Ökologistische Mythen



Peak-Oil und Anti-Fracking Propanganda in der ARD – „Wir haben noch 7 Jahre“

25. März 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Erdgas, Erdöl, Medien, Nachhaltigkeit, Ökologistische Mythen, Unkonventionelles Gas und Öl

RundfunkgebührenIch war heute morgen mit dem Auto unterwegs und hatte das zweifelhafte Vergnügen im Halbstunden-Rhythmus die Nachrichten auf WDR 5 verfolgen zu dürfen. Topmeldung des Tages und damit in jeder Nachrichtensendung präsent war erwartungsgemäß  das vorläufige Abwenden des finanziellen Kollaps in Zypern. An zweiter Stelle war jedoch eine Meldung, die einen fast noch mehr aufhorchen ließ. Nach Angaben des WDR stünden Peak-Oil und Peak-Gas nun unmittelbar bevor. Es ist, wieder einmal, noch schlimmer als man ohnehin schon befürchtet hatte. Interessant war zudem auch die Evolution der Meldung.

Studie: Öl und Gas gehen schneller aus als gedacht (06:35Uhr)

Öl und Gas werden weltweit möglicherweise schneller ausgehen als bisher gedacht. Eine internationale Expertengruppe hat in einer Studie berechnet, dass schon in sieben Jahren ein Zeitpunkt erreicht ist, ab dem nicht mehr Öl und Gas gewonnen werden können. Die Einzelheiten: Ab 2020 geht es laut Studie abwärts mit den fossilen Brennstoffen. Und sie werden immer teurer. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch neue Fördermethoden wie das Fracking nichts bringen. Dabei wird eine Chemikalienmischung in tiefe Erdschichten gepumpt, um Gas freizusetzen. Die USA setzen gerade stark auf die umstrittene Fördermethode – laut der Studie kann damit aber nicht so viel Gas gefördert



Japan zum Jahrestag von Fukushima – Eine rückblickende Presseschau

24. März 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Kernenergie, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen

helicopter_flies_over_SendaiEine Reihe japanischer Tageszeitungen und Magazine hat englische Ausgaben. Die bedeutendsten Tageszeitungen sind:

Yomiuri shimbun http://www.yomiuri.co.jp/dy/

Asahi shimbun http://ajw.asahi.com/

Mainichi shimbun http://ajw.asahi.com/

Wikipedia sagt, Asahi und Mainichi gälten als linksliberal, Yomiuri als konservativ. Zusätzlich sind englisch zugänglich:

The Japan Times http://www.japantimes.co.jp/

Japan Today http://www.japantoday.com/

Was schreiben diese Zeitungen zum Jahrestag der Tsunami Katastrophe und wie stellt sich die japanische Sicht im Vergleich zur deutschen dar? Suchbegriff war in allen Fällen ‚Fukushima anniversary‘ bzw ‚Tohoku anniversary‘ Tohoku ist die Bezeichnung für das Gebiet der Erdbeben- und Tsunamikatatrophe, die die Fukushima-Havarie auslöste. Beginnen wir mit der auflagenstärksten Zeitung Japans:

Yomiuri Shimbun

Das Editorial am 11 März:

http://www.yomiuri.co.jp/dy/editorial/T130313003692.htm

Keeping memories of the March 11 disaster alive

Die Erinnerungen an den 11 März wach halten.

[Welche Erinnerungen? Die an die ‚Atomkatastrophe‘? Nein]

Scars of the massive tsunami triggered by the Great East Japan Earthquake remain all-too-vivid in some affected areas. A large fishing vessel remains stranded ashore, and buildings reduced to their bare frames dot the landscape…

Die Narben des massiven Tsunamis, der vom Großen Ostjapanischen Erdbeben ausgelöst wurde sind in einigen betroffenen Gebieten nur all zu lebendig. Ein grosses Fischerboot liegt gestrandet, Bauwerke, von denen nur die Rahmen blieben, sind in der Landschaft



Von den Walen lernen

17. März 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Erdöl, Nachhaltigkeit, Ökologistische Mythen, Politik, Tierschutz

ego150“There she blows! There she blows! A hump like a snow-hill! It is Moby Dick!”

(Herman Melville, Moby Dick, 1851)

So ein Wal ist eine tolle Sache. In den Barten des Blauwals findet sich Fischbein für körperformende Kleidung (Korsetts, Reifröcke) und diverse Accessoires (Sonnenschirme). Ein Pottwal liefert Ambra für allerlei Duftwässerchen und Walrat für feine Kerzen. Aus allen großen Meeressäugern kann man Tran gewinnen, nützlich als Energieträger (Beleuchtung), als wichtiger Grundstoff für die chemische Industrie (Farben, Pflegemittel, Sprengstoffe), für Medizin und Kosmetik (Salben, Seifen) und für Lebensmittel (Margarine, Suppen, Gelatine). Nicht zu vergessen: Der Wal ist ein nachwachsender Rohstoff.

Da wundert die Anziehungskraft nicht, die der Walfang über Jahrhunderte auf abenteuerlustige Tierliebhaber ausübte. Monate oder gar Jahre auf den Weltmeeren fernab der zivilisierten Metropolen unterwegs, trotzten diese Naturburschen allen Gefahren der See. Beseelt von dem Anspruch, der Menschheit Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu sichern, setzten sie tagtäglich ihr Leben ein. Wahre Helden, denen Herman Melville in der Figur des fiktiven Kapitäns Ahab ein literarisches Denkmal für die Ewigkeit erbaute.

Leider aber agierten die Regierungen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert nicht so vorausschauend, wie unsere heutige Administration. Statt ihn also massiv zu subventionieren, ließen sie den Walfang erst sterben,



Fracking in den USA – ‚Gasland‘ und die Fakten

9. März 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdgas, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Unkonventionelles Gas und Öl

Gasland - No Facct ZoneUm es gleich vorweg zu sagen: ‚Gasland‘ ist ein betrügerisches Machwerk zum Zweck der Gräuelpropaganda gegen das Fracking.

Das ist an sich schon längst bekannt, aber dennoch halten sich die erlogenen Behauptungen hartnäckig. In der Tat so hartnäckig, dass der Verdacht naheliegt, dass hier von interessierter Seite massiv nachgeholfen wird.

Die bekannteste und gruseligste Szene ist das Wasser, das aus der Leitung fliesst und so viel Methan enthält, dass man es anzünden kann.

Doch was hat es damit auf sich? Einige Fakten:

  • Methan im Wasser ist normal! Methan ist ein typisches Endprodukt des anaeroben Stoffwechsels und in tieferen Erdschichten, dort, wo auch das Grundwasser ist, gibt es keinen Sauerstoff und anaerobe Bakterien haben beste Lebensbedingungen. Auch In Deutschland gibt es Wasserwerke, die ihr Trinkwasser entgasen müssen, damit es nicht brennt. (Methan in der Trinkwasseraufbereitung)
    Hausbrunnen in der US-Provinz haben aber keinen Entgaser…
  • Es hat sich längst herausgestellt, dass das Phänomen der brennenden Wasserhähne schon auftrat, bevor in der Gegend gefrackt wurde. Bereits 1976 veröffentlichte die Wasserbehörde von Colorado eine Meldung, die von ‚Troublesome amounts of … methane“, sprach, lange, bevor zum ersten mal gefrackt wurde.
  • Die Behörden konnten mit Isotopen- und Spurengasanalysen nachweisen, dass das Methan


Von Ressourcen und Rohstoffen – Eine Zeitreise

23. Februar 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen

EibeNachdem ‚Peak Oil‘ weitestgehend sang- und klanglos und sehr zur Enttäuschung vieler Endzeitpropheten beerdigt wurde, bleibt dennoch das kollektive Gefühl, dass in einer endlichen Welt doch irgendwann das Ende kommen müsste. Schliesslich haben wir doch keine zweite Erde als Reserve, oder?

Tatsächlich ist dies ein Irrglaube, eine völlig falsche Vorstellung davon, was hinter Begriffen wie Ressource oder Nachhaltigkeit steckt. Die Menschheit stand immer vor dem ‚Ende der Rohstoffe‘ und sie hat jedes mal einen Weg gefunden, neue Quellen zu erschliessen. Wie das geschah, ist bemerkenswert, denn es lief völlig anders ab, als allgemein geglaubt wird.

Nachhaltigkeit ist ein sehr populäres Schlagwort.

Wir müssen nachhaltig wirtschaften, nicht mehr verbrauchen, als nachwächst und wenn nichts nachwächst, müssen wir sparen. Wirklich? Waren Mammutjäger nachhaltig? Naturverbunden, ernteten sie einen ’nachhaltigen‘ Rohstoff, eben Mammuts. Wenn sie nicht mehr verbrauchten als nachwuchs, waren sie, wie zum Beispiel Wölfe, noch Teil der Natur und kein verschlingender Parasit – so ähnlich mag es sich ein romantischer Geist zusammen reimen. Leider starben aber die Mammuts aus. Also doch kein nachhaltiges Wirtschaften? Oder Schicksal? Wohl beides. Der natürliche Klimawandel änderte die Fauna sicherlich in der frühen Steinzeit erheblich. Aber auch die Menschen trugen ihren Teil bei.

Tatsächlich verschwanden mit



Die Ressourcen und das Primat der Technologie

17. Februar 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Energieerzeugung, Erdöl, Innovationspolitik, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Technium, Unkonventionelles Gas und Öl

ego150Es ist ziemlich einfach, eine Phantasie über den Weltuntergang zu begründen. Man kann Vogonen erfinden, die die Erde aus dem Weg sprengen. Man kann aber auch die bekannten Rohstoffvorräte gedanklich in einen begrenzten Behälter ohne Zulauf packen, nach dessen zwangsläufiger Entleerung unsere Zivilisation zusammenbricht. Beides ist gleichermaßen plausibel. Während allerdings die erste Variante von den meisten Menschen als überaus unterhaltsam empfunden wird, ist die zweite zentrales Dogma der ökologistischen Ideologie und damit nicht nur fester Bestandteil des gesellschaftlichen Diskurses, sondern auch Quelle weitverbreiteter Zukunftsangst geworden.

Denn wie in einem Artikel von Brian Hayes in der aktuellen Ausgabe von Spektrum der Wissenschaft (Februar 2013) beschrieben, ist die Idee limitierter Ressourcenverfügbarkeit grundlegendes Element der Computersimulationen, die dem 1972 erschienenen Buch „Die Grenzen des Wachstums“ zugrunde liegen. Ein Werk, das die ökologistische Denkweise bis heute prägt. Nun übt Hayes durchaus heftige Kritik an dieser Veröffentlichung, bis hin zu der Aussage, das verwendete mathematische Modell („World3“) sei „eher ein Mittel der Polemik als eines der wissenschaftlichen Forschung“. Auch wird Vaclav Smil in diesem Zusammenhang zitiert, der in den „Grenzen des Wachstums“ schon immer „eine Übung in Falschinformation und Verschleierung“ erkannte. An der grundlegenden Idee begrenzter Ressourcen möchte Brian Hayes aber nicht rütteln.

Und das



Wasser: Eine unendliche Ressource (von Christian Strunden)

2. Februar 2013 | Von | Kategorie: Blog, Ökologismus, Ökologistische Mythen

novo_logoÜber nichts beklagt sich der Mensch mehr als über das schlechte Wetter. Für den Mitteleuropäer bedeutet schlechtes Wetter Regen und Wolken. Er leidet also an einem Zuviel an flüssigem oder gasförmigem Wasser. Gleichzeitig scheut er keine Mühen und Kosten, um seinen Verbrauch von genau diesem Wasser zu reduzieren. Was geht hier vor?

Trotz aller „Weltwassertage“, „Welt-Wasser Foren“, 2013 als „UNO-Jahr der Zusammenarbeit im Wasserbereich“ etc. nimmt die Wasserdiskussion immer mehr sektiererische Züge an. Wenn aber schon Kindergartenkinder anfangen sich Sorgen um ausreichendes Trinkwasser machen, ist die Zeit für eine unsentimentale Beantwortung folgender Fragen gekommen: Wird Wasser zunehmend knapp? Kann man es „sparen“?

Trinkwasser und Wasserkreislauf

Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir die Funktionsweise des Wasserkreislaufs verstehen. Beginnen wir mit dem Meerwasser. Konsensschätzungen beziffern das Volumen allen Meerwassers auf schwer vorstellbare 1,4 Milliarden Kubikkilometer. Jeder einzelne Kubikkilometer enthält 1 Milliarde Kubikmeter Wasser. Wollte man das gesamte Meerwasser in einem Cordon rund um den Äquator konzentrieren, erhielte man einen 800 km breiten Wasserwall, der 40 km hoch in die Stratosphäre ragen würde.

Aus dem Meerwasser destilliert die Sonne in einem permanenten Kreislauf Wasserdampf, der zu Wolken kondensiert, die vom Wind weggetragen werden und wenige Tage später irgendwo anders wieder als Regen