Meeresspiegel



Rahmstorf: “Westantarktischer Eisschild hat seinen unaufhaltsamen Zerfall begonnen”

17. September 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Meeresspiegel, Schnee und Eis, Wissenschaft

imageIn dem 2004 erschienen Thriller “Welt in Angst” von Michael Crichton versucht eine Gruppe von Umweltaktivisten durch eine Reihe von Anschlägen Umweltkatastrophen auszulösen, um so auf die Gefahren der globalen Erwärmung aufmerksam zu machen. Als Teil dieses Plans soll eine gigantische Sprengung einen Riss im westantarktischen Eisschild erzeugen und so große Teile des Eises lösen und ins Meer rutschen lassen.

Damit hat Crichton eins der zentralen Weltuntergangs-Szenarien der Klimaforschung aufgegriffen. Das Eis auf der Westantarktischen Halbinsel gilt unter Klimaaktivisten und -wissenschaftlern als besonders gefährdet und wird oft als einer der fragilsten Kipppunkte genannt. Das sind Punkte die, wenn sie überschritten werden, eine Kettenreaktion an Veränderungen auslösen. Auch harmlos anmutende kleine Veränderungen könnten, sobald ein bestimmter Zustand erreicht ist oder überschritten wird, in eine plötzliche und unaufhaltsame Katastrophe führen. Der Grundgedanke dahinter ist, dass in der Natur eine Reihe empfindlicher Gleichgewichte vorherrschen, deren Störung schlimme Folgen hat. Dass die Natur eventuell viel robuster reagiert und Veränderungen in großem Maßstab abzupuffern in der Lage ist, kommt in diesem Gedankenmodell nicht vor.

Kipppunkt soll überschritten sein

Nun ist also laut Professor Rahmstorf ein solcher Kipppunkt überschritten worden. Mit infernalen Konsequenzen:

“Klimaforscher haben seit den 1970ern davor gewarnt: Jetzt ist der Westantarktische Eisschild instabil



Die WMO, das sechstwärmste Jahr und die Stagnation

25. März 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Meeresspiegel, Wissenschaft

from 1997Die Weltorganisation für Meteorologie hat (WMO) hat gestern ihren Jährlichen Bericht zur Klimaentwicklung vorgestellt. Wer, wie die meisten Leser hier, die Entwicklung der globalen Temperaturen mehr oder weniger regelmäßig verfolgt, für den kommt die Hauptbotschaft des Reports nicht überraschend. Die seit etwa 1998 andauernde Stagnation beim Anstieg der Globaltemperaturen hat sich auch im Jahr 2013 weiter fortgesetzt. Die Grafik rechts zeigt die Entwicklung der Globaltemperatur seit 1997  nach unterschiedlichen Messdaten.

Stagnation beim Temperaturanstieg kein Thema

Zugegeben, von der Stagnation erfährt man lediglich in dem dem Bericht zugrunde liegenden Daten, nicht im Bericht selbst. Die WMO, die ebenso wie das IPCC eine Organisation der UNO ist, wählt ihre Formulierungen dann doch lieber so, dass der Umstand dass es seit über 15 Jahren nicht mehr wärmer wird nicht so deutlich auffällt. In der Presseerklärung wird der Begriff Stillstand (Hiatus) nicht einmal erwähnt. Dort heißt es stattdessen:

The report confirmed that 2013 tied with 2007 as the sixth warmest on record, continuing the long-term global warming trend.

(…)Thirteen of the fourteen warmest years on record have all occurred in the 21st century, and each of the last three decades has been warmer than the previous one, culminating with 2001-2010 as the warmest decade



Klimaflüchtlinge: Mann aus Kiribati beantrag mit seiner Familie Asyl in Neuseeland

18. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Medien, Meeresspiegel

KlimafluechtlingeDie Angst vorm Klimawandel treibt so manch kuriose Blüten. Gerade ist der neue Weltklimabericht erschienen und malt noch erschreckendere Szenarien zum Meeresspiegelanstieg aus. So verwundert es auch nicht, dass jetzt ein Mann aus Kiribati mit seiner Familie Asyl in Neuseeland beantragt. Er fordert als Klimaflüchtling anerkannt zu werden, da seine Insel infolge des Klimawandels vom Untergang bedroht sei.



Der Weltklimarat (IPCC) korrigiert die Spannbreite seiner Temperaturszenarien bis zum Jahr 2100 um rund 1°C nach unten

3. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Daten, Klimawandel, Medien, Meeresspiegel, Wissenschaft

Vor wenigen Tagen ist der neue, fünfte Weltklimabericht erschienen. Am Freitag wurde die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger der Öffentlichkeit vorgestellt und am Montag der Bericht der Arbeitsgruppe 1/ Wissenschaftliche Grundlagen. Insbesondere auf den Meeresspiegelanstieg wurde von der Presse das Augenmerk gelegt. Denn gegenüber den letzten Klimabericht wurden die Szenarien zum Meeresspiegelanstieg vom IPCC leicht nach oben korrigiert. Wenig Beachtung wurde hingegen den Temperaturszenarien geschenkt. Denn schaut man sich die Szenarien zum Temperaturanstieg genauer an, so zeigt sich ein gänzlich anderes, weniger alarmistisches Bild, als beim Meeresspiegelanstieg.



Entwurf des kommenden IPCC-Berichtes veröffentlicht

15. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Meeresspiegel, Wissenschaft

“Do Not Cite, Quote or Distribute” – von wegen, dachte sich Blogger Alec Rawls (Stopgreensuicide). Entsprechend hat er vor zwei Tagen den ihm vorliegenden Entwurf des neuen IPCC-Berichtes (“Assessment Report 5″, AR 5) online verfügbar gemacht. Recht hat er. Ein vom Steuerzahler finanziertes Papier, auf dessen Grundlage weite Teile der Politik, der Wissenschaft und der Medien glauben, eben uns Steuerzahler weiter schröpfen zu können, sollte so frühzeitig wie möglich dem alleinigen Zugriff abgeschlossener UNO-Zirkel entrissen werden. Allein schon, um den Vorgängen seiner Erstellung und Überarbeitung die öffentliche Transparenz zukommen zu lassen, die in der Vergangenheit schmerzlich vermißt wurde.

Das Material besteht aus der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger (Summary for Policymakers, SPM) und der Ausarbeitung der Arbeitsgruppe 1 (Working Group 1, WG 1), die sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen des vermuteten künftigen menschgemachten Klimawandels befaßt. Im Prinzip handelt es sich hier um eine Zusammenstellung des derzeitigen Wissens über unser Klimasystem, um eine aggregierte Aufarbeitung von Messungen und eine Darstellung der Theorien und Hypothesen der wirkenden Mechanismen.

Auf dieser Basis bleibt das IPCC auch im AR5 bei seiner Auffassung, der Mensch würde durch Emissionen von Treibhausgasen (mit Kohlendioxid als mit Abstand wichtigster Komponente) die Energiebilanz des Planeten ändern. Dieser Eingriff



Was nicht passt wird passend gemacht – ESA korrigiert Daten zum Meeresspiegel

13. April 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Meeresspiegel, Wissenschaft

Der “Environmental Satellite” (Envisat) ist so etwas wie das Prunkstück der European Space Agency (ESA). Der 8 Tonnen schwere Umweltsatellit stellte die größte Nutzlast dar, die jemals mit einer Ariane Rakete ins All befördert wurde und ist mit 2,3 Milliarden Euro auch der bislang teuerste Satellit der ESA.

Zu den Aufgaben dieses Satelliten gehört unter anderem die Vermessung der Ozonschicht, der Eisbedeckung, die Dokumentation von Vulkanausbrüchen und die Vermessung des Meeresspiegels. Allerdings hat die Auswertung letzterer Daten bislang zu Ergebnissen geführt, die weder mit den Aussagen eines beschleunigten Meeresspiegelanstiegs, noch mit den Messungen der amerikanischen Jason Satelliten in Einklang standen.

Anstieg durch “Datenankorrektur” verfünffacht

Der von Envisat gemessenen Anstieg des Meeresspiegels betrug im Zeitraum von Ende 2003 bis Ende 2011 lediglich 0,48 mm/Jahr, was 4,8 cm in 100 Jahren entsprechen würde. Die Messungen des Jason-1 Satelliten haben für den gleichen Zeitraum einen Anstieg von 2,05 mm pro Jahr gefunden. (Bitte beachten Sie, dass die folgenden Darstellung zum Vergleich der Absolutwerte normiert sind. Die aus den Ergebnissen resultierenden Steigungen des Meeresspiegels bleiben davon unberührt.)

Um diesem Umstand zu begegnen wurden bei der ESA bereits im letzten Jahr Methoden diskutiert, wie man die Envisat Daten rechnerisch an die Ergebnisse der Messungen der



Der WDR und das Klima – “Schlimmer als zunächst befürchtet.”

2. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Medien, Meeresspiegel

Mittlerweile kennen wir das Spiel zu Genüge. Immer wenn sich die Umweltdiplomaten der Länder zu ihrem alljährlichen Treffen, der Weltklimakonferenz, einfinden, überschlagen sich Presse und Medien in der Berichterstattung über reale, gefühlte und möglicherweise in der Zukunft zu erwartende Katastrophen. Man kann sich als Außenstehender mittlerweile bildlich die endlos langen Redaktionskonferenzen vorstellen, in denen diskutiert wird, welche Umweltphänomene man als nächstes dem Klimawandel in die Schuhe schieben kann.

Nur, worüber man aktuell berichten soll, um die eigenen Bürger wieder einmal in vorweihnachtliche Klimakrisen-Stimmung zu versetzen, scheint allen Beteiligten zunehmend Kopfschmerzen zu bereiten. Das mag zum einen daran liegen, dass durch das jahrelange mediale Dauerfeuer inzwischen beim Medienkonsumenten ein gewisser Abstumpfungsprozess eingetreten ist. Aber sicher spielt auch eine große Rolle, dass die Natur eben auch ihren Beitrag zum Drehbuch des Schreckens zu leisten hat. Und diese nimmt die Ihr zugewiesene Rolle als Stichwortgeber für das Weltuntergangs-Schauspiel offensichtlich momentan nicht besonders ernst.

Die Natur spielt nicht mit

Der globale Meeresspiegelanstieg nach Satellitenmessungen (http://sealevel.colorado.edu/)

So weigert sich der Planet seit 10 Jahren standhaft, die versprochene Erwärmung fortschreiten zu lassen. Dabei scheint es ihm auch egal zu sein, dass die CO2-Emissionen im gleichen Zeitraum auf bislang ungekannte Rekordwerte angestiegen sind. Der Meeresspiegel, dessen ungehemmter