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Warum ich ein Klimaleugner bin

15. April 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Kommentare, Ökologismus, Profiteure

F11_09_St-Gilles_00311-300x300Am vergangenen Samstag stand ich bei klimaretter.info, dem Sturmgeschütz des organisierten Klimaschutzaktivismus, in meiner Funktion als Oberbösewicht der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung in Sachen Klimaschutz am Pranger. In einer wüsten Polemik über die sinisteren Machenschaften der organisierten Klimaleugner (Klimakiller FDP im Lobbyfilz) nimmt sich Blogger Michael Schwarz das „lukrative Geschäftsmodell“ der Klimaleugnung vor und identifiziert mich dabei als „bei CFACT unter Vertrag“ stehenden “Klimaleugner”. Zudem sei ich Mitarbeiter des Berliner Instituts für Unternehmerische Freiheit. Doch die Sache hat einen gewaltigen Haken, denn nichts davon entspricht der Wahrheit. Weder gibt es vertragliche Vereinbarungen zwischen mir und dem Committee for a Constructive Tomorrow (CFACT), noch arbeite ich derzeit beim IUF mit, auch wenn dies der während einer kurzen ehrenamtlichen Mitarbeit im Jahr 2008 entstandene Eintrag auf der Webseite des IUF mangels Aktualisierung suggeriert. Das alles lässt sich eindeutig belegen.

Statt sich also in der äußerst zweifelhaften Behauptung zu verrennen, die „Klimaleugnung“ wäre für die im Text genannten Personen ein lukratives Geschäftsmodell, hätte der Autor seine Opfer kontaktieren und sich mit dem Redaktionsstatut Klimaretter.info auseinandersetzen sollen. Hier sind nämlich die Grenzen des Zumutbaren für die Leser der Webseite eindeutig aufgeführt:

Klimaretter.info wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung. Das Online-Magazin ist der



Gauck spricht vor der Öko-Lobby von Wachstum und Fortschritt

6. Juni 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energiewende, Kommentare, Politik

Gastbeitrag von Michael Miersch

Journalisten lieben Texteinstiege mit einer symbolischen Szene. Mir wurde eine solche heute gleich beim Eintreten in den Park des Schlosses Bellevue serviert. Dort trifft sich zwei Tage lang die Elite des deutschen Umweltschutzes. Daimler, Deutsche Bank, Lufthansa und 197 andere Ökobetriebe haben im Schlossgarten ihre Zelte aufgebaut, um zu zeigen, wie sie den Planeten retten. Als ich also durch die Sicherheitskontrolle gehe, kommt mir ein Fuchs entgegen. Das schmale Tier im kurzen Sommerpelz ist von dem Geschehen im Park offensichtlich genervt. Diese Metapher kann ich mir nicht verkneifen: Die Öko-Industrie kommt, die Natur geht.

Die Feier beim Bundespräsidenten zur Woche der Umwelt hat sich trotz dieses Jahrmarkts der grünen Lobby und Subventions-Abzocker gelohnt. Schon wegen der Rede von Gauck. Es war eine der vernünftigsten Ansprachen zu diesem Thema, die ich von einem Politiker bisher gehört habe. Keine apokalyptischen Szenarien, keine kitschige Öko-Prosa, dafür ein paar Sätze, die dem Publikum im Halse stecken blieben. Ein Aufruf, auch mit Umwelt- und Klimafragen vernünftig und sachlich umzugehen.

Gauck bezeichnete die „Energiewende“ als „ein ehrgeiziges Projekt, das sich Deutschland als führende Industrienation vorgenommen hat.“ Er fuhr fort: „Es wird uns nicht gelingen allein mit planwirtschaftlichen Verordnungen. Schon gar nicht mit



Willkommen in China

2. Juni 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Kommentare, Politik

Das Perfide am Klimaschutz ist der schleichende Verlust der Fähigkeit, die Gefahren der Relativierung zu erkennen. Wie jede erfolgreiche Ideologie sickert auch die Vorstellung von der Notwendigkeit, Emissionen zu reduzieren, langsam und unbemerkt in den Verstand der Menschen ein, bis Irrationalität selbst die klügsten Köpfe vernebelt und auf gedankliche Pfade lenkt, die sich von den Fundamenten unserer Zivilisation immer weiter entfernen.

Es sind die Menschenrechte, die diese Fundamente bilden. Wenn auch nicht überall beachtet, wenn auch oft verletzt, stellen sie die Axiome dar, von denen ausgehend eine Gesellschaft wachsen und gedeihen kann. Von ihnen ist insbesondere politisches Handeln abzuleiten. Würde und Freiheit des Individuums sind unverhandelbar und können nicht veräußert werden. Jegliche Form staatlicher Gewalt hat sich dieses Maximen zu unterwerfen, hat sie zu verteidigen und zu bewahren. In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet, ist dieser kategorische Imperativ festgelegt:

Artikel 30: Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.

Das eine Grundrecht mit



Klimawandel und „gesunder Menschenverstand“

27. Mai 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Kommentare

Zwar ist der Klimawandel mittlerweile als direkter Lieferant von Schlagzeilen aus den Nachrichten verschwunden, latent aber irgendwie immer präsent. Jede Wärmeperiode ist Klimawandel, jede Kälteperiode ein unwichtiges Einzelereignis.

Ich möchte hier diesbezüglich einmal ein paar Dinge ansprechen, die einem eigentlich der „gesunde Menschenverstand (gM)“ sagt. Aber dieser gM scheint kollektiv irgendwie ausgeschaltet.

Anfangen möchte ich mit einem ganz praktischen Beispiel. In der letzten Aprilwoche des Jahres 2012 gab es eine echte „Temperaturrakete“. Am Dienstag bin ich im Allgäu noch durch einen veritablen Schneesturm gefahren (Kaufbeuren mittags +1°C), fünf Tage später, am Sonnabend, gab es dort wie in weiten Teilen Süddeutschlands hochsommerliche Hitze. In den Wetterberichten hieß es zuvor „Endlich Wärme!“ – „Herrlich! Es wird warm!“ In den Nachrichten davor ist dagegen in den gleichen Medien zu lesen: „Es wird immer wärmer Katastrophe!“ Ja was denn nun? Dies führt uns zur

1. Frage an den gM: Ist Wärme nun gut oder schlecht?

Weiter! Im Internet gibt es ja bekanntlich auch für Laien, die allerdings über Denkkraft verfügen, gute und verständliche Erklärungen. Nicht zuletzt dieser Blog ist ja ein gutes Beispiel dafür. Da kann man erfahren, dass man Wetter mit Linien und Kurven auf einer Wetterkarte darstellen kann – auch Vorhersagen.



Norbert Röttgen: An der Physik gescheitert

16. Mai 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energiewende, Kommentare, Politik

Norbert Röttgen ist Jurist. Das ist zunächst einmal nicht ohne Vorteil, gerade wenn man sich als Politiker in Fragen der Gesetzgebung engagiert. Kein technisches Verständnis aufzuweisen ist aber von Nachteil,  wenn in Gesetze gegossene politische Absichten physikalische Rahmenbedingungen nicht berücksichtigen. Und wenn es um Technologie geht, scheitern unsere Politiker an diesen Rahmenbedingungen regelmäßig. Dies belegt der heutige Tag. Norbert Röttgen war bis vor wenigen Stunden das Gesicht der Energiewende. Er hat sich mit einem Ziel verbunden, das man zwar politisch vorgeben und flankieren, technisch aber nicht erreichen kann. Sein Rauswurf war daher zwangsläufig. Er ist das erste politische Opfer der Energiewende. Und ganz sicher nicht das letzte.

Nein, liebe Mainstream-Medien, nicht das Desaster bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen war der tiefere Grund. Auch nicht seine Strategie, die CDU zu einer besseren grünen Partei zu machen, die die christdemokratischen Stammwähler in Scharen entweder zur FDP getrieben oder ganz von den Urnen ferngehalten hat. Das sind alles nur die Tropfen, die zum berühmten Überlaufen beigetragen haben. Ursache für seine Entlassung ist das sich abzeichnende Scheitern der Energiewende. Angela Merkels Erklärung ist deutlich, wenn man Politikersprache zu übersetzen vermag:

Die Energiewende ist ein zentrales Vorhaben dieser Legislaturperiode. Es sind die Grundlagen



Reality Check – Über Politik und Wissenschaft

13. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kommentare, Ökologismus, Politik

Die Pläne zur radikalen Umstrukturierung der Energieversorgung in Deutschland, zunächst unter dem Gesichtspunkt der Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen und dann mit dem Ziel des völligen Verzichts auf Nukleartechnik, werfen ein eigenartiges Licht auf die Rolle der Naturwissenschaft in der Gesellschaft. Einerseits beruft sich das Projekt auf klimatologische Aussagen, andererseits werden bei der Erörterung der grundsätzlich technischen Frage, ob und wie man die Energieversorgung eines hoch industrialisierten Landes von Grund aus umkrempeln und auf andere, noch nicht in den Einzelheiten ausgereifte und vielleicht tönerne Füße stellen kann, darf oder muß, Vertreter der Naturwissenschaft und Technik nur in sehr beschränktem Maße zu Rate gezogen.

Letzteres wohl wegen des Verdachts, gerade ihre spezielle Ausbildung dränge ihre Ansichten in eine technokratische Richtung und hindere sie daran, den allgemeinmenschlichen und ganzheitlichen Zusammenhang gebührend zu würdigen.

Das beschlossene Konzept umfaßt Wunschvorgaben,
Fragen der ethischen Verantwortung, Ideen zu Information und Miteinbeziehung der Bürger und vor allem einen Plan zur legislativen Umsetzung. Doch die erheblichen technischen Schwierigkeiten und Ungereimtheiten werden im Vertrauen darauf, daß “die Forschung” sie bei hinreichender Forderung und Förderung schon im Handumdrehen lösen wird, unter den Teppich gekehrt. Hier spiegelt sich die zwiespältige Haltung einer Gesellschaft wider, die sich zum einen vollkommen auf die Problemlösungsfähigkeit



Der Ökologismus frisst seine Kinder

17. Juli 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Kommentare, Ökologismus

Gastbeitrag von Michael Miersch

Die Energiewende soll uns als grüne Großtat verkauft werden. Sie ist das Gegenteil davon: massive Umweltzerstörung mit Biosiegel

Es begann mit dem Weißkopfseeadler. 1962 erschien Rachel Carsons inzwischen weltberühmtes Buch „Der stumme Frühling“. Die amerikanische Biologin warnte darin vor dem übermäßigen Gebrauch von Pestiziden. Tatsächlich gingen die Bauern damals viel zu sorglos mit Pflanzenschutzmitteln um. Vögel starben am Einsatz unzureichend getesteter Agrargifte. Besonders betroffen war der Weißkopfseeadler, der Wappenvogel der Vereinigten Staaten. Dies war der Zündfunke der globalen Umweltbewegung. Dass es heute wieder über 100 000 lebende Wappenvögel in Nordamerika gibt, ist eines der vielen positiven Ergebnisse des großen Umdenkens, das damals einsetzte.

Jetzt machen sich kalifornische Naturschützer erneut Sorgen um die Greifvögel. Sie finden Weißkopfseeadler immer häufiger zerhackt unter Windkraftanlagen. Auch Hunderttausende anderer Vögel und Fledermäuse werden durch Windparks getötet. „The Green Killer“ betitelte die britische „Daily Mail“ einen Bericht über den Vogeltod für Ökostrom.

Kernkraftgegner machen sich große Sorgen darüber, dass durch den GAU in Fukushima ein Radius von 30 Kilometern nuklear belastet ist und wahrscheinlich für lange Zeit unbewohnbar. Allerdings sind hierzulande weitaus größere Flächen unbewohnbar durch Windfarmen, Solarfelder, Pumpspeicherkraftwerke und die endlosen Maismonokulturen zur Gewinnung von Biogas und E10-Benzin. Riesige Urwaldgebiete werden in