Ökologismus



Menschenrechte und Menschenpflichten

10. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Artikel, Ökologismus, Politik

quentin_100Mit dem Ende des 2. Weltkrieges begann die Ära der Menschenrechte, so scheint und schien es. Gesprochen, diskutiert und formuliert wurde natürlich schon viel früher, erste Gesetze darüber wurden bereits aus religiösen Schriften abgeleitet, oder der mehr als dreitausend Jahre alte Codex Ur-Nammu spricht von einer »Gleichheit der Bürger«; und die Idee, dass Menschen unveräußerliche Rechte haben, ist wahrscheinlich so alt wie das Bewusstsein, welches das Selbsterhaltungsrecht quasi automatisch generierte, und dabei mehr ist als reiner Selbsterhaltungstrieb.

Nun aber, nach der Katastrophe des Krieges, angesichts der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, bekamen die Menschenrechte größere Popularität. Dies wurde bei der Gründung der UNO deutlich, oder der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, ein jeder wollte sich von der vorhergegangen Unmenschlichkeit distanzieren, womit dieser moralische Anspruch auch recht zügig als Argument Menschenrechte Einzug in den nun beginnenden Kalten Krieg nahm. Und zwar auf allen Seiten. Die Kolonien welche nach Unabhängigkeit strebten, nahmen es genauso für sich in Anspruch wie die sozialistische Internationale oder der »american way of life«. Und immer wurde dem jeweiligen Gegner vorgeworfen, universelle Menschenrechte zu verletzen. Stefan-Ludwig Hoffmann spricht von »Moralpolik« und dass man die Geschichte der Menschenrechte als ein »Produkt der globalen Gewalt- und Konfliktgeschichte« schreiben müsse. Menschenrechte



Nachhaltigkeit – Was ist das?

8. Dezember 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Nachhaltigkeit, Ökologismus

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‚Nachhaltigkeit‘ ist DAS Buzzword der ökologistischen Bewegung, sozusagen das Qualitätssiegel der Alternativen Bewegung für jede Art von Tätigkeit oder Produktion.

‚Nachhaltig‘ weckt Assoziationen wie stabil, sorgenfrei, zukunftssicher. Man baut ewas auf und wenn es geschaffen ist, darf man sich ausruhen und die Früchte der Arbeit geniessen bis an das selige Ende.

Das steht natürlich im krassen Widerspruch zu Fortschritt und Innovation, denn der Fortschritt wirbelt immer wieder die Karten durcheinander und verteilt sie neu. Um diesen Widerspruch aufzulösen, sollen nur solche Innovationen zugelassen werden, die zu einem stabilen Zustand führen, wie etwa die ‚Erneuerbaren Energien‘, für die innovative (und sogar utopische) Techniken gefordert werden um dann, wenn das Ziel erreicht ist, das statische Schlaraffenland zu eröffnen.

Utopia

Ist schon der ursprüngliche Begriff unscharf, wird er auch noch maßlos überfrachtet:

Mit der Arbeit der Brundlandt-Kommission der UN und der darauf folgenden UN Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 wurde ein Begriffsverständnis von „Nachhaltigkeit“ salonfähig, das verschiedene politische Interessen vereinen sollte; dabei sollten umweltpolitische Ziele den ökonomischen und sozialen Entwicklungszielen gleichgestellt werden. Der Begriff Nachhaltigkeit wird hier als Zielbündel verwendet: dauerhaft stabile Gesellschaften seien zu erreichen, indem ökologische, ökonomische und soziale Ziele nicht gegeneinander ausgespielt, sondern gleichrangig angestrebt würden. Dieses Begriffsverständnis von



Das schmutzige Geheimnis der grünen Elektromobilität

4. Dezember 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energieerzeugung, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Profiteure, Windkraft

AutoDie Elektromobilität ist mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien in aller Munde. Denn Elektromobilität ist sauber, umweltfreundlich und klimafreundlich, dank Strom aus Erneuerbaren Energien. So denken zumindest die Ökologisten. Ist dem aber wirklich so?



Hans von Storch: Taifun Haiyan “ kaum als Zeichen für den menschengemachten Klimawandel zu verstehen“

18. November 2013 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Ökologismus, Wissenschaft

global_running_aceDer Klimaforscher Hans von Storch hat dem Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag ein Interview gegeben. Es offenbart dass es in der prominenten Klimaforschung keinesfalls Konsens ist, Taifun Hayan automatisch dem Klimawandel zuzuschlagen, wie es etwa Mojib Latif oder Stefan Rahmstorf machen. Hochinteressant!

Ihr recht bekannter Kollege Mojib Latif sagte in einer anderen Sendung, der Sturm sei „ein tragischer Weckruf für die internationale Politik, endlich was zu unternehmen“. Ist „Haiyan“ ein Zeichen des Klimawandels, wie auch diverse Kommentatoren meinten?
Nein. Das würde ich dann sagen, wenn wir über einige Zeit eine ungewöhnliche Entwicklung hin zu stärkeren oder häufigeren Stürmen hätten. Extremereignisse sind Teil des normalen Wettergeschehens. „Haiyan“ war ein ganz erheblicher und sehr starker Sturm, doch schon früher gab es wenige Taifune mit stärkeren Winden und niederen Luftdrücken. Dabei ist zu bedenken, dass solche Messungen immer problematisch sind. „Haiyan“ war kein Rekordsturm und wir haben auch keine ungewöhnliche Häufung in der Region in den letzten Jahren. Also ist dieser Sturm kaum als Zeichen für den menschengemachten Klimawandel zu verstehen.

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Titelbild: Graphische Darstellung der Entwicklung der globalen Aktivität tropischer Wirbelstürme in den letzten 40 Jahren (Global and Northern Hemisphere Accumulated Cyclone Energy) erstellt von R. N. Maue vom amerikanischen Center for Ocean-Atmospheric



Ein Taifun stellt Fragen

17. November 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Energiewende, Klimawandel, Ökologismus

OspreyDie Katastrophe, von der die Philippinen heimgesucht wurden, wirft die Frage auf, wie sinnvoll ‚Vorbeugung‘ denn wirklich ist und ob sie genügt, um guten Gewissens in den Spiegel zu sehen.

Das gilt besonders, wenn man sich die Hilfsanstrengungen Deutschlands ansieht. Da sind viele tausend Menschen umgekommen, viele Hunderttausend sind obdachlos und verzweifelt, die Infrastruktur des Landes in einer 80 km breiten Schneise weitgehend zerstört und die deutsche Regierung?
Sie sagte Hilfe in Höhe von 500.000 € zu, die dann großzügig auf  1,5 Millionen € erhöht wurde und:

„Das Technische Hilfswerk schickt im Auftrag von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen, ein Labor zur Überprüfung der Wasserqualität sowie Werkzeuge für Notreparaturen an der Infrastruktur in die philippinische Katastrophenregion. Die 19 THW-Einsatzkräfte starten am Mittwoch.“

Das ist keine Hilfe, sondern eher eine Beleidigung, wenn es von einer der führenden und reichsten Industrienationen der Welt kommt.

Bemerkenswert ist vor allem, dass dieses schäbige Feigenblatt offenbar auch von den oppositionellen Gutmenschen im Bundestag für ausreichend erachtet wird. Die Bundesbetroffenheitsbeauftragte Claudia Roth („Politik braucht Empathie und Emotionen“) zum Beispiel hat bis jetzt kein einziges Wort des Bedauerns geäussert. Offenbar hat sich ihre Empathie dadurch erschöpft, dass sie die Null Todesopfer der Fukushima-Havarie auch nach



Gute Fledermäuse, schlechte Fledermäuse…

10. November 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Ökologismus, Tierschutz, Windkraft

Big-eared-townsend-fledermausGute Fledermäuse:

Fledermäuse stoppen A20

Was ist wichtiger? Autoverkehr oder die Flugrouten kleiner Tiere? Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet zugunsten der Bechstein-Fledermaus.

HAMBURG taz | Die Küstenautobahn A 20 darf vorerst nicht weiter gebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhängte am Mittwoch einen Baustopp für einen Teilabschnitt bei Bad Segeberg im Zentrum Schleswig-Holsteins. Grund ist der Schutz des größten deutschen Fledermaus-Quartiers in den nahe gelegenen Segeberger Kalkberghöhlen mit mehr als 20.000 Tieren.

Schlechte Fledermäuse:

Studie sieht Fledermaus-Massensterben an Windrädern

Eine Stichprobe alarmiert Behörden: Eine Viertelmillion Fledermäuse könnten demnach pro Jahr in Deutschland durch Windräder zu Tode kommen. Vogelschützer fordern, gefährliche Rotoren zu bremsen – doch die untersuchten Anlagen bleiben geheim.

Bildquelle: Wikipedia (Public Domain)



Was ist faul am Biogas?

3. November 2013 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Energiewende, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Ökologistische Mythen

DemonCornNur recht selten rückt das sogennannte ‚Bio‘-Gas in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Dabei ist es, neben Wind und Sonne, eine der drei Säulen der Energiewende und tatsächlich sogar die wichtigste, denn als einzige ‚Erneuerbare‘ Energiequelle hängt sie nicht von den zufälligen Launen des Wetters ab und kann bedarfsgerecht Strom erzeugen – zumindest im Prinzip. Biogas fällt daher in der Triade der ‚Erneuerbaren‘ natürlicherweise die Rolle eines grundlastfähigen Ausgleichspuffers zu, der einspringt, wenn die Leistung der beiden anderen nicht ausreicht. So lange es keine brauchbaren Stromspeicher in der benötigten Größenordnung gibt – und das ist auch in Zukunft nicht absehbar, vor allem, da nicht das geringste unternommen wird, um solche Speicher zu errichten – ist Biogas unersetzlich, um den Anteil der Erneuerbaren weiter zu steigern.

Warum ist Biogas dann so wenig präsent?

Liegt es daran, dass es ein problemloser Energieträger ist und daher nicht für Schlagzeilen sorgt? Ist es ein echter Lichtblick, der ruhig und zuverlässig seinen Teil zum Grossen Plan beiträgt? Oder ist es eher das schwarze Schaf in der ohnehin recht räudigen Herde, über das man lieber nicht redet?

Eine Begriffsklärung

Wie im weiteren Verlauf näher ausgeführt wird, ist ‚Bio‘-Gas alles andere als ‚Bio‘ im Sinn von ökologisch,