. Um so bemerkenswerter, welche Veränderungen in seiner Kommunikationsstrategie das aktuelle Interview im Spiegel (Print-Ausgabe 33/2010) dokumentiert.

Oh nein, unter die Skeptiker ist er wirklich nicht gegangen. Aber ein arg verklausuliertes Gesprächsangebot an unsere Seite macht er doch. Er ließe sich gerne durch neue Studien korrigieren, selbst, wenn dies eine “intellektuelle Niederlage” darstelle. Würde sich eine Erwärmung von 5 Grad oder mehr als beherrschbar herausstellen, würde er sich sogar freuen, sagt er.

In letzter Zeit häuft sich das Schwenken der weißen Fahne. Auch wenn es noch nicht das Eingeständnis einer Niederlage ist, so doch zumindest das Angebot zu Verhandlungen.

  • So sagt Hans von Storch in einem Interview mit der Zeit:

Wir müssen die Herausforderung durch die Skeptiker annehmen und in die Auseinandersetzung mit ihnen einsteigen, um sie zu gewinnen. Viele Physiker, Chemiker, Ingenieure oder Geologen haben offene Fragen zum Klimawandel, die sie noch nicht beantwortet