Ökologistische Mythen



Die Sehnsucht nach Arkadien

18. Februar 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen

Was wollen Ökologisten?
Von was träumen sie?
Was treibt sie an?

Meist wird ihnen unterstellt, sie wären einfach nur rückwärts gewandt, wollten die Zeit zurückdrehen.
Nichts wäre falscher.
Sie wollen nicht zurück, sondern in ein anderes Land: Nach Arkadien.

Arkadien01

Schon in der Antike war Arkadien ein mythischer Ort. Glückliche Hirten, so glaubte man, lebten dort frei und von der freundlichen Natur verwöhnt ohne Zwang und ohne Sorgen.

Nachdem Vergil das Land in Rom als entrücktes Ideal besungen hatte, geriet es im Mittelalter in Vergessenheit. Die Menschen suchten ihr Paradies im Jenseits.
Doch in der Renaissance erwachte die alte Sehnsucht wieder und im Barock erlebte sie eine Blüte.

Warum?

Sicherlich, weil es eine Art Archetyp ist, fest verankert im menschlichen Bewusstsein. Aber es gehört noch mehr dazu.
Im antiken Rom war es eine Überflussgesellschaft, die, sicher vor materiellen Nöten, in einer dekadenten Stimmung dem goldenen Käfig entfliehen wollte.
In der Renaissance wurde die Antike verehrt, die Menschen fühlten sich ‚wiedergeboren‘ nach der dunklen Zeit des Mittelalters, vor allem aber bildete sich wieder eine reiche, übersättigte Oberschicht, die erneut an der Grenze zur Dekadenz nach Fluchten suchte, Zwänge und Konventionen abstreifen wollte und sich nach dem ‚einfachen Leben‘ sehnte, von dem sie



An ihren Worten sollt ihr sie erkennen

20. Januar 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Medien, Nachhaltigkeit, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Profiteure, Wissenschaft

ego150Die Sprache selbst ist das größte Hindernis jeder Kommunikation. Sie versagt oft schon bei der Definition des Themas, über das man eigentlich spricht. Was meist nicht auf die mangelnde Fähigkeit ihrer Anwender zurückzuführen ist, sie formalen Regeln folgend zu gebrauchen. Sondern auf ihre Eigenschaft, neben allgemeingültigen Bedeutungen auch individuell differenzierte Bewertungen zu übertragen. Worte werden mit Interpretationen verknüpft und lösen dadurch dem Rezipienten zwingend erscheinende Assoziationsketten aus, die seitens des Sprechers nicht intendiert waren. Ein typischer Dialog zwischen Alarmist und Skeptiker könnte etwa so aussehen:

Alarmist: Du kannst doch nicht ernsthaft am Treibhauseffekt zweifeln?

Skeptiker: Das muß ich auch nicht.

Alarmist: Aha, Du gibst also zu, daß Kohlendioxid dem Klima schadet?

Skeptiker: Wieso?

Worte sind die Waffen der Politik. Erfolgreiche Politiker zeichnen sich daher durch die meisterlich beherrschte Fähigkeit aus, Worte mit einem Kontext aufzuladen, der ihre Agenda unterstützt. Im Beispiel setzt der Alarmist „Kohlendioxid“, „Treibhauseffekt“ und „Klimakatastrophe“ gleich, weil ihm dies durch die staatliche Propaganda seit Jahren eingeredet wird. Der Skeptiker hingegen sieht nur drei völlig verschiedene Begriffe, deren Verbindung miteinander kritisch zu betrachten ist.

Ein wesentlicher, oft unterschätzter Aspekt der Aufklärung lag in der Entwicklung der Fähigkeit, Sprache zur Übermittlung ideologiebefreiten Faktenwissens zu nutzen. Das Aufkommen der



Das schmutzige Geheimnis der grünen Elektromobilität

4. Dezember 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Profiteure, Windkraft

AutoDie Elektromobilität ist mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien in aller Munde. Denn Elektromobilität ist sauber, umweltfreundlich und klimafreundlich, dank Strom aus Erneuerbaren Energien. So denken zumindest die Ökologisten. Ist dem aber wirklich so?



Was ist faul am Biogas?

3. November 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energiewende, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Ökologistische Mythen

DemonCornNur recht selten rückt das sogennannte ‚Bio‘-Gas in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Dabei ist es, neben Wind und Sonne, eine der drei Säulen der Energiewende und tatsächlich sogar die wichtigste, denn als einzige ‚Erneuerbare‘ Energiequelle hängt sie nicht von den zufälligen Launen des Wetters ab und kann bedarfsgerecht Strom erzeugen – zumindest im Prinzip. Biogas fällt daher in der Triade der ‚Erneuerbaren‘ natürlicherweise die Rolle eines grundlastfähigen Ausgleichspuffers zu, der einspringt, wenn die Leistung der beiden anderen nicht ausreicht. So lange es keine brauchbaren Stromspeicher in der benötigten Größenordnung gibt – und das ist auch in Zukunft nicht absehbar, vor allem, da nicht das geringste unternommen wird, um solche Speicher zu errichten – ist Biogas unersetzlich, um den Anteil der Erneuerbaren weiter zu steigern.

Warum ist Biogas dann so wenig präsent?

Liegt es daran, dass es ein problemloser Energieträger ist und daher nicht für Schlagzeilen sorgt? Ist es ein echter Lichtblick, der ruhig und zuverlässig seinen Teil zum Grossen Plan beiträgt? Oder ist es eher das schwarze Schaf in der ohnehin recht räudigen Herde, über das man lieber nicht redet?

Eine Begriffsklärung

Wie im weiteren Verlauf näher ausgeführt wird, ist ‚Bio‘-Gas alles andere als ‚Bio‘ im Sinn von ökologisch,



Freiheit durch Technik

30. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Innovationspolitik, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Technium

novo_logoVor mir liegt die neue Ausgabe der Novo Argumente (Nummer 116, 2/2013, zum Inhaltsverzeichnis). Sie widmet sich ausschließlich dem Thema „Freiheit“ und weist daher, insbesondere unter Berücksichtigung des Ergebnisses der letzten Bundestagswahl, eine besondere Aktualität auf. Ein Debattenbeitrag stammt von der Novo-Redaktion selbst. Man hat ein Manifest mit „13 Thesen zur Freiheit“ verfaßt, das aus meiner Sicht für die Debatte zentrale Bedeutung aufweist. Im Anschluß stellen zahlreiche bekannte und prominente Autoren, die für Humanismus und Aufklärung stehen, ihre Sicht der Dinge auf einzelne Aspekte des Manifests vor. Man findet Beiträge von Josef Reichholf, Matt Ridley, Juli Zeh, Frank Schäffler, Holger Krahmer, Vera Lengsfeld, Jan Fleischhauer, Vince Ebert und Frank Furedi – um nur ein paar bekannte Namen zu nennen. Auch ich wurde gebeten, einen Text zum Thema „Freiheit und Technologie“ zu liefern. Diesen möchte ich natürlich gerne hier zur Debatte stellen.

Freiheit durch Technik

Technologieskepsis ist keine neue Entwicklung. Das Innovationen innewohnende Potential zu umwälzenden Veränderungen ängstigte zu allen Zeiten diejenigen, die sich in bestehenden Systemen eingerichtet hatten und von ihnen profitierten. Die Gegenwart allerdings ist geprägt von einer neuen Qualität der kritischen Auseinandersetzung, deren tiefe Verwurzelung in unserer Gesellschaft auch diejenigen einschließt, die von Fortschritten eigentlich profitieren. Das



EEG-Umlage und Börsenpreis

4. August 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Daten, Energiewende, Ökologistische Mythen, Photovoltaik

EEG-Umlage

In der letzten Zeit wird der wachsende Stromexport Deutschlands auf vielerlei Art kommentiert. Der Tenor der EEG-Befürworter lautet:

  • Das ist der Beweis, dass wir keinen Kernkraftwerke brauchen
  • Da sieht man, wie leistungsstark die erneuerbaren Energien sind
  • Die Exportüberschüsse werden von den Kohlekraftwerken aus Profitgier verursacht

Die ablehnenden Stimmen meinen dagegen:

  • Das zeigt, dass die NIE (Neuen ineffizienten Energien) nicht bedarfsgerecht produzieren können
  • Wir machen ein schlechtes Geschäft, wenn wir überschüssigen, aber hochsubventionierten Strom billig verramschen

Die Wahrheit liegt weder ganz beim einen noch beim anderen. Natürlich sind die NIE nicht in der Lage, bedarfsgerecht zu produzieren. Natürlich ist es eine Belastung für das Netz und die konventionellen Erzeuger diesen Zufallsstrom auszuregeln und zu integrieren und natürlich fliessen da hohe Subventionsbeträge, die von den deutschen Verbrauchern bezahlt werden, ins Ausland, zu unserem Schaden und zur Freude unserer Nachbarn. Doch der Vorwurf der ‚Profitgier der grossen Konzerne‘ ist nicht unberechtigt. Beim derzeitigen NIE-Anteil an der Stromversorgung ist die Regelungskapazität der konventionellen Kraftwerke nämlich noch keineswegs ausgeschöpft und die Exporte wären technisch tatsächlich nicht notwendig. Sie sind eine Marktreaktion und dienen der Gewinnoptimierung.

Der Modellfall

Wind und Sonne benötigen konventionelle ‚Schattenkraftwerke‘ da sie nur unregelmässig und zufällig Strom erzeugen.

Um einen möglichst einfachen



NGO’s: Die Meister des sanften Würgegriffs

17. Juli 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energieerzeugung, Energiewende, Kernenergie, Klimawandel, Kohle, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Photovoltaik, Politik, Profiteure, Windkraft

Macht- und Interessengeflechte der Öko-Weltretter

In der westlichen Welt hat sich ein Geflecht von Organisationen etabliert, deren Geschäft das Abkassieren von Gutgläubigen, das Einwerben von Abstandszahlungen von der Industrie und die Selbstbedienung aus öffentlichen Pfründen ist. Die schiere Gröβe dieser Strukturen, die untereinander sowie mit dem Staatsapparat und den Medien dicht verfilzt sind, sowie die Effizienz ihrer Geldbeschaffungsmethoden würden jeden Sektenführer klassischen Zuschnitts vor Neid erblassen lassen. Sogenannte Non Governmental Organisations (NGO) geben vor, hehre Ziele zu vertreten und den Planeten nebst Menschheit retten zu wollen. Doch tatsächlich verfolgen viele ihrer führenden Vertreter einfach nur knallharte Eigeninteressen. Dabei geht es um Einkommen und Karriere ebenso wie um die Förderung der Interessen bestimmter, ihnen nahestehender Industriezweige.

Naturbild Kopie

Nicht bei allem, wo Naturschutz draufsteht, ist auch wirklich Naturschutz drin (Symbolbild)

 

Als Datum der Kapitulation der Industrien der westlichen Welt vor der geballten Macht geschickt arbeitender Kampagnenstrategen von NGO’s kann der 20. Juni 1995 gelten. An diesem Tag gab Shell nach fast zweimonatigen Auseinandersetzungen bekannt, dass man der Forderung von Greenpeace nachgeben und die schwimmende Öltankanlage „Brent Spar“ an Land entsorgen lassen werde, statt sie wie vorgesehen in groβer Meerestiefe zu versenken. Gegen dieses Vorhaben hatte Greenpeace eine massive Empörungskampagne in den Medien