Kopenhagen



Kehraus der Klimapolitik: Das Hartwell-Papier

13. Mai 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Energieerzeugung, Klimawandel, Kopenhagen, Politik

Das Dilemma eines jeden Klimaskeptikers ist, das Nichteintreten einer Klimakatastrophe nicht beweisen zu können.  Denn es handelt sich hier um ein Ereignis in der Zukunft, und diese kann man nicht vorhersagen. Die klimapolitische Debatte ist daher auch geprägt von den differierenden Verständnissen der Rolle und der Möglichkeiten naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung. Insbesondere der Forschung, die sich mit komplexen und rückgekoppelten, einer Vielfalt von Einflüssen ausgesetzten Systemen befaßt. Systemen, wie sie die Erde, ihr Energiehaushalt und ihre Klima- und Wetterphänomene darstellen.

Auf die Frage, ob unser Wissen genügt, um Risiken vorhersehen und rechtzeitig die richtigen Maßnahmen zu ihrer Minimierung ergreifen zu können, gibt es je nach Problemstellung unterschiedliche Antworten. Die Kollision eines Fahrzeuges mit einem Hindernis gleich welcher Natur ist (abhängig von seiner Masse und seiner Geschwindigkeit) ab einer bestimmten Annäherung tatsächlich unvermeidbar. Auf dieser Basis können Automaten entscheiden, eine Vollbremsung einleiten (um die Aufprallenergie zu vermindern) und tatsächlich in Zukunft einen Notruf bereits kurz vor dem Unfall absetzen. Ob aber ein bestimmter Fluß zu einem bestimmten Zeitpunkt über seine Ufer tritt und Menschen und Sachwerte gefährdet, ist letztendlich auch durch noch so viel klimawissenschaftliche Erkenntnisse niemals beantwortbar. Und selbst wenn man das im Rahmen der Hypothese von der menschgemachten Erwärmung steigende Risiko …



Das Geheimnis der Wolken – “Kriegserklärung” von Stefan Rahmstorf

4. April 2010 | Von | Kategorie: Blog, Climategate, Klimawandel, Kopenhagen, Medien, Profiteure, Wissenschaft
http://www.youtube.com/watch?v=l8rn_MsfiYc]

Acht Jahre lang begleitete der dänische Filmemacher Lars Oxfeldt Mortensen den dänischen Atmosphärenphysiker Henryk Svensmark dabei, wie der versuchte seine sensationelle Entdeckung von der Art der Wirkung der solaren Aktivität auf das globale Klima, in der Fachwelt publik zu machen. Svensmarks aufsehenerregende Klärung des Prozesses, mit dem die solare Einstrahlung auf den Planeten mittels Sonnenwind und kosmischer Höhenstrahlung die Wolkenbildung der unteren Troposphäre moduliert, stieß bis heute -seitens der dem IPCC verbundenen “Experten”- auf heftige Ablehnung bis eiserne Nichtbeachtung.

Herausgekommen ist eine beachtliche Dokumentation

Das für den Klimawandel in erster Linie die von Menschen verursachten CO2-Emissionen verantwortlich sein sollen, zieht eine Gruppe von Wissenschaftlern um den dänischen Physiker Henrik Svensmark in Zweifel. Für sie sind Zusammenhänge magnetischer Sonnenaktivität, kosmischer Strahlung und Wolkenbildung für die Erdtemperaturen von erheblicher Bedeutung.

Es gibt mehrere multidisziplinäre wissenschaftliche Studien, die die CO2-Hypothese infrage stellen. So fahndet der dänische Physiker Henrik Svensmark seit längerer Zeit nach anderen Ursachen für die globale Erwärmung. Er entdeckte neue Zusammenhänge zwischen der magnetischen Sonnenaktivität, der kosmischen Strahlung und der die Erdtemperaturen regulierenden Wolkenbildung. Die Existenz des Klimawandels wird nicht in Abrede gestellt, immer mehr Wissenschaftler setzen ihn aber mit den natürlichen Mechanismen in Beziehung, die sich in Zeit und Raum …



Durchhalteparolen im Angesicht der neuen Klimapolitik

9. Februar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Kopenhagen, Medien, Politik, Wissenschaft

So, nun wissen wir es endlich ganz genau. Der nächste Weltwirtschaftsgipfel findet in Mexiko statt. Am „Partystrand“, wie Spiegel-Online so schön titelt. Ich habe selten eine Nachricht mit so wenig Neuigkeitenwert gelesen. Denn von Mexiko wußten wir schon vorher. Ebenso von der Zwischenkonferenz in Bonn. Daß man sich nun also in Cancun trifft, mag die politische Kaste entzücken, für uns Wahlbürger ist es ohne Belang. Es ist doch üblich, große UNO-Konferenzen an Orten mit hohem Freizeit- und Erholungswert zu veranstalten, an denen ausreichend viele luxuriöse und vollklimatisierte Suiten zur Verfügung stehen.

Was aber auffällt ist die Konsequenz, mit der der Spiegel seine Klimakatastrophen-Kampagne fortsetzt. Unter strikter Mißachtung der neuen Realitäten werden Nachrichten über Wirtschaftspolitik immer noch unter der Kategorie „Wissenschaft“ veröffentlicht. Klimaforschung und Politik sind eine untrennbare Einheit, so sollen wir denken. Und: „Die Karawane zieht weiter, unbeirrt und unbeeindruckt, für uns Weltenretter hat sich nichts geändert.“

Dabei hat sich entscheidendes getan, in den letzten Wochen.

Mit einem gewissen Zynismus muß ich konstatieren, daß wir Skeptiker von all dem schon immer berichtet haben. Was sich geändert hat, ist die allgemeine Wahrnehmung. Climategate, Pachaurigate, Glaciergate, Amazongate und Hurricangate – um nur einige völlig neue Wortschöpfungen zu nennen, sind nun …



Das Kopenhagen-Manifest

23. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kopenhagen, Politik

Kopenhagen_meerjungfrauPer Rundmail hat vor einigen Tagen Thomas Deichmann, Chefredakteur des Novo-Magazins, auch uns auf das von Brendan O’Neill, dem Herausgeber des britischen Magazins spiked, verfaßte “Kopenhagen-Manifest” hingewiesen. Der Text wird derzeit für die Novo ins deutsche übersetzt und soll dort sowohl Online, wie auch in der Printausgabe erscheinen.

Ich halte das Manifest für überaus gelungen, es beschreibt pointiert und in kaum zu übertreffender Klarheit auch meine Haltung als Klimaskeptiker. Ich möchte Ihnen daher den Artikel auch hier näherbringen, als Kopie des englischen Originals von der spiked-Webseite. Die autorisierte deutsche Fassung werde ich nachreichen, sobald verfügbar.

———-Zitat Anfang———-

Everyone, it seems, is disappointed with the Copenhagen Deal drawn up by world leaders, with its promise of more money to tackle climate change and its commitment to stop the planet from warming by more than two degrees. But never mind all that. As spiked kicks off a major online debate about the future of the planet and humanity post-Copenhagen, here is our Alternative Copenhagen Deal.

#1: Hands off the human footprint

From Genesis to the Enlightenment, mankind was seen as the master of the planet. We have ‘dominion over the fish of the sea, over the birds of the …



Kopenhagen: Ein großer Erfolg

19. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Kopenhagen

Heute ist die Klimakonferenz von Kopenhagen mit großem Erfolg beendet worden. Zwei Jahre Vorbereitungszeit und zwei Wochen intensive Verhandlungen, mehr als 10.000 Delegierte aus 192 Ländern, 130 Staats- und Regierungschefs anwesend und teils intensiv an den Verhandlungen beteiligt – die Konferenz der Superlative hat mehr erreicht, als man hoffen konnte. Ein für alle Menschen positives Signal, eine optimistische Botschaft geht von Kopenhagen an die Welt. Und diese Nachricht lautet: „Wir nehmen sie nicht ernst, die Katastrophenrhetorik einer politisierten Wissenschaft. Wir denken rational, noch immer, wir lassen uns weder vom Druck naiver Aktivisten auf der Straße, noch von quasireligiösen Eiferern der gleichgeschalteten Massenmedien zur Dummheit zwingen.“

Denn wären unsere Staatenlenker tatsächlich von den düsteren Prophezeiungen der Alarmisten überzeugt, dann hätten sie anders handeln müssen.

Betrachten wir allein die folgenden Aspekte, die in den letzten Wochen stetig durch alle großen Print- und Rundfunkmedien verbreitet wurden:

  • Der menschgemachte Klimawandel sei schon jetzt spürbar und es würden schon heute Menschen in großer Zahl als direkte Folge des erhöhten CO2-Gehaltes der Atmosphäre hungern und sterben.
  • Viele der Länder, die mit am Verhandlungstisch saßen, würden bis 2050 überhaupt nicht mehr existieren (vor allem Inselstaaten im Pazifik).
  • Große Küstenstädte, gigantische Metropolen wie Bombay oder auch New York, wären


Schlechtes Wetter in Kopenhagen

7. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Kopenhagen, Politik

Es war schon interessant, auf der Klimakonferenz in Berlin mit den vor dem Hotel demonstrierenden Greenpeace-Aktivisten zu diskutieren (die zwei Figuren von der ÖDP habe ich, demonstrativ rauchend, ignoriert). Fast eine Stunde übrigens – und das in aller Freundschaft. Es hat Spaß gemacht und wir sind mit der Erkenntnis auseinandergegangen, daß uns allen etwas an der Erde und den sie bewohnenden Menschen liegt. Aber es war auch aus zwei Gründen erschütternd. Da dachten die Aktivisten doch tatsächlich, ich wäre nun ein verbrecherischer Vertreter irgendeiner bösen Macht (wahlweise Kohle, Atom, Öl, Pharma oder Großkapital) und hätte Schlimmes im Sinn. Und zweitens waren die grünen Umweltkämpfer samt und sonders von jeglicher Vorahnung unbelastet. Schon meine Frage, ob sie denn jetzt den Emissionshandel oder die Karbonsteuer als regulierende Mechanismen zur Emissionsminderung bevorzugen, erntete fragende Blicke. Angesprochen auf ihre Heroen, beispielsweise Dennis Meadows und James Hansen, vertiefte sich die Leere in den Augen. Dennis wie? James wer? Falls jemand von Greenpeace das liest: Ladet doch mal mich zu einem Vortrag ein, ich erkläre Euch gerne, wofür Ihr da eigentlich demonstriert und was ich darüber denke.

Für den Anfang kann ja dieser Artikel ein paar Denkanstöße liefern. Denn so spannend es auch sein mag, über …



Was wird Großes in Kopenhagen passieren? Nichts.

16. November 2009 | Von | Kategorie: Blog, Kopenhagen

bali_klimakonferenz_dpa_400Es wird genau das gleiche Prozedere ablaufen, was sich seit alters her bei derartigen Treffen abspielt. Da kommen die erhabenen Häuptlinge zum großen Tam-Tam zusammen.

In ihrem Gefolge finden sich die patronierten Schamanen, Druiden und Gaukler, die die Zeit zwischen den einzelnen Festgelagen füllen. Man macht ein „wichtiges Gesicht“, schwingt wohltönende Reden, lässt ab und an mal die Hofnarren ihre Späßchen machen, lässt sich mit den apokalyptischen Beschwörungen und Tänzen der Schamanen und Druiden die Zeit verkürzen und freut sich gemeinsam über die Späße der Gaukler.

Da wird auch diskutiert über die neuesten und wirksamsten Gags und Tricks, wie man dem störrischen Volk die Penunzen aus der Tasche ziehen kann. Einer will den Anderen an Ideen übertreffen und alle sind sich einig, dass „etwas geschehen muss“. Nur keiner weiß, was. So beschließt man dann einstimmig, sich alsbald wieder zu treffen. Es wird vereinbart, dass das nächste Tam-Tam aber diesmal von ausgewählten Hofschranzen und den Schamanen und Druiden vorbereitet wird.
Alle sind zufrieden und feiern ihren Erfolg. Alle? Nein, da ist ja noch die Schar der „kleinen Häuptlinge“, die nur am Katzentisch sitzen durften. Die ballen ihr „Mausefäustchen“ in der Tasche und sinnen auf Revanche.

So ungefähr könnte es laufen.

Aber …