Ökologismus



Veranstaltung: Technophobie und Fortschrittsfeindlichkeit

16. Januar 2014 | Von | Kategorie: Blog, Innovationspolitik, Ökologismus, Politik, Wirtschaftsförderung

Fortschrittsoffensive2014Die FDP-Fraktion im sächsischen Landtag setzt ihre Fortschrittsoffensive auch im Jahr 2014 mit weiteren, hochkarätig besetzten Veranstaltungen fort. Die letzte alternative Ökokonferenz im Mai 2013 hat ja eine ganze Reihe an Autoren und Lesern von Science Skeptical auch mal im realen Leben zusammengeführt. Ich würde mich freuen, den ein oder anderen auch im kommenden März wieder in Dresden zu treffen. Das Podium ist jedenfalls mit einer Menge guter Bekannter gefüllt. Hier die Vorankündigung der Veranstalter:

Alternative Technologiekonferenz

Technophobie und Fortschrittsfeindlichkeit

Wohlstandsdepression oder linksgrüner Zeitgeist?

Seit Jahrzehnten erfinden Untergangspropheten immer neue Horrorszenarien, um ihr fortschritts- und wachstumsfeindliches Weltbild zu etablieren. Vom Land der Tüftler und Denker ist Deutschland zum Land der   Bedenkenträger geworden. Hinter jedem Baum lauert die Katastrophe. Längst hat   sich der Begriff der „German Angst“ im englischsprachigen Raum etabliert. Der Atomausstieg nach Fukushima ist nur der vorläufige Höhepunkt eines wohlstandsgenährten, grünen Zeitgeistes. Was 1987 mit Forderungen der Grünen nach einem Verbot von Computern, digitaler Telefonie, Glasfaserkabeln, Kabel- und Satellitenfernsehen begann, findet in der pauschalen Ablehnung von Bio- und Nanotechnologie, Genforschung, Kerntechnik und der Raumfahrt die konsequente Fortsetzung.

Und so kann es nicht verwundern, dass die 2013 frisch gewählte rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen als eine der ersten Maßnahmen das Schulprojekt



Klimaschutz ist für die Seele

7. Januar 2014 | Von | Kategorie: Artikel, Klimawandel, Ökologismus, Politik, Wissenschaft

ego150Bemerkenswert viele Klimaforscher betätigen sich als politische Aktivisten. Mehr als in jeder anderen Disziplin der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung. Stefan Rahmstorfs jüngster Beitrag in der Klimalounge zeigt eine denkbare Erklärung auf.

Als Beteiligter an der öffentlichen Diskussion über Klimapolitik, so schreibt er dort sinngemäß, solle man „seine Motive und Werte offen legen“. Gerne. Ich argumentiere gegen Nachhaltigkeit, Vorsorgeprinzip und gegen das daraus resultierende Konzept eines Klimaschutzes durch Vermeidung, weil es an meinen Geldbeutel geht. Ich habe schlicht keine Lust, für Energie, für Heizung, Strom und Treibstoffe zu viel zu zahlen. Eigentlich könnten diese Dinge mittlerweile, einen freien, deregulierten Markt vorausgesetzt, nahezu kostenlos zur Verfügung stehen. Zumindest preiswert genug, um im Vergleich zu anderen Aufwendungen kaum spürbar zu sein. Von mir aus können die Menschen soviel Klimaschutz betreiben, wie sie wollen. Jeder auf seine Weise. Ich mag mich aber nicht daran beteiligen. Ich möchte schlicht und einfach in Ruhe gelassen werden. Ich erkenne keinen Sinn darin, mein sauer verdientes Geld für den Schutz Ungeborener vor irgendwelchen mutmaßlichen Katastrophen der Zukunft aus dem Fenster zu werfen. Meine Eltern haben das nicht getan, meine Großeltern nicht und überhaupt niemand meiner Vorfahren. Trotzdem geht es mir heute besser. Weil eben jede vorhergehende Generation die Herausforderungen ihrer



CDU vor der Zerreißprobe

21. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Blog, Ökologismus, Politik

quentin_100Drei Tweeds von Peter Altmaier im Oktober und November zeigten schon an, dass er die sich abzeichnende Schwarz-Rote Koalition nicht bevorzugte:

Als Kanzleramtsminister wird er sich nun mit Twittermeldungen zurück halten müssen, dafür sagt aber Volker Bouffier auf der Pressekonferenz am 18.12.2013, als er zusammen mit Tarek Al-Wazir verkündete, dass sich Grüne und CDU in Hessen einig geworden sind:

Wir, die Union, wie auch Bündnis 90/Die Grünen, denken in Werten und nicht in Strukturen.
[…]
Für die einen ist es die Verantwortung vor der Schöpfung, für den anderen die Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt.

Die Annäherung zwischen Grünen und der Union ist nicht nur eine politische, sondern vor allem eine kulturelle.



Extremwetter einmal anders: In Kairo fällt nach 112 Jahren wieder Schnee

13. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Schnee und Eis

Für viele Ägypter ist es das erste Mal, dass sie Schnee zu Gesicht bekommen. In Kairo fiel heute Morgen nach 112 Jahren erstmals wieder Schnee, wie von diversen Medienanstalten berichtet wurde. Bei Twitter kursieren Bilder von diesem ungewöhnlichen Ereignis. Hier einige Auszüge:



Wer ist schuld am Tod von Millionen Kindern?

12. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Blog, Ernährung, Gentechnik, Ökologismus

quentin_100Nicht nur Greenpeace, die und andere NGOs aber vor allem, auch die Öffentlichkeit ist schuld daran, dass zehn Jahre verplempert worden, in denen mit Goldenen Reis hätte unzählige Menschenleben gerettet werden können. In einem bemerkenswert sachlichen Beitrag bei spektrum.de zitiert Elana Bernhard Ingo Potrykus, emeritierter Professor der ETH Zürich und Miterfinder des Goldenen Reises, mit den Worten

„Wir haben viel Zeit verloren durch diese unsinnigen Regulationen. Wir haben zu verantworten, dass Millionen von Kindern inzwischen gestorben sind, die gerettet hätten werden können. Das ist schwer zu ertragen.“

Weiter schreibt sie, dass auch die Neigung der Öffentlichkeit eher negative Nachrichten zu beachten, hier über die Gentechnik, ein wesentlicher Grund dafür ist, dass kein öffentlicher Druck auf die Verhinderer ausgeübt wurde. Ich denke, hier geht Frau Bernhard nicht weit genug. Öffentlicher Druck geht in freien Gesellschaften auch immer von den Medien aus, die allerdings befinden sich mehrheitlich in großer Nähe zu einem ökologistischen Mainstream, der alles was »nicht natürlich« ist, als gefährlich einschätzt. Jahrzehntelange grüne Indoktrination, auch und gerade der Medien, haben Früchte getragen. Risiken werden überbewertet, Chancen und Vorteile klein geredet. Das dies so so ist, hat auch damit zu tun, dass Produkte und Techniken ideologisch bewertet werden, mit moralisch höchst



Ruanda: Vorreiter bei der Umwelt- und Klimaerziehung!?

11. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus

RuandaSeit fünf Jahren sind Plastiktüten in Ruanda verboten. Damit dieses Verbot auch eingehalten wird, gibt es regelmäßig Razzien und strenge Strafen für diejenigen, die dagegen verstoßen. Die Plastiktüteneinfuhr nach Ruanda wird kontrolliert, wie anderswo der Drogenschmuggel. Selbst Toastbrot in Klarsichtfolie verpackt ist nicht erlaubt. Der Handel mit Papiertüten floriert. Damit schon die Kleinen lernen, wie sich der Konsum von Plastiktüten auf die Umwelt und das Klima auswirken, wird eine Umwelterziehung an den Schulen Ruandas durchgeführt. Aber sehen Sie selbst:



Menschenrechte und Menschenpflichten

10. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Ökologismus, Politik

quentin_100Mit dem Ende des 2. Weltkrieges begann die Ära der Menschenrechte, so scheint und schien es. Gesprochen, diskutiert und formuliert wurde natürlich schon viel früher, erste Gesetze darüber wurden bereits aus religiösen Schriften abgeleitet, oder der mehr als dreitausend Jahre alte Codex Ur-Nammu spricht von einer »Gleichheit der Bürger«; und die Idee, dass Menschen unveräußerliche Rechte haben, ist wahrscheinlich so alt wie das Bewusstsein, welches das Selbsterhaltungsrecht quasi automatisch generierte, und dabei mehr ist als reiner Selbsterhaltungstrieb.

Nun aber, nach der Katastrophe des Krieges, angesichts der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, bekamen die Menschenrechte größere Popularität. Dies wurde bei der Gründung der UNO deutlich, oder der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, ein jeder wollte sich von der vorhergegangen Unmenschlichkeit distanzieren, womit dieser moralische Anspruch auch recht zügig als Argument Menschenrechte Einzug in den nun beginnenden Kalten Krieg nahm. Und zwar auf allen Seiten. Die Kolonien welche nach Unabhängigkeit strebten, nahmen es genauso für sich in Anspruch wie die sozialistische Internationale oder der »american way of life«. Und immer wurde dem jeweiligen Gegner vorgeworfen, universelle Menschenrechte zu verletzen. Stefan-Ludwig Hoffmann spricht von »Moralpolik« und dass man die Geschichte der Menschenrechte als ein »Produkt der globalen Gewalt- und Konfliktgeschichte« schreiben müsse. Menschenrechte